Veröffentlicht: 16.01.2018

Bank Indonesia erinnert an Verbot von Kryptowährungen

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Die indonesische Zentralbank, Bank Indonesia, gab am 13. Januar 2018 erneut eine offizielle Stellungnahme über Kryptowährungen ab. Diese erinnert an eine bereits bestehende Regelung. Es sei allen Zahlungssystem-Anbietern, sowie finanztechnologischen Anbietern und allen Banken verboten, Transaktionen in virtueller Währung durchzuführen.

Bank Indonesia

Schon im letzten Jahr beauftragte der Gouverneur der Bank lokale Medien, Anteilseigner von Kryptowährungen zu adressieren. Diese sollten Kryptowährungen so schnell wie möglich in Fiatgeld zurücktauschen. Daraufhin mussten viele Krypto-Zahlungsanbieter ihre Dienste einstellen und ihr Portfolio neu strukturieren. Seitens der Bank Indonesia heißt es, dass Kryptowährungen von indonesischen Bürgern nicht verkauft, gekauft oder gehandelt werden sollen. Jegliche digitale Währung stelle kein gültiges Zahlungsmittel in Indonesien dar. Der Gouverneur der Bank Indonesia äußerte sich sehr deutlich über Kryptowährungen im Allgemeinen. Er sehe in Kryptowährungen spekulative und riskante Finanzprodukte. Diese hätten keinerlei Wert und es handle sich bei dem derzeitigen Interesse daran um eine Blase. Des Weiteren sieht er ein Risiko darin, dass es kein verantwortliches Organ gebe. Auch sagte er, dass Kryptowährungen vor allem oft in illegale Geschäfte involviert seien. Er warnte vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems.

Konsequenzen des Verbotes

Diese Argumente sind nicht neu. Mehrfach haben sie Kritiker von Kryptowährungen ausgesprochen. Auch andere Zentralbanken äußerten sich so über Kryptowährungen, weil sie befürchteten, dass den zentralen Fiatwährungen geschadet werden könnte. Die Bank Indonesia bezeichnet ihr Statement der vergangenen Woche als „ernsthafte Erinnerung“ an dieses Verbot. Sie warnte alle Beteiligten, Banken und Zahlungssystem-Anbieter, Transaktionen in Kryptowährung durchzuführen. In Indonesien seien Transaktionen nur in Rupiah, der nationalen Währung, erlaubt.

Dass die indonesische Zentralbank immer wieder auf ein Verbot hinweist, führt lediglich zu steigendem Interesse an Peer-to-Peer Kryptobörsen. Die P2P-Börse „Localbitcoins“ verzeichnete eine zunehmende Nachfrage. Auf Börsen wie Localbitcoins können Anteilseigner von Kryptowährungen untereinander handeln. Ein Verbot für P2P-Börsen hatte die Bank Indonesia nicht ausgesprochen. Indonesische Nutzer haben demnach immer noch eine Möglichkeit, sich am Markt der Kryptowährungen zu beteiligen.

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