Kryptomarkt seitwärts: ETF-Zuflüsse treffen auf Ethereum-Reformen

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Kryptomarkt bewegt sich seitwärts, während Ethereum trotz ETF-Zuflüssen unter technischen Widerständen bleibt und das Glamsterdam-Upgrade auf das dritte Quartal 2026 verschoben wurde. EIP-8361 könnte die Validatoren-Rendite senken, während der ETH-Burn bislang nicht zur Deflation führte.

Der Kryptomarkt tritt auf der Stelle, während ETF-Zuflüsse, technische Marken und neue Ethereum-Reformen für Bewegung sorgen. Warum Ether trotz Milliardeninvestitionen unter Druck bleibt, welche Folgen das Glamsterdam-Upgrade und EIP-8361 haben könnten und was es mit dem Pepeto-Presale auf sich hat, zeigt der aktuelle Pressespiegel.

Kryptomarkt zwischen Seitwärtsbewegung, ETF-Zuflüssen und Ethereum-Reformen

Bitcoin und Altcoins zeigen am Mittwochmittag ein gemischtes Bild

Die Kryptowährungsmärkte entwickelten sich am Mittwochmittag uneinheitlich. Laut finanzen.net gewann Bitcoin um 12:26 Uhr 0,05 Prozent auf 64.107,36 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag bei 64.075,15 US-Dollar gelegen hatte.

Auch Ethereum notierte leicht höher. Der Kurs stieg um 0,05 Prozent auf 1.870,03 US-Dollar, während am Vortag 1.869,12 US-Dollar ausgewiesen worden waren.

Bei den übrigen Digitalwährungen reichte die Entwicklung von moderaten Gewinnen bis zu Verlusten. Litecoin legte um 0,09 Prozent auf 44,90 US-Dollar zu, während Bitcoin Cash um 0,41 Prozent auf 212,52 US-Dollar nachgab. Ripple verlor 1,13 Prozent und wurde mit 1,061 US-Dollar bewertet.

Monero fiel um 0,07 Prozent auf 350,43 US-Dollar. Cardano wurde mit 0,1943 US-Dollar angegeben, nachdem der Wert am Vortag bei 0,1927 US-Dollar gelegen hatte. Stellar blieb mit 0,1659 US-Dollar auf dem Kurs des Vortages.

DigitalwährungKursVeränderung
Bitcoin64.107,36 US-Dollar0,05 Prozent
Ethereum1.870,03 US-Dollar0,05 Prozent
Litecoin44,90 US-Dollar0,09 Prozent
Bitcoin Cash212,52 US-Dollar-0,41 Prozent
Ripple1,061 US-Dollar-1,13 Prozent
Monero350,43 US-Dollar-0,07 Prozent
Binancecoin596,18 US-Dollar0,57 Prozent
Solana73,94 US-Dollar0,26 Prozent
Avalanche6,667 US-Dollar-0,31 Prozent
Chainlink8,166 US-Dollar0,26 Prozent

Binancecoin gehörte mit einem Plus von 0,57 Prozent auf 596,18 US-Dollar zu den stärkeren Werten. Solana stieg um 0,26 Prozent auf 73,94 US-Dollar, Chainlink gewann ebenfalls 0,26 Prozent und erreichte 8,166 US-Dollar. Avalanche verlor dagegen 0,31 Prozent auf 6,667 US-Dollar.

Dogecoin bewegte sich seitwärts und wurde mit 0,0697 US-Dollar gehandelt, verglichen mit 0,0701 US-Dollar am Vortag. Tron lag bei 0,3282 US-Dollar nach 0,3269 US-Dollar am Vortag, während Sui mit 0,6918 US-Dollar gegenüber 0,6933 US-Dollar am Vortag kaum verändert war.

Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 lag laut Quelle 2,0 Prozent im Minus. Seit dem Start des Produkts im September 2024 wurde eine Performance von -10,2 Prozent ausgewiesen.

Zusammenfassung: Bitcoin und Ethereum legten am Mittwochmittag jeweils 0,05 Prozent zu. Bei den Altcoins standen moderate Gewinne von Binancecoin, Solana und Chainlink Verlusten bei Ripple, Bitcoin Cash und Avalanche gegenüber.

