Bitcoin zwischen Zyklushoffnung, Überrenditen und regulatorischem Gegenwind

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin bietet Chancen auf Überrenditen und neue Bewertungsansätze, bleibt aber hochriskant; zugleich hoffen Anleger auf den Vier-Jahres-Zyklus und fürchten regulatorischen Druck.

Bitcoin steht zwischen möglichen Überrenditen, neuen Bewertungsmaßstäben und wachsendem regulatorischem Druck. Der Pressespiegel zeigt, warum Marktteilnehmer zugleich auf den Vier-Jahres-Zyklus hoffen, vor starken Schwankungen warnen und gespannt auf die nächsten Impulse aus Politik, Konjunktur und Kryptomarkt blicken.

Bitcoin zwischen Überrendite, Zyklushoffnung und regulatorischem Gegenwind

Wissenschaft sieht Chancen auf Überrenditen, warnt aber vor hohen Risiken

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass Kryptowährungen für einige Anleger Überrenditen ermöglichen können. Der weltweite Markt für Kryptowährungen beläuft sich demnach auf fast vier Billionen Dollar. Als Beispiel für die extreme Wertentwicklung nennt die FAZ den Tausch von 10.000 Bitcoins gegen Pizza im Jahr 2010; nach heutigen Maßstäben wären diese 10.000 Bitcoin in etwa mehr als 500 Millionen Euro wert.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Kryptomärkte ineffizient sind und dadurch systematische Renditevorteile ermöglichen. Studien zeigen laut FAZ, dass Bitcoin & Co. stark schwanken und übermäßig auf Nachrichten, Stimmungen, Gerüchte, Trends in sozialen Medien und psychologische Faktoren reagieren. Andere Untersuchungen kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass der Bitcoin-Markt über die Jahre effizienter geworden ist. Dazu beigetragen haben könnten der rund um die Uhr stattfindende Handel, die wachsende Zahl professioneller Investoren sowie die Einführung von Bitcoin-Futures an der Chicago Board Options Exchange und der Chicago Mercantile Exchange Group im Jahr 2017.

Eine Übersichtsstudie kommt laut FAZ zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Forscher den Bitcoin-Markt für ineffizient hält. Das „Journal of Behavioral and Experimental Finance“ verweist demnach auf eine wachsende Zahl von Veröffentlichungen, die eine Dominanz irrationaler Anleger, Herdenverhalten und spekulative Blasen beschreiben.

Die Risiken reichen laut Quelle von Betrug und Sicherheitsproblemen über technologische Unsicherheiten bis zu regulatorischen Unwägbarkeiten. Kryptowährungen seien außerdem besonders anfällig für Extremereignisse, wodurch klassische Finanzmarktmodelle und Risikomaße das Risiko unterschätzen könnten. Die starke Vernetzung der Kryptomärkte könne dazu führen, dass der Zusammenbruch einer großen Börse, Marktpanik oder Liquiditätsengpässe auf andere Kryptowährungen überspringen.

Gleichzeitig beschreibt die FAZ Kryptowährungen als ein mögliches „safe haven“-Investment. Ihre Wertentwicklung hänge kaum bis gar nicht von den Faktoren ab, die Aktien, Anleihen, Währungen oder Edelmetalle beeinflussen. Dadurch könnten sie als unkorreliertes Investment zur Absicherung eines Portfolios dienen. Studien zeigten, dass Kryptowährungen die Risiko-Rendite-Eigenschaften von Portfolios verbessern können, wobei der empfohlene Anteil in der Regel unter fünf Prozent liege.

Bei aktiv gemanagten Kryptofonds beobachtete eine Studie der schwedischen Reichsbank zwischen 2015 und 2021 im Durchschnitt echte Überrenditen. Eine Untersuchung in „Economics Letters“ bestätigte laut FAZ, dass einige Fondsmanager offenbar über größere Fähigkeiten als ihre Kollegen verfügen. Die Verteilung der Talente sei allerdings extrem ungleich: Einige wenige Fonds erzeugten den Großteil der Überrenditen, während viele Fonds den Markt nicht schlagen.

