Monero-Mining mittels Smart-TV

Datum: 28.02.2018 / 7 mal gelesen
Dass ausnahmslos alle internetfähigen Endgeräte gehackt werden können, dürfte kein Geheimnis sein. Viele Nutzer glauben dennoch, dass ein Passwort oder ein Code ausreichend Schutz gegen solche Angriffe bietet. Mitarbeiter des Herstellers für Sicherheitssoftware „Avast“ führen auf dem diesjährigen Mobile World Congress vor, wie ein Smart-TV in Kürze gehackt und zum Mining der Kryptowährung Monero missbraucht werden kann.

Monero-Mining leichtgemacht

Mitarbeiter des bekannten Herstellers der Software „Avast Antivirus“ sind momentan auf dem Mobile World Congress ganz im Auftrag der Sicherheit unterwegs. Mit einem kleinen Selbstexperiment wollen sie zeigen, wie leicht internetfähige Geräte gehackt und zum Mining von Monero genutzt werden können. Wie das Krypto Magazin schon öfters berichtet hat, handelt es sich dabei um „Cryptojacking“. Mittels des Programms Coinhive können einzelne Websites infiziert und dazu zum Mining verwendet werden. Avast geht einen Schritt weiter, um Nutzern von internetfähigen Geräten zu verdeutlichen, dass sie diese mehr schützen sollen. Nach Aussage des Herstellers gebe es sogar eine Suchmaschine für Hacker, mithilfe derer jene Sicherheitslücken und Standardpasswörter für verschiedene Geräte angezeigt werden. Allein in Barcelona, die Stadt, in der die Messe stattfindet, zeige die Website „Shodan.io“ 58.000 leicht infizierbare Geräte an.

Die Rolle des Internet of Things

Internet of Things, kurz IoT, bezeichnet alle internetfähigen Endgeräte. Viele denken dabei handele es sich lediglich um Computer, Tablets und Smartphones, jedoch zählen sogar Sicherheitskameras, Ampelanlagen, Wlan-Router, Smart-TVs oder Smart-Speaker dazu. Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, kann gehackt und vom Hacker für eigene Zwecke genutzt werden. Das Mining der Kryptowährung Monero ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Monero-Mining lohnt sich ohnehin lediglich im großen Stile. Das bedeutet, dass ein Hacker sehr viele Geräte hacken müsste, um die Währung ertragreich zu minen. Außerdem eigenen sich vorwiegend Endgeräte mit hoher CPU- oder Grafikkarten-Leistung. Diese können mittels der Website Shodan.io jedoch sehr leicht gefunden werden. Für unerfahrene Hacker gibt es sogar Hacking-Tools wie „Autosploit“, mit denen via Klick, ein Hacking-Angriff gestartet werden kann. Hacking ist, egal in welcher Form, nicht legal und kann strafrechtlich verfolgt werden. Dabei kann tief in die Privatsphäre der Nutzer eingegriffen werden. Diese sollten sich dieser Gefahr bewusst sein und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen. Das ist die Message, die Avast mit dem kleinen Experiment verdeutlichen möchte.

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