Bitcoin Betrüger - So schützen Sie sich!

03.08.2017 19:39 346 mal gelesen Lesezeit: 5 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Verwenden Sie nur vertrauenswürdige und sichere Wallets zur Aufbewahrung Ihrer Coins.
  • Seien Sie skeptisch gegenüber unerwarteten Angeboten und überprüfen Sie Informationen, bevor Sie Coins transferieren.
  • Installieren Sie stets die neuesten Sicherheitsupdates für Ihre Software und Hardware.

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Können sich Anleger vor Bitcoin Betrügern schützen?

Natürlich gibt es auch Bitcoin Betrüger und auch Bitcoin Diebe. Jedoch können sich die Anleger auch schützen, sofern sie die Tricks der Kriminellen kennen. Bitcoin Diebe und Betrüger nutzen unterschiedliche Techniken; wer sich im Vorfeld mit den verschiedenen Möglichkeiten befasst, kann sehr wohl einen größeren Schaden verhindern.

P2P SCAM

Bei den P2P-Exchanges handelt es sich um Plattformen, auf denen beide Bitcoin-Nutzer Transaktionen durchführen können. Derartige Plattformen verfolgen das Prinzip eines Marktplatzes für Transaktionen. Die Bitcoin Betrüger nutzen derartige Marktplätze für ihre kriminellen Absichten; mit gehackten PayPal-Accounts oder gestohlenen Kreditkarten wollen sie die Bitcoins erwerben. Führte die kriminelle Absicht zum Erfolg, so hilft den Opfern keine Beschwerde bei der jeweiligen Plattform. In vielen Fällen sind die Betrüger bereits nicht mehr auffindbar, nachdem der Betrug aufgeflogen ist.

Bitcoin Betrüger -So können sich die Anleger schützen

Man sollte nur P2P-Plattformen nutzen, die einerseits einen Käuferschutz anbieten oder andererseits eine Verifizierung der Nutzer vornehmen. Des Weiteren sollte man sich von Tradingpartnern fernhalten, die ausschließlich elektronische Zahlungsdienste - so etwa Skrill oder PayPal - anbieten.

Fake ICOS

Den Anlegern werden oftmals Token zur Sicherung angeboten. Wer Gold besitzt und das Edelmetall absichern will, erhält im gleichen Zug Bitcoins angeboten. Die Betrüger verwenden Fake ICOS, die zwar eine Absicherung bieten, jedoch bei genauerem Hinsehen keinen Schutz garantieren. Der prominenteste Fall war wohl jener des Anbieters DeClouds. Durch den Betrug konnten 300 Bitcoins erbeutet werden; der Anbieter verschwand danach vom Markt und hinterließ den betrogenen Investoren nur die unbrauchbaren Token zurück.

So können sich die Anleger schützen

Die Anleger sollten auf unrealistische Versprechen und Ziele achten. Werden ROIs von über 1.000 Prozent im Jahr versprochen, sollte der Anleger bereits hellhörig werden. Ein weiteres Erkennungsmerkmal: Der Token wird nicht detailliert beschrieben - am Ende sind es nur leere Phrasen, sodass die Token gar keinen richtigen Nutzen haben. Zudem sollten die Anleger auch die Mannschaft überprüfen, die sich hinter dem Anbieter befinden. In diversen Bitcoin-Foren gibt es auch Hinweise und Informationen, ob die jeweiligen Anbieter seriös sind oder ob es Bedenken gibt.

Fake Cryptocoins

Ein musterhaftes Beispiel ist "Onecoin". Die Kryptowährung wurde als seriöse Alternative zum Bitcoin angeboten - Anleger, die in "Onecoin" investierten, mussten in weiterer Folge drastische Verluste verbuchen. Aber auch Bitcoin ist nicht vor derartigen Tricks gefeit. So werden unter anderem Bitcoin Splits oder auch Bitcoin Mining Spots verkauft, die das Investment über Nacht verdoppeln sollen - am Ende sind aber nur die Anbieter die Gewinner. Die Anleger werden derart über den Tisch gezogen, dass sie am Ende den Großteil des Geldes verlieren.

So können sich die Anleger schützen

Man sollte immer dem Original vertrauen und etwaige Anbieter auf Seriosität und Glaubwürdigkeit überprüfen. So können Foren dabei helfen, wenn man unsicher ist, ob das angebotene Geschäft tatsächlich seriös ist. Wer Altcoins erwerben möchte, sollte vor dem Kauf auch die Existenz der Altcoins überprüfen. Im Internet stehen mehrere Seiten - so etwa Coinmarketcap - zur Verfügung, die den Anlegern die notwendigen Informationen übermitteln.

Schneeballsysteme

Handelt es sich um ein klassisches Schneeballsystem, so werden die Anleger so lange bezahlt, bis kein weiteres Kapital durch neue Investoren gewonnen werden kann. Durch das Schneeballsystem werden nämlich keine neuen Produkte kreiert - am Ende werden nur Einnahmen erzielt, sofern sich auch neue Investoren finden. Reicht die Zahl der neuen Anleger aber nicht mehr aus, sodass die alten Investoren ausbezahlt werden können, sind die Gründer des jeweiligen Systems "verschwunden".

So können sich die Anleger schützen

Die Schneeballsysteme locken mit extrem hohen Gewinnen, die jedoch unrealistisch erscheinen. Hohe Erträge sind fast immer ein Zeichen, dass es sich um ein betrügerisches Schneeballsystem handelt.

Bitcoin Phishing

Beim Phishing wollen die Bitcoin Betrüger an vertrauliche Informationen kommen. Die Betrüger versenden E-Mails, kreieren falsche Webseiten und versuchen den potentiellen Opfern wichtige Informationen zu entlocken. So erwerben die Betrüger einen ähnlich klingenden Domain-Namen, sodass es zu Verwechslungen kommen kann. Auf der "kopierten" Seite wird ein Login-Feld präsentiert, das nur geringe Unterschiede zum originalen Login-Feld aufweist. Meldet sich der Anleger auf der "falschen Seite" an, so erhalten die Betrüger die Zugangsdaten des Users.

So können sich die Anleger schützen

Anleger müssen extrem vorsichtig sein. Sie sollten auf das Logo und auch auf den Namen des Anbieters achten, sodass sie die falschen von den echten Anbietern unterscheiden können. Auf E-Mails, die vertrauliche Informationen verlangen, sollte keinesfalls reagiert werden. Ist der Anleger unsicher, sollte er telefonischen Kontakt aufnehmen. In der Regel gibt es keine Plattform und keinen Anbieter, die Passwörter oder sonstige Informationen per E-Mail verlangen.

Fake Wallets

Auch wenn Fake Wallets definitiv nicht die allerpopulärste Technik sind, so handelt es sich aber um eine doch recht einfache Möglichkeit, damit betrügerische Absichten verwirklicht werden können. Die Fake Wallets funktionieren wie Fake Webseiten - statt den Login-Daten oder E-Mail-Adressen werden Cryptocoins gestohlen. Die Fake Wallets erscheinen auf den Seiten der Fake-Anbieter, die etwa eine App anbieten, die an einen seriösen Anbieter erinnert. Unachtsame Anleger laden sodann die App runter und müssen wenig später feststellen, dass sie keine Bitcoins mehr besitzen.

Bitcoin Betrüger - So können sich die Anleger schützen

Anleger sollten sich ein paar Fragen beantworten, bevor sie eine App runterladen:
  • Ist die Seite vertrauenswürdig?
  • Stimmen Namen, Logos und auch Slogans, die sich auf der Download-Seite befinden, mit denen des richtigen Anbieters überein?
  • Wie viele User nutzen die App?
  • Gibt es Bewertungen und/oder Erfahrungsberichte?

Ransomware

Eine recht alte Technik, wobei Ransomware keinesfalls unterschätzt werden darf. Es handelt sich um eine Art Virus. Die Daten des Nutzers werden zur Gänze oder nur zum Teil verschlüsselt; bezahlt der Bitcoin-Besitzer eine Gebühr, so werden die Daten wieder entschlüsselt.

So können sich die Anleger schützen

Theoretisch können die Daten selbständig entschlüsselt werden. Das funktioniert aber nur mit den richtigen Tools und der notwendigen Erfahren. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass man Backups der Daten erstellt und ein hochwertiges Anti-Viren-Programm benutzt.

Häufig gestellte Fragen zu Bitcoin-Betrug und deren Vermeidung

1. Was sind typische Anzeichen für Bitcoin-Betrug?

Typische Anzeichen für Bitcoin-Betrug können unrealistisch hohe Renditen, Anonymität, unregulierte und unbekannte Börsen oder Plattformen, aggressive Verkaufstaktiken und fehlender Kundenservice sein.

2. Wie kann ich mich vor Bitcoin-Betrug schützen?

Schützen Sie sich vor Betrug, indem Sie gut informiert sind, unrealistische Versprechungen hinterfragen und nur mit regulierten Plattformen handeln. Verwenden Sie starke Sicherheitsmaßnahmen wie 2-Faktor-Authentifizierung und achten Sie auf Datenschutz.

3. Wie gehe ich vor, wenn ich Opfer eines Bitcoin-Betruges geworden bin?

Wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, sollten Sie zunächst den Vorfall an die örtliche Polizei melden und alle Unterlagen bereitstellen. Kontaktieren Sie anschließend Ihre Bank und berichten Sie den Vorfall auch auf Online-Foren und Social Media-Kanälen, um andere zu warnen.

4. Wer ist für die Regulierung von Bitcoin zuständig?

Da Bitcoin dezentralisiert ist, gibt es keine zentrale Regulierungsbehörde. Allerdings können Regierungen und Finanzinstitutionen in ihren jeweiligen Ländern Regulierungen für Kryptowährungen einführen.

5. Ist der Handel mit Bitcoin sicher?

Der Handel mit Bitcoin kann sicher sein, wenn Sie verantwortungsbewusst handeln, gut informiert sind und sichere Plattformen für den Handel verwenden. Allerdings ist das Risiko des Verlusts, wie bei jedem Investment, immer vorhanden und kann nicht vollständig eliminiert werden.

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Zusammenfassung des Artikels

Zudem sollte man auch nicht auf jeden Link klicken, sondern das Downloaden nur auf vertrauenswürdige Seiten beschränken. Anleger können sich vor Bitcoin Betrügern schützen, indem sie sich über die Techniken der Kriminellen informieren und einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Informieren Sie sich gründlich über die Plattform, auf der Sie planen, in Bitcoin zu investieren. Recherchieren Sie online nach Erfahrungsberichten und Bewertungen.
  2. Vergewissern Sie sich, dass die Plattform über eine sichere und verschlüsselte Verbindung (https) verfügt.
  3. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Versprechungen von hohen Renditen in kurzer Zeit sind oft ein Zeichen für Betrug.
  4. Bewahren Sie Ihre Bitcoins in einer sicheren Wallet auf und teilen Sie Ihre privaten Schlüssel mit niemandem.
  5. Vermeiden Sie es, auf Phishing-Versuche zu reagieren. Legitime Unternehmen werden Sie nie nach Ihrem Passwort oder Ihren privaten Schlüsseln fragen.