Bitcoin bleibt trotz Regulierung, Kursschwäche und ETF-Zuflüssen im Fokus
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin bleibt trotz staatlicher Verbote und Kursschwäche dank seiner Dezentralität widerstandsfähig, während Regulierung vor allem Börsen und Wallets betrifft.
Bitcoin bleibt ein geopolitischer und finanzieller Brennpunkt: Staaten verschärfen die Regulierung, Börsen kämpfen mit schwacher Nachfrage und der Kurs steht unter Druck – doch das dezentrale Netzwerk erweist sich weiterhin als schwer angreifbar. Der Pressespiegel beleuchtet staatliche Verbote, ETF-Zuflüsse, Russlands Krypto-Strategie, Bitpandas Börsenpläne und die sichersten Hardware-Wallets.
Bitcoin zwischen staatlicher Regulierung, Kursschwäche und neuer Aufmerksamkeit
Warum Regierungen Bitcoin nicht vollständig stoppen können
Die Berliner Morgenpost beschreibt Bitcoin als ein dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk, das sich nicht wie ein Unternehmen oder eine zentrale Plattform abschalten lässt. In der Frühphase versuchten mehrere Staaten, Nutzung und Besitz von Kryptowährungen vollständig zu unterbinden. Als Gründe nennt der Bericht unter anderem Sorgen vor Kapitalabflüssen, Geldwäsche und dem Verlust der Kontrolle über die eigene Landeswährung.
Bolivien verbot 2014 als eines der ersten Länder nicht staatlich kontrollierte Währungen. Ecuador erklärte Bitcoin kurz darauf für illegal und wollte stattdessen eine eigene digitale Staatswährung etablieren, ein Projekt, das später scheiterte. Später schlossen sich unter anderem Algerien, Ägypten, Bangladesch und der Irak an; in diesen Ländern sind Kauf, Verkauf und Besitz von Kryptowährungen stark eingeschränkt oder verboten.
Am Bitcoin-Netzwerk selbst änderten diese Maßnahmen laut Berliner Morgenpost jedoch nichts. Roman Reher, Gründer der Bildungsplattform Blocktrainer, erklärt, Staaten hätten keine Möglichkeit, das Netzwerk zu korrumpieren oder zu verändern. Bitcoin verfüge weder über einen zentralen Server noch über ein einzelnes Rechenzentrum oder einen Geschäftsführer, an den ein Durchsuchungsbeschluss zugestellt werden könnte.
„Bitcoin ist nicht deshalb quasi unmöglich zu verbieten, weil es ein Schattensystem wäre, sondern weil es keinen zentralen Angriffspunkt gibt.“
Das globale Kassenbuch wird auf Zehntausenden Computern weltweit gespeichert und überprüft. Diese sogenannten Nodes und die Miner bilden eine verteilte Infrastruktur. Um Bitcoin vollständig abzuschalten, müssten theoretisch alle verteilten Knotenpunkte zerstört oder alle Miner ausfindig gemacht und ihre Geräte beschlagnahmt werden.
Ein weiterer Faktor ist die Möglichkeit der Selbstverwahrung. Nutzer können Bitcoin ohne Banken oder andere zentrale Anbieter verwahren. Dadurch lassen sich Bestände oder Transaktionen laut dem Bericht nicht ohne Weiteres beschlagnahmen oder kontrollieren, sofern die Nutzer Bitcoin in seiner Grundform innerhalb des Netzwerks verwenden.
Das chinesische Mining-Verbot als Belastungstest
Wie widerstandsfähig Bitcoin ist, zeigte sich laut Berliner Morgenpost 2021 beim chinesischen Mining-Verbot. China stellte damals rund 50 bis 60 Prozent der weltweiten Rechenleistung. Die Regierung untersagte das Schürfen von Bitcoin im gesamten Land und erklärte später auch Krypto-Transaktionen für illegal.
Als Gründe galten die Kontrolle von Kapitalströmen, die Einführung des digitalen Yuans sowie energie- und klimapolitische Ziele. Für Bitcoin war dies der bislang größte Belastungstest seiner Geschichte, weil ein erheblicher Teil der weltweiten Rechenleistung innerhalb kurzer Zeit aus dem Netzwerk verschwand.
Die sogenannte Schwierigkeitsanpassung sorgte jedoch dafür, dass weiterhin etwa alle zehn Minuten ein neuer Block entstand. Die Mining-Industrie verlagerte sich in andere Regionen. Die USA, Kasachstan und Kanada entwickelten sich innerhalb weniger Monate zu wichtigen neuen Standorten.
„Wenn eine Regierung versucht, die Technologie im eigenen Land zu verbieten, führt das in einer globalisierten Welt primär dazu, dass die Industrie abwandert.“
Nach Einschätzung der Berliner Morgenpost schadet ein nationales Verbot deshalb häufig dem jeweiligen Standort stärker als dem Bitcoin-Netzwerk. Das Netzwerk kennt keine Landesgrenzen und läuft weiter, auch wenn einzelne Staaten gegen Teile der Infrastruktur vorgehen.
Infobox: Die Berliner Morgenpost kommt zu dem Schluss, dass Staaten Bitcoin regulieren, besteuern und den Zugang erschweren können. Das dezentrale Protokoll selbst lässt sich durch Verbote einzelner Länder bislang jedoch nicht abschalten.
Regulierung an den Schnittstellen zur Finanzwelt
Regierungen verfügen laut Berliner Morgenpost dennoch über wirksame Einflussmöglichkeiten. Diese liegen vor allem an den sogenannten On- und Off-Ramps, also an den Stellen, an denen Nutzer zwischen dem klassischen Finanzsystem und der Kryptowelt wechseln. Dazu gehören beispielsweise der Kauf von Bitcoin über eine Handelsplattform oder die Auszahlung auf ein Bankkonto.
Frederic Meyer, Bereichsleiter Blockchain und Krypto-Regulierung beim Digitalverband Bitkom, beschreibt diese Unternehmen als zentrale Ansatzpunkte staatlicher Regulierung. Regulierte Kryptobörsen und Verwahrdienstleister in den USA und der Europäischen Union müssen Transaktionen mit sanktionierten Personen, Unternehmen oder Staaten blockieren. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen oder aufsichtsrechtliche Maßnahmen.
Deutschland und die Europäische Union setzen nach Darstellung der Berliner Morgenpost auf Regulierung statt auf ein vollständiges Verbot. Mit der europäischen Markets in Crypto-Assets Regulation, kurz MiCA, gilt erstmals ein einheitlicher Rechtsrahmen für Kryptowährungen in der Europäischen Union.
Die Vorschriften für E-Geld-Token und asset-referenzierte Token traten im Juni 2024 in Kraft. Der übrige MiCA-Rahmen folgte Ende 2024. Handelsplattformen, Verwahrer und andere Kryptodienstleister benötigen seitdem eine Zulassung und müssen umfangreiche Anforderungen erfüllen.
Am 1. Juli 2026 endete die Übergangsfrist für Unternehmen, die bereits vor MiCA tätig waren und noch keine MiCA-Erlaubnis erhalten hatten. Seitdem dürfen sie ihre Dienstleistungen ohne entsprechende Zulassung grundsätzlich nicht mehr anbieten.
Zusätzlich verpflichtet die EU-Richtlinie DAC8 Kryptoplattformen dazu, Transaktionsdaten an die Steuerbehörden zu melden. Die ersten Meldungen für das Jahr 2026 sollen ab 2027 an die Finanzverwaltungen übermittelt werden. Für Anleger bedeutet dies nach Einschätzung der Berliner Morgenpost vor allem eine größere Transparenz bei Kryptogeschäften.
„Es wird schwieriger, Kryptogewinne zu verschweigen.“
Meyer warnt zugleich davor, Kryptowährungen ausschließlich mit Kriminalitätsbekämpfung und Schattenwirtschaft gleichzusetzen. Aus seiner Sicht müsse Regulierung mit Innovation verbunden werden.
Infobox: Der staatliche Einfluss konzentriert sich vor allem auf Börsen, Verwahrer und andere Dienstleister. MiCA und DAC8 schaffen in der Europäischen Union einen verbindlichen Rahmen für Zulassung, Kontrolle und Meldung von Kryptotransaktionen.
Bitpanda, Bitcoin-Crash und mögliche Börsenpläne
Die WirtschaftsWoche berichtet in ihrem Podcast „Bitcoin & Beyond“ über die Zukunftspläne des Bitpanda-Chefs. Der Titel der Folge lautet „Bitcoin-Crash und IPO-Geflüster: Was der Bitpanda-Chef mit dem Kryptobroker vorhat“.
Der vorliegende Quellenauszug enthält vor allem den Podcast-Hinweis und den Disclaimer der WirtschaftsWoche. Darin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Podcast keine Anlageberatung darstellt, sondern der Information und Unterhaltung dient.
Die Hosts und der Verlag übernehmen laut dem Hinweis keine Haftung für Anlageentscheidungen, die aufgrund der im Podcast gehörten Informationen getroffen werden. Weitere inhaltliche Einzelheiten zu den Plänen des Bitpanda-Chefs sind im bereitgestellten Quellenauszug nicht enthalten.
Infobox: Die WirtschaftsWoche kündigt eine Podcast-Folge zu einem Bitcoin-Crash, möglichen Börsenplänen und den Vorhaben des Bitpanda-Chefs an. Der Podcast ist laut Quelle ausdrücklich keine Anlageberatung.
Kryptokurse am Donnerstagvormittag
Finanzen.net meldet am Donnerstagvormittag überwiegend fallende Kurse bei den beobachteten Digitalwährungen. Um 09:41 verbilligte sich Bitcoin um 0,96 Prozent auf 65.385,01 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag bei 66.019,79 US-Dollar gelegen hatte.
Auch Ethereum gab nach. Der Kurs fiel um 0,89 Prozent auf 1.914,29 US-Dollar, verglichen mit 1.931,41 US-Dollar am Vortag. Bitcoin Cash verlor 2,00 Prozent und notierte um 09:41 bei 215,55 US-Dollar, während am Vortag 219,96 US-Dollar verzeichnet worden waren.
| Digitalwährung oder Produkt | Stand um 09:41 | Veränderung | Vortag |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 65.385,01 US-Dollar | -0,96 Prozent | 66.019,79 US-Dollar |
| Litecoin | 46,90 US-Dollar | -0,23 Prozent | 47,01 US-Dollar |
| Ethereum | 1.914,29 US-Dollar | -0,89 Prozent | 1.931,41 US-Dollar |
| Bitcoin Cash | 215,55 US-Dollar | -2,00 Prozent | 219,96 US-Dollar |
| Ripple | 1,134 US-Dollar | -0,65 Prozent | 1,141 US-Dollar |
| Monero | 351,10 US-Dollar | -0,32 Prozent | 352,22 US-Dollar |
| Cardano | 0,1729 US-Dollar | 0,1739 US-Dollar | |
| Stellar | 0,1839 US-Dollar | -1,68 Prozent | 0,1870 US-Dollar |
| Tron | 0,3292 US-Dollar | 0,3287 US-Dollar | |
| Binancecoin | 569,35 US-Dollar | -0,21 Prozent | 570,52 US-Dollar |
| Dogecoin | 0,0723 US-Dollar | 0,0729 US-Dollar | |
| Solana | 77,13 US-Dollar | -0,92 Prozent | 77,85 US-Dollar |
| Avalanche | 6,551 US-Dollar | -0,89 Prozent | 6,610 US-Dollar |
| Chainlink | 8,540 US-Dollar | -0,90 Prozent | 8,618 US-Dollar |
| Sui | 0,7693 US-Dollar | +0,77 Prozent | 0,7634 US-Dollar |
Beim finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 wurde ein Minus von 0,4 Prozent ausgewiesen. Das Produkt bündelt laut Finanzen.net die größten Kryptowährungen in einem Investment und notierte bei 8,50 EUR. Die Performance seit Auflage betrug -7,8 Prozent.
Cardano, Tron und Dogecoin zeigten laut Finanzen.net kaum Ausschläge. Cardano lag bei 0,1729 US-Dollar nach 0,1739 US-Dollar am Vortag, Tron bei 0,3292 US-Dollar nach 0,3287 US-Dollar und Dogecoin bei 0,0723 US-Dollar nach 0,0729 US-Dollar.
Der einzige deutliche Gewinner im bereitgestellten Kursüberblick war Sui. Der Kurs stieg um 0,77 Prozent auf 0,7693 US-Dollar, nachdem am Vortag 0,7634 US-Dollar verzeichnet worden waren.
Infobox: Finanzen.net meldete um 09:41 bei Bitcoin einen Kurs von 65.385,01 US-Dollar und bei Ethereum 1.914,29 US-Dollar. Die meisten aufgeführten Digitalwährungen lagen im Minus, während Sui um 0,77 Prozent zulegte.
Bitcoin bei rund 64.000 Dollar: ETF-Zuflüsse bleiben begrenzt
FinanzNachrichten.de berichtet, dass sich der Bitcoin-Kurs bei rund 64.000 Dollar hält, nachdem Spot-Bitcoin-ETFs die zweite Woche in Folge Nettozuflüsse verzeichneten. Bloomberg zufolge flossen in der Woche vom 13. bis 17. Juli 75,7 Millionen Dollar in die Produkte, nach 197,4 Millionen Dollar in der Vorwoche.
Die beiden Wochen zusammen erreichten 273 Millionen Dollar. Diese Summe steht laut FinanzNachrichten.de mehr als acht Milliarden Dollar an Abflüssen gegenüber, die seit Mai aus den Produkten abgeflossen seien.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| ETF-Nettozuflüsse vom 13. bis 17. Juli | 75,7 Millionen Dollar |
| ETF-Nettozuflüsse in der Vorwoche | 197,4 Millionen Dollar |
| ETF-Zuflüsse über zwei Wochen | 273 Millionen Dollar |
| Abflüsse seit Mai | mehr als acht Milliarden Dollar |
| Bitcoin-Tief | 57.750 Dollar |
| Aktuelles Niveau | rund 64.000 Dollar |
| Bitcoin-Marktkapitalisierung | rund 1,33 Billionen Dollar |
| Allzeithoch vom Oktober 2025 | 126.198 Dollar |
Der Freitag war mit 132,3 Millionen Dollar der stärkste Tag der Woche. BlackRocks IBIT zog allein 136,5 Millionen Dollar an, während Fidelitys FBTC Abflüsse von 4,2 Millionen Dollar verzeichnete. FinanzNachrichten.de wertet dies als Hinweis auf eine starke Konzentration der Zuflüsse auf einen einzelnen Anbieter.
Standard Chartered hält laut dem Bericht an einem Jahresziel von 100.000 Dollar für Bitcoin fest. Citi senkte seinen 12-Monats-Ausblick auf 82.000 Dollar und verwies auf eine schwache ETF-Nachfrage, während Bernstein bei 150.000 Dollar bleibt.
Am 14. Juli verloren die ETFs nach militärischen Spannungen zwischen den USA und Iran 424,7 Millionen Dollar an einem einzigen Tag. Der Bitcoin-Kurs bewegte sich laut FinanzNachrichten.de in einer engen Spanne zwischen 62.000 und 65.000 Dollar und benötige einen nachhaltigen Ausbruch über 65.500 Dollar für die nächste Widerstandszone.
Der Kurs blieb 49 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.198 Dollar vom Oktober 2025. Polymarket sah die höchsten Quoten dafür, dass Bitcoin das Jahr zwischen 70.000 und 75.000 Dollar beendet.
Der Artikel bewirbt zusätzlich den Presale des Projekts Pepeto. Laut FinanzNachrichten.de wurden dabei mehr als 10,38 Millionen Dollar eingesammelt; außerdem wird von mehr als 50.000 Wallets berichtet. SolidProof habe die gesamte Codebasis geprüft und verifiziert.
Der Presale-Preis wird mit 0,000000188 Dollar angegeben. Der Bericht nennt eine geplante Binance-Listung, eine Cross-Chain-Bridge ohne Gebühren und PepetoSwap, bei dem jeder Handel kostenlos abgewickelt werden soll. Diese Angaben stammen aus dem werblichen Teil des Artikels.
Infobox: Die ETF-Zuflüsse verbesserten sich zwei Wochen in Folge, bleiben mit 273 Millionen Dollar jedoch deutlich unter den seit Mai genannten Abflüssen von mehr als acht Milliarden Dollar. FinanzNachrichten.de nennt für Bitcoin ein aktuelles Niveau von rund 64.000 Dollar, ein Jahresziel von 100.000 Dollar bei Standard Chartered und 82.000 Dollar bei Citi.
ARD-Dokumentation untersucht Russlands Krypto-Strategie
Finanzen100 berichtet über die aktuelle „ARD Story“ mit dem Titel „Der Krypto-Krieg – Wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft“. Autor Peter Krysler untersucht darin, wie Russland digitale Währungen zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Finanzierung eigener Interessen einsetzen soll.
Die Dokumentation ist laut Finanzen100 seit Mittwoch in der ARD-Mediathek verfügbar. Im Ersten soll sie am Mittwoch, 29. Juli, um 22.50 Uhr ausgestrahlt werden.
Im Mittelpunkt steht die These, dass Kryptowährungen für den Kreml zu einem wichtigen Instrument geworden sind. Dem Film zufolge nutzt Russland überschüssige Energieressourcen, um groß angelegte Bitcoin-Farmen zu betreiben.
Die dort erzeugten digitalen Vermögenswerte sollen helfen, finanzielle Beschränkungen des Westens zu umgehen und internationale Zahlungsströme aufrechtzuerhalten. Außerdem beschäftigt sich die Dokumentation mit sogenannten Schattenregionen, in denen illegales oder nur schwer kontrollierbares Krypto-Mining stattfinden soll.
Experten warnen laut Finanzen100 vor den Folgen einer unzureichenden Regulierung. Die globale Struktur vieler Kryptowährungen erschwere staatliche Kontrollen und könne von autoritären Staaten gezielt ausgenutzt werden.
Die Sendung ordnet Kryptowährungen in eine breitere Sicherheits- und Geopolitikdebatte ein. Dabei geht es um Sanktionen, Geldwäsche, Cyberkriminalität und die Rolle digitaler Währungen in internationalen Konflikten.
Infobox: Finanzen100 kündigt eine ARD-Dokumentation über Russlands mutmaßliche Nutzung von Bitcoin-Farmen, Kryptowährungen und digitalen Zahlungsströmen an. Die Ausstrahlung im Ersten ist für Mittwoch, 29. Juli, um 22.50 Uhr angegeben.
Hardware-Wallets im Test: Ledger Stax auf dem ersten Platz
BILD beziehungsweise COMPUTER BILD untersucht Hardware-Wallets zur sicheren Verwahrung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Test vergleicht Verschlüsselungssysteme, Bedienung, Funktionsumfang und die Unterstützung verschiedener Kryptowährungen.
Testsieger ist die Ledger Stax mit der Testnote 1,6, die als gut bewertet wird. Sie überzeugte laut BILD mit ansprechendem Design, flinker Inbetriebnahme und kabellosem Aufladen. Als Nachteile nennt der Test die etwas fummelige Eingabe der Wiederherstellungsphrase und den hohen Preis.
Auf Platz zwei folgt die Ledger Flex mit der Testnote 1,7. Sie wird für schnelle Einrichtung, wertige Verarbeitung und leichte Bedienung gelobt; auch bei ihr wird die Eingabe der Wiederherstellungsphrase als etwas fummelig und der Preis als hoch bewertet.
| Wallet | Testnote | Hervorgehobene Eigenschaften | Genannte Nachteile |
|---|---|---|---|
| Ledger Stax | 1,6 gut | Ansprechendes Design, flinke Inbetriebnahme, kabelloses Aufladen | Eingabe der Wiederherstellungsphrase etwas fummelig, hoher Preis |
| Ledger Flex | 1,7 gut | Schnelle Einrichtung, wertig, leichte Bedienung | Eingabe der Wiederherstellungsphrase etwas fummelig, hoher Preis |
| SecuX V20 | 1,8 gut | Schnelle Inbetriebnahme, großer Funktionsumfang, zahlreiche Kryptowährungen verfügbar | Bedienung nur auf Englisch, etwas klobig |
| Ledger Nano Gen5 | 1,8 gut | Gutes Handling, kompakte Maße, leichte Installation | Gehäuse komplett aus Kunststoff |
| Weitere getestete Wallet | 1,8 gut | Wertig, zugängliche Benutzerplattform, Bluetooth, viele Konten gleichzeitig nutzbar, unterstützt viele Coins | Hoher Preis, Seed-Phrasen-Einrichtung umständlich |
| Weitere getestete Wallet | 2,1 gut | Großes Touchdisplay, kennt viele Coins, Bluetooth, viele Konten gleichzeitig | Alles in englischer Sprache |
| D’Cent Biometric Wallet | 2,3 gut | Fingerabdrucksensor, sicher, unterstützt viele Coins | Funktioniert nur auf mobilen Geräten |
| Weitere getestete Wallet | 2,7 befriedigend | Sicherste Wallet im Test, mehrere Wiederherstellungsmöglichkeiten, auch auf Deutsch nutzbar | Rudimentäre Software, unterstützt in erster Linie ERC-20-Tokens, nervige Touchtasten |
Die SecuX V20 erhielt die Testnote 1,8 und wird als Preis-Tipp genannt. Sie unterstützt zahlreiche Kryptowährungen und bietet einen großen Funktionsumfang, ist laut Test aber etwas klobig und nur auf Englisch bedienbar.
Für Nutzer, die eine besonders kompakte Wallet suchen, hebt BILD den Ledger Nano Gen5 hervor. Das Gerät erhielt ebenfalls die Testnote 1,8 und punktete mit gutem Handling, kompakten Maßen und leichter Installation; das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff.
Die D’Cent Biometric Wallet erhielt die Testnote 2,3. Ihr besonderes Merkmal ist ein Fingerabdrucksensor, der eine zusätzliche Sicherheitsebene für den Zugriff bieten soll. Laut Test funktioniert sie jedoch nur auf mobilen Geräten.
Der Test erinnert außerdem daran, dass seit dem Start des Bitcoin-Minings mehr als 15 Jahre vergangen sind. Damals lag der Kurs bei 0,07 US-Dollar, circa 0,06 Euro. Im bereitgestellten BILD-Beitrag wird der aktuelle Kurs mit etwa 61.000 US-Dollar, circa 71.000 Euro, angegeben.
Hardware-Wallets verwahren die digitalen Vermögenswerte nicht wie ein Bankkonto, sondern schützen den Zugriff auf die privaten Schlüssel. Die Wiederherstellungsphrase spielt dabei eine zentrale Rolle. Ihre Eingabe und sichere Aufbewahrung werden im Test mehrfach als wichtige Punkte der Bedienung und Sicherheit hervorgehoben.
Infobox: Die Ledger Stax erreicht im BILD- beziehungsweise COMPUTER-BILD-Test mit der Testnote 1,6 den ersten Platz. Als Preis-Tipp wird die SecuX V20 genannt, während die D’Cent Biometric Wallet durch ihren Fingerabdrucksensor auffällt.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist die Verschiebung staatlicher Kontrolle: Nicht das Bitcoin-Protokoll selbst steht im Zentrum, sondern die regulierten Zugänge über Börsen, Verwahrer und Banken. Damit bleibt Bitcoin technisch widerstandsfähig, während seine praktische Nutzung für viele Anleger transparenter, überprüfbarer und bürokratischer wird.
Die begrenzten ETF-Zuflüsse, die Kursschwäche und die unterschiedlichen Kursziele zeigen zugleich, dass die politische und institutionelle Aufmerksamkeit bislang keine verlässliche Stabilität erzeugt. Bitcoin bleibt daher strategisch relevant, aber kurzfristig hochgradig abhängig von Liquidität, Regulierung und geopolitischem Vertrauen.
Kernaussage: Bitcoin lässt sich kaum abschalten, wohl aber stärker kontrollieren. Der Wettbewerb zwischen dezentraler Technologie und staatlichen Zugangskontrollen wird damit zum maßgeblichen Zukunftsthema.
Quellen:
- Völlig losgelöst: Warum Regierungen Bitcoin nicht stoppen können
- Bitcoin-Crash und IPO-Geflüster: Was der Bitpanda-Chef mit dem Kryptobroker vorhat
- Kryptokurse heute: Bitcoin, Ethereum & Co. am Donnerstagvormittag
- Bitcoin Kurs bei 64.000 Dollar: Warum die ETF-Wende weniger bedeutet als Wall Street glaubt
- Neue ARD-Doku: Wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft
- Hardware-Wallets im Test: Bitcoin & Co. sicher verwahren