Interview mit Bitpanda CEO Paul Klanschek

Veröffentlicht am: 02.03.2020
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Wir hatten ein spannendes und aufschlussreiches Interview mit dem Geschäftsführer von Bitpanda – Paul Klanschek. Wenn Sie Fragen und Anregungen zum Interview haben, schreiben Sie gerne unter diesen Beitrag Ihr Kommentar.

Bitpanda nimmt im deutschsprachigen Bereich mitunter eine enorme Vorreiterrolle ein, wie sind deine Erfahrungen mit Behörden, Banken und der Regierung?

Unsere Stärke ist, dass wir klar in Österreich verortet sind und bereits seit Anbeginn der Gründung im Jahr 2014 an eng mit den Behörden zusammengearbeitet und alle nötigen EU-Lizenzen haben. Uns war schon damals bewusst, dass wir langfristig denken müssen. Das inkludiert Regulierungen lieber früher als nötig zu erfüllen und auf Behörden pro-aktiv zuzugehen anstatt auf diese zu warten. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass sich diese Strategie bezahlt hat. In Österreich haben wir sehr gute Erfahrungen mit all unseren Partnern gemacht. 

Nun wollen in der Zukunft auch die klassischen Banken im Kryptobereich mitmischen, siehst du hierfür eine Gefahr für euer Geschäftsmodell?

Wir sind ein FinTech und wissen, dass Geschwindigkeit alles ist. Es ist auch kein Geheimnis, dass sich der Umgang zwischen Banken und FinTechs zusehends ändert. Mit Bitpanda bieten wir einfachen, sicheren und vertrauenswürdigen Zugang zu digitalen Assets. Und so werden Banken auf uns zukommen, um eben diesen Service durch uns anbieten zu lassen. Unser Ziel ist es, Investing zu demokratisieren und für jeden auf der Welt zugänglich zu machen, egal wo man herkommt oder wie viel Vermögen man besitzt – und das zu Preisen, die die bisherige Finanzindustrie alt aussehen lassen. 

Mit der eigenen Exchange ist Bitpanda ja einen gewagten und großen Schritt gegangen, wie sind die ersten Erfahrungen und Ergebnisse?

Hier muss ich etwas weiter ausholen, denn wir haben zwei Produkte, die völlig andere Zielgruppen ansprechen. Die Bitpanda Plattform richtet sich an die breite Masse, die einfach und sicher in Bitcoin und andere digitale Assets investieren will. Dazu zählen jene, die noch unentschlossen sind und quasi an der Hand gehalten werden wollen. Bitpanda Pro hingegen ist ein Profi-Produkt, welches sich an erfahrene Trader und mittel- bis langfristig auch an Finanzinstitute richtet. Beide Produkte haben ihr Publikum. Was Bitpanda Pro angeht, so setzen wir gerade eine Repositionierung um, denn wir wollen unserem Exchange ein klareres Profil verleihen, um sowohl B2C-Nutzer als auch B2B-Kunden anzuziehen. So fokussieren wir uns nun stärker auf Fiat-to-Crypto-Trading. Auch ist es nun möglich, Schweizer Franken gegen Bitcoin, XRP und Ether zu handeln, um eben auch Schweizer Trader anzusprechen.

Die ganze Krypto-Branche schaut gespannt auf das Halving-Event im Mai. Viele rechnen ja mit einem Preisanstieg und damit stark wachsenden Nachfrage. Muss sich Ihr Unternehmen darauf besonders vorbereiten?

Stimmt, das Bitcoin Halving rückt immer näher und die Monate rund um das Halving-Event sind immer eine sehr spannende Zeit für die Kurse von Kryptowährungen. Nakamoto selbst hat diese „Halbierung“ in seinen Krypto-Code eingebaut, um Inflation zu verhindern. Uns ist natürlich wichtig, unsere User darauf vorzubereiten. Deshalb vermitteln wir im Bitpanda Magazin sowie auch über die Bitpanda e-Learningplattform Wissenswertes rund um diesen Meilenstein.

Was sind die Pläne für Bitpanda im Jahr 2020 und was wird besonders spannend für Ihre Kunden?

Für 2020 gibt es entsprechend große Pläne; es ist unser Wachstumsjahr. Expansionen sind ein Thema. So haben wir auf bei der Blockchain Economy Istanbul ja schon angekündigt, dass wir in die Türkei expandieren. Was neue Produkt-Features angeht, so greift hier unser Credo: Wir spoilern nichts. Wir kündigen Dinge erst entsprechend groß an, wenn sie wirklich fertig sind.

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