Bitcoin: Wale kaufen, ETFs verlieren – Markt bleibt unter Druck
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin steht im August 2026 zwischen Wal-Käufen und optimistischen Langfristprognosen sowie ETF-Abflüssen, Sicherheitsproblemen und schwacher Charttechnik.
Der Bitcoin-Markt steht im August 2026 zwischen widersprüchlichen Signalen: Während Großinvestoren umfangreich zugreifen und langfristige Kursziele bis 1,5 Millionen US-Dollar kursieren, sorgen ETF-Abflüsse, Sicherheitsprobleme und schwache Chartdaten für Unsicherheit. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen – von Wal-Aktivitäten und neuen Krypto-Krediten bis zu den Chancen und Risiken für Bitcoin und den Gesamtmarkt.
Bitcoin zwischen Wale-Käufen, ETF-Abflüssen und Sicherheitsbedenken
Der Bitcoin-Markt zeigt im August 2026 ein widersprüchliches Bild. Während große Wallets innerhalb von neun Tagen 40.100 BTC kauften, belasten saisonale Schwäche, ETF-Abflüsse und ein Sicherheitsvorfall bei bestimmten Hardware-Wallets die Stimmung.
Wale kaufen 40.100 BTC – August bleibt historisch schwierig
Wie Wallstreet Online berichtet, startete Bitcoin im August bei rund 63.776 US-Dollar. Die größten Wallets sammelten in neun Tagen 40.100 BTC ein, was laut Quelle etwa 2,6 Milliarden US-Dollar entspricht.
Am 4. August wurde Bitcoin bei rund 63.776 US-Dollar gehandelt und lag damit etwa ein Prozent über dem Vortag. Die Handelsspanne der vergangenen 24 Stunden reichte von 62.232 bis 63.967 US-Dollar; die Bewertung lag bei 1,28 Billionen US-Dollar.
Zusätzliche Unterstützung kam laut Wallstreet Online von den US-Spot-ETFs, die über vier Handelstage rund 132 Millionen US-Dollar einsammelten. Dem stehen jedoch saisonale Belastungen gegenüber: Der August schloss laut Coinglass seit 2022 jedes Jahr im Minus, im Median mit 7,49 Prozent.
Die von CCN ausgewerteten Modelle sehen eine Widerstandszone zwischen 65.000 und 70.000 US-Dollar. Die Spanne der Jahresprognosen reicht von 60.500 bis 74.200 US-Dollar, während der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 73.100 US-Dollar weiterhin unerreicht bleibt.
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs am 4. August | 63.776 US-Dollar |
| Gekaufte BTC durch große Wallets | 40.100 BTC |
| Geschätztes Kaufvolumen | 2,6 Milliarden US-Dollar |
| ETF-Zuflüsse über vier Handelstage | 132 Millionen US-Dollar |
| Widerstandszone | 65.000 bis 70.000 US-Dollar |
| Jahresprognosen | 60.500 bis 74.200 US-Dollar |
| 200-Tage-Durchschnitt | rund 73.100 US-Dollar |
| Historischer August-Median | 7,49 Prozent Minus |
„Kaufen die Wale zu früh, oder wissen sie etwas, das der Markt noch nicht eingepreist hat?“ – Wallstreet Online
Infobox: Große Wallets und US-Spot-ETFs lieferten im August Unterstützung. Gleichzeitig bleibt Bitcoin unter dem 200-Tage-Durchschnitt, und die historische August-Saisonalität spricht gegen eine ungebrochene Aufwärtsbewegung.
ETF-Abflüsse und Coldcard-Vorfall erhöhen den Druck
In einem weiteren Bericht beschreibt Wallstreet Online Bitcoin bei rund 63.000 Dollar. Damit lag die Kryptowährung etwa 49 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.080 Dollar.
Die US-Spot-ETFs verzeichneten am 31. Juli Nettoabflüsse von 265 Millionen Dollar. Zusätzlich berichteten Sicherheitsforscher über eine Schwachstelle in der Firmware bestimmter Hardware-Wallets, durch die bereits 1.367 BTC abgeflossen sein sollen.
Galaxy Research beschrieb drei mutmaßliche Angriffswellen auf Adressen aus bestimmten Coldcard-Geräten. Betroffen waren 4.585 Adressen. K33 führte die Angriffe auf eine Firmware-Schwachstelle beim Zufallsgenerator für Wallet-Schlüssel zurück.
Auch charttechnisch blieb das Bild laut Quelle angespannt. Bitcoin notierte unter dem 50-Tage-, dem 100-Tage- und dem 200-Tage-Durchschnitt bei 64.652, 67.192 und 72.995 Dollar.
Der Juni war mit einem Minus von rund 20 Prozent der schwächste Monat seit 2022. Im Juli hielt der Kurs zwar die Marke von 60.000 Dollar, kam jedoch kein einziges Mal über 65.500 Dollar hinaus.
| Marktdaten | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs | rund 63.000 Dollar |
| Allzeithoch | 126.080 Dollar |
| Abstand zum Allzeithoch | etwa 49 Prozent |
| ETF-Nettoabflüsse am 31. Juli | 265 Millionen Dollar |
| Betroffene Adressen | 4.585 |
| Abgeflossene BTC | 1.367 BTC |
| Fear and Greed Index | 27 |
| Basisziel für August | 67.400 Dollar |
| Bullisches Ziel | 70.000 Dollar |
| Marke bei Wochenschluss darunter | 63.500 Dollar |
Analysten nannten laut Wallstreet Online ein Basisziel um 67.400 Dollar und ein bullisches Ziel nahe 70.000 Dollar. Ein Wochenschluss unter 63.500 Dollar könnte dagegen die Marke von 60.000 Dollar wieder in den Mittelpunkt rücken.
Infobox: ETF-Abflüsse, ein Fear and Greed Index von 27 und der Coldcard-Vorfall treffen auf einen Bitcoin-Kurs von rund 63.000 Dollar. Die genannten August-Ziele liegen bei 67.400 und 70.000 Dollar.
Bitcoin, Ether und weitere Kryptowährungen am Nachmittag
Finanzen.net meldete am Dienstagnachmittag einen Bitcoin-Kurs von 64.012,66 US-Dollar. Das entsprach einem Plus von 0,90 Prozent; am Vortag hatte Bitcoin bei 63.440,68 US-Dollar gestanden.
Auch mehrere große Kryptowährungen legten zu. Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP gewann 1,7 Prozent, während seine Veränderung seit dem Start im September 2024 bei -9,9 Prozent lag.
| Kryptowährung oder Produkt | Kurs | Veränderung |
|---|---|---|
| Bitcoin | 64.012,66 US-Dollar | plus 0,90 Prozent |
| Litecoin | 44,44 US-Dollar | plus 0,46 Prozent |
| Ethereum | 1.868,66 US-Dollar | plus 0,60 Prozent |
| Bitcoin Cash | 214,35 US-Dollar | plus 0,66 Prozent |
| Ripple | 1,075 US-Dollar | plus 0,08 Prozent |
| Monero | 358,73 US-Dollar | minus 0,98 Prozent |
| Cardano | 0,1926 US-Dollar | kaum verändert |
| Stellar | 0,1694 US-Dollar | unverändert |
| Tron | 0,3293 US-Dollar | kaum verändert |
| Binance Coin | 593,42 US-Dollar | plus 0,81 Prozent |
| Dogecoin | 0,0701 US-Dollar | unverändert |
| Solana | 73,78 US-Dollar | plus 0,46 Prozent |
| Avalanche | 6,739 US-Dollar | plus 2,67 Prozent |
| Chainlink | 8,221 US-Dollar | plus 0,61 Prozent |
| Sui | 0,6909 US-Dollar | kaum verändert |
Die stärkste prozentuale Bewegung in der Übersicht zeigte Avalanche mit einem Plus von 2,67 Prozent auf 6,739 US-Dollar. Monero fiel dagegen um 0,98 Prozent auf 358,73 US-Dollar.
Infobox: Am Dienstagnachmittag überwogen bei den im Bericht genannten Kryptowährungen die Kursgewinne. Bitcoin stieg auf 64.012,66 US-Dollar, während Avalanche mit plus 2,67 Prozent die stärkste Bewegung verzeichnete.
Bitcoin-Prognosen für 2030 reichen bis 1,5 Millionen US-Dollar
Der Merkur berichtet über die Frage, ob Bitcoin bis 2030 eine Million US-Dollar erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Prognosen von Investmentgesellschaften, Banken und Vermögensverwaltern, die eine steigende Nachfrage nach einem begrenzten Angebot erwarten.
ARK Invest berechnete für 2030 drei Szenarien. Im pessimistischsten Szenario könnte Bitcoin bei rund 300.000 US-Dollar stehen, das Basisszenario sieht 710.000 Dollar vor, und im Best-Case sind laut Merkur 1,5 Millionen Dollar möglich.
Für diese Entwicklung müssten vor allem Vermögensverwalter, Unternehmen und möglicherweise auch Staaten deutlich stärker in Bitcoin investieren. Standard Chartered fällt vorsichtiger aus, hält bis 2030 jedoch einen Kurs von rund 500.000 Dollar für möglich.
Als mögliche Nachfragequelle nennt die britische Großbank insbesondere börsengehandelte Bitcoin-Fonds. Seit der Zulassung der US-Spot-ETFs können Anleger über klassische Wertpapierdepots investieren, ohne die Kryptowährung selbst verwahren zu müssen.
| Prognosequelle | Szenario oder Ziel |
|---|---|
| ARK Invest | rund 300.000 US-Dollar |
| ARK Invest | 710.000 Dollar |
| ARK Invest | 1,5 Millionen Dollar |
| Standard Chartered | rund 500.000 Dollar |
Der Bericht verweist zugleich auf erhebliche Unsicherheiten. Pensionsfonds und Versicherungen könnten Bitcoin wegen der starken Schwankungen weiterhin meiden, während strengere Regeln den Zugang für Banken und andere Großanleger erschweren könnten.
JPMorgan-Chef Jamie Dimon zählt laut Merkur zu den bekannten Kritikern und bezeichnete Bitcoin als weitgehend wertlos. Die Bank bietet dennoch Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte an, weil sie die Nachfrage ihrer Kunden bedient.
Auch der Ökonom Kenneth Rogoff warnt vor einfachen Vergleichen mit Gold. Bitcoin fehle die lange Geschichte als Wertaufbewahrungsmittel und müsse sich in größeren Krisen noch beweisen, da die Kryptowährung bei wachsender Unsicherheit nicht automatisch wie ein sicherer Hafen reagiere.
„Ob Bitcoin im Jahr 2030 bei 300.000, 500.000 oder mehr als einer Million US-Dollar steht, lässt sich entsprechend nicht seriös beantworten.“ – Merkur
Infobox: Die im Merkur genannten Bitcoin-Prognosen für 2030 reichen von rund 300.000 US-Dollar bis 1,5 Millionen Dollar. Voraussetzung für die optimistischen Szenarien wäre eine deutlich stärkere Nachfrage durch institutionelle Anleger, Unternehmen und möglicherweise Staaten.
AMD-Deal soll Core Scientific in neue Liga katapultieren
FinanzNachrichten.de führt einen AMD-Deal als Grund für eine neue Bewertung von Core Scientific an. Der Bitcoin-Miner wird in der Überschrift des Beitrags als „Strong Buy“ bezeichnet.
Der vorliegende Quellenausschnitt enthält darüber hinaus keine nutzbaren Angaben zu Umfang, Wert oder konkreten Bedingungen des Deals. Deshalb bleiben die Einzelheiten der Transaktion in diesem Pressespiegel offen.
Infobox: FinanzNachrichten.de stellt einen AMD-Deal und eine mögliche Neubewertung von Core Scientific heraus. Konkrete Zahlen und weitere Fakten sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten.
Binance startet Bitcoin-Kredit mit 30 Tagen ohne Liquidierung
BTC-ECHO berichtet über das neue Binance-Produkt „Lite Loan“. Verifizierte Nutzer können bis zu 1.000 USDT als Kredit aufnehmen und dafür Bitcoin als Sicherheit hinterlegen, ohne ihre Marktposition aufzugeben.
Die ausgezahlten USDT lassen sich anschließend für Zahlungen über Binance Pay verwenden. Der Kredit muss nach Ablauf der Frist zurückgezahlt werden.
Während der Einführungsaktion fallen laut BTC-ECHO keine Zinsen, sondern eine Servicegebühr von 0,5 Prozent an. Ab dem 3. September steigt diese Gebühr für die Laufzeit von 30 Tagen auf ein Prozent.
Der Schutz vor einer preisabhängigen Liquidierung gilt während der ersten 30 Tage. Wird der Kredit nicht innerhalb der regulären Laufzeit zurückgezahlt, beginnt eine 30-tägige Überfälligkeitsphase mit einem annualisierten Strafzins von 36 Prozent.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Maximale Kreditsumme | 1.000 USDT |
| Servicegebühr während der Einführungsaktion | 0,5 Prozent |
| Servicegebühr ab dem 3. September | ein Prozent |
| Reguläre Laufzeit | 30 Tage |
| Überfälligkeitsphase | 30 Tage |
| Annualisierter Strafzins | 36 Prozent |
| Auf ein Jahr hochgerechnete Zinsbelastung | 12,2 Prozent |
| Warnschwelle | 85 Prozent LTV |
| Liquidationsschwelle | 91 Prozent |
Bei einem LTV-Schwellenwert von 85 Prozent soll der Kreditnehmer eine Warnung erhalten. Nähert sich die Sicherheit durch einen Kursverlust auf 91 Prozent an die Kreditschuld an, verkauft Binance die Sicherheit automatisch.
Werden die Schulden nach der 30-tägigen Überfälligkeitsphase nicht beglichen, verkauft Binance die hinterlegten Bitcoin, um die offenen Schulden zu tilgen. Damit endet der Schutz vor Liquidierung nach den ersten 30 Tagen.
- Der Kredit ist auf 1.000 USDT begrenzt.
- Bitcoin kann als Sicherheit hinterlegt werden, ohne die Marktposition aufzugeben.
- Während der ersten 30 Tage gibt es laut Quelle keine preisabhängige Liquidierung.
- Nach Ablauf der regulären Laufzeit gelten Strafzinsen und wieder ein Liquidationsrisiko.
Infobox: Binance bietet mit „Lite Loan“ Kredite bis zu 1.000 USDT gegen Bitcoin-Sicherheit an. Der Liquidierungsschutz gilt 30 Tage; danach können bei ausbleibender Rückzahlung Strafzinsen und der Verkauf der hinterlegten Bitcoin folgen.
Einschätzung der Redaktion
Die Marktstruktur wirkt derzeit eher fragil als eindeutig bullisch. Käufe großer Wallets können zwar Vertrauen signalisieren, kompensieren aber weder anhaltende Abflüsse noch die technische Schwäche und das beschädigte Sicherheitsvertrauen. Entscheidend ist daher nicht die kurzfristige Erholung, sondern ob Bitcoin die Widerstandszone nachhaltig überwindet und institutionelle Nachfrage zurückkehrt.
Die langfristigen Kursziele bis 2030 sind vor allem als Szenarien zu verstehen, nicht als belastbare Erwartungen. Ihre Realisierung setzt dauerhaft wachsende Nachfrage und regulatorische Akzeptanz voraus. Gleichzeitig zeigen Wallet-Sicherheitsprobleme und kreditbasierte Produkte, dass technologische und finanzielle Risiken für Anleger keineswegs verschwunden sind.
Infobox: Kurzfristig überwiegen die Unsicherheiten. Eine nachhaltige Trendwende erfordert technische Stärke, stabile Kapitalzuflüsse und höhere Sicherheitsstandards.
Quellen:
- Bitcoin Prognose für August 2026: Wale kaufen 40.100 BTC, doch dieser Monat war noch nie freundlich
- Bitcoin Prognose bei 63.000 Dollar nach Coldcard-Vorfall und ETF-Abflüssen
- Bitcoin, Dogecoin, Ethereum & Co. am Nachmittag
- Bitcoin 2030: Wie realistisch ist eine Million US-Dollar?
- AMD-Deal katapultiert Core Scientific in neue Liga - warum der Bitcoin-Miner jetzt zum Strong Buy wird
- Dieser Binance-Kredit schützt Bitcoin 30 Tage vor der Liquidierung