Was ist, wenn es Weiterhin möglich ist, dass Bitcoins einfach verloren gehen?


Platomaniac

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Mit dem Tod von Mircea Popescu, sind vielleicht 1 Millionen Bitcoins verloren gegangen. Doch hören wir nicht ständig von verloren Coins? Sollten die 1 Millionen Cons echt weg sein, hätte der Rest ja nur noch 20 zur Verfügung. Wann und Wo ist die Schmerzgrenze erreicht? Wäre es nicht Sinnig, solche Coins zurück zu holen, etwa durch ein Verfahren das einen dazu zwingt in einem bestimmten Zeitraum seine Coins zu bewegen. Fallen Sie weg, können Sie Neu generiert werden.
 

BurBe

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Die Grundüberzeugung von Krypto-Coinern besteht darin, dass die Blockchain unveränderlich ist und niemand die eigenen Coins kontrollieren kann. Beides stimmt natürlich nicht, denn in einer dezentralen Welt bestimmt die Mehrheit und das gilt für jede Transaktion und für die Blockchain/Wahrheit. Dennoch ist diese Grundüberzeugung absolut fundamental in der Szene, soweit ich weiß hat man ausschließlich beim DAO-Hack damals daran aktiv gerüttelt und dann ja letztendlich auch die Blockchain umgeschrieben nachträglich.

Es ist also nicht abzusehen, dass irgendwas von dem, was du vorschlägst passieren wird. Zumal sich etliche pragamtische Fragen stellen würden, woher willst du z.B. wissen, dass die Coins "Weg" sind? Coins gehen ja nicht verloren, der Schlüssel kann verloren gehen, aber der Verlust kann nie sicher festgestellt werden. Und wer sollte die Coins dann kriegen? Also auch aus praktischen Erwägungen wird es sowas nicht geben.
 

Platomaniac

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Ja genau die Privat Schlüssel können verloren gehen. Dann sind die Coins zwar noch auf der Blockchain aber nicht bewegbar. Solche Coins sollte man aussortieren. Die Coins die nicht bewegt werden, können wieder schürfbar gemacht werden und so wieder in den Kreislauf zurück gelangen.
Der Bitcoin kann sich keine 21 anderen Mircea Popescu mehr leisten.
Und wenn man nichts dran andern will, ist der BTC irgendwann zum scheitern verurteilt.
 

Trustwbc

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Ja genau die Privat Schlüssel können verloren gehen. Dann sind die Coins zwar noch auf der Blockchain aber nicht bewegbar. Solche Coins sollte man aussortieren. Die Coins die nicht bewegt werden, können wieder schürfbar gemacht werden und so wieder in den Kreislauf zurück gelangen.
Der Bitcoin kann sich keine 21 anderen Mircea Popescu mehr leisten.
Und wenn man nichts dran andern will, ist der BTC irgendwann zum scheitern verurteilt.
und wann ist sichergestellt, dass Coins "verloren" sind, bzw. deren Key -> und nicht einfach nur gehodlt wird ?
Nehmen wir an, ich hätte 1Mio BTC.

Wann gilt mein "Vermögen" als verloren ? Vielleicht will ich die einfach 20Jahre HODLN.
Warum soll ich was davon bewegen müssen ?

Außerdem, wer will wissen, WELCHE BTC tatsächlich meine sind ?
Die BTC sind ja keiner Person zugeordnet, DANK der Dezentralität.

Und was schützt die Blockchain davor, dass sich einfach irgendwer als "mich" ausgibt, oder mich als "tot" tituliert, um die BTC frei zu geben ?

Also wer sich BTC kauft, sollte sich genau dieses Risikos bewusst sein, gerade bei 1Mio stück.

Vielleicht liegen die ja auch auf dem Ledger und der Key ist in der Schachtel, was nur noch niemand rausgefunden hat...?!
 

BurBe

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Naja, er will ja alle Coins neu vergeben, die nicht bewegt werden innerhalb eines Zeitraums, keine Ahnung warum.
Also Abschaffung von cold storage und co.
 

Trustwbc

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und damit die Abschaffung der (gewissen) Anonymität und Dezentralität, weil ja irgendwo ZENTRAL überwacht werden muss, ob die BTC "bewegt" werden.
Damit auch die Abschaffung des HODLN´s!

