Veröffentlicht: 19.06.2019

Facebook Libra Coin – Hype oder große Veränderung?

Facebook Libra Coin

Facebook Libra Coin – Einführung

Der Hype könnte größer nicht sein. Nachdem Facebook gestern (18.06.2019) das Libra Coin Whitepaper released hat, überschlagen sich die Meldungen in den öffentlichen Netzwerken. Viele Experten prognostizieren, dass Facebook mit der eigenen Währung eine zentrale Instanz, vergleichbar mit der EZB oder FED, werden  kann. Wir blicken auf die bisherigen Informationen über den „Stable coin“ Libra und die dahinterstehenden Unternehmen.

Das Whitepaper

In dem knapp 100 Seiten umfassenden Whitepaper, welches von über 50 renomierten Blockchain-Experten unterschrieben wurde, werden zunächst die Probleme der FIAT-Währungen angesprochen. Demnach haben über 1,7 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu einem Bankkonto und internationale Transaktionen sind vielfach überteuert. Des Weiteren sind, laut dem Whitepaper, auch traditionelle Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum aufgrund von Skalierungsproblemen und hoher Volatilität nicht zielführend.

Libra Coin soll Probleme lösen

Der Libra Coin wird als „Stable Coin“ auf den Markt kommen. „Stable Coins“ haben die Eigenschaft, im Wert nicht zu fluktuieren. Dadurch wird eine globale Weltwährung kreiert, die Wechselkurse außer Kraft setzt. Der Libra Coin  soll dabei 1:1 durch die Einzahlung unterschiedlicher Währungen gedeckt werden. Sobald der User den Preis für einen Libra Coin bezahlt, wird dieser erschaffen. Zur Lagerung der Währung werden unterschiedliche Wallets angeboten, unter anderem die „Libra Wallet“, auf die man auch über Facebook und Whatsapp zugreifen können wird.

Wer steckt hinter dem Libra Coin?

Das Whitepaper zum Libra Coin wurde von der Libra Association, welche ihren Hauptsitz in Genf (Schweiz) hat, veröffentlicht. Die Non-Profit Organisation zählt aktuell 28 Mitglieder, unter anderem die Facebook-Tochterfirma „Calibra“. Die Liste der weiteren Mitglieder liest sich fast wie eine Forbes-Liste für Unternehmen. Mastercard, Visa, Ebay, PayPal und Coinbase sind dabei nur ein kleiner Auszug.

Die Frage nach der Privatsphäre

Ersten Informationen zufolge wird kein KYC-Verfahren (Know your Customer) benötigt, um das Libra Ökosystem zu nutzen. Facebook beabsichtigt demnach keinen Import von Kundendaten, wenn dies nicht erwünscht ist. Soziale und finanzielle Daten sollen, zumindest zu Beginn, nicht verknüpft werden („We realize people don´t want their social date and financial data commingled“). Allerdings wird das KYC-Verfahren für die Nutzung der Calibra Wallet benötigt.

Die Technik 

Die Libra Blockchain soll 1000 Transaktion pro Sekunde bewerkstelligen und den Konsenus-Algorithmus „HotStuff“ benutzen. Bei diesem Konsensus müssen mindestens zwei Drittel der Nodes zustimmen, damit eine Transaktion durchgeführt wird. Zudem sollen auf jede Überweisung kleine Transaktionsgebühren erhoben werden, in erster Linie soll damit Spam vermieden werden. Als Programmiersprache möchte „Libra“ zukünftig „Move“ verwendet.

Wann startet das Projekt?

Das Testnet ist bereits online, der live-Start soll jedoch erst nächstes Jahr beginnen. Im Vorverkauf wird es voraussichtlich Anreize für „early adopters“ geben. Wie diese ausfallen, ist aktuell noch unklar.

Fazit

Viele Anleger sind bereits jetzt von den Lösungsansätzen des Facebook Coins begeistert. Die Funktion als stabile, globale Währung mit sehr niedrigen Gebühren hat das Potential, den weltweiten Finanzmarkt auf den Kopf zu stellen. Bei Nutzung des Libra Coins entfallen Kosten aufgrund von Länderbarrieren und Händler können Transaktionen in Sekundenschnelle durchführen. Sollten die Unternehmen der Libra Association den Libra Coin als Hauptzahlungsmittel integrieren und die Währung zusätzlich mit verschiedenen Anreizen und  Rabatten bewerben, würde ein enormer Druck auf andere Währungen und Unternehmen entstehen.

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