Veröffentlicht: 10.07.2019

Neue Krypto-Gesetze in den USA?

Werden die Regeln gelockert?

Die aktuelle Gesetzeslage bezüglich Kryptowährungen und deren Besteuerung ist nicht nur in den USA schwammig. Die Meldung, dass die Kryptobörse Binance US-Bürger ab September vom Handel auf der eigenen Plattform ausschließt, sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen. Nun scheint der Internal Revenue Service sich dem Thema anzunehmen und Richtlinien zu überdenken.

Stärkung der „Kryptobranche“?

Verschiedene Medien berichteten, dass mehrere Mitglieder des US-Parlaments bereits im April einen Antrag gestellt haben, in dem die „Stärkung der Kryptobranche“ gefordert wird. Der Ausschluss vom Handel auf Binance ist für viele US-Bürger mit immensen Schwierigkeiten verbunden. Viele Assets können von Kryptotradern aus den USA zukünftig nur noch über kleinere Börsen gehandelt werden.

Was ist der Internal Revenue Service?

Der Internal Revenue Service (IRS) ist die Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten. Dieser ist in vier übergeordnete Abteilungen (Large & Mid-Size Business, Small Business, Wage and Investment und Tax Exempt) aufgegliedert. Die Aufsichtsbehörde hat ihren Hauptsitz in Washington D.C.

Klare Regeln bedeuten Zuwachs

Sollte der Bundessteuerbehörde den Kryptohandel tatsächlich stärken und klare Richtlinien durchsetzen, könnte dieser Schritt mit einer größeren Adaption der gesamten Kryptobranche korrelieren. Bei vielen Anlegern steht nach den Binance-Meldungen in erster Linie die Skepsis im Vordergrund. Die meisten Steuergesetze lassen sich in den USA nicht explizit auf die Kryptobranche übertragen und gezielte Regulierungen könnten für mehr Sicherheit sorgen.

Lösungsansatz „Token Taxonomy Act“

Ein möglicher Lösungsansatz könnte durch den sogenannten „Token Taxonomy Act“ gebracht werden. Dieser verfolgt das Ziel, Tokeneinheiten aus der klassischen Wertpapier-Klassifizierung herauszunehmen. Der Beschluss könnte Steuerbefreiungen, für Transaktionen bis zu einem bestimmten Betrag (De Minimis Tax Exemption), enthalten.

Diese Probleme sollen behandelt werden

Der Internal Revenue Service (IRS) sieht mehrere Probleme in der Besteuerung von Kryptowährungen. Dabei müsse zunächst eine Transparenz geschaffen werden, um kriminelle Handlungen zu unterbinden. Des Weiteren stehen vor allem sogenannte „wash sales“ in der Kritik der Besteuerungsbehörden. Wash Sales charakterisieren sich dadurch, dass Kryptowährungen mit einem Verlust für den Verkäufer verkauft werden, um die steuerliche Last zu mindern. Der Verkäufer mindert dabei seine Steuerlast, ohne einen tatsächlichen Verlust zu erzielen, da er die Coins direkt nach dem Verkauf, mit der Aussicht auf langfristige Wertsteigerung, wieder zurückkauft. Diese Methode wird von Finanzämtern ungern gesehen und teilweise auch geahndet.

Große Unternehmen sollen Krypto-Aktivitäten offenlegen

Erst gestern veröffentlichte die bekannte Steuerspezialistin Laura Walter auf Twitter eine Präsentation, welche von der IRS stammen soll. In dieser werden Pläne angeführt, dass große Unternehmen wie Apple, Google und Microsoft zukünftig die Downloadhistorie ihrer User offenlegen sollen, wenn dieses krypto-relevante Apps enthalten.

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