Krypto-News: Hyperliquid-Aktie steigt nach Trump-Aussage um 30 Prozent

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Hyperliquid profitiert von Trumps US-Regulierungsplänen, während Banken Blockchain-Infrastruktur ausbauen und neue Projekte wie Aeternum und FLOP Chancen wie Risiken zeigen.

Der Kryptomarkt bleibt in Bewegung: Eine Trump-Aussage lässt die Hyperliquid-Aktie deutlich steigen, während Banken Milliarden in Blockchain-Infrastruktur investieren. Gleichzeitig zeigen ein Blockchain-gesteuertes Botnetz, Arthur Hayes’ neuer KI-Token und die Verluste von Advanced Blockchain, wie eng Chancen, Innovationen und Risiken derzeit beieinanderliegen.

Hyperliquid-Strategien-Aktie legt nach Trump-Aussage um 30,4 Prozent zu

Die Aktie von Hyperliquid Strategies (PURR) stieg am Mittwoch um 30,4 Prozent und schloss bei 9,39 USD. Auslöser war laut BeInCrypto eine Äußerung des US-Präsidenten Donald Trump, wonach die Aufsichtsbehörden an einem rechtlichen Weg arbeiten, Hyperliquid in die Vereinigten Staaten zu bringen.

Trump lobte bei einem Treffen im Weißen Haus den Vorsitzenden der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Mike Selig. Dabei erklärte er: „Ich weiß, dass Mike (Selig) sich auch dafür einsetzt, Hyperliquid auf eine vollständig regelkonforme und legale Weise in die Vereinigten Staaten zu bringen”. Hyperliquid arbeitet derzeit außerhalb der USA und bedient offiziell keine US-Trader.

Der Kurs des HYPE-Tokens stieg infolge der Nachricht um 18,6 Prozent auf etwa 69,22 USD. Die Aktie entwickelte sich damit stärker als der Token, den das Unternehmen als digitalen Vermögenswert in seiner Treasury hält.

WertEntwicklung
Hyperliquid Strategies+30,42 Prozent auf 9,39 USD
Hyperliquid (HYPE)+18,6 Prozent auf etwa 69,22 USD
Hyperliquid Strategies nachbörslich+4,9 Prozent auf 9,85 USD
Cboe Global Markets-3,5 Prozent
CME Group-1,7 Prozent

Cboe Global Markets und CME Group verzeichneten dagegen Verluste. Beide Unternehmen betreiben regulierte Terminmärkte und könnten durch einen lizenzierten Hyperliquid-Handelsplatz in den USA zusätzlichen Wettbewerb erhalten.

Nach Angaben von Artemis bilden Hyperliquid-Treasuries eine Ausnahme unter den Digital-Asset-Treasury-Unternehmen. Derzeit halten demnach nur Hyperliquid Strategies und Hyperion DeFi (HYPD) nicht realisierte Gewinne, wobei bei beiden Unternehmen HYPE in der Bilanz steht.

Auch die Aktienentwicklung unterstreicht diesen Unterschied: PURR ist in diesem Jahr um mehr als 163 Prozent gestiegen. Strategy (MSTR) fiel dagegen um 33,6 Prozent und Bitmine Immersion (BMNR) um 35,11 Prozent.

Infobox: Eine Trump-Aussage zu einer möglichen regelkonformen US-Präsenz ließ Hyperliquid Strategies bei 9,39 USD schließen. Der HYPE-Token stieg auf etwa 69,22 USD, während andere etablierte Handelsplätze nachgaben.

Banken investieren zunehmend in Blockchain-Infrastruktur

Ein von CB Insights gemeinsam mit Ripple und dem UK Centre for Blockchain Technologies erstellter Report untersucht die Blockchain-Investitionen traditioneller Banken. Wie Cryptonews.net berichtet, analysiert die 2025 veröffentlichte Studie die Jahre 2020 bis 2024 und betrachtet unter anderem Blockchain-Infrastruktur, Tokenisierung, Stablecoins, digitale Verwahrung und blockchainbasierte Zahlungssysteme.

CB Insights untersuchte nach Angaben des Reports mehr als 8.000 Blockchain-Unternehmen und 1.800 Banken. Globale Banken waren zwischen 2020 und 2024 an 345 Investments in Blockchain-Unternehmen beteiligt.

Zwischen 2020 und 2024 flossen außerdem mehr als 100 Milliarden US-Dollar in Blockchain-Unternehmen, verteilt auf mehr als 10.000 Deals. Diese Summe beschreibt laut dem Bericht jedoch nicht Bitcoin- oder Krypto-Käufe von Banken, sondern Finanzierungen im breiten Blockchain-Ökosystem.

BereichAnteil an den 33 Mega-Rounds
Institutionelle Infrastruktur rund um Trading, Staking und Tokenisierung27 Prozent
Payments24 Prozent
Digital-Asset-Custody21 Prozent

Ein hervorgehobenes Beispiel ist NYDIG, das Ende 2021 rund 1 Milliarde US-Dollar aufnahm. Zu den beteiligten Investoren gehörten unter anderem MassMutual, New York Life und Morgan Stanley.

Der Report stellt außerdem die zunehmende Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte heraus. Genannt werden Staatsanleihen, Fonds, Wertpapiere, Gold, Geldmarktinstrumente, Einlagen und Sicherheiten.

Bei den Global Systemically Important Banks (G-SIBs) identifiziert der Report für den Zeitraum 2020 bis 2024 insgesamt 106 Blockchain-Investments und 14 Mega-Rounds. Genannt werden unter anderem Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, HSBC, BNY Mellon, BNP Paribas, Barclays, Santander, State Street, Mitsubishi UFJ und Sumitomo Mitsui.

Die Aktivität ging 2022 im Zuge des sogenannten Crypto Winter zurück. Nach dem Zusammenbruch von FTX im November 2022 fiel der Dollarwert der globalen Bank-Deals laut Report 2023 auf rund 560 Millionen Dollar, bevor er sich 2024 wieder erhöhte.

Der Report wurde gemeinsam mit Ripple erstellt und ist daher laut Cryptonews.net nicht als unabhängiger Behördenbericht oder akademischer Forschungsaufsatz einzuordnen. Die Studie verweist zudem auf eine Prognose von Boston Consulting Group und Ripple, wonach tokenisierte Vermögenswerte bis 2033 einen Wert von mehr als 18 Billionen US-Dollar erreichen könnten.

Infobox: Der Report nennt 345 Bank-Investments und 106 Investments von G-SIBs zwischen 2020 und 2024. Im Mittelpunkt stehen Infrastruktur, Payments, Custody und Tokenisierung, nicht eine Summe von 100 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Käufen.

Aeternum-Botnetz nutzt Polygon-Smart-Contracts zur Steuerung

Sicherheitsanalysten haben laut Börse Express eine neue Angriffstaktik des Aeternum-Botnetzes identifiziert. Dabei wird die Polygon-Blockchain zur Verwaltung der Command-and-Control-Infrastruktur (C2) eingesetzt.

Smart Contracts auf dem Polygon-Netzwerk dienen als sogenannte Dead-Drop-Resolver. Sie stellen die IP-Adressen oder Domains der Steuerungsserver bereit, wodurch herkömmliche Abschaltversuche erschwert werden, weil die Informationen dezentral und unveränderlich in der Blockchain gespeichert sind.

Der Loader des Botnetzes kommuniziert laut den Berichten von IT-Sicherheitsexperten über öffentliche RPC-Endpunkte mit der Blockchain. Über einen eth_call wird der Selector 0xb68d1809 der Funktion getDomain() abgefragt, um die aktuell gültige C2-Domain direkt aus dem Smart Contract zu erhalten.

Die Betreiber können ihre Infrastruktur dennoch verändern. Über die Funktion updateDomain() mit dem Selector 0xb249cd2d lassen sich die hinterlegten Domains jederzeit rotieren.

Im Rahmen der Untersuchungen wurden 22 unterschiedliche Vertragsadressen auf der Polygon-Blockchain beobachtet, die für diese Zwecke eingesetzt wurden. Die Architektur schützt das Botnetz gegen das Sperren einzelner Server, macht die Aktivitäten durch die Abfragen öffentlicher RPC-Endpunkte jedoch für Netzwerküberwachungstools erkennbar.

Bei der Verschlüsselung verwendet die Malware AES-GCM und PBKDF2-HMAC-SHA256. Laut Börse Express gilt die Implementierung dennoch als angreifbar, weil ein Self-Salting-Verfahren mit als vorhersagbar eingestuften Salt-Werten eingesetzt wird.

Die Schadsoftware wird über Plattformen wie GitHub und Telegram verbreitet. Als Payloads wurden unter anderem der Krypto-Miner XMRig, das Fernsteuerungswerkzeug XWorm und verschiedene Programme zum Diebstahl von Zugangsdaten beobachtet.

Für die Persistenz hinterlegt die Malware eine Verknüpfung im Autostart-Ordner des Betriebssystems. Dadurch wird sie bei jeder Anmeldung des Benutzers automatisch gestartet.

Infobox: Das Aeternum-Botnetz verwendet 22 beobachtete Polygon-Vertragsadressen zur C2-Verwaltung. Die Blockchain erschwert Takedowns, während vorhersehbare Salt-Werte und öffentliche RPC-Abfragen Ansatzpunkte für Sicherheitsforscher bieten.

FLOP-Airdrop von Arthur Hayes soll vor eigener Blockchain starten

Arthur Hayes beendet nach eigenen Angaben seinen Ruhestand, um Flop Labs zu leiten. Das Unternehmen entwickelt laut Yahoo Finanzen Deutschland einen Token für KI-Agenten.

Der FLOP-Airdrop soll im 4. Quartal 2026 stattfinden, während die Blockchain, auf der der Token genutzt werden soll, erst im 1. Quartal 2027 startet. Der Token würde damit vor der Blockchain existieren, auf der er eingesetzt werden soll.

Hayes veröffentlichte die Pläne am Dienstag auf X (Twitter), wenige Stunden nachdem der offizielle Flop-Labs-Account das Projekt vorgestellt hatte. Das Flop-Netzwerk bezeichnet sich als „proof-of-useful-inference“-Protokoll.

Nach der Beschreibung des Projekts zahlen KI-Agenten FLOP für Rechenleistung und Speicher. Miner stellen diese Leistung bereit, während Validatoren die Arbeit prüfen.

Zum Projekt gibt es bisher nur wenige Informationen. Veröffentlicht wurden eine Landingpage, drei Anmeldeformulare und eine Übersichtsgrafik. Ein Whitepaper, ein Zeitplan für das Angebot, ein Name für die Blockchain und ein Audit fehlen laut Yahoo Finanzen Deutschland.

Flop Labs betont, dass es keine Insider, keinen Vorverkauf und keine Zuteilung für Venture Capital geben soll. Der Start soll zu 100 Prozent fair erfolgen. Key Opinion Leader erhalten FLOP nach der Aktivität ihrer Community.

Hayes gründete 2014 BitMEX mit und entwickelte den Perpetual Swap. 2022 bekannte er sich wegen des US Bank Secrecy Act schuldig und wurde 2025 von US-Präsident Trump begnadigt. BitMEX kündigte im Juli nach einer 11-jährigen Laufzeit die Schließung an.

Das Projekt verbindet laut Bericht einen bekannten Namen mit einem Anwendungsfeld rund um KI-Agenten. Die nächsten angekündigten beziehungsweise als erforderlich beschriebenen Schritte sind die Veröffentlichung eines Whitepapers, die Benennung der Blockchain und die Konkretisierung dessen, was Airdrop-Empfänger erhalten.

Infobox: Der FLOP-Airdrop ist für das 4. Quartal 2026 vorgesehen, der Start der Blockchain für das 1. Quartal 2027. Nach Angaben von Yahoo Finanzen Deutschland fehlen derzeit unter anderem ein Whitepaper, ein Blockchain-Name und ein Audit.

Advanced Blockchain verliert 8,2 Prozent nach Jahreszahlen 2025

Die Aktie von Advanced Blockchain fiel laut Ad-hoc-news.de am Mittwoch um 8,2 Prozent und notierte bei 1,10 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel dem Bericht zufolge 57 Prozent an Wert verloren.

Belastet wurde die Entwicklung durch die Geschäftszahlen für 2025, die das Unternehmen Anfang August bestätigte. Der Konzernumsatz stieg von 0,23 Millionen Euro im Vorjahr auf 0,31 Millionen Euro, während sich der Jahresfehlbetrag von 1,78 Millionen Euro auf 3,48 Millionen Euro erhöhte.

Ein wesentlicher Faktor waren Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro. Diese betrafen Forderungen gegenüber der nakamo.to GmbH sowie der Tochtergesellschaft Incredulous Labs Ltd.

Incredulous Labs Ltd. verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 zusätzlich einen eigenen Fehlbetrag von 16,98 Millionen USD. Die bilanziellen Belastungen überschatten laut Ad-hoc-news.de derzeit die operative Entwicklung und sorgen für Verunsicherung unter Anlegern.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie seit Mitte April in einem langfristigen Abwärtstrend. Ein quantitatives Ranking führte zudem zu einer Herabstufung des Wertes.

Berichte über Aktieneinbehaltungen zur Erfüllung von Steuerverpflichtungen wurden dahingehend präzisiert, dass es sich nicht um reguläre Insider-Verkäufe, sondern um technische Abwicklungen zur Deckung von Steuerlasten gehandelt habe.

KennzahlWert
Aktueller Kurs1,10 Euro
Kursrückgang am Mittwoch8,2 Prozent
Wertverlust seit Jahresbeginn57 Prozent
Konzernumsatz Vorjahr0,23 Millionen Euro
Konzernumsatz 20250,31 Millionen Euro
Jahresfehlbetrag Vorjahr1,78 Millionen Euro
Jahresfehlbetrag 20253,48 Millionen Euro
Abschreibungen1,5 Millionen Euro
Fehlbetrag von Incredulous Labs Ltd. 202516,98 Millionen USD

Die Analysten von GBC veröffentlichten am 22. Juli eine Einschätzung mit einem Kursziel von 2,00 Euro bis Ende 2027 und stuften die Aktie als Kauf ein. Zugleich verwiesen Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker auf den spekulativen Charakter des Investments und die Abhängigkeit von volatilen Märkten für digitale Token.

Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 27. August angesetzt. Dort soll die Geschäftsführung vor dem Hintergrund des geprüften Jahresabschlusses die finanzielle Lage erläutern.

Infobox: Advanced Blockchain notierte bei 1,10 Euro, nachdem die Aktie 8,2 Prozent verloren hatte. Für 2025 werden ein Umsatz von 0,31 Millionen Euro, ein Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro und Abschreibungen von 1,5 Millionen Euro ausgewiesen.

Einschätzung der Redaktion

Die Kursreaktion zeigt, wie stark politische Signale und Regulierungserwartungen derzeit auf Krypto-Infrastrukturwerte wirken. Ein Anstieg von 30,4 Prozent auf 9,39 USD ist jedoch kein Beleg für eine bereits gesicherte US-Zulassung, sondern vor allem Ausdruck hoher spekulativer Erwartungen. Entscheidend werden konkrete regulatorische Schritte, die tatsächliche Marktöffnung und die Fähigkeit sein, dauerhaft regelkonform zu operieren.

Kurzfazit: Hohe Relevanz für die Marktposition von Hyperliquid, aber weiterhin erhebliches Ausführungs- und Regulierungsrisiko.

Die zunehmenden Blockchain-Investitionen etablierter Banken markieren einen strukturellen Wandel: Der Schwerpunkt verlagert sich von der bloßen Akzeptanz digitaler Vermögenswerte hin zu Infrastruktur, Verwahrung, Zahlungsverkehr und Tokenisierung. Das spricht für eine wachsende institutionelle Verankerung. Zugleich darf das Investitionsvolumen nicht mit einer direkten Unterstützung von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen gleichgesetzt werden.

Kurzfazit: Die Entwicklung stärkt die langfristige Bedeutung von Blockchain-Technologie vor allem als Finanzinfrastruktur.

Die Nutzung von Smart Contracts zur Steuerung eines Botnetzes verdeutlicht, dass öffentliche Blockchains nicht nur finanzielle Innovationen, sondern auch neue Angriffs- und Ausweichmöglichkeiten ermöglichen. Für die Cybersicherheit steigt damit der Bedarf, Blockchain-Aktivitäten in Überwachung, Forensik und Abwehr einzubeziehen. Die öffentliche Nachvollziehbarkeit der Abfragen kann zugleich ein wichtiger Ansatzpunkt für Gegenmaßnahmen sein.

Kurzfazit: Die Attacke erweitert das Bedrohungsbild, macht die Infrastruktur aber nicht unsichtbar.

Ein Token-Airdrop vor dem Start der zugehörigen Blockchain erhöht die Unsicherheit über Nutzen, Verteilung und technische Umsetzung. Der bekannte Name kann Aufmerksamkeit erzeugen, ersetzt aber weder ein belastbares Konzept noch ein Whitepaper, einen Zeitplan und ein Audit. Ohne diese Grundlagen bleibt der Start vor allem ein spekulatives Ereignis mit erhöhtem Ausführungsrisiko.

Kurzfazit: Hohe Aufmerksamkeit, aber derzeit zu wenige belastbare Informationen für eine seriöse Bewertung.

Die Zahlen weisen auf eine deutlich angespannte finanzielle Lage hin: Der Umsatz steigt nur begrenzt, während sich der Jahresfehlbetrag nahezu verdoppelt. Zusammen mit den Abschreibungen und dem ausgewiesenen Fehlbetrag der Tochtergesellschaft bleibt die Aktie hochspekulativ. Das Kursziel von 2,00 Euro bis Ende 2027 steht daher einer erheblichen Abhängigkeit von volatilen Token-Märkten und der operativen Stabilisierung gegenüber.

Kurzfazit: Die kurzfristige Kursentwicklung bleibt von Bilanzrisiken und fehlender Ertragsstabilität überschattet.

Quellen: