Bitcoin im Fokus: Rally, Herkunftsnachweise und neue Betrugsrisiken
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin pausiert nach der Rally, während globale Liquidität weiteres Potenzial verspricht; zugleich wachsen Anforderungen an Herkunftsnachweise und Risiken durch KI, Kritik und Betrug.
Bitcoin steht nach der jüngsten Rally vor neuen Bewährungsproben: Während Marktbeobachter weiteres Potenzial durch globale Liquidität sehen, warnen sie zugleich vor Volatilität und Gewinnmitnahmen. Der Pressespiegel beleuchtet außerdem die wachsenden Anforderungen an Herkunftsnachweise, die Risiken durch KI, prominente Bitcoin-Kritik und einen erschütternden Betrugsfall.
Bitcoin nach starker Rally vor neuen Tests
Quelle: ntv.de
Der Bitcoin notiert tiefer und legt nach der Rally der vergangenen Woche eine Verschnaufpause ein. Laut ntv.de war es die beste Woche des Bitcoin seit über zwei Jahren.
Linh Tran von XS.com sieht die Erholung dennoch Risiken ausgesetzt. Ein vorübergehend nachlassender Renditedruck, eine Dollarschwäche und die Erwartung weniger restriktiver Finanzbedingungen hätten die Risikobereitschaft verbessert und zugleich Kapitalflüsse in den Bitcoin gefördert.
Die Entwicklung deute darauf hin, dass die Rally auf echten Käufen beruhe. Chang weist jedoch darauf hin, dass der Anstieg von 70.000 auf fast 80.000 US-Dollar weiterhin ein gewisses Maß an technisch bedingtem Momentum enthalte.
Volatilität und Gewinnmitnahmen seien deshalb schwer zu vermeiden. Der Bitcoin gibt laut ntv.de um 0,3 Prozent auf 77.203 US-Dollar nach.
| Bitcoin | 77.203 US-Dollar |
| Tagesveränderung | -0,3 Prozent |
| Bewegung der Rally | von 70.000 auf fast 80.000 US-Dollar |
Infobox: Die Rally wird laut Quelle von realen Käufen getragen, bleibt aber anfällig für technisch bedingte Bewegungen, Volatilität und Gewinnmitnahmen.
Herkunftsnachweis für Kryptowährungen soll den gesamten Vermögensweg dokumentieren
Quelle: Anwalt.de
Ein Krypto-Mittelherkunftsnachweis soll nachvollziehbar erklären, wie aus rechtmäßig erworbenen Vermögenswerten die Kryptowährungen entstanden sind, die verkauft, übertragen oder ausgezahlt werden sollen. Bei einer mehrjährigen Historie reiche ein Standardschreiben mit zwei Sätzen häufig nicht aus.
Nach Darstellung von Anwalt.de müssen mehrere Ebenen voneinander getrennt werden: die Herkunft des ursprünglich investierten Geldes, die Börse, auf der Coins gekauft wurden, die verwendeten Wallets sowie mögliche Swaps, Staking-Aktivitäten und weitere Käufe. Zusätzlich müsse nachvollziehbar sein, wie der heutige Bestand wieder auf eine Börse oder ein Bankkonto gelangt.
Bei komplizierten Fällen solle die Dokumentation mit dem aktuellen Bestand und dem konkreten Vorgang beginnen. Als Beispiel nennt die Quelle 3,4 BTC auf einer Hardware-Wallet, die auf eine regulierte Börse übertragen werden sollen; nach dem Verkauf sollen etwa 250.000 Euro auf ein Bankkonto fließen.
Erst anschließend werde rückwärts aufgearbeitet, woher die 3,4 BTC stammen. Am Anfang des Nachweises sollten der betroffene Kryptowert, die Menge, die aktuelle Wallet beziehungsweise Börse, die geplante Transaktion und die wirtschaftliche Herkunft stehen.
Die Bezeichnung „Krypto-Gewinne“ sei als Erklärung nicht ausreichend. Wenn ursprünglich 18.000 Euro investiert wurden und daraus durch Kurssteigerungen 160.000 Euro entstanden sind, müsse die Dokumentation den Weg vom legalen Ausgangskapital über den Erwerb der Kryptowerte und die Wertentwicklung beziehungsweise Trades bis zum Verkauf und einem Erlös von 160.000 Euro zeigen.
Als mögliche Quellen des ursprünglichen Kapitals nennt Anwalt.de Arbeitseinkommen, Unternehmensgewinne, einen Wertpapierverkauf, eine Erbschaft oder eine Schenkung. Die jeweils passenden Belege sollten zugeordnet werden; bei über Jahre verteilten Sparraten müsse nicht zwingend jede einzelne Gehaltszahlung in einen 200-seitigen Bericht aufgenommen werden.
Für den Weg zur Kryptobörse beschreibt die Quelle den sogenannten Fiat-On-Ramp. Beispielsweise seien am 4. April 2019 10.000 Euro vom Girokonto an eine Börse überwiesen und im Oktober weitere 8.000 Euro eingezahlt worden.
Börsenabrechnungen, CSV-Exporte, Account-Historien und andere Transaktionsunterlagen sollen anschließend zeigen, welche Coins zu welchem Zeitpunkt erworben wurden. Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 6. März 2025 enthalte ab Randnummer 87 ausführliche Vorgaben zu Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten bei Kryptowerten und behandle ausdrücklich auch Steuerreports.
Die weitere Krypto-Historie könne je nach Fall sehr unterschiedlich ausfallen. Während ein Bitcoin-Kauf mit anschließender Aufbewahrung über acht Jahre auf derselben Börse eine relativ kurze Geschichte darstelle, werde die Dokumentation bei Transfers auf eine Hardware-Wallet, einem späteren Tausch gegen ETH, Staking und Verkäufen über eine zweite Börse deutlich umfangreicher.
Für komplexe Verläufe empfiehlt Anwalt.de eine chronologische Zuordnung. Die Quelle nennt als vereinfachte Struktur eine Fiat-Einzahlung von 10.000 EUR im 04/2019 bei Börse A mit Bankauszug, einen BTC-Kauf im 04/2019 bei Börse A mit Trade-Historie, einen BTC-Transfer im 06/2019 auf Wallet 1 mit TxID, einen Teilverkauf BTC/EUR im Jahr 2021 bei Börse B mit Börsenexport und eine EUR-Auszahlung auf das Bankkonto im Jahr 2026 mit Verkaufsabrechnung.
Eine Blockchain-Adresse belege nicht automatisch, wem eine Wallet gehört. Deshalb könne je nach Plattform und Prüfverfahren eine zusätzliche Verifizierung erforderlich sein; eigene Wallets sollten nicht kommentarlos zwischen fremden Börsenadressen aufgeführt werden.
Technische Massendaten müssten nicht vollständig im Haupttext stehen. Bei einer achtjährigen Historie könnten die Details in Anlagen aufgenommen und im Hauptdokument die wesentlichen Transfers erläutert werden.
Transfers zwischen eigenen Wallets seien wirtschaftlich anders zu bewerten als Verkäufe. Die Vorlage müsse daher eindeutig zwischen Erwerb, Verkauf, Swap und Eigenübertragung unterscheiden, damit keine scheinbaren Lücken entstünden.
Bei nicht mehr existierenden Börsen sollten noch vorhandene Unterlagen wie alte E-Mails, Einzahlungsbestätigungen, Wallet-Adressen, Transaction IDs, Screenshots, Steuerunterlagen oder historische Kontoauszüge gesammelt werden. Eine ausdrücklich benannte und nachvollziehbar erklärte Lücke sei besser als eine scheinbar lückenlose, aber falsche Darstellung.
Ein Steuerreport sei nicht automatisch ein vollständiger Mittelherkunftsnachweis, weil Steuerreport und AML-Herkunftsnachweis unterschiedliche Zwecke hätten. Ein Steuerreport könne ein hilfreicher Baustein sein, müsse von einer Bank oder Kryptoplattform aber nicht zwingend als alleiniger Nachweis akzeptiert werden.
Anwalt.de verweist außerdem auf einen individuellen Reddit-Bericht vom Mai 2026. Ein Nutzer habe für seine Krypto-Historie unter anderem 16 Blockpit-Mittelherkunftsnachweise sowie Roh-CSV-Daten vorgelegt und danach dennoch erhebliche Probleme mit seiner österreichischen Sparkasse geschildert.
Ein weiterer Reddit-Nutzer habe im Juni 2026 berichtet, ungefähr 80 Prozent seiner BTC-Historie sauber nachvollziehen zu können, während bei etwa 20 Prozent alte Zuordnungen und Unterlagen fehlten. Laut Quelle sollte zunächst geprüft werden, ob die fehlenden 20 Prozent für den aktuell nachzuweisenden Bestand relevant sind.
Ein universelles Muster könne die individuelle Vermögensgeschichte nicht ersetzen. Die Historie eines Bitcoin-Anlegers von 2013 unterscheide sich von der eines Kunden, der 2025 Stablecoins gekauft habe; ein Mining-Fall sei wiederum anders als Staking oder eine Krypto-Schenkung.
Besonders problematisch seien widersprüchliche Zahlen. Wenn im Anschreiben 2,5 BTC genannt werden, der beigefügte Report aber 3,1 BTC ausweist, müsse die Differenz erklärt werden; dasselbe gelte für unterschiedliche Anschaffungskosten, fehlende Wallets oder zeitlich nicht passende Banküberweisungen.
Am Ende der Vorlage empfiehlt die Quelle eine kurze Zusammenfassung: Der aktuelle Kryptobestand stamme aus den dargestellten Erwerbsvorgängen, die wesentlichen Transfers seien dokumentiert und die zugehörigen Unterlagen befänden sich in den bezeichneten Anlagen. Dieselbe Vermögenshistorie könne grundsätzlich für eine Kryptoplattform und die Hausbank verwendet werden, müsse aber möglicherweise an den jeweiligen Prüfer angepasst werden.
- Der aktuelle Bestand und der konkrete Anlass sollten am Anfang stehen.
- Ausgangskapital, Börseneinzahlungen, Käufe, Transfers und Verkäufe sollten miteinander verbunden werden.
- Eigene Wallets, Swaps, Staking und historische Börsen sollten eindeutig dokumentiert werden.
- Widersprüchliche Zahlen und fehlende Unterlagen sollten erklärt werden.
Infobox: Ein belastbarer Herkunftsnachweis soll einen klaren Prüfpfad vom legalen Ausgangskapital bis zur geplanten Auszahlung schaffen. Anwalt.de betont, dass die Dokumentation an die tatsächliche Transaktionsgeschichte angepasst werden muss.
Bitcoin bleibt nach starker Woche im Fokus der Märkte
Quelle: Der Aktionär
Der DAX durchbrach am Freitag seine Verlustserie und schloss 0,5 Prozent höher bei 26.136 Punkten. An den Vortagen hatte der deutsche Leitindex jeweils Verluste verzeichnet.
Für den heutigen Handelstag erwartete Der Aktionär zunächst Zurückhaltung. Die Vorgaben seien gemischt ausgefallen: An der Wall Street schlossen die Börsen im Plus, wobei der Dow Jones besonders stark gewesen sei.
In Asien dominierten dagegen die Bären. Besonders der Markt in Hongkong habe deutliche Abgaben verzeichnet.
Der Bitcoin stand ebenfalls im Mittelpunkt der Anleger. Die Kryptowährung habe eine starke Woche hinter sich, und die jüngste Rally dürfte laut Der Aktionär auch in den kommenden Tagen ein viel beachtetes Thema an den Märkten bleiben.
Neben Bitcoin befasste sich die Sendung mit Moderna, Nvidia, Öl, Gold, SAP, Infineon, Rheinmetall und SMA Solar. Die Markteinschätzung wurde von Martin Weiß, dem stellvertretenden Chefredakteur des Anlegermagazins DER AKTIONÄR, präsentiert.
| DAX-Schlussstand | 26.136 Punkte |
| Veränderung | 0,5 Prozent höher |
Infobox: Der Bitcoin bleibt nach seiner starken Woche ein zentrales Marktthema. Gleichzeitig stehen ein freundlicher Wochenausklang an der Wall Street und schwächere asiatische Märkte einem zurückhaltenden Handelsstart gegenüber.
Peter Schiff räumt mögliche Bitcoin-Gewinne ein und verteidigt seine Skepsis
Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland
Peter Schiff sagte, dass er mit Bitcoin viel Geld hätte verdienen können. Gleichzeitig vertritt er die Ansicht, dass Bitcoin-HODLer noch mehr Geld verschenkt hätten, weil sie ihre Coins nicht verkauft hätten.
Die Äußerung machte Schiff als Antwort auf einen eigenen Beitrag zu künstlicher Intelligenz und Bitcoin. Darin argumentierte er, dass KI eine größere Gefahr für Bitcoin darstelle, als sie Vorteile bringe.
„Ja, ich hätte mit Bitcoin viel Geld verdienen können. Aber das ist alte Geschichte. In den letzten fünf Jahren bin ich besser daran gefahren, Bitcoin nicht zu besitzen. Die Bitcoin-HODLer sind es, die viel Geld verschenkt haben, weil sie nicht verkauft haben!“
Schiff erklärte, er habe etwa fünf Jahre lang auf Bitcoin verzichtet und bereue dies nicht. Er hält es für besser, dem Markt ferngeblieben zu sein, als Bitcoin zu kaufen und unabhängig von Kursbewegungen zu halten.
Seine Skepsis gegenüber Bitcoin sei nicht neu. Rallyes der Kryptowährung habe er wiederholt als Verkaufsgrund dargestellt und zugleich die Schwächen von Bitcoin genutzt, um Gold als sicherere Wertanlage zu bewerben.
In seinem ursprünglichen Beitrag warnte Schiff, KI könne mit Bitcoin um spekulatives Kapital, Strom und Platz in Rechenzentren konkurrieren. Außerdem könne KI irgendwann Schwachstellen im Bitcoin-Code oder in der Kryptografie finden, die Menschen bislang übersehen hätten.
Yahoo Finanzen Deutschland verweist darauf, dass der Einfluss von KI die Kryptomärkte bereits auf andere Weise verändere. BeInCrypto habe berichtet, dass KI-getriebener Inflationsdruck dazu beigetragen habe, dass der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Monaten in einer Preisspanne geblieben sei.
Ob KI tatsächlich ein Sicherheitsrisiko für Bitcoin darstelle, sei laut Quelle bislang unklar. Die Debatte liefere jedoch neuen Stoff für eine der ältesten Rivalitäten im Kryptobereich.
| Bitcoin EUR | 66.315,25 |
| Veränderung | +1.482,95 (+2,29 %) |
Infobox: Schiff erkennt an, dass Bitcoin erhebliche Gewinne ermöglicht hätte, bleibt aber bei seiner Kritik an der Haltestrategie und warnt vor möglichen Risiken durch künstliche Intelligenz.
Arthur Hayes sieht Liquidität als Treiber für Aktien, Gold und Bitcoin
Quelle: BeInCrypto
Arthur Hayes rät Investoren laut BeInCrypto, derzeit nicht auf riskante Vermögenswerte zu verzichten. Seine Einschätzung äußerte der BitMEX-Mitgründer nach einem plötzlichen Marktschub im Gespräch mit dem Crypto-Banter-Moderator Ran Neuner.
Auslöser seines bullischen Ausblicks war die Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Größe seiner Schuldenrückkäufe zu verdoppeln. Hayes bezeichnete dieses Vorgehen als „Soft Yield Curve Control“.
Damit ist laut Quelle gemeint, dass Zentralbanken oder das Finanzministerium Anleiherenditen begrenzen, ohne ein festes Ziel bekanntzugeben, und durch indirekte Markteingriffe Liquidität bereitstellen.
„Sie sind ein Idiot, wenn Sie nicht auf Aktien, auf Gold, auf Bitcoin und auf den Markt setzen“
Finanzminister Scott Bessent habe die Ausweitung der Rückkäufe auf langlaufende Staatsanleihen angekündigt. Die Märkte hätten die 5%-Marke bei zehnjährigen Renditen getestet, einen Schwellenwert, den viele für die Tragfähigkeit der US-Schulden als kritisch ansehen.
Durch die Erhöhung der Rückkäufe habe das Finanzministerium die Renditen begrenzt und Liquidität bereitgestellt. Hayes verglich die Entwicklung mit früheren Eingriffen unter Janet Yellen sowie mit dem jahrelangen Experiment der Bank of Japan mit Yield Curve Control.
Nach Hayes’ Einschätzung lenken gedeckelte Renditen Kapital in Aktien, Gold und Bitcoin. Die unmittelbare Reaktion der Märkte habe diese Sicht unterstützt: Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sei gefallen, Bitcoin habe wichtige gleitende Durchschnitte nahe 70.000 USD überschritten, Aktien seien gestiegen und Altcoins hätten deutliche Kursgewinne verzeichnet.
Hayes wertet das Vorgehen als Hinweis darauf, dass Behörden weiter eingreifen werden, um die Schuldentragfähigkeit zu sichern. Daraus könnten künftige Liquiditätsimpulse entstehen, nicht nur ein einmaliger Effekt.
Da die US-Notenbank die Zinsen stabil halte und zusätzliche Instrumente wie ausgeweitete Repo-Fazilitäten zur Verfügung stünden, erkennt Hayes eine Tendenz zur Unterstützung von Vermögenswert-Kursen. Auch der Fokus von US-Präsident Trump auf einen starken Aktienmarkt verstärke diese Anreize laut seiner Argumentation.
Ein Teil des Bitcoin-Anstiegs könne durch einen Short Squeeze erklärt werden. Hayes sieht jedoch einen tiefergehenden Strukturwandel, bei dem Regierungen die Verteidigung der Verschuldungsfähigkeit über eine freie Kursbildung der Anleiherenditen stellten.
„Die Bilanz wächst unbegrenzt, weil der Markt sagt: ‚Oh, Sie wollen bei 5 % deckeln? Kein Problem. Hier sind all diese Anleihen. Ich möchte Aktien, ich möchte Gold, ich möchte Bitcoin. Ich will alles, was knapp ist, wenn Sie weiter Dollars schaffen, um diese Renditen künstlich zu beeinflussen.‘“
In diesem Umfeld sei es laut Hayes riskanter, Bargeld zu halten oder gegenüber Aktien, Gold und Bitcoin untergewichtet zu sein. Er erklärte, weiterhin stark aufgestellt zu sein und bereits seit Wochen eine starke Position in Bitcoin und Ethereum zu besitzen.
Hayes verwies außerdem auf sein neues Projekt Flop Labs. Er sagte, er habe viel in Ethereum investiert, einige Athena gekauft und auch Ethery erworben; deshalb sei er mit Blick auf seine Bestände aktuell wahrscheinlich am maximalen Risiko.
| Getestete Renditemarke zehnjähriger US-Anleihen | 5% |
| Bitcoin-Marke bei gleitenden Durchschnitten | nahe 70.000 USD |
Infobox: Hayes führt den Marktschub auf Liquidität und Eingriffe zur Begrenzung der Anleiherenditen zurück. Seine These: Aktien, Gold und Bitcoin profitieren, wenn Kapital aus festverzinslichen Anlagen in knappe Vermögenswerte ausweicht.
Rentnerin verliert 50.000 Euro an Bitcoin-Betrüger – Kurier verurteilt
Quelle: OP Online
Eine Frau aus Hanau übergab einem Unbekannten 15.000 Euro in bar auf einem Parkplatz und verlor insgesamt 50.000 Euro an Krypto-Betrüger. Darunter befand sich ein Kredit über 25.000 Euro.
Das Amtsgericht Hanau verurteilte den Kurier und Abholer zu eineinhalb Jahren Gefängnis wegen Beihilfe zum Betrug. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt; zusätzlich wurde eine amtliche Grenzüberschrittsbescheinigung angeordnet, die einer Ausweisung gleichkommt.
Die Betroffene war im Internet auf eine Seite gelangt, auf der Kryptowährungen wie Bitcoins und hohe Gewinnmargen angepriesen wurden. Zunächst zahlte sie 250 Euro als Gebühr, anschließend überwies sie 3.000 Euro und 5.000 Euro auf Konten in Litauen oder anderswo.
Auf der Internetseite stieg ihr angeblicher Kontostand auf 260.000 Euro. Eine Beraterin habe ihr daraufhin eine weitere Erhöhung vorgeschlagen.
Für eine weitere Zahlung traf sich die Frau auf dem Altstadtparkplatz an der Steinheimer Vorstadt mit einem Mann mit Kapuze. Sie übergab ihm einen Umschlag mit 15.000 Euro und erhielt anschließend eine Quittung im Internet.
Der angebliche Geldbetrag sei in wertvolle Bitcoins gewechselt worden, so die Darstellung auf einem Zertifikat. Wie die Frau später erkannte, war dieses Zertifikat wertlos.
Zusätzlich nahm sie bei ihrer Bank einen Kredit über 25.000 Euro auf und überwies das Geld an die Krypto-Betrüger. Insgesamt waren damit 50.000 Euro verloren.
Die Tochter stoppte ihre Mutter schließlich, bevor es zu einer weiteren Geldübergabe kam. Die Betroffene informierte das Betrugskommissariat der Hanauer Kriminalpolizei und erschien nicht mehr zu dem vereinbarten Termin.
Stattdessen nahm eine junge Frau den Termin am 23. März wahr. Sie traf sich in Steinheim mit einem Mann, der unter dem Namen „John Wick“ auftrat, und brachte neben einem Umschlag auch Kollegen und Handschellen mit.
Der Angeklagte hieß in Wahrheit L., stammte aus der Ukraine und hatte einen Wohnsitz in Polen. Sein reguläres Einkommen verdiente er als Taxifahrer, hatte sich aber bei der „Firma“ als Kurierfahrer beworben.
Laut OP Online handelte es sich bei solchen Abholern um „Wegwerfkurier“. Wenn ein Abholer festgenommen werde, sei es schwer, die Spur zu den Drahtziehern zurückzuverfolgen. L. seien drei Prozent Provision versprochen worden.
Das Gericht sah in ihm einen kleinen Fisch und keinen Teil der Bande. Die Richterin nahm ihm jedoch nicht ab, dass er unmittelbar vor dem Kurierauftrag nichts von illegalen Geschäften gewusst habe.
„Ich will nur, dass andere das erfahren und gewarnt werden – damit es ihnen nicht so ergeht wie mir.“
Mit dieser Begründung wandte sich die Betroffene an die Polizei. Das verlorene Geld habe sie abgeschrieben; sie blieb mit ihrer Geschichte und einem Berg von Schulden zurück.
| Gesamtschaden | 50.000 Euro |
| Bar übergebener Betrag | 15.000 Euro |
| Aufgenommener Kredit | 25.000 Euro |
| Erste Gebühr | 250 Euro |
| Weitere genannte Überweisungen | 3.000 Euro, 5.000 Euro |
| Angeblicher Kontostand | 260.000 Euro |
| Urteil gegen den Kurier | eineinhalb Jahre Gefängnis auf Bewährung |
| Versprochene Provision | drei Prozent |
Infobox: Der Fall zeigt laut OP Online, wie Betrüger mit angeblichen Bitcoin-Gewinnen, gefälschten Kontoständen und persönlichen Geldübergaben vorgehen. Das Amtsgericht Hanau verurteilte den Abholer und ordnete seine Ausweisung an.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Bedeutung liegt weniger in kurzfristigen Kursbewegungen als in der zunehmenden Professionalisierung des gesamten Bitcoin-Ökosystems. Marktliquidität kann Aufwärtsbewegungen verstärken, macht sie aber zugleich anfällig für abrupte Rückschläge. Parallel steigen die Anforderungen an eine lückenlose Herkunftsdokumentation erheblich. Anleger sollten Bitcoin deshalb nicht nur als Kursrisiko, sondern auch als Dokumentations-, Verwahrungs- und Betrugsrisiko verstehen.
Zusammenfassung: Bitcoin gewinnt an institutioneller Relevanz, bleibt jedoch von hoher Volatilität, strengen Prüfanforderungen und professionellen Betrugsmaschen geprägt.
Quellen:
- Der Börsen-Tag: Bitcoin steht vor neuen Tests
- Mittelherkunftsnachweis Krypto Vorlage: So sollte ein Herkunftsnachweis für Bitcoin & Co. aufgebaut sein
- Märkte am Morgen: Moderna, Nvidia, Öl, Gold, Bitcoin, SAP, Infineon, Rheinmetall, SMA Solar
- Peter Schiff: „Mit Bitcoin hätte ich viel Geld verdienen können”
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- Arthur Hayes gibt überraschenden Tipp zu Aktien, Gold und Bitcoin