„Für einige wenige bieten sich große Verdienstmöglichkeiten – für die meisten jedoch nicht“, fasst die FAZ die wissenschaftlichen Befunde zusammen.

Infobox – FAZ: Kryptowährungen bieten laut der Quelle mögliche Überrenditen und Portfolioeffekte, bleiben aber spekulativ, schwankungsanfällig und mit erheblichen Sicherheits-, Technologie- und Regulierungsrisiken verbunden. Bei Kryptofonds erzielen offenbar nur einige wenige Anbieter dauerhaft überdurchschnittliche Ergebnisse.

Der Aktionär: Einnahmen und Cashflow werden für Krypto-Projekte wichtiger

Der Aktionär beschreibt einen Wandel bei Krypto-Projekten außerhalb von Bitcoin. Jahrelang hätten Altcoins und DeFi-Protokolle vor allem von Hoffnung und Spekulation gelebt. Nun fordere der Markt zunehmend harte Zahlen.

Nach Einschätzung der Quelle dürften die Kurse von Altcoins und DeFi-Protokollen künftig stärker von Einnahmen und Cashflow getrieben werden. Damit nähere sich die Bewertung dieser Projekte einer Metrik an, die auch bei Aktien eine zentrale Rolle spielt.

Der Artikel nennt im Zusammenhang mit dieser Entwicklung Krypto-Projekte und Protokolle wie Hyperliquid, Uniswap, Aave, Solana und Aptos. Der Fokus liegt auf der Frage, wie sich Fundamentalanalyse bei digitalen Assets weiterentwickelt und welche Bewertungsfaktoren für Bitcoin und andere Kryptowährungen herangezogen werden können.

Als ergänzenden Hinweis stellt Der Aktionär das Krypto-Kompendium von Gerd Weger vor. Das Buch umfasst 736 Seiten, erschien am 21.03.2024 als Hardcover und trägt die ISBN 978-3-86470-957-9. Laut Quelle wechselte Weger im Jahr 2017 seinen Fokus von Aktien auf Kryptowährungen.

Infobox – Der Aktionär: Der Markt für Altcoins und DeFi-Protokolle könnte sich laut Quelle von einer überwiegend spekulativen Bewertung hin zu einer stärkeren Orientierung an Einnahmen und Cashflow bewegen. Für aufgeklärte Investoren und Trader werden Bewertungsansätze und Steueroptimierung als wichtige Themen hervorgehoben.

Wallstreet-Online erwartet mögliche Bewegung bei Bitcoin und Aktien

Wallstreet-Online verweist auf ein ähnliches charttechnisches Muster bei Bitcoin und Gold. Bei Bitcoin seien extrem enge Bollinger Bänder zu beobachten, vergleichbar mit der Situation bei Gold Anfang August. Dies deute laut Quelle auf eine bevorstehende größere Bewegung nach der Ruhe der vergangenen Wochen hin.

Auch beim VIX, dem Angstbarometer der US-Aktienmärkte, zeichne sich nach Darstellung von Wallstreet-Online eine größere Bewegung bei der Volatilität ab. Die Quelle sieht damit nicht nur bei Bitcoin, sondern auch an den Aktienmärkten die Möglichkeit eines deutlichen Wechsels aus der bisherigen Ruhephase.

Als möglichen geopolitischen Hintergrund nennt der Beitrag verschärfte Aussagen des Iran und eine drohende Militäraktion auf dem Gebiet der USA. Zusätzlich verweist Wallstreet-Online auf Trumps offenkundigen Kontrollverlust im Zusammenhang mit der Straße von Hormus.

Infobox – Wallstreet-Online: Enge Bollinger Bänder bei Bitcoin und Gold sowie Signale beim VIX werden als Hinweise auf eine mögliche größere Bewegung bei Bitcoin, Aktien und der Marktvolatilität interpretiert. Als geopolitische Belastungsfaktoren nennt die Quelle den Iran, die Straße von Hormus und Donald Trump.

ingenieur.de: Der Vier-Jahres-Zyklus soll Bitcoin Hoffnung geben

ingenieur.de beschreibt die aktuelle Marktphase als eine scheinbare Geisterstadt. Das öffentliche Interesse an Bitcoin sei auf ein Rekordtief gefallen, während YouTube-Videos, Online-Artikel, Bitcoin-Prognosen und Beiträge auf X deutlich weniger Aufmerksamkeit erhielten. Auch im Mempool herrsche über weite Strecken Leere; Transaktionen würden zum Minimalsatz von 1 Satoshi pro vByte in den nächsten Block gelangen.

Zum Halving im April 2024 hätten Nutzer laut Quelle noch dreistellige Summen geboten, damit Transaktionen schnell bearbeitet werden. Glassnode bestätige das nachlassende Interesse mit einem neuen Allzeittief bei der impliziten Volatilität für steigende Kurse. Die Analysten schrieben demnach: „Niemand bezahlt mehr für Bitcoin-Upside“.

Der wiederkehrende Vier-Jahres-Zyklus wird bei Bitcoin mit dem Halving erklärt. Alle 210.000 Blöcke, etwa alle vier Jahre, halbiert das Netzwerk die Belohnung der Miner. Seit April 2024 beträgt diese Belohnung 3,125 BTC pro Block.

Der typische Ablauf besteht laut ingenieur.de aus vier Phasen: Auf das Halving folgt eine Verknappung des täglichen Neuangebots, mit Verzögerung setzt ein Bullenmarkt ein, anschließend erreicht Bitcoin ein Allzeithoch und danach folgt ein Bärenmarkt. Der Abstand zwischen Halving und Zyklushoch habe bislang stabil um 500 Tage gelegen.

Die Kursgewinne pro Zyklus seien laut Quelle kleiner geworden: von +9.500% auf zuletzt +97%. Gleichzeitig habe die Tiefe der Crashs abgenommen. Während der Rückgang 2015 bei -87% lag, habe der laufende Bärenmarkt bislang „nur“ rund -54% vom Hoch erreicht.

Der Beitrag ordnet Bitcoin derzeit den finalen Zügen der Markdown- beziehungsweise Bärenmarktphase zu. Der Analyst Michaël van de Poppe bezeichnet die geringe Aufmerksamkeit als mögliches Zeichen für eine Akkumulationsgelegenheit und verweist darauf, dass der Tiefpunkt im vergangenen Bärenmarkt bei 16.000 Dollar und im aktuellen bislang bei knapp unter 60.000 Dollar gelegen habe. Daraus ergebe sich zwischen den Zyklustiefs eine jährliche Wachstumsrate von +39%.

„Dass Krypto und Bitcoin eine komplette Geisterstadt sind, ist nicht schlecht – sondern ein Zeichen dafür, dass die Märkte eine gewaltige Gelegenheit zum Akkumulieren bieten“, zitiert ingenieur.de Michaël van de Poppe.

Fundstrat habe berechnet, dass Bitcoin nahezu seine gesamte Rendite an lediglich zehn Tagen pro Jahr erzielt. Die meiste Zeit bewege sich der Markt demnach kaum, bevor starke Kursbewegungen innerhalb weniger Sitzungen einsetzten.

Der Vier-Jahres-Zyklus könnte sich laut Quelle jedoch verändern. Seit Januar 2024 bringen börsengehandelte Spot-ETFs institutionelles Kapital in Bitcoin, das keinem Halving-Kalender folgt. Zeitweise kauften diese Fonds mehr Bitcoin, als das Netzwerk neu herstelle. Auch Zinsen und globale Liquidität wirkten stärker auf den Kursverlauf ein als in früheren Zyklen.

Trotz dieser neuen Einflussfaktoren sei Bitcoin bislang dem Zyklus treu geblieben. Das Hoch habe sich rund 545 Tage nach dem Halving gebildet, während die anschließende Korrektur dem bekannten Muster gefolgt, jedoch flacher ausgefallen sei.

Für das Halten über vier Jahre nennt ingenieur.de eine bislang durchgehend positive Bilanz. Selbst ein Kauf im November 2021 zum Rekordpreis von 69.000 Dollar habe bis Herbst 2025, als der Kurs bei 126.000 Dollar lag, zu einer Beinah-Verdopplung geführt. Eine Garantie für die Zukunft stelle die historische Entwicklung ausdrücklich nicht dar.

„Die wichtigste Lektion bei einem langfristig bullishen Vermögenswert lautet: nichts tun. […] Die zweite Lektion lautet: bei Kursrückgängen aggressiv zukaufen“, zitiert ingenieur.de Raoul Pal.

Infobox – ingenieur.de: Der Artikel führt die aktuelle Ruhe auf den Bitcoin-Vier-Jahres-Zyklus und das Halving zurück. Seit April 2024 beträgt die Blockbelohnung 3,125 BTC pro Block; zugleich könnten Spot-ETFs, Zinsen und globale Liquidität den Zyklus künftig verändern.

BTC-ECHO: Bitcoin verharrt zwischen 63.000 und 64.000 US-Dollar

BTC-ECHO berichtet, dass Bitcoin zwischen 63.000 und 64.000 US-Dollar feststeckt und zuletzt leicht nachgegeben hat. In den vergangenen 24 Stunden fiel die Krypto-Leitwährung um knapp ein Prozent. Auch Ethereum und weitere Kryptowährungen gaben nach.

Einzelne Altcoins entwickelten sich dagegen deutlich besser. ether.fi verzeichnete laut BTC-ECHO einen Zuwachs von 12,5 Prozent, Cosmos legte um neun Prozent zu. Von einer Altcoin Season sei insgesamt jedoch wenig zu sehen.

Die Bitcoin-Dominanz lag bei 58,5 Prozent, während der Altcoin Season Index von CoinMarketCap mit 51 Punkten als neutral beschrieben wurde. Ethereum und XRP blieben schwach, und der Fear & Greed Index signalisierte mit 37 Punkten die Stimmung „Angst“.

Die US-Inflationsdaten für Juli lieferten Bitcoin zunächst keinen Rückenwind. Die Teuerungsrate lag bei 3,4 Prozent und damit im Rahmen der Erwartungen. Gleichzeitig sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September laut CME FedWatch Tool auf 33 Prozent.

Weitere Impulse erwartete BTC-ECHO von den US-Einzelhandelsumsätzen für Juli, die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden sollten. Ökonomen rechneten wie im Juni mit einem Plus von 0,2 Prozent. Starke Konsumdaten könnten Risikoanlagen stützen, zugleich aber die Argumente für höhere Zinsen stärken. Schwächere Zahlen könnten Zweifel an der Verfassung der US-Wirtschaft auslösen.

Um 16 Uhr sollte außerdem der Michigan-Index veröffentlicht werden. Erwartet wurde ein Rückgang der Verbraucherstimmung von 55,2 auf 54 Punkte. Für Bitcoin seien insbesondere die Inflationserwartungen relevant, die zuletzt bei 4,2 Prozent lagen.

KennzahlAngabe
Bitcoin-Handelsspanne63.000 bis 64.000 US-Dollar
Bitcoin-Entwicklung in 24 Stundenknapp ein Prozent gefallen
Bitcoin-Dominanz58,5 Prozent
Altcoin Season Index51 Punkte
Fear & Greed Index37 Punkte
US-Inflation im Juli3,4 Prozent
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September33 Prozent
Erwartete Einzelhandelsumsätze für JuliPlus von 0,2 Prozent
Michigan-Index: erwartete Verbraucherstimmungvon 55,2 auf 54 Punkte
Zuletzt gemessene Inflationserwartungen4,2 Prozent

Infobox – BTC-ECHO: Bitcoin bewegt sich zwischen 63.000 und 64.000 US-Dollar, während die Marktstimmung mit 37 Punkten auf „Angst“ steht. US-Konjunkturdaten, die Inflationserwartungen und die Zinsperspektive der Federal Reserve könnten laut Quelle für neue Kursimpulse sorgen.

Investing.com Deutsch: Regulatorische Verzögerungen belasten Bitcoin

Investing.com Deutsch meldet einen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 63.315,4 $. Der Kurs fiel am Freitag bis 02:12 ET (06:12 GMT) um 1 %, auf Wochensicht lag das Minus bei mehr als 2 %.

Als Grund nennt die Quelle die Verzögerung einer wichtigen geplanten Regierungsmaßnahme für tokenisierte Wertpapiere. Der dadurch belastete Optimismus über ausbleibende Zinserhöhungen nach schwachen US-Inflationsdaten konnte den Kursrückgang demnach nicht verhindern.

Die SEC verschiebe laut dem von Investing.com Deutsch zitierten Bericht von CoinDesk ihre geplante „Innovationsausnahme“ für tokenisierte Wertpapiere. Das Weiße Haus und die Wall Street hätten Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Grundlage und der Auswirkungen auf den Markt geäußert.

Die Ausnahmeregelung sollte ursprünglich am Freitag teilweise vorgestellt werden. Das entsprechende Treffen sagte die SEC jedoch am späten Donnerstagabend ab. Eine von CoinDesk zitierte Quelle erklärte, das Weiße Haus befürchte mögliche Auswirkungen auf die laufenden Verhandlungen im Kongress über den Digital Asset Market Clarity Act.

Brancheninsider seien darüber informiert worden, dass die Initiative möglicherweise den Ausgang des Gesetzgebungsverfahrens abwarten müsse. Zusätzlich prüften SEC-Mitarbeiter verstärkt, ob die Behörde über die erforderliche rechtliche Befugnis und die notwendige wirtschaftliche Analyse für die Ausnahmeregelung verfüge.

Der Digital Asset Market Clarity Act gilt laut Quelle als zentrales Krypto-Gesetz. Seine Verabschiedung habe sich im vergangenen Jahr angesichts des massiven Widerstands von Bankenverbänden und Verbraucherschützern bereits mehrfach verzögert. Auch diese Verzögerungen hätten die Kurse belastet.

Die breiteren Kryptomärkte blieben hinter der Erholung anderer Risikoanlagen, insbesondere der Aktienmärkte, zurück. Nachlassende Zinserhöhungserwartungen und positive Quartalszahlen aus dem Technologiesektor stützten vor allem Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, während Anleger Chiphersteller und KI-Unternehmen gegenüber Kryptowährungen bevorzugten.

KryptowährungEntwicklung
Bitcoin63.315,4 $, minus 1 %
Ether1.877,14 $, minus 1,1 %
XRPminus 0,7 %
Solanaminus 1,1 %
Cardanominus 1 %
BNBminus 0,8 %
Dogecoinmehr als 1 % gefallen
$TRUMPmehr als 1 % gefallen

Infobox – Investing.com Deutsch: Bitcoin fiel auf 63.315,4 $, während die Verschiebung der SEC-Initiative für tokenisierte Wertpapiere den Markt belastete. Neben regulatorischen Verzögerungen blieben Kryptowährungen auch hinter der Erholung von Aktien und KI-bezogenen Technologiewerten zurück.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende Trennung zwischen Bitcoin als etabliertem Makro- und Anlageinstrument und dem weiterhin hochspekulativen Altcoin- sowie DeFi-Segment. Für Bitcoin sprechen institutionelle Nachfrage und eine mögliche Portfoliofunktion, doch der Einfluss von Zinsen, Liquidität und Regulierung begrenzt die Aussagekraft historischer Zyklen.

Die aktuelle Marktphase sollte daher nicht vorschnell als sichere Akkumulationsgelegenheit bewertet werden. Geringe Aufmerksamkeit und enge Handelsspannen können einer starken Bewegung vorausgehen, liefern aber kein verlässliches Richtungssignal. Besonders relevant ist, dass regulatorische Verzögerungen die Kurse unmittelbar belasten und damit die politische Abhängigkeit des Sektors unterstreichen.

Zusammenfassung: Bitcoin bleibt langfristig interessant, kurzfristig jedoch stark von Liquidität, Regulierung und Marktstimmung abhängig. Überrenditen sind möglich, aber keineswegs systematisch oder breit erreichbar.

Quellen: