Dogecoin stabil, ETF-Zuflüsse steigen – Steuerfristen rücken in den Fokus

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Dogecoin bleibt bei 0,0977 US-Dollar stabil, während Steuerfristen, FIFO, Meldepflichten, MiCA-Regeln und sichere Verwahrung wichtiger werden.

Dogecoin bleibt kursseitig unspektakulär, doch im Hintergrund verdichten sich wichtige Entwicklungen: Steuerfristen, neue Meldepflichten und strengere Anbieterregeln treffen auf rekordhohe ETF-Zuflüsse. Der Pressespiegel zeigt, worauf Anleger bei Verwahrung, Teilverkäufen und dem wachsenden institutionellen Interesse an DOGE jetzt achten sollten.

Dogecoin zwischen ruhigem Kurs, Steuerfristen und wachsendem ETF-Interesse

Der Dogecoin-Kurs zeigte sich am 27. September 2026 weitgehend stabil. Gleichzeitig rückten steuerliche Fristen, Meldepflichten, Verwahrung und neue Zuflüsse in Dogecoin-ETFs in den Mittelpunkt der Berichterstattung.

Dogecoin notiert bei 0,0977 US-Dollar

Nach Angaben von CryptoTicker lag Dogecoin am 27. September 2026 um 11:42 Uhr deutscher Zeit bei 0,0977 US-Dollar beziehungsweise 0,0857 Euro. In den vorangegangenen 24 Stunden betrug das Plus 0,64 Prozent.

Die Marktdatenschnittstelle von CoinGecko wies für DOGE einen Kurs von 0,097699 US-Dollar aus. Die Handelsspanne lag zwischen 0,095327 und 0,098670 Dollar. In Euro reichte die Spanne von 0,083686 bis 0,086621 Euro.

KennzahlWert
Dogecoin-Kurs0,097699 US-Dollar
Dogecoin-Kurs0,085717 Euro
24-Stunden-Veränderung0,64 Prozent
24-Stunden-Tief0,095327 Dollar
24-Stunden-Hoch0,098670 Dollar
Marktkapitalisierung15,24 Milliarden US-Dollar
Umlaufmenge156,09 Milliarden DOGE
24-Stunden-Handelsvolumen698,1 Millionen Dollar
Abstand zum Allzeithoch86,6 Prozent

Das bisherige Allzeithoch wird mit 0,731578 Dollar angegeben. CryptoTicker betont, dass der Abstand zum Rekordhoch kein Kursziel darstellt, sondern der Einordnung bestehender Positionen und möglicher Gewinne oder Verluste dient.

Zusammenfassung: Dogecoin bewegte sich bei 0,097699 US-Dollar in einer engen Tagesrange. Die Marktkapitalisierung lag bei 15,24 Milliarden US-Dollar, während das Handelsvolumen 698,1 Millionen Dollar erreichte.

Haltefrist und Freigrenze stehen vor dem Jahreswechsel im Fokus

CryptoTicker richtet den Blick auf die steuerliche Behandlung von Dogecoin in Deutschland. Nach dem Bericht gilt für Dogecoin als privates Veräußerungsgeschäft grundsätzlich eine einjährige Haltefrist nach Paragraf 23 EStG.

Die Frist wird demnach taggenau berechnet und orientiert sich am Anschaffungstag. Wer am 27. September 2025 gekauft hat, dessen Frist endet laut Bericht mit Ablauf des 27. September 2026; ein Verkauf ab dem 28. September 2026 fällt demnach nicht mehr unter Paragraf 23. Wer am 27. September 2026 kauft, kommt frühestens am 28. September 2027 aus der Frist heraus.

Für einen steuerfreien Verkauf noch im Jahr 2026 müsse der Anschaffungstag spätestens der 30. Dezember 2025 gewesen sein. Käufe aus dem Januar 2026 oder später befänden sich am Jahresende weiterhin innerhalb der Jahresfrist.

Zusätzlich verweist der Bericht auf die Freigrenze von 1.000 Euro. Maßgeblich sei der Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr. Dazu könnten neben Dogecoin auch Verkäufe von Gold oder Bitcoin zählen.

CryptoTicker hebt den Unterschied zwischen einem Freibetrag und einer Freigrenze hervor. Bei einem Gesamtgewinn von 999 Euro falle demnach keine Steuer an; bei einem Gesamtgewinn von 1.000 Euro werde der volle Betrag steuerpflichtig.

Als Rechenbeispiel nennt der Bericht 50.000 DOGE, die bei einem Kurs von 0,085717 Euro rund 4.286 Euro wert seien. Ob daraus ein Gewinn von 300 oder 1.400 Euro entstehe, hänge von den Anschaffungskosten ab.

Zusammenfassung: Für Dogecoin-Verkäufe sind Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten und der Gesamtgewinn des Kalenderjahres entscheidend. CryptoTicker empfiehlt, die einzelnen Käufe mit Datum, Menge und Anschaffungskosten zu dokumentieren.

FIFO kann bei Teilverkäufen entscheidend sein

Wer Dogecoin über mehrere Jahre in Raten gekauft hat, verfügt laut CryptoTicker über mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Anschaffungstagen und Preisen. Bei einem Teilverkauf stellt sich daher die Frage, welche Einheiten steuerlich als zuerst verkauft gelten.

Der Bericht verweist auf das Prinzip „first in, first out“. Danach gelten die ältesten Stücke als zuerst veräußert. Diese Tranchen können bereits außerhalb der Jahresfrist liegen, zugleich aber wegen niedrigerer Anschaffungskosten einen höheren rechnerischen Gewinn aufweisen.

Wer Dogecoin über mehrere Anbieter und Wallets verteilt hält, müsse die Daten zusammenführen. Ein Portfolio-Tracker könne Anschaffungsdaten und Fristen je Tranche ausweisen, die Verantwortung für die Steuererklärung bleibe jedoch beim Anleger.

Zusammenfassung: Bei Teilverkäufen können die ältesten Dogecoin-Einheiten zuerst berücksichtigt werden. Anschaffungsdaten sollten deshalb über alle Anbieter und Wallets hinweg zusammengeführt werden.

Neue Meldepflichten für Kryptodienstleister ab 2026

CryptoTicker berichtet über eine neue Erfassungspflicht für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen mit Kunden in der Europäischen Union. Grundlage sei die Richtlinie EU 2023/2226, die in Deutschland über das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz umgesetzt werde.

Der erste Meldezeitraum ist laut Bericht das Kalenderjahr 2026. Die erste Meldung soll bis zum 31. Juli 2027 an das Bundeszentralamt für Steuern gehen.

Erfasst werden demnach Stammdaten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum und Steueridentifikationsnummer. Hinzu kommen Transaktionsdaten, darunter Käufe, Verkäufe, Tauschvorgänge, Überträge, Beträge und Zeitpunkte.

Betroffen seien Börsen, Verwahrer, Wallet-Anbieter und Transferdienste. Die Meldung des Anbieters entspreche jedoch nicht automatisch dem steuerlichen Gewinn. CryptoTicker weist darauf hin, dass gemeldete Bruttobeträge und der zu versteuernde Gewinn unterschiedliche Größen seien.

Für Anleger empfiehlt der Bericht, die beim Anbieter hinterlegten Stammdaten und insbesondere die Steueridentifikationsnummer zu prüfen. Bei fehlenden oder fehlerhaften Angaben könne der Anbieter Nachfragen stellen oder Konten einschränken.

Zusammenfassung: Anbieter erfassen ab dem Meldezeitraum 2026 persönliche und transaktionsbezogene Daten. Die erste Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern soll bis zum 31. Juli 2027 erfolgen.

MiCA-Zulassung wird für Anbieter in Deutschland relevant

Nach Angaben von CryptoTicker ist die nationale Übergangsregelung für Anbieter ohne europäische Zulassung ausgelaufen. Seit dem 1. Januar 2026 sei das Erbringen von Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland ohne Zulassung oder gültige Notifizierung unzulässig.

Die Aufsicht über Kryptowerte-Dienstleistungen führt laut Bericht die BaFin. Anleger könnten die Zulassung eines Anbieters in der Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen; das europaweite Register werde von der ESMA geführt.

CryptoTicker rät dazu, Anbieter vor einem Kauf aus Deutschland heraus zu überprüfen. Ein Anbieter, der seine zuständige Aufsichtsbehörde nicht nennt oder in den genannten Registern fehlt, sei dem Bericht zufolge keine geeignete Adresse.

Zusammenfassung: Seit dem 1. Januar 2026 ist für Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland eine Zulassung oder gültige Notifizierung erforderlich. Die Prüfung kann über die Register von BaFin und ESMA erfolgen.

Verwahrung: Dogecoin läuft auf einer eigenen Blockchain

CryptoTicker weist darauf hin, dass Dogecoin auf einer eigenen Blockchain läuft und kein Token nach dem Ethereum-Standard ist. Eine für Ether oder Ethereum-Token gedachte Adresse könne daher keine Dogecoin entgegennehmen.

Vor einer Übertragung von einer Börse auf eine Wallet sollten Anleger prüfen, ob die Wallet Dogecoin als eigene Blockchain unterstützt. Außerdem sollte die Empfangsadresse mit dem für Dogecoin typischen Buchstaben D beginnen.

Der Bericht empfiehlt zusätzlich, die Adresse auf dem Display des Hardware-Geräts mit der Adresse im Browserfenster zu vergleichen. Eine Übertragung an eine ungeeignete Adresse könne in aller Regel nicht rückgängig gemacht werden.

Ein Transfer zwischen eigenen Adressen sei kein Verkauf und löse laut CryptoTicker keine Veräußerung aus. Die Haltefrist werde dadurch nicht unterbrochen. Der Übertrag solle dennoch mit Datum und Transaktionskennung dokumentiert werden.

Zusammenfassung: Bei Dogecoin-Übertragungen ist die Unterstützung der eigenen Blockchain entscheidend. Eine falsche Adresse kann zum endgültigen Verlust des Betrags führen.

Dogecoin-Menge wächst jährlich um rund 5,256 Milliarden DOGE

Dogecoin besitzt laut CryptoTicker keine Obergrenze der Geldmenge. Pro Block werden 10.000 DOGE ausgeschüttet, während die angestrebte Blockzeit eine Minute beträgt.

Daraus ergibt sich nach der im Bericht dargestellten Berechnung eine jährliche Neuausgabe von rund 5,256 Milliarden DOGE. Bezogen auf die Umlaufmenge von 156,09 Milliarden DOGE entspreche dies einem Zuwachs von 3,4 Prozent im laufenden Jahr.

CryptoTicker betont, dass die absolute Ausgabe konstant bleibt, während der Bestand wächst. Daraus folge keine Kursaussage, jedoch eine planmäßige Zunahme der verfügbaren DOGE-Menge.

Das Netzwerk wird über Proof of Work gesichert. Seit 2014 ist laut Bericht ein gleichzeitiges Mining zusammen mit Litecoin möglich. Der größte Teil der Rechenleistung stamme aus diesem verbundenen Mining.

Zusammenfassung: Dogecoin gibt pro Block 10.000 DOGE aus. Die daraus abgeleitete jährliche Neuausgabe liegt bei rund 5,256 Milliarden DOGE.

Perpetuals unterscheiden sich vom direkten DOGE-Besitz

CryptoTicker beschreibt Dogecoin-Perpetuals als unbefristete Terminkontrakte. Wer ein solches Produkt handelt, besitzt demnach keine DOGE, sondern hält eine Position auf den Preis und zahlt je nach Marktlage mehrmals täglich Finanzierungskosten.

Für solche Geschäfte gelten laut Bericht nicht die Regeln des direkten Haltens nach Paragraf 23 EStG. Die einjährige Haltefrist bestehe dort nicht. Zusätzlich könne die Tagesspanne von rund 3,5 Prozent bei einem zehnfachen Hebel einer Bewegung von 35 Prozent auf das eingesetzte Kapital entsprechen.

Der Bericht empfiehlt, die Liquidationsschwelle vor der Eröffnung einer gehebelten Position zu berechnen. Terminprodukte und den direkten Dogecoin-Bestand sollten Anleger getrennt dokumentieren.

Zusammenfassung: Perpetuals verschaffen keinen direkten Besitz an DOGE und unterliegen laut CryptoTicker anderen steuerlichen Regeln. Hebel können die Wirkung einer Tagesbewegung deutlich verstärken.

Dogecoin-ETFs erreichen Rekordzuflüsse

Nach Angaben von Yellow.com verzeichneten US-Spot-Dogecoin-ETFs in der Woche bis zum 25. September Nettozuflüsse von 2,89 Millionen US-Dollar. Damit wurde der bisherige Wochenrekord von rund 2,59 Millionen US-Dollar aus der Woche bis zum 2. Januar übertroffen.

In der Vorwoche hatten die Zuflüsse lediglich 284.510 US-Dollar betragen. Die neuen Mittel flossen ausschließlich an den Handelstagen Montag, Dienstag und Freitag zu.

KennzahlWert
Nettozuflüsse in der Woche bis zum 25. September2,89 Millionen US-Dollar
Bisheriger Wochenrekordrund 2,59 Millionen US-Dollar
Zuflüsse in der Vorwoche284.510 US-Dollar
Nettoabflüsse von BWOW über die gesamte Laufzeit1,23 Millionen US-Dollar
Aktuell von BWOW verwaltetes Vermögenrund 801.400 US-Dollar
Von GDOG verwaltetes Vermögen13,87 Millionen US-Dollar
Anteil von GDOG am Vermögen der Dogecoin-ETF-Grupperund 81 %

Yellow.com berichtet zugleich, dass Bitwise die Liquidation seines Dogecoin-ETF BWOW vorbereitet. Bitwise hatte dies am 10. September angekündigt, der letzte Handelstag ist für den 14. Oktober angesetzt.

Als Grund habe der Vermögensverwalter angegeben, dass der Fonds nicht mehr in die eigene Produktpalette passe. Bitwise erklärte, das Unternehmen optimiere sein Angebot weiter, um sich an die sich wandelnden Bedürfnisse der Anleger anzupassen.

Grayscale bündelt den Großteil der ETF-Nachfrage

Seit der Ankündigung der BWOW-Liquidation stiegen die kumulierten Nettozuflüsse in Grayscales GDOG laut Yellow.com von 11,7 Millionen auf 15,46 Millionen US-Dollar. Bei 21Shares’ TDOG ging die Bilanz dagegen von 1,63 Millionen auf 1,03 Millionen US-Dollar zurück.

GDOG vereinnahmte außerdem sämtliche 806.060 US-Dollar der Zuflüsse am Freitag. Der Fonds verwaltete danach 13,87 Millionen US-Dollar und damit rund 81 % des gesamten Vermögens der Dogecoin-ETF-Gruppe.

Nach dem 14. Oktober sollen nur noch zwei der derzeit drei Fonds am Markt sein. Yellow.com beschreibt die Zuflüsse daher als klar auf GDOG konzentriert und nicht gleichmäßig über alle US-Spot-Dogecoin-Produkte verteilt.

Im Verhältnis zum zugrunde liegenden Tokenmarkt bleibt die ETF-Kategorie klein. Die Fonds halten laut Bericht rund 0,11 % der gesamten Marktkapitalisierung von Dogecoin.

Dogecoin wurde zuletzt bei etwa 0,098 US-Dollar gehandelt, während die Marktkapitalisierung bei rund 15,3 Milliarden US-Dollar lag. Zum Vergleich: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in derselben Woche Zuflüsse von 2,39 Milliarden US-Dollar und damit mehr als das 800-Fache des Dogecoin-Volumens.

Yellow.com verweist außerdem darauf, dass zwischen dem 1. Juli und dem 18. September nur an neun Handelstagen Nettoflüsse in Dogecoin-ETFs registriert wurden. Die jüngsten 2,89 Millionen US-Dollar stellen demnach einen deutlichen Ausreißer gegenüber dem bisherigen Handelsmuster dar.

Zusammenfassung: Dogecoin-ETFs verzeichneten mit 2,89 Millionen US-Dollar den höchsten wöchentlichen Nettozufluss seit ihrer Auflage. Gleichzeitig konzentriert sich das verwaltete Vermögen zunehmend auf Grayscales GDOG, während Bitwise die Schließung von BWOW zum 14. Oktober vorbereitet.

Pressespiegel: Die wichtigsten Punkte

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung ist vor allem ein Signal für wachsende Marktinfrastruktur, nicht für eine grundlegende Neubewertung von Dogecoin. Die ETF-Zuflüsse bleiben im Verhältnis zum Gesamtmarkt klein und sind stark auf einen Anbieter konzentriert. Steuerliche Meldepflichten und strengere Anforderungen an Kryptodienstleister erhöhen zugleich den Dokumentationsaufwand und machen professionelles Risikomanagement wichtiger. Für Anleger folgt daraus: mehr Zugänglichkeit, aber keine belastbare Aussage über eine nachhaltige Kurswende.

Infobox: Wachsende ETF-Nachfrage und Regulierung stärken die Marktstruktur, während die geringe Größenordnung und Konzentration der Zuflüsse die Aussagekraft als breites institutionelles Signal begrenzen.

Quellen: