Wird der Bitcoin Kurs weiter steigen?

In Bitcoin, FAQ

Wird der Bitcoin Kurs weiter steigen?

Seit April 2017 ist der Bitcoin in Japan neben dem Yen und anderen Devisen ein offizielles Zahlungsmittel, einen Bitcoin-Fonds planen Schweizer und US-Amerikaner. Die Kryptowährung wurde in jüngster Zeit so teuer wie noch nie, inzwischen warnen Experten vor einer Übertreibung. Es gibt aber auch die gegenteilige Ansicht, nämlich die Fantasie, dass der Bitcoin Kurs noch viel weiter steigen könnte: bis auf eine halbe Milliarde Dollar für nur einen Bitcoin. Dieser Preis könnte 2030 erreicht werden, jedenfalls stellen sich das die beiden Technologie-Pioniere Jeremy Liew und Peter Smith vor. Im Juni 2017 notiert die virtuelle Währung bei rund 2.500 $.

Die Preisentwicklung des Bitcoins

Die erste Bitcoin-Transaktion fand am 22. Mai 2016 statt. Damals bot ein amerikanischer Programmierer in einem Internetforum 10.000 Bitcoins für zwei Pizzen, die er tatsächlich erhielt. Der Gegenwert betrug rund 25 Dollar. Diese Geschichte, die durch die Bitcoin-Gemeinde nun alljährlich am 22. Mai mit dem Bitcoin-Pizza-Day gefeiert wird, belegt die rasante Preisentwicklung der Digitalwährung, die zwischenzeitlich (im Frühjahr 2017) schon an der 3.000-Dollar-Marke gekratzt hatte.

Der Preisanstieg verlief stetig, wenn auch volatil, dennoch bleibt die Digitalwährung umstritten. Für ihre Verfechter ist sie ein vollkommen unabhängiges Zahlungsmittel, für ihre Gegner eine Zockerwährung, die zudem Kriminelle anzieht.

News zum Bitcoin-Kurs

News haben stets den Kurs des Bitcoins beeinflusst, und zwar positiv und negativ. Aktuell (Sommer 2017) hofft die Branche auf mindestens einen Bitcoin-Fonds. Mit diesem Versuch waren in den USA die Winklevoss-Zwillinge im Frühjahr 2017 an der SEC gescheitert, in der Schweiz müsste es (mit Stand Juli 2017) alsbald den ersten Fonds geben. Die Amerikaner geben natürlich auch nicht auf. Solche News fördern den Kurs des Bitcoins, während Nachrichten über Hackerangriffe und gestohlene Bitcoins, die es auch schon gab, ihn einbrechen lassen.

Kein Zweifel: Die Digitalwährung steckt noch in den Kinderschuhen, doch der Zuspruch ist enorm. Sie war als Reaktion auf die 2008er Finanzkrise entwickelt worden, darüber hinaus lag die Innovation technisch in der Luft. Mit Bitcoins wollen die Nutzer die Unabhängigkeit vom staatlichen Bankensystem erreichen, denn Bitcoins kann keine Bank kontrollieren. Ihr “Mining”-Prozess erfolgt dezentral durch komplexe Rechnerprogramme. Die riesige Datenbank des Bitcoin-Universums gilt per se als sicher und transparent, Transaktionen können prinzipiell nicht im digitalen Nirwana verschwinden. Eine Bank ist nicht nötig, das Netzwerk aller angeschlossenen Rechner verwaltet, speichert und transferiert die Bitcoins.

Diese Datenbank wird permanent aktualisiert. Für das Mining von Bitcoins wiederum ist eine Spezialsoftware und eine enorme Rechenleistung nötig. Das System, dessen technologische Grundlage die sogenannte Blockchain ist, soll so komplex und sicher sein wie die Herstellung konventionellen Geldes.

Es hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es begrenzt die Menge jemals zu schürfender Bitcoins auf 21 Millionen, was einen Wertverfall verhindern soll. Eigentlich könnte daher der Preis der Kryptowährung tatsächlich noch gigantisch weit ansteigen.

Skeptiker der Kryptowährung

Nicht nur vor dem Bitcoin, sondern generell vor virtuellen Währungen warnte im Mai 2017 die Deutsche Bundesbank. Der Chef Carl-Ludwig Thiele merkte an, dass es für die Bitcoins und andere Kryptowährungen keine reale Wertgrundlage gäbe – ein Argument, das kaum zieht, denn sobald mit Bitcoins (oder Litecoins, Ethers etc.) etwas bezahlt wird, gibt es den Gegenwert.

Viele Händler nehmen inzwischen Bitcoins an, selbst Amazon hatte 2015 darüber nachgedacht. Dennoch halten Banker wie Thiele die Kryptowährungen lediglich für “ein interessantes Nischenphänomen”, eine Anlage in diesen Währungen sei keinesfalls sicher. Thiele ging dabei auch von der sehr kleinen Zahl von Bitcoin-Transaktionen gegenüber denen mit konventionellem Geld aus. Der Realmarkt mit Kryptowährungen ist aus seiner Sicht so klein, dass es ihn eigentlich gar nicht gibt. Daher solle man eine Anlage in solche Währungen bloß nicht für sicher halten.

Dieses Argument trifft allerdings auf jede beliebige Aktie zu, die ebenfalls grenzenlos im Wert fallen könnte. Thiele bemühte in seiner Argumentation noch den Vergleich mit anderen Ersatzwährungen wie Goldbarren oder Zigaretten, die aber – so seine Worte – immerhin einen “Gebrauchswert” hätten. Das Gold könne der Besitzer zu Schmuck verarbeiten, die Zigaretten könne er selbst rauchen.

Diese Metapher ist so kurios, dass wir gar nicht glauben möchten, dass sie von einem Bundesbanker stammt. Dieser hat allerdings gute Gründe, gegen den Bitcoin zu wettern: Vielleicht löst das Kryptogeld ja irgendwann konventionelle Währungen ab und macht damit die Bundesbank überflüssig.

Warum konnte der Bitcoin Kurs so weit steigen?

Das Phänomen des Kursanstiegs um viele Tausend Prozent macht Beobachtern Sorgen. Auch die Volatilität gilt als bedenklich, weil es immer wieder starke Kurseinbrüche gibt, auch wenn der Trend insgesamt steil nach oben weist.

Dieser Trend dürfte einerseits der innovativen Technologie und dem sehr starken Wunsch nach einer bankenunabhängigen Währung geschuldet sein, andererseits ist ein gewisser Hype unverkennbar. Auf diesen folgte in der Geschichte der Wertentwicklung von Assets sehr oft erst die Blase und dann der Crash. Davor warnte jüngst das Marktforschungsinstitut Sentix.

Doch es gibt einen handfesten Grund für die abnorm erscheinende Wertentwicklung: die Endlichkeit der Kryptowährung, deren Mining auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt sein soll. Da leuchtet es ein, dass jedermann sich rasch noch einige der virtuellen Goldstücke besorgen möchte, bevor es keine mehr gibt. Ein alter ökonomischer Grundsatz lautet, dass knappe Güter teurer werden. Der Preisanstieg hat daher eine immanente Logik, die wohl allen Bedenken trotzt.

Könnte der Bitcoin Kurs wirklich auf eine halbe Milliarde Dollar steigen?

Bezüglich der Wertentwicklung von Gütern und Währungen gibt es keine sicheren Prognosen. Die genannte Zahl der oben erwähnten Protagonisten Liew und Smith wirkt euphorisch, doch vielleicht bewahrheitet sie sich ja. Es sind auch alle erdenklichen sonstigen Szenarien vorstellbar.

Die Bitcoins könnten irgendwo zwischen 5.000 und 10.000 Dollar in eine sehr lange, Jahrzehnte währende Seitwärtsrange übergehen, während andere virtuelle Währungen aufholen. Als unwahrscheinlich darf gelten, dass Kryptowährungen wieder verschwinden könnten.

Bestenfalls wäre vorstellbar, dass sich Politiker aller Staaten darüber einig werden, sie zu verbieten – dann würde das virtuelle Geld fortan ein Schattendasein in der Illegalität führen. Das müsste nicht einmal seine Wertentwicklung negativ beeinflussen. Momentan sieht es aber nicht nach so einem Szenario aus. Was als einigermaßen sicher gelten darf, ist die Prognose, dass es beim Bitcoin-Kurs noch etwas Luft nach oben gibt.

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