Krypto-Markt im Fokus: Ethereum-Ziel, Solana-Upgrade und Revolut-Datenleck

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: BitMine hält fast fünf Prozent des Ethereum-Angebots, während Solana dank Upgrades, ETF-Zuflüssen und wachsender Nutzung an Bedeutung gewinnt.

BitMine rückt mit seinen Ether-Käufen an die Fünf-Prozent-Marke, während Solana durch neue technische Möglichkeiten, ETF-Zuflüsse und steigende Netzwerknutzung in den Fokus rückt. Zugleich sorgt die anstehende US-Zinsentscheidung für Spannung am Kryptomarkt – und ein Datenleck bei Revolut zeigt die wachsenden Sicherheitsrisiken der Branche.

Ethereum, Solana und Bitcoin im Fokus des Kryptomarkts

BitMine nähert sich dem Ziel von fünf Prozent des Ethereum-Angebots

Investing.com Deutsch berichtet, dass Bitmine Immersion Technologies inzwischen 5.956.378 ETH hält. Das entspricht rund 4,9 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots von etwa 122 Millionen Token.

In der vergangenen Woche kaufte das Unternehmen 27.180 ETH für rund 68 Mio. $. Seit dem Start der Strategie am 30. Juni 2025 habe Bitmine in jeder einzelnen Woche Ether zugekauft. Damit seien 97 Prozent des erklärten Ziels erreicht, fünf Prozent aller umlaufenden Ether zu kontrollieren.

Vom Bestand sind 5.067.309 ETH gestaked, was rund 85 Prozent entspricht. Die annualisierte Rendite der vergangenen sieben Tage wird mit 2,62 Prozent angegeben, während die prognostizierten Jahreseinnahmen bei 334 Mio. $ liegen. Bei vollständigem Staking wären es nach Unternehmensangaben 392 Mio. $.

Zusätzlich zu den Ether-Beständen hält Bitmine 212 Bitcoin, 549 Mio. Cash, Beteiligungen an Beast Industries im Wert von 180 Mio. $ und Beteiligungen an Eightco Holdings im Wert von 98 Mio. $. Das Gesamtvermögen wird mit rund 15,8 Mrd. $ angegeben.

Eine Kontrolle über das Ethereum-Protokoll ergibt sich daraus laut Investing.com Deutsch nicht. Für Regeländerungen sei die Zustimmung einer überwältigenden Mehrheit von Validatoren und Nutzern erforderlich. Bitmine könne Ether kaufen, halten und staken, jedoch keine Protokollregeln diktieren.

Ethereum notierte am Dienstag bei 2473 Dollar. Der Kurs lag damit 1,8 Prozent binnen 24 Stunden im Minus, während die Marktkapitalisierung 301,4 Milliarden Dollar betrug.

„Knapp fünf Prozent des Angebots reichen nirgendwo in die Nähe einer Protokollherrschaft“, berichtet Investing.com Deutsch.

Zusammenfassung: Bitmine hält 5.956.378 ETH und damit rund 4,9 Prozent des Ethereum-Angebots. Der Bestand erzeugt durch Staking laufende Erträge, verleiht dem Unternehmen jedoch keine Kontrolle über das Netzwerk.

Solana behauptet sich vor dem CLARITY-Votum

Finanznachrichten.de berichtet, dass SOL am 14. September bei 101,80 Dollar notierte und sich damit aus der Zone um 97 Dollar zurückgeholt hatte. Seit dem Septembertief bilde der Kurs höhere Tiefs, ein Ausbruch sei jedoch weiterhin nicht erfolgt.

Als nächster Widerstand werden 105 bis 110 Dollar genannt. Oberhalb dieser Zone könne sich der Weg in Richtung 112 bis 115 Dollar öffnen. Auf der Unterseite gelten zunächst 100 Dollar und anschließend 97,50 Dollar als wichtige Marken.

Das 24-Stunden-Volumen bei CoinGecko lag laut Quelle bei mehr als zwei Milliarden Dollar. Der RSI wurde mit 52,61 angegeben, während der Stochastik-Wert 79,01 erreichte.

Am 15. September aktiviert Solana rund um Epoche 1035 das Transaction-v1-Update. Dadurch steigt die maximale Transaktionsgröße von 1.232 auf 4.096 Byte. Die größere Kapazität soll Platz für Zero-Knowledge-Beweise, große Multisig-Strukturen und komplexe Handelsvorgänge in einem Schritt schaffen.

Am selben Tag sollte der US-Senat über den CLARITY Act abstimmen. Für den CLARITY Act seien 60 Stimmen erforderlich; eine überarbeitete Fassung umfasse 635 Seiten.

Finanznachrichten.de stellt die Marken von 105 Dollar nach oben und 100 Dollar nach unten als zentrale Orientierung für die kommenden Tage heraus. Bei einer positiven Abstimmung könne SOL als digitale Ware einen klaren rechtlichen Rahmen erhalten.

Zusammenfassung: SOL notierte bei 101,80 Dollar und bewegte sich zwischen der Unterstützung bei 100 Dollar und dem Widerstand bei 105 Dollar. Das Transaction-v1-Update und das CLARITY-Votum standen am 15. September im Mittelpunkt.

ETF-Zuflüsse und steigende Netzwerknutzung bei Solana

FXStreet berichtet, dass Solana am Dienstag um die psychologisch wichtige Marke von 100 USD konsolidierte. Nach einem Anstieg von 3 % zu Wochenbeginn gab der Kurs leicht nach.

SOL-fokussierte ETFs verzeichneten am Montag Zuflüsse in Höhe von 11 Mio. USD. In der vergangenen Woche waren Zuflüsse von 10 Mio. USD registriert worden. Insgesamt setzte sich damit laut FXStreet eine Serie von 11 aufeinanderfolgenden Wochen mit Zuflüssen fort.

Für Juli und August werden Zuflüsse von 14,62 Mio. Dollar beziehungsweise 193,54 Mio. Dollar genannt. Die Entwicklung wird als Hinweis auf anhaltende institutionelle Nachfrage nach Solana beschrieben.

Auch die On-Chain-Aktivität nahm zu. Solana erzielte in der vergangenen Woche 45,35 Mio. USD an Einnahmen, nach 32 Mio. USD in der Vorwoche. Der reale wirtschaftliche Wert stieg von 5,36 Mio. USD auf 6,33 Mio. USD.

Die Transaktionsaktivität erhöhte sich von 966.862 in der Vorwoche auf 1,07 Millionen. FXStreet führt den Anstieg unter anderem auf das SIMD-0385-Upgrade und Transaction V1 zurück.

Technisch bewegte sich SOL laut Quelle bei rund 101 USD. Der 50-Perioden-EMA lag bei rund 101,72 USD, der 100-Perioden-EMA bei 100,71 USD und der 200-Perioden-EMA bei 96,06 USD. Der RSI lag nahe 51, während das Fibonacci-Retracement-Level bei 101,51 USD als kurzfristige Unterstützung genannt wurde.

Auf der Oberseite lagen der Widerstand an der oberen Trendlinie nahe dem Tageshoch von 104,82 USD sowie das Swing-Hoch bei 110,60 USD. Ein bestätigter Ausbruch könne laut FXStreet das 127,2%-Fibonacci-Extension-Level bei 123,32 USD anvisieren.

Zusammenfassung: Solana verzeichnete ETF-Zuflüsse von 11,01 Mio. Dollar am Montag, steigende Netzwerkeinnahmen und eine Transaktionsaktivität von 1,07 Millionen. Der Kurs konsolidierte um 100 USD und bewegte sich in einem symmetrischen Dreieck.

Solana vergrößert die maximale Transaktionsgröße

CoinDesk berichtet, dass Solanas neues Transaktionsformat V1 die maximal zulässige Datenmenge pro Transaktion von 1.232 Bytes auf 4.096 Bytes erhöht. Das Upgrade ging am Dienstag gegen 01:00 Uhr UTC in Betrieb.

Die Änderung vervielfacht die maximal zulässige Datenmenge auf mehr als das Dreifache. Entwickler erhalten dadurch mehr Spielraum für mehrstufige Transaktionen, Freigaben von Unternehmens-Wallets, Multisignatur-Strukturen und Zero-Knowledge-Beweise.

Das bisherige Limit zwang Entwickler, Vorgänge entweder in ein kleines digitales Paket zu pressen oder auf mehrere Transaktionen zu verteilen. Größere Transaktionen ermöglichen es nun, mehr Schritte in einer einzigen Alles-oder-Nichts-Operation zusammenzufassen.

CoinDesk weist zugleich darauf hin, dass die Änderung nicht die Zahl der Transaktionen betrifft, die Solana pro Sekunde verarbeitet. Sie verändert ausschließlich die Datenmenge, die eine einzelne Transaktion tragen kann.

Ethereum behält laut CoinDesk einen strukturellen Vorteil, weil das Netzwerk keine starren Protokollgrößenbeschränkungen verwendet, sondern ein flexibles Block-Gas-Limit. Dadurch können massive Operationen ausgeführt werden, solange die Nutzer die Transaktionskosten tragen.

Apps und Datendienste müssen aktualisiert werden, um V1-Transaktionen lesen zu können. Eine Anfrage für eine einzelne Transaktion könne andernfalls fehlschlagen; auch eine Anfrage für einen gesamten Block könne fehlschlagen, wenn dieser Block eine einzige V1-Transaktion enthält.

Ältere Transaktionsformate bleiben weiterhin unterstützt. Anwendungen können weiterhin Transaktionen in den alten Formaten senden, müssen jedoch für das Lesen der neuen Formate aktualisiert werden.

Zusammenfassung: Transaction V1 erhöht Solanas Transaktionslimit von 1.232 auf 4.096 Bytes. Das schafft mehr Raum für komplexe Anwendungen, erfordert aber Anpassungen bei Apps und Datendiensten.

Treasure-Unternehmen kaufen trotz schwachem September-Markt weiter

BeInCrypto berichtet, dass BitMine, Strive und DFDV ihre Krypto-Bestände in der vergangenen Woche erhöht haben. Die Käufe erfolgten, obwohl Bitcoin, Ethereum und Solana im September eine schwache Phase durchliefen.

BitMine kaufte 27.180 ETH und erhöhte seinen Bestand auf 5,956 Millionen Token. Das entspricht 4,9% des Umlaufangebots und liegt knapp unter dem von Tom Lee angestrebten Ziel von 5%.

Etwa 5,07 Millionen dieser Token sind gestakt. BitMine bewertet seine gesamten Krypto- und Barbestände mit 15,8 Milliarden USD.

DeFi Development Corp, ein an der Nasdaq gelistetes Solana-Treasury-Unternehmen, baute seine Bestände seit dem 27. August um 2% auf 2,39 Millionen SOL aus. Zudem wurde ein At-the-Market-Programm über 300 Millionen USD für CHAD eröffnet, eine durch Solana abgesicherte Vorzugsaktie.

Strive kaufte zwischen dem 8. und 11. September 469 BTC zu einem Durchschnittspreis von 77.954 USD. Die Treasury des Unternehmens hält nun 25.000 Coins.

Strategy kaufte dagegen keine neuen BTC. Stattdessen kaufte das Unternehmen eigene STRC-Aktien im Wert von 139 Millionen USD zurück. Der Bitcoin-Bestand blieb bei 845.050 BTC und der durchschnittliche Kaufpreis bei 75.412 USD.

Die Käufe erfolgten vor der Zinsentscheidung des Federal Open Market Committee am 16. September. Laut CME FedWatch lagen die Chancen für eine Anhebung um einen Viertelpunkt am 11. September bei 85,6%, nachdem sie einen Monat zuvor noch bei 48,4% gelegen hatten.

Zusammenfassung: BitMine, Strive und DFDV stockten ihre Krypto-Treasuries auf. Strategy ließ den Bitcoin-Bestand unverändert und investierte 139 Millionen USD in den Rückkauf eigener STRC-Vorzugsaktien.

Bitcoin und Ethereum vor geldpolitischer Entscheidung

Finanzen.net berichtet, dass Bitcoin vor der Zinsentscheidung schwächelte, während Ethereum nach Inflationsdaten über 2.600 Dollar sprang. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens stand die bevorstehende Entscheidung des Federal Open Market Committee am 16. September.

Die von BeInCrypto genannten Erwartungen an eine Anhebung um einen Viertelpunkt lagen am 11. September bei 85,6%. Einen Monat zuvor waren es 48,4%. Höhere Zinssätze erhöhen die Kosten für das Halten von Vermögenswerten ohne Rendite und können dadurch den Druck auf Kryptokurse erhöhen.

Die Treasury-Unternehmen stehen damit vor einer Bewährungsprobe. Sie kauften weiter, obwohl die Kurse im September schwach waren; die kommenden Wochen sollten zeigen, ob sie auch bei einem möglichen weiteren Rückgang am Markt festhalten.

Zusammenfassung: Die Zinsentscheidung am 16. September bildete den zentralen makroökonomischen Termin. Die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um einen Viertelpunkt wurde mit 85,6% angegeben.

Revolut mit Datenleck und Bitcoin-Lösegeldforderung

Investing.com Deutsch berichtet über einen Angriff auf den Finanzdienstleister Revolut. Die Angreifer veröffentlichten Kundendaten prominenter Nutzer und forderten 10.000 Bitcoin, was nach dem im Artikel genannten aktuellen Kurs über 782 Millionen Dollar entsprach.

Der Einbruch erfolgte demnach nicht durch einen technischen Hack. Die Täter gaben sich als Regierungsbehörde aus, nutzten eine echte Behörden-Domain mit gültiger technischer Authentifizierung und wurden von Mitarbeitern als routinemäßiges Rechtsersuchen bearbeitet.

Erbeutet wurden laut Quelle Pässe, Verifizierungs-Selfies, Kontoauszüge, IBANs, Namen, Geburtsdaten und Adressen. Die Gruppe Revolut Smilik verbreitete die Dateien über mehrere Telegram-Kanäle und drohte, jeden Tag mehr Daten zu veröffentlichen, bis Revolut bezahlt.

Revolut ermöglicht den Handel mit über 90 Kryptowährungen. In den gestohlenen Dateien fanden sich bei manchen Kunden vollständige Bitcoin-Transaktionshistorien. Investing.com Deutsch weist darauf hin, dass solche Informationen maßgeschneiderte Phishing-Angriffe erleichtern können.

Revolut erklärte, die betroffene Adresse sofort blockiert und Behörden sowie Aufsicht informiert zu haben. Systeme und Kundengelder seien unversehrt geblieben; betroffen sei nur eine begrenzte Zahl von Kunden.

Zusammenfassung: Die Angreifer forderten 10.000 Bitcoin und veröffentlichten personenbezogene Daten. Revolut erklärte, Systeme und Kundengelder seien unversehrt, während der Umfang der betroffenen Kundengruppe begrenzt sei.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende Institutionalisierung des Kryptomarkts: Treasury-Unternehmen kaufen trotz kurzfristiger Schwäche weiter, während Staking und ETF-Zuflüsse neue Nachfragequellen schaffen. Das stärkt die Marktstruktur, erhöht aber zugleich die Konzentrations- und Refinanzierungsrisiken einzelner Unternehmen.

Solanas technischer Fortschritt verbessert die Eignung für komplexe Anwendungen, ist jedoch kein automatischer Beleg für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend wird sein, ob Entwickler die neue Kapazität tatsächlich nutzen und die notwendige Infrastruktur nachzieht.

Die regulatorische und geldpolitische Unsicherheit bleibt der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor. Der Revolut-Vorfall zeigt zudem, dass der Schutz digitaler Vermögenswerte nicht nur von Blockchain-Sicherheit, sondern ebenso von Identitätsprüfung, internen Kontrollprozessen und Datenschutz abhängt.

Kernaussage: Der Markt entwickelt sich infrastrukturell und institutionell weiter, bleibt aber anfällig für makroökonomischen Druck, Konzentrationsrisiken und Schwächen an zentralen Schnittstellen.

Quellen: