Bitcoin unter Druck: Zinsen, Regulierung und Kapitalflüsse bestimmen den Markt
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin steht zwischen möglichen institutionellen Zuflüssen, Zinsdruck und regulatorischen Änderungen, während Steuerpläne in Deutschland für Unsicherheit sorgen.
Bitcoin steht zwischen möglichen Kapitalzuflüssen, steigenden US-Anleiherenditen und politischen Weichenstellungen unter Spannung. Der Pressespiegel zeigt, wie institutionelle Nachfrage, Steuerpläne in Deutschland und regulatorische Unsicherheit die Perspektiven der Kryptowährung prägen – und welche Signale derzeit für die weitere Marktentwicklung entscheidend sind.
Bitcoin zwischen Kapitalzuflüssen, Zinsdruck und regulatorischen Weichenstellungen
Binance-Gründer CZ sieht „Hot Money“ aus dem KI-Sektor zurückfließen
Binance-Gründer Changpeng Zhao, bekannt als CZ, sieht laut Finanzen.net erste Anzeichen dafür, dass spekulatives Kapital aus dem KI-Sektor zurück in den Krypto-Markt fließt. Gemeint ist kurzfristig orientiertes Kapital, das dem jeweils stärksten Marktnarrativ folgt und zuvor teilweise aus Bitcoin in den KI-Sektor abgewandert sein soll.
CZ schrieb auf X, dass „etwas heißes Geld“ aus der KI-Branche zurück in den Krypto-Markt fließe. Zahlen und Belege dazu, wie groß dieser Rückfluss bereits ist, nannte der Binance-Gründer jedoch nicht.
„Etwas heißes Geld fließt aus der KI-Branche zurück in den Krypto-Markt. Die Finanzbranche verschwindet nicht. Auch du, und die KI, werdet weiterhin Geld brauchen.“
Eine Studie des Research-Unternehmens River verknüpft diese These mit einem langfristigen Kurspotenzial für Bitcoin. Nach der Modellrechnung könnten Portfolios künftig zwischen zwei und vier Prozent ihres Vermögens in Bitcoin halten, wenn sich die Kryptowährung in deutlich mehr Anlageportfolios etabliert.
River geht davon aus, dass 20 bis 40 Prozent der Portfolios künftig zwischen zwei und vier Prozent ihres Vermögens in Bitcoin investieren könnten. Bei einem weltweiten Finanzvermögen von rund 333 Billionen US-Dollar ergäben sich daraus Nettozuflüsse zwischen 1,3 und 5,3 Billionen US-Dollar.
Unter Einbeziehung eines von River beobachteten Hebels von rund dem Dreifachen des Zuflusses auf den Marktwert errechnet die Studie eine mögliche Bitcoin-Marktkapitalisierung von 5,5 bis 17,5 Billionen US-Dollar. Daraus leitet River ein Kurspotenzial von rund 250.000 bis 840.000 US-Dollar je Bitcoin ab.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Möglicher Portfolioanteil von Bitcoin | 2 bis 4 Prozent |
| Anteil möglicher investierender Portfolios | 20 bis 40 Prozent |
| Weltweites Finanzvermögen | rund 333 Billionen US-Dollar |
| Mögliche Nettozuflüsse | 1,3 bis 5,3 Billionen US-Dollar |
| Mögliche Bitcoin-Marktkapitalisierung | 5,5 bis 17,5 Billionen US-Dollar |
| Abgeleitetes Kurspotenzial je Bitcoin | rund 250.000 bis 840.000 US-Dollar |
| Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung | rund 80.000 US-Dollar |
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im September 2026 notierte Bitcoin laut River bei rund 80.000 US-Dollar. Damit lag der Kurs etwa 37 Prozent unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025.
Die historische Rückrechnung von River soll zeigen, wie sich eine Bitcoin-Beimischung auf Rendite und Risiko eines klassischen Portfolios ausgewirkt hätte. Ein Depot aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen erzielte demnach über die vergangenen zehn Jahre ein Plus von 154 Prozent bei einem maximalen Kursrückgang von 21,5 Prozent.
Wurden die Anleihen teilweise durch eine Bitcoin-Quote von 10 Prozent ersetzt, stieg der Gewinn laut River auf 506 Prozent. Der größte Rückgang erhöhte sich dabei auf 27,4 Prozent.
| Portfolio | Gewinn | Maximaler Kursrückgang |
|---|---|---|
| 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen | 154 Prozent | 21,5 Prozent |
| Portfolio mit 10 Prozent Bitcoin statt eines Teils der Anleihen | 506 Prozent | 27,4 Prozent |
Als Grundlage für Rivers These gilt die bislang geringe Verbreitung von Bitcoin. Weltweit besitzen laut der Studie rund vier Prozent der Menschen Bitcoin. Bei professionellen Vermögensverwaltern ist die Kryptowährung zwar angekommen, macht in den Portfolios aber weiterhin nur einen sehr kleinen Anteil aus.
29 der 30 größten registrierten US-Anlageberater halten laut River bereits Bitcoin. Ihre gesamte Bitcoin-Allokation beläuft sich jedoch auf lediglich 0,008 Prozent des verwalteten Vermögens. Mehrere große Wall-Street-Häuser wie Morgan Stanley und JPMorgan empfehlen ihren Kunden laut der Studie Bitcoin-Quoten zwischen ein und sieben Prozent.
Darüber hinaus bauen 16 der 25 größten US-Banken laut River bereits eigene Bitcoin-Produkte für ihre Kunden auf. Die Prognose hängt damit maßgeblich davon ab, ob Anlageberater ihre aktuell sehr geringe Bitcoin-Quote innerhalb weniger Jahre auf mehrere Prozent erhöhen.
Zusammenfassung: CZ beobachtet einen möglichen Rückfluss spekulativen Kapitals aus dem KI-Sektor in Bitcoin. River errechnet bei einer stärkeren Verbreitung in Portfolios ein langfristiges Kurspotenzial von rund 250.000 bis 840.000 US-Dollar je Bitcoin, betont jedoch, dass die Modellrechnung auf Annahmen beruht.
Bitcoin-Steuer in Deutschland: Haltefrist-Aus könnte laut BTC-ECHO weitreichende Folgen haben
BTC-ECHO berichtet über eine mögliche grundlegende Veränderung der Krypto-Besteuerung in Deutschland. Im Mittelpunkt steht das Ende der einjährigen Haltefrist und die geplante steuerliche Behandlung von Kryptowerten nach dem Aktien-Modell.
Eine bei BTC-ECHO vorgestellte BearingPoint-Umfrage unter 2.118 Befragten zeigt laut dem Beitrag kein eindeutiges gesellschaftliches Votum. 26 Prozent sprachen sich für eine Besteuerung nach dem Aktien-Modell aus, während 39 Prozent keine Angabe machten oder mit „weiß nicht“ antworteten.
Der Beitrag stellt zugleich die Verfassungsmäßigkeit der Abgeltungsteuer infrage. Das Finanzgericht Niedersachsen legte dem Bundesverfassungsgericht mit Vorlagebeschluss vom 18.03.2022 die Frage vor, ob der abgeltende 25-Prozent-Sondersteuersatz mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes vereinbar ist.
Das Finanzgericht hielt die Regelung laut BTC-ECHO für verfassungswidrig, weil Kapitaleinkünfte pauschal mit 25 Prozent gegenüber Arbeitseinkommen bevorzugt würden, das progressiv bis 45 Prozent besteuert werde. Zu einer Entscheidung in der Sache kam es jedoch nicht, da das Finanzamt der Klage abhalf und das Finanzgericht seine Vorlage im August 2022 wieder aufhob.
Nach Darstellung von BTC-ECHO hat sich das Bundesverfassungsgericht deshalb zur Verfassungsmäßigkeit der Abgeltungsteuer nicht inhaltlich geäußert. Der Beitrag argumentiert, dass ein ungeklärtes Verfassungsproblem nicht dadurch gelöst werde, dass es auf eine weitere Anlageklasse ausgeweitet werde.
Der Beitrag unterscheidet zwischen einem kurzfristigen und einem langfristigen politischen Vorhaben. Laut Kabinettsbeschluss vom 3. Juli 2026 soll Krypto kurzfristig ohne Haltefrist mit dem regulären Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert werden.
Langfristig fordert der Seeheimer Kreis laut BTC-ECHO die vollständige Abschaffung der Abgeltungsteuer für sämtliche Kapitalerträge einschließlich Aktien, Zinsen und Dividenden. Diese Linie finde sich auch im aktuellen SPD-Wahlprogramm wieder, in dem ein Mindeststeuersatz von 30 Prozent genannt werde.
Der Beitrag sieht zudem mögliche Mindereinnahmen für den Staat. Wer Kryptowerte heute innerhalb der Jahresfrist verkauft, zahlt darauf den persönlichen Einkommensteuersatz von bis zu 45 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. In der Spitze liege die Belastung bei rund 51 Prozent.
Unter der geplanten Abgeltungsteuer würden diese kurzfristigen Gewinne laut BTC-ECHO künftig nur noch mit rund 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer belastet. Für Spekulanten könne die Steuerlast dadurch um rund 20 Prozentpunkte sinken.
Eine Kompensation durch die Besteuerung langfristig gehaltener Bestände hält der Beitrag für unsicher. Wer heute nach einem Jahr steuerfrei verkaufen könnte und dies trotz eines langen Anlagehorizonts nicht tue, werde nicht allein wegen einer neu entstehenden Steuerpflicht verkaufen. Ohne Verkauf entstehe kein realisierter Gewinn und damit keine Einnahme.
Zusätzliche Bedeutung misst BTC-ECHO dem Zeitpunkt der Reform bei. Seit dem 1. Januar 2026 erfassen Kryptodienstleister über das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz Transaktionsdaten, die ab 2027 automatisiert an die Finanzbehörden fließen sollen. Ab 10.07.2027 verschärfe zusätzlich die EU-Geldwäscheverordnung die Kontrolle.
Auch andere Parteien verfolgen laut dem Beitrag eine Änderung der Kapitalbesteuerung. Bündnis 90/Die Grünen forderten in der Bundestags-Drucksache 21/7081 vom 10.07.2026 die Abschaffung der 25-prozentigen Abgeltungsteuer. Die Linke verfolge mit dem Antrag 21/6645 aus dem Jahr 2026 dasselbe Ziel.
BTC-ECHO verweist außerdem auf eine Spannung innerhalb der politischen Debatte. Im Seeheimer-Strategiepapier vom Oktober 2025 würden Bitcoin und Ethereum als „private, hochspekulative Vermögenswerte“ mit Risiken für die Finanzstabilität eingeordnet, während der digitale Euro als „sicher“ und „reguliert“ bezeichnet werde. Gleichzeitig sollten Bitcoin und Ethereum steuerlich wie eine Aktie behandelt werden.
- 26 Prozent der 2.118 Befragten befürworteten das Aktien-Modell.
- 39 Prozent machten keine Angabe oder antworteten mit „weiß nicht“.
- Der reguläre Abgeltungsteuersatz beträgt 25 Prozent.
- Der persönliche Einkommensteuersatz kann bis zu 45 Prozent betragen.
- In der Spitze wird eine Belastung von rund 51 Prozent genannt.
- Ab 2027 sollen Transaktionsdaten automatisiert an Finanzbehörden fließen.
Zusammenfassung: BTC-ECHO beschreibt das Ende der einjährigen Haltefrist als möglichen Auftakt zu einer umfassenderen Neuordnung der Kapitalbesteuerung. Der Beitrag stellt sowohl die Verfassungsmäßigkeit der Abgeltungsteuer als auch die erwarteten Auswirkungen auf die Staatseinnahmen infrage.
US-Staatsanleiherendite über 5 Prozent setzt Bitcoin und Aktien unter Druck
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg laut BeInCrypto am Montag über 5 Prozent. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit drei Jahren.
Der Anstieg erhöht die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft und belastet nach Darstellung von BeInCrypto sowohl Aktienbewertungen als auch Bitcoin. Die Kryptowährung steht dabei im Wettbewerb mit renditestarken und vergleichsweise risikoarmen Staatsanleihen.
Für Aktien werden höhere Renditen zur Bewertungsprobe, weil Staatsanleihen für Investoren attraktiver werden. Anleger können dadurch sichere Erträge erzielen, ohne das Risiko des Aktienmarktes einzugehen.
Ein länger anhaltender Anstieg über 5 Prozent sei die „größte kurzfristige Sorge für Aktien“, wird Antony Ghee, Leiter für Aktienanlagen beim Chief Investment Office von Merrill und der Bank of America Private Bank, von BeInCrypto wiedergegeben.
Steigende Renditen erhöhen zudem die Finanzierungskosten für Unternehmen. Dadurch können die Gewinne sinken, die zur Stützung der Aktienkurse beitragen. Hohe Staatsausgaben und Schulden für KI-Infrastruktur verstärken laut BeInCrypto in diesem Jahr den Druck auf die Renditen.
Bitcoin notierte nahe 77.800 USD und konnte an diesem Tag leicht zulegen. Nach Einschätzung des Beitrags erhöht eine sichere Rendite von 5 Prozent durch Staatsanleihen jedoch die Opportunitätskosten für riskantere Anlagen wie Bitcoin, insbesondere für Anlagen ohne laufende Erträge.
Die weitere Entwicklung könne von der nächsten Sitzung der US-Notenbank abhängen. Trader bewerteten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed als hoch. Eine Zinspause oder ein zurückhaltendes Signal könnte die Renditen senken und den Druck auf Aktien und Bitcoin verringern, während eine Zinserhöhung in Verbindung mit straffen Aussagen den gegenteiligen Effekt haben könnte.
| Marktfaktor | Angabe |
|---|---|
| Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen | über 5 Prozent |
| Höchster Stand | seit drei Jahren |
| Bitcoin-Kurs im Beitrag | nahe 77.800 USD |
Zusammenfassung: Die zehnjährige US-Staatsanleiherendite über 5 Prozent macht sichere Anleihen attraktiver und erhöht den Bewertungs- und Finanzierungsdruck für Aktien. Bei Bitcoin steigen dadurch die Opportunitätskosten, wobei die Fed-Entscheidung als wichtiger kurzfristiger Einflussfaktor gilt.
Bitcoin-Rally pausiert wegen sinkender Clarity-Act-Erwartungen
Börse Online berichtet, dass die Bitcoin-Rally wegen schwindender Hoffnungen auf eine Verabschiedung des US-Kryptogesetzes Clarity Act ins Stocken geraten sei. Auf der Prognoseplattform Polymarket fiel die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung noch in diesem Jahr auf 18 Prozent.
Bitcoin gab daraufhin von knapp 79.600 auf unter 78.000 Dollar nach. Zuletzt notierte die Kryptowährung laut Börse Online bei rund 77.600 Dollar.
Demokratische Verhandler wollten den Republikanern vor einer entscheidenden Verfahrensabstimmung zwar ein Gegenangebot vorlegen. Für einen Fortschritt seien jedoch parteiübergreifende Stimmen erforderlich.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Clarity Act in diesem Jahr | 18 Prozent |
| Bitcoin-Kurs vor dem Rückgang | knapp 79.600 Dollar |
| Bitcoin-Kurs nach dem Rückgang | unter 78.000 Dollar |
| Zuletzt genannter Bitcoin-Kurs | rund 77.600 Dollar |
Zusammenfassung: Börse Online führt den Rückgang von knapp 79.600 auf unter 78.000 Dollar auf die gesunkenen Erwartungen an den Clarity Act zurück. Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr wurde auf Polymarket mit 18 Prozent angegeben.
Weitere Marktthemen: DAX, KI, Commerzbank, Deutz und Cewe
Nach dem schwächeren Wochenauftakt könnte sich der deutsche Aktienmarkt laut Börse Online am Dienstag zunächst behaupten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,05 Prozent auf 25.454 Punkte, nachdem der DAX am Vortag um ein halbes Prozent nachgegeben hatte.
Der Ölpreis blieb über Nacht auf hohem Niveau. Nach dem Vorrücken der Huthis im Jemen werde laut dem Commerzbank-Devisenexperten Michael Pfister sogar ein Niveau von 110 US-Dollar pro Barrel ins Visier genommen. Gleichzeitig richtete sich die Aufmerksamkeit auf die für Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank, bei der Anleger mit einer geldpolitischen Straffung rechneten.
Die Erholung der KI- und Halbleiterwerte in Asien blieb nach einem Ausverkauf wegen wachsender Befürchtungen über ein langsameres Entwicklungstempo im KI-Bereich weitgehend aus. Das Vertrauen in die Technologie und ihre Potenziale blieb damit angeschlagen.
CrowdStrike-Chef George Kurtz warnte laut Börse Online vor wachsenden KI-Bedrohungen. Er lehne eine Verlangsamung der Entwicklung fortgeschrittener KI ab, weil verfügbare Modelle und die damit verbundenen Risiken bereits Realität seien.
Nach Kurtz’ Einschätzung verschaffe KI Kriminellen und Einzelakteuren schnellere und leichter zugängliche Angriffsmöglichkeiten. Für KI-Agenten forderte er strenge Zugriffsrechte, kurzlebige Zugangsdaten, einen Notausschalter und eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Cybersicherheitsfirmen.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete KI-Ängste laut Börse Online als „Schwindel“. In einem überraschenden Telefonat mit Nvidia-Chef Jensen Huang wies er Befürchtungen zurück, dass KI oder Roboter die Welt übernehmen könnten.
Trump hob zugleich den wirtschaftlichen Nutzen von Rechenzentren hervor und warnte davor, dass die USA im Wettbewerb mit China zurückfallen könnten. Jensen Huang sprach sich sowohl für Innovation als auch für Sicherheit aus, während OpenAI, Anthropic und Elon Musk stärkere Schutzmaßnahmen oder ein langsameres Entwicklungstempo gefordert hatten.
Broadcom hält nach Angaben von Börse Online an seinen langfristigen KI-Zielen fest. Broadcom-Chef Hock Tan sieht trotz der Debatte über ein langsameres Entwicklungstempo bei KI-Modellen keinen Anlass, die Umsatzprognosen für 2027 und 2028 zu ändern.
Tan erwartet weiterhin eine starke und dauerhafte Nachfrage nach Recheninfrastruktur, insbesondere für die Nutzung von KI-Modellen im laufenden Betrieb. Anthropic soll 2027 zum größten Kunden für maßgeschneiderte Chips von Broadcom aufsteigen, während die Broadcom-Aktie am Montag 4,8 Prozent verlor.
Im Streit um die Zukunft der Commerzbank blieben die Positionen zwischen Berlin und UniCredit laut Börse Online ungelöst. Nach einem ersten Treffen von Finanzminister Lars Klingbeil und UniCredit-Chef Andrea Orcel forderte Klingbeil den Erhalt der eigenständigen, in Frankfurt ansässigen Bank und ihres Mittelstandsgeschäfts.
Orcel betonte dagegen die wirtschaftlichen Vorteile einer Übernahme. UniCredit kontrolliert inzwischen fast 50 Prozent der Anteile, sieht ein Einsparpotenzial in Milliardenhöhe und könnte im Zuge einer Übernahme Tausende Stellen abbauen.
Der Motorenbauer Deutz plant eine Kapitalerhöhung über bis zu zehn Prozent. Dafür sollen bis zu 15,26 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Die Aktien werden ausschließlich institutionellen Anlegern angeboten, während das Bezugsrecht bestehender Aktionäre ausgeschlossen ist.
Mit der Kapitalmaßnahme will Deutz die Kapitalstruktur optimieren und die finanzielle Flexibilität für künftige Wachstumschancen stärken. Der Handelsbeginn ist voraussichtlich für den 18. September vorgesehen, der Aktienkurs gab auf Tradegate leicht nach.
Cewe startete ein Aktienrückkaufprogramm. Der Fotodienstleister will bis zu 150.000 eigene Aktien im Wert von höchstens 18 Millionen Euro zurückkaufen.
Das Programm entspricht rund zwei Prozent des Grundkapitals, beginnt am Dienstag und soll bis zum 16. April 2027 abgeschlossen sein. Die Cewe-Aktie legte im nachbörslichen Tradegate-Handel zunächst um mehr als 2,5 Prozent zu.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| X-Dax | Plus von 0,05 Prozent auf 25.454 Punkte |
| Ölpreis im möglichen Zielbereich | 110 US-Dollar pro Barrel |
| Broadcom-Aktie am Montag | Minus von 4,8 Prozent |
| Deutz-Kapitalerhöhung | Bis zu zehn Prozent |
| Neue Deutz-Aktien | Bis zu 15,26 Millionen |
| Voraussichtlicher Handelsbeginn der Deutz-Aktien | 18. September |
| Cewe-Aktienrückkauf | Bis zu 150.000 Aktien |
| Maximaler Wert des Cewe-Rückkaufs | 18 Millionen Euro |
| Umfang des Cewe-Programms | Rund zwei Prozent des Grundkapitals |
| Geplanter Abschluss des Cewe-Programms | 16. April 2027 |
Zusammenfassung: Neben Bitcoin standen die Entwicklung der US-Zinsen, der Ölpreis und die anhaltende Unsicherheit im KI-Sektor im Mittelpunkt. Börse Online berichtete außerdem über den ungelösten Commerzbank-Streit, eine Deutz-Kapitalerhöhung über bis zu zehn Prozent und den Cewe-Aktienrückkauf von bis zu 150.000 Aktien.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale Bedeutung liegt in der zunehmenden Abhängigkeit von Bitcoin und Aktien von denselben makroökonomischen Faktoren: Zinsen, Liquidität und regulatorische Planungssicherheit. Das schwächt die These, Bitcoin könne sich kurzfristig vollständig unabhängig von traditionellen Märkten entwickeln.
Die langfristigen Kursziele bleiben an eine deutlich höhere institutionelle Allokation gebunden und sind deshalb eher Szenarien als belastbare Prognosen. Entscheidend ist, ob regulatorische Fortschritte und stabile Finanzierungsbedingungen tatsächlich nachhaltige Kapitalzuflüsse auslösen oder lediglich spekulative Umschichtungen begünstigen.
Besonders relevant ist die deutsche Steuerdebatte: Eine Änderung der Haltefrist könnte Anlageentscheidungen, Handelsvolumen und Standortattraktivität spürbar beeinflussen. Gleichzeitig erhöhen automatisierte Meldedaten den Anpassungsdruck auf Anleger und Dienstleister. Für den Gesamtmarkt bleibt kurzfristig der Zinsdruck der dominierende Risikofaktor.
Kernaussage: Bitcoin verfügt über erhebliches strukturelles Wachstumspotenzial, bleibt aber kurzfristig stark von Zinsen, Regulierung und der Risikobereitschaft institutioneller Anleger abhängig.
Quellen:
- Bitcoin bis 840.000 US-Dollar? Binance-Gründer CZ sieht Kapital aus KI-Sektor zurückfließen
- Bitcoin-Steuer vor Umbruch: Ist das Haltefrist-Aus erst der Anfang?
- 10-jährige Rendite steigt über 5%: Das bedeutet es für Bitcoin und Aktien
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