Veröffentlicht: 05.03.2018

Island: Diebstahl von Mining-Hardware in Höhe von fast 2 Millionen Dollar

Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass es in Island eine Diebstahlserie gegeben habe, bei der Mining-Hardware in Höhe von fast 2 Millionen USD entwendet wurden. Insgesamt seien es vier große Diebstähle gewesen, von denen drei bereits im Dezember des vergangenen Jahres und einer im Januar dieses Jahres verübt wurden. Die Diebstähle wurden zuvor nicht öffentlich gemacht, um die Ermittlungsarbeiten der isländischen Polizei nicht zu stören.

Island, ein Mining-Paradies

Während die meisten Menschen mit Island Nordlichter und malerische Landschaften assoziieren, denken Krypto-Fans vor allem an günstige Bedingungen für Krypto-Mining. Durch die günstigen Klimabedingungen, sowie Stromquellen, haben viele Mining-Unternehmen ihre Standorte in den hohen Norden Europas verlagert. Für dieses Jahr wird der Stromverbrauch des Landes auf 100 Megawatt geschätzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine solche Diebstahlserie ausgerechnet in Island stattgefunden hat.

Organisiertes Verbrechen

Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass insgesamt 600 Geräte im Wert von fast zwei Millionen USD gestohlen wurden. Drei dieser Vorfälle waren bereits im Dezember bei der Polizei gemeldet worden. Der Vierte sei im Januar vorgefallen. Insgesamt seien 11 Verdächtige festgenommen worden, zwei von diesen sitzen seit einem Gerichtstermin am vergangenen Freitag in Reykjavík in Untersuchungshaft. Polizeichef Olafur Helgi Kjartansson spricht von „organisiertem Verbrechen“. Er sagte, dass die Vorfälle erst jetzt publik gemacht wurden, damit die Ermittlungsarbeiten nicht behindert werden würden. Die Polizei hatte gehofft, die Täter aufgrund ungewöhnlich hohen Stromverbrauchs ausfindig zu machen. Noch immer kooperiert sie mit zahlreichen Stromanbietern, Internet-Providern und Immobilienfirmen, die Lagerräume vermieten.

Da der Mining-Markt jedoch nicht nur in Island, sondern beispielsweise auch in vielen osteuropäischen Staaten, den USA und Kanada boomt, ist auch ein Export des Diebesgutes nicht auszuschließen. Für die Täter wird es nicht schwer sein, das Equipment auf dem Markt verkaufen zu können. Wenn die Ware einmal das Land verlassen hat, wird es für die isländische Polizei schwierig werden, diese Spur nachzuverfolgen.

 

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