Solana im Fokus: Whale-Käufe, ETF-Zuflüsse und technische Upgrades
Autor: Alexander Weipprecht
Veröffentlicht:
Kategorie: News
Zusammenfassung: Solana verzeichnet strengere Herkunftsprüfungen, einen Whale-Kauf über 3,6 Millionen US-Dollar und mit Agave v4.2 deutlich höhere Netzwerkleistung. Institutionelle ETF-Zuflüsse und Tokenisierungsprojekte stärken das Interesse, während Kursentwicklung und regulatorische Anforderungen zentrale Risiken bleiben.
Solana steht gleichzeitig im Zeichen strengerer Herkunftsnachweise, millionenschwerer Whale-Käufe und weitreichender technischer Upgrades. Während neue Stablecoin- und ETF-Initiativen institutionelles Interesse signalisieren, entscheiden Burn-Abstimmung und charttechnische Widerstände über die nächsten Impulse für SOL.
Solana im Fokus: Wallet-Nachweise, Whale-Käufe und technische Neuerungen
Mittelherkunft bei Solana: On-Chain-Historie wird entscheidend
Ein Mittelherkunftsnachweis wird laut Anwalt24 insbesondere dann relevant, wenn größere SOL-Bestände von Phantom, Solflare, Ledger oder einer anderen Self-Custody-Wallet an eine regulierte Kryptobörse übertragen, verkauft und anschließend als Euro auf ein Bankkonto ausgezahlt werden. Dabei kann die Prüfung weit zurückreichen und neben dem ursprünglichen Kauf auch Staking, DeFi, Token-Swaps und Airdrops umfassen.
Für gekaufte SOL nennt der Beitrag unter anderem Bankauszüge, Überweisungen zur Kryptobörse, Kaufabrechnungen, CSV-Exporte, Wallet-Adressen, Transaktionssignaturen und Steuerunterlagen als relevante Dokumente. Unterschieden werden sollte zwischen der Herkunft des ursprünglich eingesetzten Geldes, der „Source of Funds“, und der Entstehung der heute übertragenen SOL, der „Source of Crypto“.
Eine beispielhafte Herkunftskette beschreibt Anwalt24 mit 40.000 Euro Ersparnissen, dem Bankkonto, einer Kryptobörse, dem SOL-Kauf, einer Phantom Wallet, anschließendem Staking oder DeFi, dem heutigen SOL-Bestand, der Rückübertragung an eine Börse und der Euro-Auszahlung. Ein Screenshot aus Phantom kann zwar einen Bestand zeigen, erklärt aber nicht dessen Entstehung; entscheidend seien Wallet-Adressen und nachvollziehbare On-Chain-Transaktionen.
Auch bei Staking Rewards gibt es laut dem Beitrag keinen ursprünglichen Bank-Kaufbeleg für die zusätzlich entstandenen SOL. Die Herkunft ergibt sich vielmehr aus der dokumentierten Kette vom nachgewiesenen SOL-Kauf über die eigene Wallet und das Staking bis zu den erhaltenen Rewards.
Für deutsche Anleger hebt Anwalt24 zudem § 15a Geldwäschegesetz hervor. Seit 30. Dezember 2024 gilt die Verordnung (EU) 2023/1113 umfassend für Kryptotransfers; bei einem Transfer von einer selbst gehosteten Adresse von mehr als 1.000 Euro muss der Kryptodienstleister des Begünstigten geeignete Maßnahmen treffen, um festzustellen, ob die Adresse dem Begünstigten gehört beziehungsweise von diesem kontrolliert wird.
„Maßnahmen zur Ermittlung der Herkunft und des Ziels der zu übertragenden Kryptowerte“
Die 1.000-Euro-Schwelle sei laut Anwalt24 jedoch keine allgemeine Freigrenze für Solana-Mittelherkunftsnachweise. Proof of Wallet Ownership und Source of Funds seien zwei unterschiedliche Prüfungen. Komplexer werde die Rekonstruktion insbesondere bei DEX-Swaps, DeFi, Liquid Staking, Airdrops, Memecoins und zahlreichen Wallet-Transfers.
- Bankauszüge und Börsenunterlagen dokumentieren die Herkunft des eingesetzten Geldes.
- Wallet-Adressen und Transaktionsdaten belegen die Entstehung und Bewegung der SOL.
- Staking Rewards, DEX-Swaps, DeFi, Airdrops und Memecoins müssen in der Herkunftskette nachvollziehbar erklärt werden.
- Art. 40 der Verordnung (EU) 2024/1624 sieht zusätzliche Informationen über Herkunft und Bestimmung der Kryptowerte sowie eine verstärkte laufende Überwachung vor; wesentliche Vorschriften gelten ab 10. Juli 2027.
Infobox: Bei größeren SOL-Auszahlungen kann eine lückenlose Verbindung zwischen Bankunterlagen, Börsendaten und der Solana-On-Chain-Historie erforderlich sein. Anwalt24 nennt als zentrale Prüfungsbereiche Wallet Ownership, Source of SOL, Source of Funds und Source of Wealth.
Solana-Whale kauft nach zwei Jahren erneut SOL
Eine zuvor ruhende Solana-Wallet ist laut BeInCrypto nach zwei Jahren wieder aktiv geworden und hat 47.535 SOL im Wert von 3,6 Millionen USD gekauft. Die Wallet hatte im Jahr 2023 mit SOL-Handel mehr als 20 Millionen USD Gewinn erzielt.
Der Blockchain-Tracker Lookonchain beobachtete den Kauf. Die Wallet mit dem Tag GvHYQQ hatte im August und Oktober 2023 insgesamt 291.790 SOL für 6,82 Millionen USD erworben, zu einem Durchschnittspreis von 23,37 USD pro Token.
Nach dem anschließenden Kursanstieg verkaufte der Whale 191.789 SOL für 24,62 Millionen USD. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 128,36 USD, wodurch laut BeInCrypto mehr als 20 Millionen USD realisierter Gewinn gesichert wurden.
„Jetzt, nach 2 Jahren der Inaktivität, kauft der Whale wieder den SOL-Dip”, sagte Lookonchain.
Nach Daten von Arkham hielt die Wallet noch rund 100.000 SOL aus ihrem ursprünglichen Bestand aus 2023. Durch den neuen Kauf stieg dieser Bestand auf etwa 147.535 SOL, was bei den im Beitrag genannten aktuellen Kursen ungefähr 11,1 Millionen USD entspricht.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Neuer Kauf | 47.535 SOL |
| Wert des neuen Kaufs | 3,6 Millionen USD |
| Kaufmenge 2023 | 291.790 SOL |
| Kaufwert 2023 | 6,82 Millionen USD |
| Durchschnittlicher Kaufpreis | 23,37 USD |
| Verkaufte Menge | 191.789 SOL |
| Verkaufserlös | 24,62 Millionen USD |
| Durchschnittlicher Verkaufspreis | 128,36 USD |
| Bestand nach dem neuen Kauf | etwa 147.535 SOL |
Währenddessen lag SOL laut BeInCrypto bei etwa 75 USD. Der Token verlor seit Jahresbeginn etwa 39% und im Jahresvergleich 59%; gegenüber dem Rekordhoch vom Januar 2025 lag der Kurs etwa 74% niedriger. In den vergangenen vier Wochen sei der Kurs rund 1% gefallen.
Die Marktsignale blieben gemischt. Die Nettozuflüsse an Börsen wurden positiv, während das DEX-Volumen weiterhin fast 80% unter dem Hoch von April lag. Dem standen institutionelle Zuflüsse gegenüber: In der Woche bis zum 14. August stiegen die Nettozuflüsse in Solana-ETFs auf 10,26 Millionen USD und lagen damit fast 70-mal höher als in der Vorwoche.
Infobox: Eine Wallet mit mehr als 20 Millionen USD realisiertem Gewinn aus dem Jahr 2023 kaufte 47.535 SOL für 3,6 Millionen USD. Der SOL-Kurs lag bei etwa 75 USD, während die ETF-Zuflüsse in der Woche bis zum 14. August 10,26 Millionen USD erreichten.
Agave v4.2 halbiert Slot-Zeiten und senkt On-Chain-Miete
Börse Express berichtet über die Aktivierung des Upgrades Agave v4.2 in der laufenden Woche. Die sogenannten Slot-Zeiten wurden demnach auf 200 Millisekunden halbiert, wodurch die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Netzwerks steigt.
Zusätzlich sinkt die On-Chain-Miete um rund 90 Prozent, während die maximale Transaktionsgröße um das 3,3-fache gesteigert wurde. Die Änderungen treffen auf eine hohe Netzwerkaktivität: In einer einzigen Woche wurden zuletzt über eine Milliarde Transaktionen verarbeitet.
Auch die institutionelle Nachfrage entwickelte sich laut Börse Express positiv. In der Woche bis zum 14. August verzeichneten Solana-ETFs Nettozuflüsse von 10,26 Millionen US-Dollar, was einer 70-fachen Steigerung gegenüber der Vorwoche entspricht.
Der Anbieter Bitwise meldete allein am 10. August Zuflüsse von 8,8 Millionen US-Dollar für seinen Solana-Fonds. Morgan Stanley verbuchte ebenfalls Zuwächse für das entsprechende Produkt; insgesamt war dies die siebte Woche in Folge mit positiven Nettozuflüssen für Solana-ETFs.
Im Gegensatz dazu mussten Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum Verluste von fast 390 Millionen US-Dollar hinnehmen. Morgan Stanley ermöglicht zudem über die Handelsplattform E*TRADE den Spot-Handel von Solana für eine Gebühr von 50 Basispunkten; Ausführung und Verwahrung erfolgen über Zero Hash.
| Technische und marktbezogene Angabe | Wert |
|---|---|
| Slot-Zeit nach Agave v4.2 | 200 Millisekunden |
| Senkung der On-Chain-Miete | rund 90 Prozent |
| Steigerung der maximalen Transaktionsgröße | 3,3-fach |
| Transaktionen pro Woche | über eine Milliarde |
| Solana-ETF-Nettozuflüsse bis 14. August | 10,26 Millionen US-Dollar |
| Bitwise-Zuflüsse am 10. August | 8,8 Millionen US-Dollar |
| Gebühr für den Spot-Handel über E*TRADE | 50 Basispunkte |
Im Bereich tokenisierter Vermögenswerte verzeichnete Solana innerhalb der letzten 30 Tage Nettozuflüsse von 378,2 Millionen US-Dollar in tokenisierte US-Staatsanleihen. Ethereum kam im selben Zeitraum auf 272,2 Millionen US-Dollar.
Bei tokenisierten Aktien hielt Solana laut Marktberichten einen Marktanteil von 64,5 Prozent innerhalb von DeFi-Wallets. MoneyGram startete am 11. August einen Service, der Solana-Wallets mit fast 500.000 physischen Standorten in über 170 Ländern verbindet. Bereits am 22. Juni war MoneyGram als offizieller Validator dem Solana-Netzwerk beigetreten.
Technisch bleibt das Kursbild laut Börse Express jedoch herausfordernd. Solana notierte etwa 7,2 Prozent unter seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Ein nachhaltiger Fall unter die Unterstützung bei 73 US-Dollar könnte demnach einen Rückgang in Richtung 60 US-Dollar auslösen, während ein Ausbruch über den Widerstandsbereich von 78 bis 80 US-Dollar die nächsten Kursziele bei 83 bis 90 US-Dollar eröffnen könnte.
Ein weiteres Update namens Alpenglow befindet sich derzeit in der Entwicklung. Es soll die Finalität der Transaktionen perspektivisch von derzeit rund 12,8 Sekunden auf unter 150 Millisekunden senken.
Infobox: Agave v4.2 bringt Slot-Zeiten von 200 Millisekunden, rund 90 Prozent niedrigere On-Chain-Mieten und eine 3,3-fach höhere maximale Transaktionsgröße. Gleichzeitig verzeichneten Solana-ETFs 10,26 Millionen US-Dollar Nettozuflüsse in der Woche bis zum 14. August.
Open USD: Konsortium mit mehr als 140 Unternehmen plant Stablecoin auf Solana
Mehr als 140 Unternehmen planen laut AD HOC NEWS den Stablecoin Open USD, kurz OUSD, auf der Solana-Blockchain. Zu den Mitgliedern des Konsortiums gehören unter anderem Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock, Coinbase, Google und Shopify.
Die Initiative wurde Anfang Juni bekanntgegeben und steht unter der Leitung von CEO Zach Abrams. Die Einführung des Stablecoins ist für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 geplant.
Das Konsortium beabsichtigt, OUSD auf Solana ohne Gebühren und ohne Volumenbeschränkungen einzuführen. Im Februar 2026 wickelte Solana laut AD HOC NEWS bereits etwa 36 % des globalen Stablecoin-Volumens ab.
USDC verfügte zu diesem Zeitpunkt über einen Marktanteil von über 65 % auf der Solana-Blockchain, was einem Wert von rund 9,2 Milliarden US-Dollar entspricht. Nach der Ankündigung fielen die Aktien des Konkurrenten Circle um etwa 15 %.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Unternehmen im OUSD-Konsortium | mehr als 140 |
| Solanas Anteil am globalen Stablecoin-Volumen im Februar 2026 | etwa 36 % |
| USDC-Marktanteil auf Solana | über 65 % |
| USDC-Wert auf Solana | rund 9,2 Milliarden US-Dollar |
| Rückgang der Circle-Aktien | etwa 15 % |
| Aktuelles Marktvolumen der US-Dollar-Stablecoins | rund 310 Milliarden US-Dollar |
| Prognostiziertes Marktvolumen 2028 | 2 Billionen US-Dollar |
Analysten von Standard Chartered prognostizieren bis 2028 ein Wachstum des Marktes für US-Dollar-Stablecoins auf 2 Billionen US-Dollar. Parallel entstehen weitere Konsortien: Das im Juni 2026 angekündigte Projekt ZLUSD der Early Warning Services, einem Konsortium aus sieben Banken hinter Zelle, zielt auf grenzüberschreitende Zahlungen.
In Europa gehören 37 Finanzinstitute zur Gruppe Qivalis. Mit Euro On-Chain, kurz EUOC, soll die Dominanz des US-Dollars im Stablecoin-Markt verringert werden, der derzeit über 99 % des Volumens ausmacht.
Auch in Asien laufen mehrere Projekte. In Südkorea wurden im ersten Halbjahr 2026 mehr als zwölf Absichtserklärungen im Stablecoin-Bereich unterzeichnet. In Japan testet MUFG die Blockchain-basierte Abwicklung für Staatsanleihen-Repos mit einem Volumen von 270 Billionen Yen beziehungsweise 1,7 Billionen US-Dollar; ein kommerzieller Rollout wird für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 erwartet.
Visa integrierte Mitte August Stablecoin-basierte Ein- und Auszahlungen in Visa Direct. Stripe gab am 17. August die Übernahme von OpenRouter für mehr als 7 Milliarden US-Dollar bekannt und verlangt für Kryptotransaktionen eine Gebühr von 5 %, verglichen mit 5,5 % bei Kartenzahlungen.
Chris Britt, CEO von Chime, betonte, dass Stablecoins gemeinsame Rahmenbedingungen benötigen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Infobox: Das Open-USD-Konsortium umfasst mehr als 140 Unternehmen und plant OUSD für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 auf Solana. Der globale Markt für US-Dollar-Stablecoins wird derzeit auf rund 310 Milliarden US-Dollar taxiert; für 2028 werden 2 Billionen US-Dollar prognostiziert.
Solana-ETFs mit siebter Zuflusswoche, Kurs bleibt unter Widerständen
Nach Angaben von TradingView notierte SOL am Montag über 75 US-Dollar, nachdem der Kurs in der Vorwoche um 2,18% gefallen war und Unterstützung an einer aufsteigenden Trendlinie gefunden hatte. Die Spot-Solana-ETFs verzeichneten laut CoinGlass in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von $10.26 million.
Damit erreichten die Produkte ihre stärkste Wochenperformance seit dem 22. Mai und verzeichneten die siebte Woche in Folge positive Zuflüsse. TradingView wertet die ununterbrochene Zuflussspur als Hinweis darauf, dass Anleger ihre Solana-Positionen weiterhin über regulierte Anlageprodukte aufbauen.
Zusätzliche Marktdaten von CryptoQuant zeigten große Orders von Walen an den Solana-Spotmärkten. Gleichzeitig kühlten sich die Bedingungen am Futures-Markt ab, wodurch das mit übermäßigem Hebel verbundene Risiko sinken könnte. Andere Indikatoren blieben neutral.
Technisch lag SOL am Montag bei etwa $75.20 und damit leicht unter dem 50-Tage-EMA bei $75.48. Unterhalb des 100-Tage-EMA bei $78.10 und des 200-Tage-EMA bei $88.69 blieb der übergeordnete Trend laut TradingView eingeschränkt.
| Technischer Wert | Angabe |
|---|---|
| SOL-Kurs am Montag | etwa $75.20 |
| 50-Tage-EMA | $75.48 |
| 100-Tage-EMA | $78.10 |
| 200-Tage-EMA | $88.69 |
| Widerstand | $77.07 |
| Aufsteigende Trendlinie | etwa $73.64 |
| Höhere Widerstandszone | um $96.19 |
| RSI | nahe 47 |
Der RSI lag nahe 47 und damit etwas unter seiner neutralen Mitte. Der MACD bewegte sich im positiven Bereich und signalisierte eine stabilisierende Nachfrage, bestätigte laut TradingView jedoch keinen starken bullischen Ausbruch.
Auf der Oberseite liegt das erste Hindernis bei $77.07, gefolgt vom 100-Tage-EMA bei $78.10. Eine nachhaltige Bewegung über den Bereich $77.07–$78.10 könnte den 200-Tage-EMA bei $88.69 in den Fokus rücken; bei anhaltendem Momentum wäre anschließend die Widerstandszone um $96.19 relevant.
Auf der Unterseite bietet der 50-Tage-EMA bei rund $75.49 unmittelbare Unterstützung. Die aufsteigende Trendlinie bei etwa $73.64 stellt die nächste wichtige Verteidigungslinie dar; ein Tagesschluss darunter würde die Erholungsstruktur schwächen.
Infobox: Solana-ETFs verzeichneten die siebte Woche in Folge Zuflüsse von $10.26 million. Für eine technische Erholung müssen laut TradingView insbesondere $77.07 und $78.10 überwunden werden, während ein Tagesschluss unter $73.64 die Erholungsstruktur schwächen würde.
Burn-Abstimmung und Agave 4.2 bestimmen Solanas August
Wallstreet Online stellt zwei Ereignisse in den Mittelpunkt: die Abstimmung über eine Änderung der SOL-Verbrennung und das bevorstehende Agave-4.2-Upgrade. Die Frist für die Abstimmung endet am 18. August, während Agave 4.2 einen Tag zuvor auf dem Mainnet live geht.
Derzeit verbrennt Solana laut Wallstreet Online rund 650 SOL pro Tag, was etwa 47.000 Dollar entspricht. Ein Vorschlag der Validatoren würde diese Menge auf 7.500 bis 9.000 SOL erhöhen, also auf rund 650.000 Dollar täglich.
Die Abstimmung betrifft SGP-0003, ein Paket aus zwei Vorschlägen. SIMD-0553 führt ressourcenbasierte Gebühren ein, die Transaktionen nach ihrem tatsächlichen Verbrauch abrechnen; laut CoinDesk würde dies die täglichen Verbrennungen von rund 650 SOL auf 7.500 bis 9.000 SOL steigern.
SIMD-0550 verdoppelt die jährliche Disinflation von 15 auf 30 Prozent und zieht die Inflationsuntergrenze von 2032 auf 2029 vor. Hinter dem Paket standen bislang 24,94 Millionen SOL an Stimmgewicht, angeführt von Helius; laut Beitrag fehlten noch rund 40 Millionen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Bisherige tägliche Verbrennung | rund 650 SOL |
| Wert der bisherigen täglichen Verbrennung | etwa 47.000 Dollar |
| Mögliche tägliche Verbrennung | 7.500 bis 9.000 SOL |
| Möglicher täglicher Wert | rund 650.000 Dollar |
| Jährliche Disinflation | von 15 auf 30 Prozent |
| Inflationsuntergrenze | von 2032 auf 2029 |
| Stimmgewicht | 24,94 Millionen SOL |
| Noch fehlendes Stimmgewicht | rund 40 Millionen |
| Tägliche Ausgabe neuer SOL | etwa 60.000 SOL |
Die tägliche Ausgabe neuer SOL betrage weiterhin etwa 60.000 SOL. Selbst am oberen Ende der geplanten Verbrennung bliebe damit eine Nettoausgabe von rund 51.000 SOL, weshalb Wallstreet Online vor einer Interpretation des Burns als reines Deflationsgeschäft warnt.
Agave 4.2 halbiert zudem die Slotzeit auf 200 Millisekunden und senkt die Mietkosten auf der Chain um rund 90 Prozent. SOL bewegte sich laut dem Beitrag zwischen 74 und 78 Dollar; ein Ausbruch über 78 Dollar öffne den Weg bis 82 Dollar, während ein Bruch von 74 Dollar zu 70 Dollar führen könne.
Die Ausgangsbasis lag bei rund 44,5 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Wallstreet Online beschreibt beide Ereignisse als bereits bekannte Termine, wodurch die Überraschung nach oben begrenzt werden könne.
Infobox: Die Abstimmung könnte die tägliche Verbrennung von rund 650 SOL auf 7.500 bis 9.000 SOL erhöhen. Da gleichzeitig etwa 60.000 neue SOL pro Tag ausgegeben werden, bliebe laut Wallstreet Online selbst am oberen Ende eine Nettoausgabe von rund 51.000 SOL.
Einschätzung der Redaktion
Solana gewinnt derzeit vor allem durch die Kombination aus technischer Skalierung, wachsender institutioneller Zugänglichkeit und der geplanten Stablecoin-Infrastruktur an strategischer Bedeutung. Entscheidend ist weniger ein einzelner Whale-Kauf oder eine kurzfristige ETF-Zuflusswoche, sondern ob diese Entwicklungen dauerhaft mehr Nutzung, Liquidität und institutionelle Nachfrage erzeugen.
Die geplanten Änderungen an Gebühren, Inflation und Verbrennung könnten die Tokenökonomie verbessern, beseitigen die Nettoausgabe neuer SOL jedoch nicht. Zugleich erhöht die stärkere institutionelle Einbindung die Anforderungen an Transparenz und Mittelherkunft. Für Anleger wird daher eine sauber dokumentierte On-Chain-Historie zunehmend ebenso wichtig wie die technische Entwicklung des Netzwerks.
Zusammenfassung: Solanas Fundament wird robuster, der Kurs bleibt jedoch von nachhaltiger Nutzung, regulatorischer Nachvollziehbarkeit und der tatsächlichen Umsetzung der technischen sowie monetären Reformen abhängig.
Quellen:
- Mittelherkunftsnachweis bei Solana: SOL und Staking belegen
- Solana-Whale, der im Jahr 2023 20 Millionen USD verdient hat: Kauft wieder
- Solana: Agave v4.2 halbiert Slot-Zeiten
- Open USD: 140+ Konzerne starten Stablecoin auf Solana
- Solana-ETF-Zuflüsse nach sieben Wochen bullisch – warum steckt SOL trotzdem fest?
- Solana Kurs vor dem 18. August 2026 und was die Burn Abstimmung für SOL wirklich verändert