Veröffentlicht: 05.06.2020

Bargeldabschaffung (Video)

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Kommt die Bargeldabschaffung? Und wenn ja wann? Mitten in einer beginnenden Wirtschaftskrise und steigender Digitalisierung stellt sich die Frage nach der Zukunft physischer Zahlungsmittel.

Bargeldabschaffung – Wie viel Bargeld ist im Umlauf

Mittlerweile ist nur noch ein kleiner Teil unseres Geldes als Bargeld im Umlauf. Ein Großteil liegt in Form von Giralgeld in den Datenbanken der Zentralbanken und Finanzdienstleister. 2019 waren insgesamt rund 23,2 Milliarden Euro-Banknoten im Umlauf, während die Geldmenge M3 in der Euro-Zone im Jahr 2020 ca. 13,15 Billionen betrug.

Sinkende Nutzung von Bargeld

Die aktuellen Auswirkungen von COVID-19 beschleunigen einen schon länger andauernden Trend. Die Deutschen Konsumenten senken langsam den Anteil der Bargeldzahlungen. Die Bundesbank gab selbigen für das Jahr 2017 noch mit 52 Prozent an, für 2019 lag die Schätzung nur noch bei 47 Prozent. Trotz der steigenden Nutzung digitaler Zahlungsmöglichkeiten gaben in der vierten Studie über das „Zahlungsverhalten in Deutschland 2017“ der Bundesbank ca. 88 % der Befragten an auch in Zukunft unverändert mit Bargeld bezahlen zu wollen.

Bargeldabschaffung – Rückblick auf vorherige Krisen

Vergangene Finanz- und Wirtschaftskrisen haben Vorteile des Bargeldes in Extremsituationen aufgezeigt. Anders als das Giralgeld sind Barbestände nicht von der Obergrenze der Einlagensicherung (aktuell in Deutschland bei 100.000 € pro Bankkonto) betroffen und laufen somit nicht Gefahr bei einer Pleite in die Insolvenzmasse der Bank zu fließen. Außerdem kam es in stärker von Krisen betroffenen Ländern wie Griechenland zu leeren Geldautomaten und täglichen Abhebungslimits. Bei einer Bargeldabschaffung würde somit eine wichtige Möglichkeit der Vermögenssicherung wegfallen.

Aktuelle Gesetzesänderungen

In den letzten Jahren wurde der Zahlungsverkehr mit Bargeld immer weiter eingeschränkt. Beispielsweise besteht in Deutschland nicht nur eine gesetzliche Obergrenze von 10.000 € für anonyme Barzahlungen, seit dem 1. Januar 2020 wurde zusätzlich die Obergrenze für den Erwerb von Gold gegen Barzahlung von 9.999,99 € auf 1.999,99 € reduziert (Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur vierten EU-Geldwäscherichtlinie – Drucksache des Bundesrates).

Die Gesetzesänderung bezüglich der anonymen Tafelgeschäfte reiht sich in die – von vielen Experten für unnötig befundene – Abschaffung des 500 Euro-Scheines ein, welcher seit April 2019 nicht mehr produziert und langsam aus dem Verkehr gezogen wird.

Mehr Informationen zum Thema Bargeldabschaffung haben wir in unserem Video zusammen gefasst. Wir freuen uns sehr auf eure Meinung zu diesem Thema.

ENDE DES BARGELD - KOMMT DIE BARGELDABSCHAFFUNG?
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