Veröffentlicht: 11.04.2018

Bundesländer haben 2,5 Millionen Euro in Kryptowährungen konfisziert

Die Wirtschaftswoche berichtet, dass deutsche Bundesländer im vergangenen Jahr Kryptowährungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro konfisziert und weiterverkauft haben. Die Konfiszierung fand rein auf Basis krimineller Geschäfte, wie Drogenhandel, oder anderem organisiertem Verbrechen statt.

Deutsche Bundesländer konfiszieren Kryptowährungen

Es lässt sich nicht abstreiten, dass Bitcoin und Co. unter anderem als anonymes Zahlungsmittel von kriminellen Machenschaften verwendet werden. Bisher ist nicht an die Öffentlichkeit gelangt, was eigentlich mit den konfiszierten Kryptowährungen passiert. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass die Bundesländer diese entweder versteigern oder weiterverkaufen. Die Einnahmen daraus kommen primär Organisationen zugute, die Opfern von Gewaltverbrechen helfen. Des Weiteren werden Haushaltsdefizite ausgeglichen.

Allein im vergangenen Jahr wurden Kryptowährungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro konfisziert. Rund 2 Millionen von dieser Summe wurden mittel Auktion oder Weiterverkauf an einer Börse eingenommen. Spitzenreiter sind Bayern und Baden-Württemberg. Bayern nahm 616.000 Euro ein, Baden-Württemberg 520.000 Euro. Dicht gefolgt von Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Hierbei macht es einen Unterschied, zu welchem Preis, bzw. Kurs, die Kryptowährungen verkauft werden. Bayern verkaufte zu einem vergleichsweise schwachen Kurs seine Währungen und muss demnach die meisten Coins konfisziert haben, um diese stolze Summe zu erwirtschaften. Das Bundeskriminalamt gab bekannt, dass es künftig alle beschlagnahmten Kryptowährungen sorgfältig registrieren werde.

Ein globales Problem

Deutschland ist keineswegs das einzige Land, welches Kryptowährungen aus kriminellen Geschäften beschlagnahmt und weiterverkauft. Der US-Bundesstaat Utah nahm zu Beginn des Jahres 50 Millionen USD aus einer Auktion von Kryptowährungen ein. Derzeit warten außerdem 2000 Bitcoins in Finnland auf ihren Weiterverkauf. Bulgarien ist bei Weitem der globale Spitzenreiter, wenn es um konfiszierte Bitcoins geht. Das Land hält derzeit 200.000 Bitcoins, möchte diese jedoch noch nicht zum Verkauf stellen, sondern weiterhin sparen.

Die globalen Auktionen könnten sich auf die Kurse der Kryptowährungen, vor allem des Bitcoins auswirken. Wie man an der Insolvenz der Kryptobörse Mt. Gox gesehen hat, wird der Kurs beeinträchtigt, sofern innerhalb eines kurzen Zeitraums hohe Summen auf einmal verkauft werden.

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