Ethereum bleibt trotz Fonds-Zuflüssen unter Druck

Mehrere Quellen beschäftigten sich mit der schwachen Kursentwicklung von Ethereum trotz anhaltender Kapitalzuflüsse. FinanzNachrichten.de berichtete, dass die amerikanischen Spot-Fonds im Juli rund 365 Millionen Dollar eingesammelt hätten. Dies sei der stärkste Monatswert des Jahres gewesen.

Am 5. August stand der Ethereum-Kurs laut FinanzNachrichten.de trotzdem bei rund 1.848 Dollar und gab binnen eines Tages 1,43 Prozent ab. Der Kurs fiel damit unter den Zwanzig-Tage-Schnitt bei 1.868 Dollar. Die Marktkapitalisierung wurde mit etwa 233 Milliarden Dollar angegeben.

Die Spot-Fonds verzeichneten laut Quelle die vierte Woche mit Zuflüssen in Folge. Ihr Vermögen lag bei 13,71 Milliarden Dollar. Zudem habe Arthur Hayes 1.337 Ether zurückgekauft, während Bitmine rund 5,8 Millionen Ether hielt. Davon seien 87,4 Prozent langfristig gebunden.

Auch die Zahl größerer Ethereum-Wallets nahm zu. Laut den von FinanzNachrichten.de zitierten Angaben von CryptoNews stieg die Zahl der Wallets mit 1.000 bis 10.000 Ether seit dem Junitief von 4.750 auf knapp 4.850 Adressen. Der RSI lag bei 63.

Als wichtige technische Marken nannte die Quelle den 50-Tage-Schnitt bei 1.849 Dollar und den Widerstand bei 1.926 Dollar. Bitget sah den Kurs zum Monatsende bei 2.057 Dollar, während Wettmärkte einem Schluss über 2.000 Dollar rund 51 Prozent Wahrscheinlichkeit gaben.

Ethereum-KennzahlWert
Spot-Fonds-Zuflüsse im Juli365 Millionen Dollar
Ethereum-Kurs am 5. Augustrund 1.848 Dollar
Tagesverlust1,43 Prozent
Zwanzig-Tage-Schnitt1.868 Dollar
Marktkapitalisierungetwa 233 Milliarden Dollar
Fondsvermögen13,71 Milliarden Dollar
Bestand von Bitminerund 5,8 Millionen Ether
Rückkauf von Arthur Hayes1.337 Ether

Wallstreet Online meldete Ethereum zum Augustbeginn bei 1.858 Dollar. Der Kurs lag damit 62 Prozent unter dem Rekordhoch von 4.953 Dollar. Nach einem Rückgang unter den 20-Tage-Durchschnitt von 1.868 Dollar bewegte sich Ethereum seitwärts.

Der 50-Tage-Durchschnitt bei 1.849 Dollar wurde als kurzfristige Unterstützung beschrieben. Ein Bruch darunter könnte laut Quelle den Weg zur 1.800-Dollar-Zone öffnen. Der RSI stand bei 50 auf der Neutrallinie.

Für August sahen Analysten Ethereum laut Wallstreet Online zwischen 1.750 und 2.000 Dollar, mit einem Monatsziel bei 1.950 Dollar. Standard Chartered nannte 7.500 Dollar zum Jahresende, während die Mehrheit der Häuser 4.000 bis 8.000 Dollar auf Zwölf-Monats-Sicht erwartete.

Infobox: Ethereum stand laut den Quellen zwischen 1.848 Dollar und 1.858 Dollar. Die zentralen Marken lagen beim 50-Tage-Schnitt von 1.849 Dollar, beim Widerstand von 1.926 Dollar und bei der 2.000-Dollar-Zone.

Glamsterdam-Upgrade auf Q3 2026 verschoben

Im Mittelpunkt der Ethereum-Berichterstattung stand außerdem die Verschiebung des Glamsterdam-Upgrades. Laut Wallstreet Online verlegte die Ethereum Foundation das Upgrade auf Q3 2026.

Mit dem Upgrade soll das Gas-Limit von 60 auf 200 Millionen steigen. Die Kapazität würde sich damit laut Quelle verdreifachen.

Parallel reichte Morgan Stanley bei der SEC einen Spot-ETH-ETF mit Staking ein. Die bestehenden ETFs verwalteten laut Wallstreet Online 13,7 Milliarden Dollar und verzeichneten drei Wochen durchgehend positive Zuflüsse.

Die Nachrichten zu Upgrade, ETF und Staking stehen damit einer weiterhin schwachen Kursdynamik gegenüber. Ethereum blieb unter dem 20-Tage-Durchschnitt und konnte den 100-Tage-Durchschnitt bei 1.926 Dollar nicht nachhaltig überwinden.

Zusammenfassung: Das Glamsterdam-Upgrade wurde auf Q3 2026 verschoben. Geplant ist eine Anhebung des Gas-Limits von 60 auf 200 Millionen; zusätzlich beantragte Morgan Stanley einen Spot-ETH-ETF mit Staking.

Ethereum-Burn nach fünf Jahren: Mehr als 4,6 Millionen ETH aus dem Angebot entfernt

BTC-ECHO zog eine Bilanz des London-Upgrades, das am 5. August 2021 aktiviert wurde. Seitdem wird ein Teil der Gas-Fees bei jeder Transaktion unwiederbringlich verbrannt.

Nach Angaben von BTC-ECHO sind dadurch bereits mehr als 4,6 Millionen ETH aus dem Angebot verschwunden. Zum heutigen Kurs entspreche dies einem rechnerischen Gegenwert von etwa 8,7 Milliarden US-Dollar.

Die erhoffte Wirkung blieb laut Quelle jedoch aus. Ethereum sei trotz des Burns nicht deflationär, die Transaktionsgebühren seien nicht dauerhaft gesunken, Ether koste heute deutlich weniger als am Tag der Aktivierung und das Gesamtangebot sei größer als damals.

Das London-Upgrade sollte die Gebühren berechenbarer machen und Ethereum durch eine schrumpfende Umlaufmenge langfristig zu „Ultrasound Money“ entwickeln. Die Bilanz von BTC-ECHO fällt fünf Jahre später zurückhaltend aus.

„Mehr als 4,6 Millionen ETH sind auf diese Weise bereits aus dem Angebot verschwunden.“

Infobox: Das London-Upgrade wurde am 5. August 2021 aktiviert. Seitdem wurden mehr als 4,6 Millionen ETH verbrannt; der rechnerische Gegenwert wird mit etwa 8,7 Milliarden US-Dollar angegeben.

EIP-8361 könnte Validatoren-Rendite von rund 2,6 Prozent auf etwa 1,2 Prozent senken

Wallstreet Online berichtete über den Entwurf EIP-8361, der die Rendite der Ethereum-Validatoren deutlich reduzieren könnte. Sechs Forscher aus dem Umfeld der Ethereum Foundation reichten den Entwurf am 4. August ein.

Der Vorschlag trägt den Titel „Tapered Issuance Burn“. Dabei soll ein wachsender Teil der neu ausgegebenen Belohnungen verbrannt werden, statt an Validatoren ausgezahlt zu werden.

Erreicht die hinterlegte Menge rund 60,25 Millionen ETH, also etwa die Hälfte des Umlaufs, soll die Ausgabe auf null fallen. Die Umstellung würde laut Quelle über 18 Monate laufen; die Transaktionsgebühren blieben unangetastet.

Nach Berechnung der Autoren würde die Rendite auf Konsensebene von rund 2,6 Prozent auf etwa 1,2 Prozent sinken. Die Quote der hinterlegten ETH habe im Sommer mit rund einem Drittel des Umlaufs einen Rekordwert erreicht.

Kritiker warnten laut Wallstreet Online, dass kleinere Betreiber zuerst aufgeben könnten und anschließend große zentrale Anbieter übrig blieben. Der Entwurf stellt damit nicht nur die Höhe der Rendite, sondern auch die Verteilung der Validatoren im Netzwerk zur Diskussion.

KennzahlAngabe
Bisherige Rendite auf Konsensebenerund 2,6 Prozent
Mögliche Rendite nach EIP-8361etwa 1,2 Prozent
Schwelle für Ausgabe auf nullrund 60,25 Millionen ETH
Anteil am Umlaufetwa die Hälfte
Zeitraum der Umstellung18 Monate
Hinterlegte ETH im Sommerrund ein Drittel des Umlaufs

Am 5. August eröffnete Ethereum laut Wallstreet Online bei 1.868 Dollar und stieg im frühen Handel auf 1.880 Dollar. Die Spot-ETFs zogen am Dienstag 53,1 Millionen Dollar an.

Technisch lag der 20-Tage-Durchschnitt bei 1.868 Dollar und der 50-Tage-Durchschnitt bei 1.849 Dollar. Oberhalb von 1.926 Dollar sah die Quelle den Weg zu 2.000 Dollar, während unterhalb dieser Unterstützungen die Zone um 1.750 Dollar näher rücken könnte.

Zusammenfassung: EIP-8361 sieht eine schrittweise Reduzierung der Validatoren-Rendite von rund 2,6 Prozent auf etwa 1,2 Prozent vor. Der Entwurf soll über 18 Monate umgesetzt werden und könnte laut Kritikern kleinere Betreiber stärker unter Druck setzen.

Pepeto in mehreren Beiträgen als Presale-Thema erwähnt

Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de widmeten einen Teil ihrer Beiträge dem Presale-Projekt Pepeto. Laut den Quellen seien über 10,38 Millionen Dollar in den Vorverkauf geflossen; der Presale-Preis wurde mit 0,000000188 Dollar angegeben.

Die Berichte stellten Pepeto als Plattform mit PepetoSwap und einer Cross-Chain-Bridge dar. PepetoSwap soll Trades über Ethereum, BNB Chain und Solana ohne Gebühren abwickeln, während die Bridge diese Netzwerke verbindet.

FinanzNachrichten.de berichtete außerdem von einem Risiko-Score, der die Stärke eines Tokens vor einem Handel messen soll. Die Codebasis sei vor dem Start des Presales von SolidProof geprüft und bestätigt worden.

Das Gesamtangebot wurde in FinanzNachrichten.de mit 420 Billionen Token angegeben. In den Beiträgen wurde zudem ein erwartetes Binance-Listing erwähnt. Die Angaben stammen aus werblich geprägten Passagen der jeweiligen Quellen.

Infobox: Für Pepeto nennen die Quellen einen Presale-Preis von 0,000000188 Dollar, mehr als 10,38 Millionen Dollar Zuflüsse und ein Gesamtangebot von 420 Billionen Token. Als Produkte werden PepetoSwap, eine Cross-Chain-Bridge und ein Risiko-Score beschrieben.

Einschätzung der Redaktion

Die wichtigste Erkenntnis ist die wachsende Diskrepanz zwischen institutionellem Interesse und tatsächlicher Kursstärke. ETF-Zuflüsse und technische Weiterentwicklungen reichen derzeit nicht aus, um Ethereum nachhaltig über zentrale Widerstände zu heben.

Die Verschiebung des Glamsterdam-Upgrades erhöht den Umsetzungsdruck auf Ethereum. Zugleich könnte EIP-8361 die Netzwerksicherheit und Dezentralisierung belasten, wenn niedrigere Renditen kleinere Validatoren verdrängen. Der langfristige Investmentfall bleibt damit intakt, kurzfristig überwiegen jedoch Ausführungs-, Regulierungs- und Konzentrationsrisiken.

Der anhaltende Burn ist grundsätzlich positiv für die Angebotsdynamik, erzeugt aber keine automatische Wertsteigerung. Entscheidend bleiben Nutzung, Gebührenaufkommen und die Fähigkeit des Netzwerks, Skalierung ohne zusätzliche Zentralisierung zu erreichen.

Werbegeprägte Presale-Projekte wie Pepeto sind in diesem Umfeld besonders kritisch zu bewerten: Hohe genannte Kapitalzuflüsse oder geplante Listings ersetzen weder belastbare Nachfrage noch einen nachgewiesenen wirtschaftlichen Nutzen.

Infobox: Institutionelles Kapital stabilisiert die Perspektive, beseitigt aber nicht die strukturellen Risiken. Für Ethereum sind Upgrade-Umsetzung, Validatoren-Anreize und nachhaltige Netzwerknutzung die entscheidenden Prüfsteine.

Quellen: