Veröffentlicht: 05.06.2018

Commonwealth Bank (CBA) macht sich der Geldwäsche schuldig

Die australische Commonwealth Bank (CBA) machte sich der Geldwäsche schuldig. Nun muss die Bank 530 Millionen US-Dollar an das Australian Transaction Report and Analysis Centre (AUSTRAC) zahlen. 

In Australien musste die Commonwealth Bank (CBA), eine der vier größten Landesbanken in Australien, der Australian Transaction Report and Analysis Centre (AUSTRAC) 530 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, weil die Bank es über die letzten drei Jahre verpasste, verdächtige Transaktionen zu melden. In drei Jahren konnten 53,506 Transaktionen ausfindig gemacht werden. Hinzu kommen 778,370 Bank-Accounts, die sich im Zusammenhang mit Geldwäsche verdächtig verhalten haben. Insgesamt wurden 149 Berichte, über Geldwäscheaktivitäten nicht an AUSTRAC übersendet. Vertreter der Commonwealth Bank (CBA) machen dafür einen Error im Code einer Software verantwortlich. Die Bank stellt sich gegen den Vorwurf, Geldwäsche betrieben zu haben.

Im Nachhinein übernahm die Bank dennoch die Verantwortung und der CCE von CBA, Matt Comyn, entschuldigte sich für diesen Fehler bei der Community. Dieser Fall von Geldwäsche entfachte in den Medien eine neue Debatte darüber, ob über Kryptowährungen oder Fiatwährungen mehr Geld gewaschen werde. Eine Studie der Colombia University of Economics behauptet etwa, dass 50 % der Fiatwährungen für Drogengeschäfte oder Waffenverkäufe genutzt werde. Bei Kryptowährungen hingegen, so das US Senate Judiciary, sei es nur ein kleiner Prozentsatz der für illegale Aktivitäten genutzt werde.

Commonwealth Bank (CBA) wohl kein Einzelfall

Sollte die Einschätzung stimmen, dass 50 % des sich im Umlauf befindlichen Geldes für illegale Aktivitäten genutzt werden, dürfte die CBA wohl kein Einzelfall bleiben. Hier kommen Kryptowährungen wieder ins Spiel. Tatsächlich verfügen sie über das Potenzial, illegale Aktivitäten einzudämmen, weil sie nachverfolgbar sind. Zwar bieten Kryptowährungen wie ZCash oder Monero den eigenen Nutzern einen hohen Grad an Anonymität, doch der kann, einer Studie der Qatar University und der Hamad Bin Khalifa University zufolge, durch eine Wallet Adresse und eine Google-Suche stark reduziert werden. Aus dieser Perspektive sind Kryptowährungen nicht das Problem, sondern eher Teil der Lösung.

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