BaFin äußert sich zu Vorgehen bei ICOs

22.02.2018 20:26 395 mal gelesen Lesezeit: 2 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Die BaFin betrachtet ICOs als Finanzinstrumente, daher unterliegen sie regulatorischen Pflichten.
  • Projektträger müssen eine Erlaubnis der BaFin einholen, bevor sie einen ICO in Deutschland starten.
  • Investoren sollten sich der Risiken bewusst sein und die Veröffentlichungen der BaFin zu ICOs beachten.

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Initital Coin Offerings werden in vielen Ländern bereits von offiziellen Behörden reguliert. Nun äußert sich Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, zu einem offiziellen Umgang mit ICOs. Maßgeblich ist dabei die Definition des Tokens im Sinne verschiedener Gesetzestexte.

Maßgeblich ist die Beschaffenheit des Tokens eines ICOs

Auf Grund hoher Nachfrage äußert sich die BaFin erstmals offiziell zu einer Vorgehensweise von ICOs. Die Behörde prüft zurzeit noch, ob Token eines ICOs als Wertpapier im Sinne eines Finanzinstrumentes oder als Vermögensanlage gesehen wird. Bis dies eindeutig geklärt ist, müssen ICO Organisationen selber abwägen, in welche Kategorie ihr Token fällt und dazugehörige Gesetze befolgen. Finanzinstrumente sind der Oberbegriff für Wertpapiere, für Anteile an Investitionsvermögen und für Vermögensanlagen. Äußerungen über Anteile an Investitionsvermögen ließ die BaFin bei ihrem Bericht außen vor. Wird ein Token als Wertpapier gesehen, muss er folgende Kriterien erfüllen: er muss übertragbar sein und an Kapitalmärkten gehandelt werden können. Zu Kapitalmärkten in diesem Sinne zählen ausdrücklich auch Altcoinmärkte. Des Weiteren muss er Rechte verkörpern, etwa Gesellschaftsrechte oder Rechte auf Auszahlungen. Der Token darf nicht die Voraussetzungen eines Zahlungsmittels vollständig erfüllen. Sind diese Kriterien erfüllt, müssen gesetzliche Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes, der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, sowie des Wertpapierprospektgesetzes, beachtet werden. Eine andere Möglichkeit ist die Behandlung des Tokens im Sinne des Vermögenanlagengesetzes. Dazu gab die BaFin keine weiteren Ausführungen bekannt. Ihrer Aussage nach seien dies die aktuellen Möglichkeiten, einen Token zu definieren und somit eine Vorgehensweise mit ICOs festzulegen. Dennoch prüft die BaFin weitere nationale Gesetzestexte, sowie EU-Richtlinien. Sie unterstrich außerdem, dass einschlägige Gesetze beachtet werden müssen, sofern ein Token die Kriterien im Sinne des Gesetzes erfüllt. Bei einem Bruch könne ein Ordnungsgeld verhängt werden oder sogar eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft formuliert werden. Auch wenn sich bei diesem Bericht noch keine klare Regulierung herausliest wird klar, dass ICOs nicht einfach unreguliert durchgeführt werden dürfen.

Häufig gestellte Fragen zum Vorgehen der BaFin bei ICOs

Was ist die BaFin?

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist eine unabhängige Bundesbehörde, die die Aufsicht über Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen und den Wertpapierhandel in Deutschland innehat.

Was sind ICOs?

ICOs (Initial Coin Offerings) sind eine Art Crowdfunding, bei der Unternehmen durch den Verkauf von Tokens oder Coins Geld für ihre Projekte sammeln.

Wie geht die BaFin bei ICOs vor?

Die BaFin beurteilt ICOs auf einer Fall-zu-Fall-Basis, wobei sie die spezifischen Eigenschaften und Umstände eines jeden ICOs berücksichtigt, um festzustellen, ob regulatorische Anforderungen gelten und ob diese eingehalten werden.

Kann ein ICO durch die BaFin verboten werden?

Ja, wenn ein ICO als Verstoß gegen geltendes Finanzmarktgesetz oder als Betrug angesehen wird, kann die BaFin ein Verbot verhängen und den ICO stoppen.

Welche Bedeutung hat die Äußerung der BaFin zu ICOs?

Die Äußerung der BaFin zu ICOs bedeutet, dass das regulatorische Umfeld für ICOs in Deutschland geklärt wird. Sie zeigt, dass sich die Behörde der Möglichkeiten und Risiken von ICOs bewusst ist und Maßnahmen zum Schutz der Anleger ergreifen wird.

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Zusammenfassung des Artikels

Die BaFin arbeitet an einer Regulierung von ICOs und definiert unterschiedliche Szenarien, wie sich ein Token beurteilen lässt. Die BaFin arbeitet an einer Regulierung von Initial Coin Offerings und definiert dafür verschiedene Szenarien, abhängig von der Beschaffenheit der Token. Unter Androhung von Sanktionen müssen hierbei die gesetzlichen Vorgaben beachtet werden.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Informieren Sie sich über die BaFin und ihre Rolle in der Regulierung von ICOs. Die BaFin ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und sie hat die Aufgabe, den Finanzmarkt und seine Teilnehmer zu überwachen.
  2. Verstehen Sie die Risiken von ICOs. Während ICOs eine Möglichkeit für Unternehmen sind, Geld zu sammeln, gibt es auch Risiken. Diese können beinhalten, dass das Unternehmen, das das ICO durchführt, nicht in der Lage ist, seine Versprechen zu erfüllen, oder dass das ICO ein Betrug ist.
  3. Beachten Sie die rechtlichen Aspekte von ICOs. In einigen Ländern sind ICOs illegal, während sie in anderen streng reguliert sind. Informieren Sie sich über die Gesetze in Ihrem Land, bevor Sie in ein ICO investieren.
  4. Verwenden Sie vertrauenswürdige Quellen für Informationen über ICOs. Es gibt viele Websites und Foren, die Informationen über ICOs anbieten, aber nicht alle sind vertrauenswürdig. Achten Sie darauf, Informationen von seriösen Quellen zu beziehen.
  5. Seien Sie vorsichtig mit Investitionen in ICOs. Wie bei jeder Investition sollten Sie nicht mehr Geld investieren, als Sie sich leisten können zu verlieren. Darüber hinaus sollten Sie immer Ihre eigene Recherche durchführen, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.