Erinnert mich an das klassische Bankensystem, man könnte ja für HODLER auch Strafzinsen verlangen, wie wäre es damit ?

Nur gut, dass BTC diesen Weg definitiv nicht geht!
 

Platomaniac

Member
Die Frage ist ja nicht, das es nicht passiert! Der Bitcoin hat also ein Volumen von 21 Millionen Stück. Ups aber sollte man merken keiner hat Zugang auf die Coins von Mircea Popescu, sind es nun nach seinem Tod nur noch 20 Millionen. 119 Jahre sind es bis der letzte Coin geschürft wird die ganzen kleinen Summen die in dieser Zeit verloren gehen werden Jahr für Jahr mehr kommen wir in den nächsten 119 Jahren auf ca. 10 Millionen Bitcoins, wenn der letzte Coin geschürft würde. Die Frage also sollte sein, wie Schütz man sich gegen sowas, weil sonst gibt es :durch verlieren von privat Keys keine Coins mehr zum Handeln
 

Trustwbc

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ja, aber Du machst es Dir etwas zu einfach...
Nun ist der gute Herr Popescu tot und die 1Mio BTC sind weg.

Aller Voraussicht nach weg!

Was ist, wenn er so clever war und den PrivateKey irgendwo notiert hat und ein Angehöriger diese Notiz beim Ausräumen des Hauses in der hintersten Ecke versteckt findet - und das erst in sagen wir 8Jahren.
Nur mal angenommen.

Wie man sich schützt ?
Ganz einfach: Den PrivateKey sehr gut weglegen, aber immerhin so clever, einem nahen Angehörigen, in meinem Fall meiner Frau sagen, wo sie im Falle des Falles diesen findet.

Ich verstehe ja worauf Du hinaus willst, aber die Gleichung geht nicht auf. Nicht bei BTC!
Der PrivateKey, bzw. die BTC in der Blockchain sind ja bewusst keiner Person zugeordnet.

Und wenn nun in 119Jahren 10Mio BTC weg sind, weil "PrivateKey weg", dann... ist das leider so.
Oder die 10Mio BTC sind einfach immer noch seit 90Jahren am HODLN. Es macht keinen Unterschied.

Die BTC sind also nicht "weg", die rührt nur keiner mehr an.
Aus welchem Grund - spielt keine Rolle!


Vielleicht gibt es einen Coin, bei dem das möglich ist, aber eben nicht bei BTC.
 

BurBe

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Man kann auch einfach neue BTC drucken, das ist gar kein Problem, es muss sich nur eine Mehrheit (insb. bei den Minern) dafür finden.
 

BurBe

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Das mein Guter kann man ja grade nicht bei BTC. Willst dann die Ausgabe-Menge erhöhen. Willkommen in der FIAT Welt!
Natürlich geht das, BTC ist ein Protokoll, im wesentlichen Code + Daten (Blockchain) und der Code kann beliebig geändert werden und der entscheidet auch, was valide Daten, z.b. ein valider Block, ist.
Nichts anderes passiert bei jedem Hardfork: Der Code wird so geändert, dass er nicht mehr kompatibel mit dem alten Code ist. Eine solche Änderung könnte z.b. problemlos den Block reward betreffen.
 

Platomaniac

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Das würde Proteste geben und wie du sagst, es kann dann höchsten ein neuer Coin entstehen aus dem Fork. Aber die Menge des Bitcoins ändern würde sicher scheitern!
 

BurBe

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Auch hier: Was der originale Bitcoin ist entscheidet die Masse bzw. die Börsen oder Miner. Bei Ethereum wurde auch der Hardfork wo die Blockchain nachträglich geändert wurde zum "Original" und das echte Original nennen wir ETH Classic.

Mit der Akzeptanz hast du an sich Recht, vorerst. Der Punkt ist aber, die Coinmenge ist letztendlich institutionell festgelegt, genau wie beim Euro. Nur das bei BTC wie du richtig andeutest jeder Nutzer abstimmen kann insofern er einfach einen anderen Coin nutzen könnte.
 
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