Veröffentlicht: 26.04.2018

Iran: Zentralbank spricht sich gegen Kryptowährungen aus

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Die iranische Zentralbank gab bekannt, dass es Banken und Finanzinstituten ab sofort verboten sei, Services mit Kryptowährungen anzubieten. Als Grund nannte sie die Bekämpfung von Geldwäsche und terroristischen Aktionen.

Kryptowährungen im Iran

Im Iran stehen in diesem Jahr allerhand politische Entscheidungen an. Zum einen wurden die US-amerikanischen Sanktionen auf den Handel mit Öl wieder aufgenommen, zum anderen steht im Mai eine Entscheidung bezüglich des Atom-Abkommens mit der USA an. Zudem kämpft das Land derzeit mit einer starken Abwertung des Rial auf dem internationalen Devisenmarkt. All diese Faktoren haben zu Unruhen in der Bevölkerung geführt. Schon im letzten Jahr stellten Kryptowährungen zunehmend eine lukrative Alternative für die Bürger des Landes gegenüber dem Rial dar.

2017 hatten Regierung und Zentralbank des Jahres sich wenig um regulierende Maßnahmen gekümmert. Zwar wurde des Öfteren angekündigt, dass es Regulierungen geben werde, jedoch hatte sich dies bisher noch nicht bewahrheitet. Ein Mitglied des Konzils für den Cyberspace hatte sich vehement gegen das Telegram-ICO ausgesprochen. Er nannte Kryptowährungen eine „Gefahr für die iranische Wirtschaft“.

Dieser Tage gab die iranische Zentralbank, CBI, bekannt, den Banken des Landes die Verwendung von Kryptowährungen zu verbieten. Der zentrale Grund sei das Aufkommen von Geldwäsche und anderen illegalen Geschäften, unter anderem im terroristischen Zusammenhang. Angesichts der aktuellen Situation der nationalen Fiatwährung Rial ist es fraglich, ob dies der einzige Grund für das Verbot ist. Der iranische Rial hat in den letzten Wochen fast die Hälfte seines Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren. Dadurch sind Kryptowährungen zunehmend interessanter für private Investoren im Iran. Seitens der CBI heißt es, dass der Bitcoin und andere Kryptowährungen keiner offiziellen Regelung unterliegen. Es bestehe kein Rechtsrahmen und somit keine Kontrolle darüber.

Für Krypto-Investoren im Iran ist dies ein Tiefschlag. Da es kaum externe Kryptobörsen gibt und die Währungen vorwiegend nur über die Banken des Landes gehandelt werden können, wirkt die Aussage wie ein absolutes Verbot im Lande.

 

 

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