Solana vor Angebotsreform: ETF-Zuflüsse treiben SOL über 100 Dollar

Autor: Alexander Weipprecht

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Solana stimmt über schnellere Inflationseindämmung und höhere SOL-Verbrennung ab, während ETF-Nachfrage, sinkende Staking-Erträge und Quorumfragen die Governance prägen.

Solana steht vor einer richtungsweisenden Phase: Während Validatoren über eine schnellere Angebotsverknappung und höhere SOL-Verbrennungen abstimmen, treiben ETF-Milliarden und eine Erholung über 100 US-Dollar die Nachfrage. Zugleich sorgen offene Quorumfragen, sinkende Staking-Erträge und technische Warnsignale für Spannung. Der Pressespiegel zeigt, warum die aktuellen Entscheidungen Solanas Tokenomics, Governance und Kursentwicklung nachhaltig prägen könnten.

Solana zwischen Angebotsreform, ETF-Nachfrage und Governance-Streit

Solana steht am 27. August 2026 im Mittelpunkt mehrerer Berichte. Im Fokus stehen die erste offizielle On-Chain-Abstimmung des Netzwerks, mögliche Änderungen an Inflation und Gebührenverbrennung sowie eine Erholung des SOL-Kurses über die Marke von 100 USD.

Abstimmung könnte SOL-Verbrennung deutlich erhöhen

Quelle: Wallstreet Online

Nach Angaben von Wallstreet Online verbrennt Solana aktuell rund 648 SOL pro Tag. Im Zuge des Vorschlags SGP 0003 könnte diese Menge bis Donnerstag auf bis zu 9.000 SOL steigen, womit sich die Verbrennungsrate auf bis zu das Vierzehnfache erhöhen würde.

Die Validatoren stimmen seit Sonntag erstmals offiziell über die Geldpolitik des Netzwerks ab. Das Abstimmungsfenster läuft laut CoinDesk bis Donnerstag gegen 15.30 Uhr UTC; das Stimmgewicht richtet sich nach der Menge an gestaktem SOL. SGP 0003 sieht vor, die Gebührenstruktur so umzubauen, dass bei jeder Transaktion ein größerer Anteil dauerhaft vernichtet wird.

Zusätzlich könnten laut dem Bericht rund 18,9 Millionen SOL über sechs Jahre gar nicht erst in Umlauf kommen. Der SOL-Kurs liegt demnach bei rund 100 Dollar, während die Bewertung etwa 58 Milliarden Dollar beträgt. Vom alten Höchststand von rund 295 Dollar aus dem Januar 2025 ist der Kurs weiterhin rund 66 Prozent entfernt.

Auch Bitcoin zeigte eine starke Bewegung: Am 25. August 2026 überschritt Bitcoin laut Bloomberg erstmals seit Mitte Mai wieder die Marke von 80.000 Dollar und erreichte zeitweise 81.257 Dollar.

„Die Krypto News rund um die Solana Abstimmung zeigen, wie schnell sich Angebotsregeln ändern können.“

Zusammenfassung: SGP 0003 könnte die tägliche Verbrennung von rund 648 SOL auf bis zu 9.000 SOL erhöhen. Parallel stehen rund 18,9 Millionen SOL an möglicher Nichtausgabe über sechs Jahre im Raum.

Emissionen könnten um 1,4 bis 1,5 Milliarden USD sinken

Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über zwei Vorschläge zur Versorgung von SOL. Einer soll die Disinflationsrate erhöhen, während der andere mehr SOL durch Transaktionsgebühren verbrennen würde. Zusammen könnten die erwarteten Emissionen innerhalb von sechs Jahren um etwa 1,4 Milliarden bis 1,5 Milliarden USD sinken.

Der aktuelle Staking-Ertrag von Solana liegt dem Bericht zufolge bei etwa 5,25 Prozent. Die Protokollinflation beträgt ungefähr 3,78 Prozent. SGP-0002, das auf dem technischen Vorschlag SIMD-0550 basiert, soll die jährliche Disinflationsrate von -15 Prozent auf -30 Prozent verdoppeln.

Dadurch würde sich der Zeitraum bis zur terminalen Inflationsrate von 1,5 Prozent von etwa 5,7 Jahren auf 2,8 Jahre verkürzen. Dieser Zielwert würde Anfang 2029 statt Anfang 2032 erreicht. Der nominale Staking-Ertrag könnte dadurch im ersten Jahr auf etwa 4,34 Prozent, im zweiten Jahr auf 3 Prozent und im dritten Jahr auf 2,25 Prozent sinken.

SGP-0003, das auf SIMD-0553 basiert, würde die aktuelle Signaturgebühr von 5.000 Lamports in zwei Bestandteile aufteilen. Eine Basis-Inclusion-Gebühr von 2.500 Lamports würde an den Blockleiter gezahlt, während eine von den angeforderten Computing-Einheiten abhängige Ressourcengebühr verbrannt würde.

ParameterAktueller WertVorgeschlagene Änderung
Jährliche Disinflationsrate-15%-30%
Terminale Inflationsrate1,5%Erreichen in etwa 2,8 statt 5,7 Jahren
Tägliche SOL-Verbrennung600 bis 800 SOL7.500 bis 9.000 SOL
Signaturgebühr5.000 Lamports2.500 Lamports Basis-Inclusion-Gebühr plus Ressourcengebühr

Die Abstimmung läuft bis Epoch 1023. Yahoo Finanzen Deutschland verweist außerdem auf frühere Beispiele aus dem Kryptomarkt: Cosmos' Vorschlag 848 führte im November 2023 zu einer Senkung der maximalen Inflation. ATOM legte im nächsten Monat um 25 Prozent zu und innerhalb von drei Monaten um 10 Prozent.

Ethereums EIP-1559 führte im August 2021 einen Verbrennungsmechanismus ein. ETH stieg in einem Monat um 37 Prozent und in drei Monaten um 60 Prozent. Der Bericht betont jedoch, dass in beiden Fällen auch die allgemeinen Marktbedingungen eine wichtige Rolle spielten.

Die Vorschläge verändern das Protokoll nicht automatisch. Eine Annahme würde den Entwicklern einen Auftrag erteilen; technische Umsetzung und Aktivierung müssten anschließend noch festgelegt werden.

Zusammenfassung: SGP-0002 könnte das Erreichen einer Inflationsrate von 1,5 Prozent von Anfang 2032 auf Anfang 2029 vorziehen. SGP-0003 könnte die tägliche Verbrennung auf 7.500 bis 9.000 SOL erhöhen, eine Kurswirkung ist laut Quelle jedoch nicht garantiert.

On-Chain-Governance stößt auf Beteiligungs- und Quorumfragen

Quelle: Crypto Valley Journal

Das Crypto Valley Journal stellt die Governance-Modelle von Cardano und Solana gegenüber. Beide Netzwerke testen ihre On-Chain-Governance derzeit unter realen Bedingungen: Bei Cardano droht eine Blockade des Verfassungsausschusses wegen geringer Beteiligung, während Solana mit widersprüchlichen Quorum-Regeln konfrontiert ist.

Bei Cardano wird die Entscheidung auf drei getrennte Gremien verteilt. Die Zustimmung der DReps liegt laut Quelle bei 43,0 Prozent, erforderlich sind 67 Prozent. Bei Solana stimmen die delegierten Validatoren nach dem Umfang ihres Stakes ab. Die Variante ging im Juli 2026 in Betrieb; für Einreichungen gilt eine Eintrittsschwelle von 100.000 SOL Stake.

Die Erneuerung des Constitutional Committee bei Cardano benötigt zwei unabhängige Mehrheiten. Die DReps müssen 67 Prozent Zustimmung erreichen, die Stake-Pool-Operatoren 51 Prozent. Zuletzt lagen die DReps bei 51,7 Prozent und die SPOs bei 10,8 Prozent.

Die On-Chain-Abstimmung muss bis zum 1. September 2026 in Kraft treten. Vier der sieben Amtszeiten im Committee laufen aus. Sollte die Abstimmung scheitern, blieben drei Mitglieder im Amt, obwohl für die Prüfung von Governance-Aktionen mindestens fünf aktive Sitze erforderlich sind.

Die Blockproduktion bei Cardano würde trotzdem normal weiterlaufen. Betroffen wären dagegen Hard Forks, Änderungen von Protokollparametern, Verfassungsänderungen und Auszahlungen aus der Treasury.

Bei Solana umfasst das erste Abstimmungspaket die Vorschläge SGP-0001 zur Verfassung, SGP-0002 zur Disinflation und SGP-0003 zu den Gebühren. Im Snapshot des Vortags entfielen 83,66 Mio. SOL auf Zustimmung, 12,01 Mio. auf Ablehnung und 8,32 Mio. auf Enthaltungen. Insgesamt waren es rund 104 Mio. SOL.

Nach der Governance-FAQ ist eine Beteiligung von einem Drittel des Netzwerk-Stakes sowie eine Zustimmung von zwei Dritteln der teilnehmenden Stimmen erforderlich. Das Proposal-Repository der Solana Foundation auf GitHub soll hingegen kein Quorum nennen und die Schwelle als zwei Drittel von Dafür plus Dagegen definieren. Dadurch ist unklar, welche Regel für die Abstimmung maßgeblich ist.

Das Crypto Valley Journal beziffert die mögliche Einsparung durch SGP-0002 über sechs Jahre auf rund 18,9 Mio. SOL, zum aktuellen Kurs auf etwa 1,91 Mrd. USD. Eine unmittelbare Änderung tritt jedoch nicht ein, da die technische Umsetzung später über SIMD-0550 erfolgen müsste.

Zusätzliche Spannungen entstehen durch die Solana Company, die SOL als Bilanzreserve hält und eigene Validatoren betreibt. Das an der Nasdaq als HSDT notierte Unternehmen stimmte gegen SGP-0002 und SGP-0003, aber für SGP-0001. Im zweiten Quartal 2026 stammten 2.512 Mio. USD von 2.526 Mio. USD Gesamterlös aus Staking, was rund 99,4 Prozent des Quartalsumsatzes entsprach.

„Wir glauben stark daran, dass institutionelle Adoption ein wesentlicher Treiber für Solanas Wachstum ist, und Institutionen treffen Entscheidungen auf Basis konsistenter, vorhersehbarer Strukturen.“ – Joseph Chee, Chairman und CEO, Solana Company

Zusammenfassung: Bei Solana ist weniger die Zustimmung als die Auslegung des Quorums umstritten. Der Bericht zeigt zudem einen möglichen Interessenkonflikt, weil ein institutioneller Halter über Änderungen abstimmt, die seine stakingbasierte Haupteinnahmequelle beeinflussen könnten.

21Shares: Solana setzt auf Angebotsverknappung und sinkende Staking-Erträge

Quelle: 21Shares

21Shares beschreibt für Ethereum und Solana unterschiedliche Entwicklungen. Ethereum setzte im ersten Halbjahr 2025 auf Skalierung und institutionelle Integration, während Solana Geschwindigkeit, Nutzerfreundlichkeit und langfristige Nutzung in den Vordergrund stellte.

Ethereum erreichte mit dem Pectra-Upgrade einen technologischen Meilenstein. Zu den Neuerungen gehörten Smart Accounts, eine Erhöhung des Validatoren-Limits von 32 ETH auf 2.048 ETH sowie eine verbesserte Verbindung zu Layer-2-Netzwerken.

Die monatlichen Einnahmen im Ethereum-Netzwerk stiegen laut 21Shares von rund 8 Millionen US-Dollar im März auf über 19 Millionen im Juni. Außerdem kündigte Robinhood ein eigenes Layer-2-Netzwerk auf Ethereum-Basis an.

Bei Solana fiel der Preis seit Jahresbeginn um rund 20 Prozent. Als Grund nennt 21Shares vor allem den nachlassenden Memecoin-Hype. Das Handelsvolumen auf Solanas dezentralen Börsen sank von 82 Milliarden US-Dollar im März auf 58 Milliarden im Juni.

Trotzdem blieb die Nutzerbasis stark. Die Zahl der täglich aktiven User lag weiter im Millionenbereich; im Juni zählte Solana an einem Tag 7 Millionen Nutzer:innen.

Technologisch schreitet die Entwicklung ebenfalls voran. Firedancer übernahm etwa 7 Prozent der Netzwerklast und soll das Netzwerk schneller machen. Das Upgrade Alpenglow soll die Wartezeiten bei Transaktionen reduzieren.

In einem weiteren, am 26. August 2026 veröffentlichten Beitrag bewertet 21Shares die neuen Inflationsvorschläge. Demnach könnten die beiden Vorschläge die Staking-Erträge innerhalb von zwei Jahren etwa halbieren und SOL „strukturell seltener“ machen.

Zusammenfassung: 21Shares sieht bei Solana trotz rückläufigem Preis und geringerem DEX-Volumen eine starke Nutzerbasis und technologische Fortschritte. Die neuen Vorschläge könnten das Angebot verknappen, zugleich aber die Staking-Erträge innerhalb von zwei Jahren etwa halbieren.

SOL überschreitet 100 USD nach 17%-Rallye

Quelle: Cryptonews.net

Cryptonews.net berichtet, dass Solana in den vergangenen 24 Stunden mehr als 4 Prozent zulegte und die Marke von 100 USD zurückeroberte. Dadurch stieg der Sieben-Tage-Zuwachs auf über 17 Prozent.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts am 27. August wurde SOL laut CoinGecko bei 101,14 USD gehandelt. Während der Bewegung erreichte der Kurs den Bereich um 102 USD. Seit rund 86 USD am 20. August legte der Token zu; über 14 beziehungsweise 30 Tage betrugen die Zuwächse mehr als 32 Prozent beziehungsweise 38 Prozent.

Als einen wichtigen Katalysator nennt Cryptonews.net neue Nachfrage durch US-Spot-Solana-ETFs. Diese verzeichneten am 26. August Nettozuflüsse von 9,14 Millionen USD. Morgan Stanleys MSOL steuerte 5,51 Millionen USD bei, Bitwises BSOL 2,65 Millionen USD.

Die kumulierten Nettozuflüsse über die Produkte lagen bei etwa 1,26 Milliarden USD. Am 24. August flossen 33,5 Millionen USD zu, der höchste Tagesgesamtwert 2026; Bitwises BSOL verzeichnete davon 25 Millionen USD.

KennzahlWert
SOL-Kurs am 27. August101,14 USD
Sieben-Tage-Anstiegüber 17%
Nettozuflüsse am 26. August9,14 Millionen USD
Kumulative ETF-Nettozuflüsseetwa 1,26 Milliarden USD
Nettozuflüsse am 24. August33,5 Millionen USD
BSOL-Anteil am 26. August2,65 Millionen USD

Auch die Netzwerknutzung nahm zu. Solana verarbeitete im Juli rekordverdächtige 4,2 Milliarden Non-Vote-Transaktionen, 13,5 Prozent mehr als im Juni und 91 Prozent mehr als im Dezember 2025. Der durchschnittliche Non-Vote-Durchsatz erreichte 1.584 Transaktionen pro Sekunde.

Tokenisierte Real-World-Assets auf Solana näherten sich 4 Milliarden USD. In der Woche vom 17. bis 23. August erreichten die wöchentlichen Non-Vote-Transaktionen 1,318 Milliarden. Das Upgrade SIMD-0286 erhöhte Ende Juli das Mainnet-Block-Compute-Limit von 60 Millionen auf 100 Millionen Compute Units.

Für die Kursentwicklung nennt Cryptonews.net 102–104 USD als erste Widerstandszone. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte 108 und anschließend 110 USD ins Blickfeld rücken. Sollte SOL die Zone nicht überwinden, könnten 100 USD und darunter 96 USD als Unterstützungen relevant werden.

Der tägliche Supertrend blieb bullisch, seine Unterstützungslinie lag bei 86,56 USD. Der 20‑Perioden Chaikin Money Flow stieg auf 0,30. Gleichzeitig erreichte Williams %R im Vier-Stunden-Chart rund -19,8 und näherte sich damit der überkauften Zone.

Zusammenfassung: SOL gewann über sieben Tage mehr als 17 Prozent und notierte bei 101,14 USD. ETF-Zuflüsse, gestiegene Netzwerkaktivität und die geplanten Tokenomics-Änderungen stützen das Marktbild, während die technische Dynamik auf eine mögliche Überhitzung hinweist.

ETF-Zuflüsse von 1,22 Milliarden USD und überkaufter RSI

Quelle: Ad-hoc-news.de

Ad-hoc-news.de meldet, dass Solana am 27. August die psychologisch wichtige Schwelle von 100 USD überschritten hat. Als maßgebliche Treiber nennt die Quelle US-amerikanische ETFs mit kumulierten Nettozuflüssen von 1,22 Milliarden USD sowie geplante Angebotsverknappungen.

Am 26. August verzeichnete der Markt Zuflüsse von 33,5 Millionen USD, den bisher stärksten Zufluss-Tag des Jahres 2026. Der BSOL-ETF von Bitwise vereinte knapp 948 Millionen USD an Nettozuflüssen auf sich. Das entsprach rund 80 Prozent des gesamten Kapitals, das seit der Zulassung in Solana-Spot-ETFs geflossen ist.

Auch Fidelity und Grayscale zogen weitere Mittel an. Zudem startete Galaxy Digital Kreditlinien für Privatkunden, bei denen Solana-Bestände als Sicherheit für Darlehen in Bar- oder Stablecoins dienen können.

Bei den Tokenomics-Reformen verweist Ad-hoc-news.de auf SIMD-550 und SIMD-553. Die Vorschläge könnten die Neuemission von SOL über die nächsten sechs Jahre um einen Gegenwert von 1,4 bis 1,5 Milliarden USD reduzieren.

SIMD-550 soll die jährliche Disinflationsrate von 15 Prozent auf 30 Prozent verdoppeln. Dadurch würde die Zielinflation von 1,5 Prozent bereits im ersten Halbjahr 2029 statt im Jahr 2032 erreicht. SIMD-553 sieht vor, die tägliche Verbrennung von bisher 600 bis 800 SOL auf 7.500 bis 9.000 SOL auszuweiten.

Die Abstimmung hatte laut Quelle begonnen, rund 14 Prozent der Validatoren hatten ihre Stimme abgegeben. Für das notwendige Quorum ist eine Beteiligung von mindestens 33 Prozent erforderlich. Gleichzeitig warnen technische Indikatoren vor einer Überhitzung: Der Relative-Stärke-Index lag bei 83,4.

Ad-hoc-news.de nennt bei einem möglichen Rücksetzer eine erste Unterstützung im Bereich von 90 USD. Auf der Oberseite wird ein nächstes Kursziel bei 120 USD verortet.

KennzahlWert
Kumulierte ETF-Nettozuflüsse1,22 Milliarden USD
ETF-Zuflüsse am 26. August33,5 Millionen USD
BSOL-Nettozuflüsseknapp 948 Millionen USD
Validatoren mit abgegebener Stimmerund 14 Prozent
Erforderliche Beteiligung für das Quorummindestens 33 Prozent
RSI83,4

Zusammenfassung: Die ETF-Zuflüsse erreichten kumuliert 1,22 Milliarden USD, während BSOL knapp 948 Millionen USD beisteuerte. Der RSI von 83,4 weist laut Quelle auf einen deutlich überkauften Zustand und ein erhöhtes Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen hin.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung ist strategisch relevant, weil Solana damit seine Geldpolitik, Governance und institutionelle Marktanbindung gleichzeitig einem Praxistest unterzieht. Eine schnellere Emissionsreduktion und höhere Verbrennung könnten die langfristige Angebotsdynamik verbessern, zugleich aber den wirtschaftlichen Anreiz für Validatoren schwächen.

Entscheidend ist daher weniger die kurzfristige Kursmarke als die Qualität der Entscheidungsprozesse. Unklare Quorum-Regeln und mögliche Interessenkonflikte können das Vertrauen institutioneller Marktteilnehmer stärker belasten als eine vorübergehende Angebotsverknappung es stärkt.

Die ETF-Nachfrage liefert Rückenwind, macht SOL jedoch anfälliger für abrupte Rückschläge, falls Zuflüsse nachlassen. Insgesamt überwiegt die strukturelle Bedeutung der Reformen; eine nachhaltige Neubewertung setzt aber transparente Governance, technische Umsetzung und belastbare Netzwerknachfrage voraus.

Kernaussage: Solana kann seine langfristige Attraktivität steigern, wenn Angebotsreform und institutionelles Interesse durch verlässliche Governance abgesichert werden. Kurzfristig bleibt das Aufwärtsmomentum wegen der überdehnten Marktlage fragil.

Quellen: