Cardano aktiviert Hard Fork, während Whales ADA akkumulieren und ETF-Hoffnungen wachsen

Cardano aktiviert Hard Fork, während Whales ADA akkumulieren und ETF-Hoffnungen wachsen

Autor: Alexander Weipprecht

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Cardanos Van-Rossem-Hard-Fork, Whale-Akkumulation und neue Partnerschaften stärken die Langfristperspektive, doch schwache Kurse und Sicherheitsvorfälle belasten.

Cardano steht vor einem entscheidenden Spannungsfeld: Der Van-Rossem-Hard-Fork stärkt die technische Basis, während Whale-Akkumulation und neue Partnerschaften auf langfristiges Potenzial hindeuten. Doch schwache Kursdaten, Sicherheitsvorfälle im Umfeld und offene ETF-Fragen zeigen, warum die erhoffte Trendwende noch keineswegs sicher ist.

Cardano zwischen Hard Fork, Whale-Akkumulation und Erholungshoffnungen

Cardano hat am 18. Juli 2026 den Van-Rossem-Hard-Fork aktiviert und damit die Protokoll-Version 11 auf die Blockchain gebracht. Nach Darstellung von Wallstreet Online ging das Upgrade um 21:44 UTC ohne Ausfallzeit live; Börse Express nennt Slot 192.844.800 als Zeitpunkt der Wirksamkeit.

Die Abstimmung gilt laut den Quellen als wichtiger Schritt in Richtung Dezentralisierung. Delegierte stimmten mit 77,63 % zu, Stake-Pool-Betreiber mit 52,7 %; das Verfassungskomitee genehmigte den Vorschlag bei Wallstreet Online mit sechs zu null Stimmen und bei Börse Express mit 6-0-1 Stimmen.

Technisch soll Protocol Version 11 die Kosten für Plutus-Smart-Contracts senken. Außerdem werden BLS12-381-Kurven und native Arrays eingeführt; das Upgrade soll zugleich die Grundlage für das geplante Leios-Upgrade und eine höhere Skalierbarkeit schaffen.

QuelleGenannter ADA-KursWeitere Kursdaten
Wallstreet Online$0,16 beziehungsweise $0,164895 Prozent unter dem Allzeithoch von $3,10; seit Juni 40 Prozent Verlust
Wallstreet Onlinerund 0,17 Dollar94 Prozent unter dem Allzeithoch von 3,09 Dollar; 68 Prozent Verlust seit Jahresbeginn
Börse Express0,1684 USD2,31 % über dem 50-Tage-Durchschnitt
Bitcoin Foundation$0.179135% Rebound von den Tiefs Ende Juni

Die Kursentwicklung bleibt trotz des technischen Fortschritts schwach. Wallstreet Online berichtet von einem Cardano-Kurs bei $0,16 und einem Abstand von 95 Prozent zum Allzeithoch von $3,10; Börse Express nennt 0,1684 USD und einen Rückgang von -52,04 % seit Jahresbeginn.

Die zweite Wallstreet Online-Meldung beschreibt für den 22. Juli 2026 einen Kurs von rund 0,17 Dollar, einen Jahresverlust von 68 Prozent und eine Erholung um acht Prozent. Dabei testete ADA den Widerstand bei 0,19 Dollar, während die Unterstützung bei 0,14 Dollar lag.

Bei den Großanlegern zeigen die Quellen dagegen eine anhaltende Akkumulation. Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen ADA kontrollierten laut Wallstreet Online 67,5 Prozent des gesamten Angebots; seit dem 7. Juli flossen 320 Millionen ADA in große Adressen.

Börse Express berichtet, dass Whales mit Beständen zwischen 100.000 und 100 Millionen ADA in der Woche bis zum 23. Juli mehr als 30 Millionen ADA akkumulierten. Ihre Gesamtbestände stiegen auf 5,69 Milliarden ADA, den höchsten Stand seit Februar 2023.

  • Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen ADA kontrollieren laut Wallstreet Online 67,5 Prozent des Angebots.
  • Whale-Wallets mit 10 bis 100 Millionen ADA erhöhten ihren Anteil laut Wallstreet Online von 37,66 auf 38,13 Prozent.
  • Die täglichen Transaktionen fielen laut Wallstreet Online auf ein 45-Tage-Tief bei 17.400.
  • Die Bitcoin Foundation meldet seit dem 23. Juni 14.783 neue nicht-leere Wallets.

Die Quellen zeichnen damit ein geteiltes Bild: Während Privatanleger Bestände reduzieren, bauen größere Adressen ihre Positionen aus. Gleichzeitig bleibt die Netzwerkaktivität in einzelnen Bereichen schwach, sodass die Akkumulation allein noch keine bestätigte Trendwende darstellt.

Infobox: Van Rossem brachte Cardano auf Protocol Version 11. Der Hard Fork wurde dezentral genehmigt, während die Kursentwicklung schwach blieb und Großanleger laut den Quellen weiter ADA sammelten.

Leios, Wallet-Wachstum und technische Signale

Cardano arbeitet neben Van Rossem an der Skalierungslösung Leios. Die erste Wallstreet Online-Meldung nennt eine mögliche Durchsatzsteigerung um das 30- bis 65-fache; die zweite Meldung verweist auf das Leios-Testnetz Musashi Dojo und ein Ziel von zehn bis 65 Mal über dem heutigen Niveau.

Die Bitcoin Foundation ordnet Leios in eine breitere Entwicklungsagenda ein, zu der auch Interoperabilität, Governance und Enterprise-Anwendungen gehören. Das technische Bild sei kurzfristig konstruktiver geworden, langfristig aber noch nicht eindeutig: Der RSI liegt bei 59,8, der MACD steht auf Kauf, während die 50-, 100- und 200-Tage-MA weiter Verkaufssignale geben.

Nach Angaben der Bitcoin Foundation liegt die psychologisch wichtige Marke bei $1. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde demnach neues Interesse von Privatanlegern und Institutionen anziehen; dafür seien jedoch anhaltendes Ökosystemwachstum, gesundes Handelsvolumen und günstige Bedingungen am Kryptomarkt erforderlich.

SzenarioVon der Bitcoin Foundation genannter Bereich für Ende 2026
Bären-Szenario$0,14–$0,17
Basisszenario$0,22–$0,30
Bullen-Szenario$0,45 bis $0,65

Die Bitcoin Foundation hält einen ADA-Kurs von $2 bis Ende 2026 nicht für das Basisszenario. Bei einem zirkulierenden Angebot von 35–37 Milliarden ADA würde ein Kurs von $2 eine Marktkapitalisierung von $70–74 Milliarden bedeuten.

Die Analystenmeinungen reichen deutlich weiter auseinander. Börse Express nennt ein langfristiges Ziel von 2,90 USD durch Javon Marks sowie ein realistisches Kursziel von 0,219 USD durch Master of Crypto; der kurzfristige Widerstand wird dort bei 0,1828 USD gesehen.

Infobox: Die Kursprognosen reichen von $0,14–$0,17 im Bären-Szenario bis $0,45 bis $0,65 im Bullen-Szenario. Ein Kurs von $2 würde laut Quelle eine Marktkapitalisierung von $70–74 Milliarden voraussetzen.

Institutionelle Infrastruktur und neue Partnerschaften

Cardano und sein Ökosystem bauen laut Börse Express ihre Infrastruktur weiter aus. Kraken registrierte im Juni zwölf Validierungspools mit rund einer Milliarde Dollar delegiertem Volumen; Clearstream, die Verwahrtochter der Deutschen Börse, nahm ADA am 7. Juli in ihr reguliertes digitales Depot auf.

Gemeinsam mit EMURGO und Wirex wurde außerdem eine physische Visa-Debitkarte gestartet. Sie macht ADA in über 130 Ländern nutzbar und bietet Belohnungen von bis zu 8 % in Kryptowährungen.

Auch die Partner-Chain Midnight sorgt für Aufmerksamkeit. Nach Angaben von Börse Express wurde mit der britischen Monument Bank ein Tokenisierungs-Deal über 250 Millionen Pfund abgeschlossen, bei dem durch das Financial Services Compensation Scheme geschützte Einlagen auf einer öffentlichen Blockchain tokenisiert werden sollen.

Charles Hoskinson betonte laut Börse Express, dass Cardano dabei als wesentliche Infrastruktur-Komponente fungiert und die Sicherheit für Midnight gewährleistet. Parallel dazu hebt die Bitcoin Foundation weitere Entwicklungen bei LayerZero, Stablecoins, Cross-Chain-Integrationen sowie Partnerschaften mit Visa, Circle und Branchenregulierern hervor.

„Cardano hierbei als wesentliche Infrastruktur-Komponente“

Infobox: Zu den genannten Infrastrukturthemen gehören eine Visa-Debitkarte für über 130 Länder, zwölf Validierungspools mit rund einer Milliarde Dollar delegiertem Volumen, Clearstreams digitales Depot und ein 250-Millionen-Pfund-Deal von Midnight.

Sicherheitsvorfälle bei Drittanbietern belasten das Umfeld

Die positive Nachrichtenlage wurde laut Börse Express durch einen Exploit bei einer Wanchain-Bridge überschattet. Die Bridge verbindet Cardano mit der BNB Chain; durch die Manipulation von Signaturen wurden am 23. Juli etwa 515 Millionen Einheiten des NIGHT-Tokens im Wert von rund 9 Millionen USD entwendet.

Charles Hoskinson stellte laut Quelle klar, dass weder das Midnight-Protokoll noch die Smart Contracts auf Cardano selbst betroffen waren. Der NIGHT-Token fiel kurzzeitig um über 30 % und erholte sich anschließend teilweise auf rund 0,022 USD.

Auch der Wallet-Anbieter SecondFi wird in den Quellen als Sicherheitsfall genannt. Zwischen dem 21. und 23. Juni 2026 wurden nach Angaben von Börse Express aufgrund eines Fehlers im Signiercode rund 16,1 Millionen ADA aus 374 Wallets entwendet; der Betrieb von SecondFi wurde dauerhaft eingestellt.

Wallstreet Online nennt für denselben Vorfall rund 2,4 Millionen Dollar aus 374 Wallets und betont ebenfalls, dass die Schwachstelle in der Wallet-Software und nicht im Cardano-Protokoll lag. Die unterschiedlichen Angaben der Quellen werden hier unverändert wiedergegeben.

  • Wanchain-Bridge: etwa 515 Millionen NIGHT-Token und rund 9 Millionen USD.
  • SecondFi: rund 16,1 Millionen ADA aus 374 Wallets laut Börse Express.
  • SecondFi: rund 2,4 Millionen Dollar aus 374 Wallets laut Wallstreet Online.
  • Das Cardano-Protokoll blieb laut den Quellen unversehrt.

Infobox: Die Sicherheitsvorfälle betrafen laut den Quellen Drittanbieter und nicht die Cardano-Blockchain selbst. Genannt werden die Wanchain-Bridge und die Wallet-Software von SecondFi.

ETF-Hoffnungen und unterschiedliche Markterwartungen

Ein möglicher Spot-ADA-ETF bleibt ein zentraler Kurstreiber. Wallstreet Online erwartet einen Spot-ADA-ETF im Oktober 2026, während Börse Express auf den von Grayscale bei der SEC eingereichten GADA-Fonds verweist; dort öffnet das Prüffenster am 9. August.

Die Bitcoin Foundation stellt klar, dass bislang kein Spot-ETF zugelassen ist. Mehrere Anträge warten demnach auf eine Entscheidung, die in der zweiten Hälfte 2026 erwartet wird und im Ermessen der SEC liegt.

Für die kurzfristige Kursentwicklung nennen die Quellen mehrere Marken. Wallstreet Online führt Prognosen von $0,17 bis $0,27 bis Dezember 2026 an; Changelly sieht ADA für Juli zwischen 0,16 und 0,17 Dollar, während CoinCodex ein optimistisches Szenario bei 0,24 Dollar nennt.

Als wichtige Risiken gelten eine Abschwächung des Nutzerwachstums, sinkendes TVL, Konkurrenz durch Solana, eine langsamere Ökosystementwicklung sowie eine breitere Korrektur am Kryptomarkt. Die Bitcoin Foundation betont außerdem regulatorische Unsicherheit und die hohe Abhängigkeit von den allgemeinen Marktbedingungen.

Infobox: ETF-Zulassungen werden von den Quellen als möglicher Katalysator für institutionelle Nachfrage genannt. Zugleich bleiben Entscheidung, Zeitpunkt und Zulassung offen; als Risiken gelten unter anderem Marktabschwung, Konkurrenz und schwächere Netzwerkkennzahlen.

Einschätzung der Redaktion

Cardano verfügt technisch über relevante Fortschritte und gewinnt institutionell an Anschlussfähigkeit. Entscheidend ist jedoch, ob daraus dauerhaft mehr Nutzung, Liquidität und Nachfrage entstehen. Die starke Whale-Akkumulation kann den Verkaufsdruck begrenzen, ersetzt aber keine breite Aktivität im Netzwerk und ist daher noch kein verlässliches Signal für eine nachhaltige Trendwende.

Die Sicherheitsvorfälle bei Drittanbietern zeigen zudem, dass das Umfeld trotz eines stabilen Basissystems erhebliche Vertrauens- und Risikofaktoren birgt. Für eine überzeugende Neubewertung von ADA müssen Leios, mögliche ETF-Zulassungen und neue Partnerschaften messbare Nachfrage erzeugen. Bis dahin bleibt die Erholung spekulativ und stark von der allgemeinen Marktlage abhängig.

Kernaussage: Cardano verbessert seine Grundlagen, doch der Beweis für nachhaltiges Wachstum steht noch aus. Technischer Fortschritt allein rechtfertigt keine optimistische Trendwende.

Quellen: