Öko-Mining: der Nachhaltigkeit zur Liebe

Datum: 01.03.2018 / 10 mal gelesen
Das Mining von Kryptowährungen gerät vor allem bei Umweltschützern stark in Verruf. Oft werden große Mengen Ressourcen verschwendet, alles auf Kosten des Nachhaltigkeitgedankens. Dass Nachhaltigkeit jedoch auch ein wichtiges Thema für Krypto-Miner sein kann, zeigen einige innovativ denkende Unternehmen.

Krypto-Mining und Nachhaltigkeit

Oft sprechen die Zahlen gegen die großen Mining-Unternehmen, die riesige Mining-Farmen in Gebieten errichten, wo die Infrastruktur und die Kostenstruktur günstig sind. Mehrfach hieß es, dass Mining-Farmen in Island zusammen das Vielfache des Stroms verbrauchen, den die gesamten Einwohner Islands in einem Jahr verbrauchen würden. Dieses Thema wird seit dem Aufkommen von Mining-Farmen kontrovers diskutiert. Zum einen wird durch den Konsum des Stroms die lokale Wirtschaft gefördert, zum anderen wird eine Menge Energie, meist in Form von Wärme verschwendet. Mittlerweile gibt es einige wenige Unternehmen, die den Begriff „Öko-Mining“ prägen und populär machen könnten.

Innovative Geschäftsideen

Das Krypto Magazin berichtete bereits über den kanadischen Unternehmer Bruce Hardy, der die Wärme seiner eigenen kleinen Mining-Farm für ein aquaponisches System nutzt. Durch die Wärme aus den Mining-Prozessen kann er Wasser erwärmen, das er für die Zucht von Rotforellen verwendet. Diese reichern das Wasser mit Nitrat an, wodurch es sich zum Bewässern von Pflanzen und Kräutern eignet. Dieses Beispiel zeigt, dass es lediglich einen genialen Erfindergeist braucht, um Mining nachhaltig zu machen. Das Wiener Startup „Hydrominer“ machte sich ebenfalls Gedanken, wie Mining und Nachhaltigkeit näher zusammengebracht werden können. Das Unternehmen nutzt Strom, der nicht mehr verkauft werden kann. Dies klingt merkwürdig, ist aber durchaus plausibel. Österreich hat einige Wasserkraftwerke, deren Leitungen zu alt sind, um den daraus resultierenden Strom zu verkaufen. Die Gründer des Startups hatten die Idee, genau an diesen Stellen Mining-Farmen zu errichten, um den Strom vor Ort nutzen zu können. Hydrominer startete ein ICO mit dem „H2O-Token“, um die Geschäftsidee finanzieren zu können. Dabei wurde genügend gesammelt, um erste Mining-Farmen zu errichten. Vorteil für Nutzer von Hydrominer ist, dass kein eigenes teures Equipment angeschafft werden muss. Außerdem erhalten Halter des H2O-Tokens Mining-Zeit. Die Idee der Gründer ist so gut angelaufen, dass bald ein ICO für den „H3O-Token“ gestartet wird. Auch ein Unternehmen namens „Kumamoto“ mit dem Sitz in Japan hatte eine innovative Geschäftsidee. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist Solarenergie. Da die tägliche Sonneneinstrahlung nicht kontrolliert werden kann, gibt es Tage, an denen ein Überschuss an Solarenergie produziert wird. Kumamoto entschloss, ein Tochterunternehmen namens „OZ Mining“ zu gründen, welches die überschüssige Sonnenenergie in Mining-Prozessen weiterverarbeitet. Dieser Ideenreichtum zeigt, dass Krypto-Mining auch nachhaltig betrieben werden kann. Mit diesen und weiteren innovativen Ideen wird sich der Begriff „Öko-Mining“ in Zukunft sicherlich etablieren.

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