Zum Inhalt springen
Krypto-Magazin

News Redaktion Krypto-Magazin · Stand

Bitcoin bleibt unter 80.000 US-Dollar – Kryptomarkt uneinheitlich

Inhalt 4 Abschnitte

Bitcoin bleibt unter der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar, während der Kryptomarkt ein uneinheitliches Bild zeigt. Warum Zinserwartungen, ETF-Abflüsse und institutionelle Nachfrage den nächsten Kursimpuls bestimmen könnten und welche Chancen für einen Anstieg auf 100.000 US-Dollar bestehen, zeigt der aktuelle Pressespiegel.

Bitcoin bleibt unter 80.000 US-Dollar – Kryptomarkt uneinheitlich

Der Kryptomarkt zeigte sich am Sonntagnachmittag uneinheitlich. Laut finanzen.net gab Bitcoin um 17:11 Uhr um 0,19 Prozent auf 77.098,95 US-Dollar nach, nachdem der Kurs am Vortag bei 77.245,65 US-Dollar gelegen hatte.

Auch Ethereum stand unter Druck und verlor 1,47 Prozent auf 2.488,13 US-Dollar. Am Vortag hatte der Ethereum-Kurs noch 2.525,19 US-Dollar betragen. Dagegen legte Litecoin um 0,91 Prozent auf 54,10 US-Dollar zu, nachdem der Wert am Vortag bei 53,61 US-Dollar gelegen hatte.

KryptowährungKursVeränderungVortageskurs
Bitcoin77.098,95 US-Dollar-0,19 Prozent77.245,65 US-Dollar
Litecoin54,10 US-Dollar+0,91 Prozent53,61 US-Dollar
Ethereum2.488,13 US-Dollar-1,47 Prozent2.525,19 US-Dollar
Bitcoin Cash224,66 US-Dollar-0,77 Prozent226,41 US-Dollar
Ripple1,348 US-Dollar-1,34 Prozent1,367 US-Dollar
Monero534,32 US-Dollar-1,08 Prozent540,13 US-Dollar
Cardano0,2066 US-Dollarseitwärts0,2073 US-Dollar
Stellar0,1793 US-Dollarkaum Ausschläge0,1800 US-Dollar
Tron0,3409 US-Dollarunverändert0,3409 US-Dollar

Bitcoin Cash gab um 0,77 Prozent auf 224,66 US-Dollar nach. Ripple notierte bei 1,348 US-Dollar und lag damit 1,34 Prozent unter dem Vortageswert von 1,367 US-Dollar. Monero verlor 1,08 Prozent auf 534,32 US-Dollar, während der Kurs am Vortag 540,13 US-Dollar betragen hatte.

Cardano bewegte sich laut finanzen.net seitwärts. Um 17:11 Uhr wurde ein Kurs von 0,2066 US-Dollar festgestellt, verglichen mit 0,2073 US-Dollar am Vortag. Bei Stellar waren kaum Ausschläge zu erkennen: Der Kurs lag bei 0,1793 US-Dollar nach 0,1800 US-Dollar am Vortag. Tron blieb mit 0,3409 US-Dollar auf dem Kurs des Vortages.

Unter den weiteren großen Digitalwährungen verzeichnete Binance Coin einen Rückgang um 1,34 Prozent auf 717,55 US-Dollar. Der Vortageskurs lag bei 727,26 US-Dollar. Dogecoin tendierte ebenfalls schwächer und wurde um 17:11 Uhr mit 0,0836 US-Dollar bewertet, nachdem am Vortag 0,0848 US-Dollar erreicht worden waren.

KryptowährungKursVeränderungVortageskurs
Binance Coin717,55 US-Dollar-1,34 Prozent727,26 US-Dollar
Dogecoin0,0836 US-Dollarkeine Prozentangabe0,0848 US-Dollar
Solana100,43 US-Dollar-1,33 Prozent101,78 US-Dollar
Avalanche7,379 US-Dollar-0,31 Prozent7,402 US-Dollar
Chainlink11,28 US-Dollar-1,88 Prozent11,50 US-Dollar
Sui0,7143 US-Dollar-1,40 Prozent0,7244 US-Dollar

Auch Solana, Avalanche, Chainlink und Sui gaben nach. Solana sank um 1,33 Prozent auf 100,43 US-Dollar, Avalanche um 0,31 Prozent auf 7,379 US-Dollar. Chainlink fiel um 1,88 Prozent auf 11,28 US-Dollar, während Sui um 1,40 Prozent auf 0,7143 US-Dollar zurückging.

Als weiteres Produkt nennt finanzen.net den finanzen.net Top 10 Crypto-ETP. Das Produkt bündelt die zehn größten Kryptowährungen in einem einzigen ETP und verzeichnete am Berichtstag ein Tagesplus von 1,8 Prozent. Seit der Auflage am 24.09.2024 betrug die Performance 10,2 Prozent.

Zusammenfassung: Bitcoin, Ethereum und die meisten der aufgeführten Kryptowährungen lagen am Sonntagnachmittag im Minus. Litecoin war der einzige deutlichere Gewinner, während Cardano, Stellar und Tron nur geringe oder keine Veränderungen zeigten.

Bitcoin scheitert erneut an der Marke von 80.000 US-Dollar

wallstreet-online.de berichtet, dass Bitcoin am 12. September auf 79.890 US-Dollar gestiegen und innerhalb weniger Stunden wieder unter 77.200 US-Dollar gefallen sei. Damit habe die Kryptowährung in diesem Monat zum vierten Mal erfolglos versucht, die Marke von 80.000 US-Dollar zu überwinden.

Am 13. September notierte Bitcoin laut CoinDesk bei rund 77.242 US-Dollar. Das 24-Stunden-Volumen wurde mit 6,01 Milliarden US-Dollar angegeben. Der Artikel beschreibt die Zone um 77.200 US-Dollar als Bereich, in den Verkäufer den Kurs nach dem Anstieg auf 79.890 US-Dollar zurückgedrängt hätten.

Als Belastungsfaktoren nennt wallstreet-online.de die August-Inflationsdaten sowie die Erwartungen an die US-Notenbank. Die Kerninflation im August lag mit 0,3 Prozent über dem Konsens von 0,2 Prozent, während die Gesamtinflation 3,4 Prozent erreichte.

Nach Angaben des Artikels preist der Markt eine 87-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve am 16. September ein. Am 11. September habe sich zwar ein Golden Cross gebildet, in vergangenen Zyklen habe Bitcoin danach jedoch häufig seitwärts gehandelt.

Zusätzlichen Druck sieht der Bericht bei den US-Spot-ETFs. Diese verzeichneten vier Tage in Folge Netto-Abflüsse; allein am 11. September seien 13,29 Millionen US-Dollar aus den Fonds abgeflossen. Nach Einschätzung des Artikels fehlt dem Kurs ohne frische institutionelle Nachfrage der Treibstoff für einen Ausbruch über 80.000 US-Dollar.

AngabeWert
Bitcoin-Hoch am 12. September79.890 US-Dollar
Bitcoin-Kurs am 13. Septemberrund 77.242 US-Dollar
24-Stunden-Volumen6,01 Milliarden US-Dollar
Kerninflation im August0,3 Prozent
Konsens zur Kerninflation0,2 Prozent
Gesamtinflation3,4 Prozent
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung87 Prozent
ETF-Abflüsse am 11. September13,29 Millionen US-Dollar
Marktkapitalisierung1,33 Billionen US-Dollar
Allzeithoch im Oktober 2025128.198 US-Dollar

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin wird mit 1,33 Billionen US-Dollar angegeben. Seit dem Allzeithoch von 128.198 US-Dollar im Oktober 2025 fehlten rund 40 Prozent. Ein Septemberziel von 82.000 US-Dollar würde laut dem Bericht lediglich sechs Prozent bedeuten.

Im weiteren Verlauf stellt wallstreet-online.de den Presale des Projekts Pepeto vor. Dem Artikel zufolge wurden 10,38 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der Presale-Preis wird mit 0,000000188 US-Dollar angegeben.

Als Bestandteil des Projekts nennt der Bericht einen Sicherheitsscanner, der jeden Scan mit 42 Detektoren prüfe. Zusätzlich simuliere der Scanner einen Kauf und einen Verkauf auf einer Kopie der Blockchain, um nach versteckten Präge-Schaltern, Sperrlisten und verborgenen Eigentümern zu suchen.

