Bitcoin zwischen Abspaltung, institutionellen Zuflüssen und Inflationsdruck
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin steht unter dem Einfluss einer kaum unterstützten BIP-110-Abspaltung, starker institutioneller Zuflüsse und neuer Krypto-Infrastruktur. Zugleich erhöhen Yen-Schwäche, Ölpreise und Inflationsdaten den makroökonomischen Druck.
Bitcoin steht zwischen technischer Abspaltung, kräftigen institutionellen Zuflüssen und wachsendem makroökonomischem Gegenwind. Während BIP-110 kaum Unterstützung findet, weiten Finanzhäuser ihre Krypto-Infrastruktur aus – zugleich könnten Yen-Schwäche, steigende Ölpreise und neue US-Inflationsdaten die nächste große Marktbewegung auslösen.
Bitcoin zwischen Netzwerk-Abspaltung, institutioneller Nachfrage und wachsendem Inflationsdruck
BIP-110-Abspaltung erzeugt in acht Stunden nur zwei Blöcke
Wie Wallstreet Online berichtet, hat eine Abspaltung der Bitcoin-Blockchain unter der Kennung BIP-110 in rund acht Stunden lediglich zwei Blöcke erzeugt. Die Hauptkette kam im gleichen Zeitraum auf 48 Blöcke, wodurch die geringe Unterstützung für die Minderheitskette deutlich wurde.
Das Vorhaben sieht vor, Bilder, Texte und andere Daten ohne Zahlungsbezug für ein Jahr aus Bitcoin-Transaktionen zu verbannen. Die Signalphase begann bei Block 961.632; unterstützende Knoten lehnen seitdem alle Blöcke ohne Zustimmung ab. Zuletzt standen lediglich 2,53 Prozent der erzeugten Blöcke hinter dem Vorschlag, während 55 Prozent erforderlich gewesen wären.
Die Minderheitskette übernahm die Schwierigkeit des Bitcoin-Netzwerks, verfügt laut dem Bericht jedoch über zu wenig Rechenleistung für einen regelmäßigen Betrieb. Bei dem aktuellen Tempo würde die nächste Anpassung dieser Schwierigkeit rund 350 Tage entfernt liegen.
Beide Ketten akzeptieren dieselben Transaktionen. Deshalb könne der Verkauf abgespaltener Münzen auch echte Bitcoin gefährden, heißt es bei Wallstreet Online. Der Bitcoin-Kurs reagierte derweil kaum und lag am 9. August 2026 bei rund 65.177 Dollar, nachdem er am Sonntagmorgen noch unter 65.000 Dollar notiert hatte.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Blöcke der Abspaltung in rund acht Stunden | 2 |
| Blöcke der Hauptkette | 48 |
| Unterstützung für BIP-110 | 2,53 Prozent |
| Erforderliche Unterstützung | 55 Prozent |
| Beginn der Signalphase | Block 961.632 |
| Entfernung bis zur nächsten Schwierigkeitsanpassung beim aktuellen Tempo | rund 350 Tage |
| Bitcoin-Kurs am 9. August 2026 | rund 65.177 Dollar |
Infobox: BIP-110 erzeugte in rund acht Stunden zwei Blöcke, während die Hauptkette 48 Blöcke produzierte. Die Unterstützung von 2,53 Prozent lag deutlich unter den erforderlichen 55 Prozent.
US-Bitcoin-Fonds sammeln 853,5 Millionen Dollar ein
Parallel zur gescheiterten Abspaltung hebt Wallstreet Online die Zuflüsse in amerikanische Fonds hervor. Binnen einer Woche nahmen die US-Fonds 1,1 Milliarden Dollar auf; davon flossen an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen 853,5 Millionen Dollar in Bitcoin.
Allein BlackRock nahm 693,7 Millionen Dollar auf, wie der Bericht unter Berufung auf news.bitcoin.com ausführt. Trotz dieser Zuflüsse bewegte sich Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um weniger als ein Prozent.
Wallstreet Online stellt diese geringe Kursbewegung einer möglichen stärkeren Dynamik bei kleineren Projekten gegenüber und berichtet im weiteren Verlauf über den Vorverkauf von Pepeto. Dabei wird ein bisher eingesammelter Betrag von 10,38 Millionen Dollar genannt.
Der Bericht nennt außerdem ein festes Angebot von 420 Billionen Token und einen laufenden Vorverkaufspreis von 0,000000188 Dollar. Die Pepeto-Börse soll Tauschgeschäfte zwischen verschiedenen Blockchains ermöglichen und die Handelskosten für jeden Nutzer auf null senken. Als weiteres Element wird PepetoAI beschrieben, das Positionen vom Einstieg bis zum Ausstieg bewerten soll.
Für das Projekt werden zudem eine Prüfung durch SolidProof und ein erwartetes Binance Listing genannt. Wallstreet Online weist darauf hin, dass der Vorverkaufspreis mit dem Start eines Listings nicht mehr gelten würde.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Aufnahme der US-Fonds binnen einer Woche | 1,1 Milliarden Dollar |
| Bitcoin-Zuflüsse an fünf Handelstagen | 853,5 Millionen Dollar |
| BlackRock-Aufnahme | 693,7 Millionen Dollar |
| Bisheriger Pepeto-Vorverkauf | 10,38 Millionen Dollar |
| Festes Token-Angebot | 420 Billionen Token |
| Pepeto-Vorverkaufspreis | 0,000000188 Dollar |
Infobox: Die US-Fonds verzeichneten 853,5 Millionen Dollar Bitcoin-Zuflüsse an fünf Handelstagen. Der Wallstreet-Online-Bericht nennt für Pepeto 10,38 Millionen Dollar Vorverkaufsvolumen und einen Preis von 0,000000188 Dollar.
Marex will Bitcoin und Ethereum als Initial Margin akzeptieren
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet exklusiv, dass die Marex Group noch in diesem Jahr Bitcoin und Ethereum als Sicherheit für Initial Margin bei Derivaten akzeptieren will. Die Erweiterung soll das im Vormonat angekündigte Stablecoin-Programm des Unternehmens ergänzen.
Mitte Juli hatte Marex bekannt gegeben, dass Kunden USDC, einen von Circle ausgegebenen und an den Dollar gekoppelten Stablecoin, als Initial Margin hinterlegen können. Die erste Transaktion dieser Art wurde mit Prime Trading LLC abgewickelt; Coinbase stellte dabei Verwahrung, Fiat-Umwandlung und Reporting-Infrastruktur bereit.
„Ja, wir planen, noch in diesem Jahr BTC und ETH zu akzeptieren“, erklärte Stephen Hood, Leiter des Amerika-Clearings bei Marex, gegenüber Investing.com.
Die Einführung von Bitcoin und Ethereum soll zunächst begrenzt erfolgen. Laut Hood müsse Marex zunächst die Möglichkeit schaffen, die Sicherheiten bei Börsen und Clearinghäusern zu hinterlegen.
Die erste USDC-Transaktion war auf 10 Millionen begrenzt, weil es sich um ein eintägiges Ereignis handelte. Hood erklärte, dass sich dieses Limit im Oktober ändern werde, ohne einen neuen Wert zu nennen.
Die Nachfrage komme aus dem gesamten Kundenstamm. Genannt werden Hedgefonds, Market Maker, Investoren in US-Staatsanleihen und Unternehmen aus dem Bereich der dezentralen Finanzen.
Das Programm folgt auf einen „No-Action Letter“ der US-Aufsichtsbehörde CFTC vom Dezember 2025. Dieser gestattet Futures Commission Merchants unter bestimmten Bedingungen, digitale Vermögenswerte, die nicht als Wertpapiere gelten, darunter USDC, Bitcoin und Ethereum, als Kunden-Margin-Sicherheiten für von der CFTC regulierte Derivate zu akzeptieren.
Für das Risikomanagement habe Marex ein Rahmenwerk aus Risikosteuerung, institutioneller Verwahrung und operativen Verfahren geschaffen. Dazu gehören Zulassungskriterien, Wallet-Governance, Transaktionsgenehmigungen und Cybersicherheit. Die USDC-Sicherheiten würden nach denselben unternehmensweiten Risikostandards verwaltet wie das traditionelle Marktgeschäft.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Geplante zusätzliche Sicherheiten | Bitcoin und Ethereum |
| Begrenzung der ersten USDC-Transaktion | 10 Millionen |
| Zeitpunkt des CFTC-No-Action-Letters | Dezember 2025 |
| Geplanter Start der BTC- und ETH-Akzeptanz | noch in diesem Jahr |
Infobox: Marex plant die Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin noch in diesem Jahr. Die Einführung soll zunächst begrenzt bleiben; die erste USDC-Transaktion war auf 10 Millionen begrenzt.
Yen-Intervention verliert an Wirkung und belastet Bitcoin
BeInCrypto berichtet, dass USD/JPY am Montag auf 158,93 stieg und damit den höchsten Stand in diesem Monat erreichte. Damit machte das Währungspaar einen Teil der durch die japanische Intervention ausgelösten Yen-Rallye wieder rückgängig.
Japan hatte am 30. und 31. Juli über die Bank of Japan Yen gekauft. Der erste Tag kostete ungefähr ¥8,45 Billionen beziehungsweise etwa 53 Milliarden USD. Am folgenden Tag kamen etwa 34 Milliarden USD hinzu, sodass Tokio an beiden Tagen knapp 88 Milliarden USD ausgab.
Zusätzlich verweist BeInCrypto auf schätzungsweise ¥11,7 Billionen aus einer Frühjahrskampagne. Deren Effekt sei bereits nach wenigen Wochen verpufft.
Erstmals seit 1998 schlossen sich auch die Vereinigten Staaten einer koordinierten Yen-Stützung an. Washington verkaufte dafür Euro gegen Yen über die New York Fed. Nach der Intervention fiel USD/JPY laut TradingView von knapp unter 164 auf etwa 157,3 Anfang August; der Anstieg auf 158,93 bedeutet, dass das Währungspaar bereits etwa ein Viertel dieses Verlustes zurückgewonnen hat.
Die US-Seite gab Berichten zufolge diesmal 5 bis 10 Milliarden USD aus, verglichen mit 833 Millionen USD im Jahr 1998. Goldman Sachs zufolge kauften japanische Investoren im Juli weiterhin in hohem Tempo ausländische Anleihen, sodass Kapital Japan schneller verlasse, als es die Behörden zurückholen könnten.
Japan meldete im Juni ein Leistungsbilanzdefizit von ¥92,3 Milliarden beziehungsweise 580,7 Millionen USD. Ökonomen hatten einen Überschuss von etwa ¥1,51 Billionen beziehungsweise 9,5 Milliarden USD erwartet. Höhere Dividendenzahlungen an ausländische Aktionäre senkten die Anlageeinnahmen um 74 Prozent; teurere Treibstoffimporte führten außerdem zu einem negativen Handelssaldo.
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Japan dank starker Chip-Exporte dennoch einen Rekordüberschuss von ¥17,43 Billionen beziehungsweise 109,7 Milliarden USD.
„Der Yen hat nach der großen gemeinsamen FX-Intervention Japans und der USA schrittweise weiter nachgegeben, was deutlich zeigt: Entscheidend für die Korrektur einer Währungs-‚Fehlbewertung’ ist der richtige Politikmix“, schrieb Mohamed El-Erian.
Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg laut TradingView auf 2,807 Prozent. Seit Januar erhöhte sie sich damit von unter 2 Prozent auf ein Mehrjahreshoch. Gleichzeitig liegt Japans Staatsverschuldung bei mehr als 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die vier größten japanischen Lebensversicherer verzeichnen laut BeInCrypto rund 96 Milliarden USD an unrealisierten Verlusten bei Staatsanleihen. Japan ist zudem mit etwa 1,14 Bio. USD der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen.
Für Bitcoin sind die Entwicklungen wegen der Carry Trades relevant. Dabei werden günstige Yen geliehen, um in höher verzinste Vermögenswerte zu investieren. Nach der ersten gemeinsamen Rettungsaktion fiel Bitcoin auf fast 63.000 USD; im August 2024 rutschte Bitcoin nach einer überraschenden Zinserhöhung der Bank of Japan kurzzeitig unter 50.000 USD.
Zum Zeitpunkt des Berichts wechselte BTC bei 64.038 USD den Besitzer. Als kurzfristige Auslöser nennt BeInCrypto die US-Inflationsdaten am Mittwoch sowie die Möglichkeit, dass bei einem Anstieg von USD/JPY über 159 erneut über eine gemeinsame Stützung nahe 160 gesprochen wird.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| USD/JPY am Montag | 158,93 |
| Japanische Intervention | knapp 88 Milliarden USD |
| Erster Interventionstag | ¥8,45 Billionen beziehungsweise etwa 53 Milliarden USD |
| Zweiter Interventionstag | etwa 34 Milliarden USD |
| Frühjahrskampagne | ¥11,7 Billionen |
| US-Ausgaben laut Berichten | 5 bis 10 Milliarden USD |
| US-Ausgaben 1998 | 833 Millionen USD |
| Leistungsbilanzdefizit im Juni | ¥92,3 Milliarden beziehungsweise 580,7 Millionen USD |
| Erwarteter Überschuss | etwa ¥1,51 Billionen beziehungsweise 9,5 Milliarden USD |
| Rekordüberschuss im ersten Halbjahr 2026 | ¥17,43 Billionen beziehungsweise 109,7 Milliarden USD |
| Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen | 2,807 Prozent |
| Bitcoin-Kurs im Bericht | 64.038 USD |
Infobox: Die Yen-Stützung in Höhe von knapp 88 Milliarden USD verlor laut BeInCrypto an Wirkung. Die Entwicklung von Yen, japanischen Anleiherenditen und Carry Trades bleibt damit ein wichtiger Einflussfaktor für Bitcoin.
Bitcoin wartet auf US-Inflationsdaten und höhere Ölpreise
BTC-ECHO beschreibt Bitcoin als stabil bei knapp 64.000 US-Dollar und ohne größere Bewegungen seit über einem Monat. Gleichzeitig könnten steigende Ölpreise und die bevorstehenden US-Inflationszahlen das makroökonomische Umfeld für Kryptowährungen verschärfen.
Brent-Öl stieg nach einem Plus von mehr als fünf Prozent wieder auf rund 88 US-Dollar. WTI kostete mehr als 82 US-Dollar. Innerhalb von drei Tagen entsprach dies einem Anstieg von knapp zehn Prozent.
Als Ursache nennt BTC-ECHO die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Eine schnelle Einigung und eine Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus erschienen demnach zunehmend unwahrscheinlich. Anhaltend hohe Energiepreise könnten sich durch die Wirtschaft ziehen und höhere Verbraucherpreise begünstigen.
Am Mittwoch veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die Verbraucherpreise für Juli. Nach einer Inflationsrate von 3,5 Prozent im Juni rechnen Ökonomen mit einem leichten Rückgang auf etwa 3,4 Prozent. Bei der Kerninflation wird ein Rückgang von 2,6 auf 2,5 Prozent erwartet.
Sollten die Verbraucherpreise höher als erwartet ausfallen, könnten sich die zuletzt gesunkenen Zinserwartungen schnell drehen. Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September lag laut BTC-ECHO bereits bei über 51 Prozent und war seit Freitag um sieben Prozentpunkte gestiegen.
Auch Börse Online berichtet, dass Bitcoin vor den US-Inflationsdaten bei knapp 64.000 US-Dollar stagniere. Der Bericht verbindet die höheren Energiepreise mit zusätzlichem Inflationsdruck und nennt für die erwarteten US-Verbraucherpreise eine Gesamtinflation von 3,4 Prozent sowie eine Kerninflation von 2,5 Prozent.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Brent-Öl | rund 88 US-Dollar |
| WTI | mehr als 82 US-Dollar |
| Ölanstieg innerhalb von drei Tagen | knapp zehn Prozent |
| Inflationsrate im Juni | 3,5 Prozent |
| Erwartete Inflationsrate | etwa 3,4 Prozent |
| Kerninflation im Juni | 2,6 Prozent |
| Erwartete Kerninflation | 2,5 Prozent |
| Eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September | über 51 Prozent |
| Anstieg dieser Wahrscheinlichkeit seit Freitag | sieben Prozentpunkte |
Infobox: Bitcoin verharrt bei knapp 64.000 US-Dollar, während Brent-Öl auf rund 88 US-Dollar gestiegen ist. Die für Mittwoch erwarteten US-Inflationsdaten könnten die Zinserwartungen und damit den Kryptomarkt bewegen.
Weitere marktbewegende Meldungen mit Krypto-Bezug
Börse Online berichtet über einen Vertrag zwischen Anthropic und Riot Platforms über 9,1 Milliarden US-Dollar zur Nutzung von Rechenzentrumskapazitäten. Die Vereinbarung umfasst 191 Megawatt am Standort Rockdale in Texas und läuft bis Juni 2048; Verlängerungsoptionen könnten den Gesamtumsatz auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Die Riot-Aktien legten im nachbörslichen Handel zeitweise um 25 Prozent auf 24,40 US-Dollar zu. Der Bericht ordnet die Meldung in ein Marktumfeld ein, in dem neben Bitcoin auch Unternehmen aus den Bereichen Rechenzentren, Halbleiter und Energie im Fokus stehen.
Beim Chiphersteller Intel geht es laut Börse Online um eine mögliche Aufstockung der Kapitalerhöhung auf 20 Milliarden US-Dollar. Die Aktien könnten zu mindestens 95 US-Dollar je Stück angeboten werden, was einem Abschlag von etwa 6,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entsprechen würde.
Für Bitcoin bleibt laut Börse Online insbesondere die Kombination aus stagnierendem Kurs, höheren Energiepreisen und den anstehenden US-Verbraucherpreisen relevant. Der Bericht nennt Bitcoin bei knapp 64.000 US-Dollar, während Brent-Öl nach den festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und Iran auf rund 88 US-Dollar gestiegen sei.
Infobox: Riot steht nach dem Vertrag mit Anthropic über 9,1 Milliarden US-Dollar im Mittelpunkt der Unternehmensmeldungen. Für Bitcoin bleiben der Kurs bei knapp 64.000 US-Dollar, der Ölpreis von rund 88 US-Dollar und die US-Inflationsdaten die zentralen kurzfristigen Themen.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen zeigen eine klare Zweiteilung des Bitcoin-Marktes: Institutionelle Infrastruktur und Kapitalzuflüsse stärken die langfristige Akzeptanz, während makroökonomische Risiken kurzfristig den Kurs dominieren. Die gescheiterte Abspaltung ist vor allem ein Signal für die weiterhin hohe Stabilität und Konsensfähigkeit der Hauptkette.
Besonders relevant ist die geplante Nutzung von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin. Dadurch werden digitale Vermögenswerte stärker in regulierte Finanzprozesse eingebunden. Gleichzeitig erhöhen Yen-Schwäche, Carry-Trade-Risiken, steigende Energiepreise und mögliche Zinsänderungen die Wahrscheinlichkeit erhöhter Kursschwankungen.
Die geringe Kursreaktion trotz hoher Mittelzuflüsse spricht derzeit eher für einen ausgeglichenen Markt als für fehlende Nachfrage. Entscheidend wird sein, ob die Inflationsdaten die Zinssenkungserwartungen weiter zurückdrängen oder den Anlegern wieder geldpolitischen Spielraum geben.
Zusammenfassung: Die institutionelle Verankerung von Bitcoin schreitet voran, doch kurzfristig bleiben Inflation, Zinsen und globale Liquidität die maßgeblichen Risikofaktoren.
Quellen:
- Bitcoin News, warum eine Abspaltung in acht Stunden nur zwei Blöcke schaffte
- Exklusiv: Marex plant noch in diesem Jahr die Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin
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