Ein Beispiel-Scan habe die Bewertung 6, kritisch, ergeben, weil der Verkaufstest fehlgeschlagen sei. Der Bericht bezeichnet dies als Hinweis auf einen Honeypot, also einen Coin, der gekauft, aber nicht verkauft werden kann. Der Handel sei in diesem Fall blockiert worden.

wallstreet-online.de schreibt außerdem, dass SolidProof den gesamten Code und das Team geprüft und verifiziert habe. Als weitere Angaben nennt der Artikel einen Mitgründer, der den ersten Pepe-Coin erschaffen habe, sowie einen ehemaligen Binance-Experten im Entwicklerteam.

„Bitcoin scheiterte zum vierten Mal an 80.000 Dollar und notiert bei 77.000 Dollar, während die Fed am 16. September über eine Zinserhöhung mit 87 Prozent Wahrscheinlichkeit entscheidet.“

Zusammenfassung: Bitcoin steht laut wallstreet-online.de bei rund 77.000 US-Dollar unter Widerstand. Vier erfolglose Anläufe an 80.000 US-Dollar, ETF-Abflüsse von 13,29 Millionen US-Dollar am 11. September und die anstehende Entscheidung der Federal Reserve prägen die Markteinschätzung.

Prognose: 100.000 US-Dollar im Jahr 2026 im Fokus

Eine weitere Analyse von finanzen.net befasst sich mit der Frage, ob Bitcoin die Marke von 100.000 US-Dollar noch 2026 erreichen kann. Der Artikel wurde am 29. August 2026 aktualisiert und erschien ursprünglich am 24. August 2026.

Zum Zeitpunkt der Analyse notierte Bitcoin bei rund 80.000 US-Dollar und hatte im Wochenverlauf über 81.000 US-Dollar erreicht. Für August wurde ein Plus von rund 23 Prozent genannt. Laut dem Artikel war dies der stärkste Monat seit 2017.

Als möglichen Auslöser der Rally nennt finanzen.net, dass das US-Finanzministerium mehr eigene Staatsanleihen zurückkaufe. Anleger würden dies als Bereitschaft interpretieren, eine höhere Inflation hinzunehmen, und deshalb in Anlagen ausweichen, die sich nicht beliebig vermehren lassen.

Prognose- und MarktdatenWert
Bitcoin-Kurs in der Analyserund 80.000 US-Dollar
Wochenhochüber 81.000 US-Dollar
August-Performancerund 23 Prozent
Stärkster Monat seit2017

Die Analyse stellt der positiven Kursentwicklung zugleich die Risiken gegenüber. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Unterstützung durch die aktuelle Nachfrage ausreicht, um Bitcoin erneut in Richtung 100.000 US-Dollar zu führen.

  • Der Kursanstieg im August wird mit rund 23 Prozent angegeben.
  • Bitcoin erreichte im Wochenverlauf über 81.000 US-Dollar.
  • Die Entwicklung des US-Finanzministeriums wird als möglicher Auslöser der Rally beschrieben.
  • Die Marke von 100.000 US-Dollar bleibt das zentrale Kursziel der Analyse.

Zusammenfassung: finanzen.net beschreibt eine starke Bitcoin-Entwicklung im August 2026 und stellt die Frage nach einer Rückkehr zur Marke von 100.000 US-Dollar. Als zentrale Einflussgröße wird die Interpretation der Maßnahmen des US-Finanzministeriums durch die Anleger genannt.

Einschätzung der Redaktion

Die wiederholten Rückläufe unter 80.000 US-Dollar zeigen, dass diese Marke kurzfristig ein klarer Widerstand bleibt. Ohne neue institutionelle Nachfrage dürfte Bitcoin zunächst anfällig für weitere Schwankungen sein; die Zinserwartungen erhöhen dabei den Druck auf risikoreiche Anlagen. Das Ziel von 100.000 US-Dollar bleibt deshalb grundsätzlich erreichbar, ist aber kurzfristig nicht ausreichend abgesichert.

Kernaussage: Der Markt befindet sich eher in einer Konsolidierungsphase als vor einem belastbaren Ausbruch.

Quellen:

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

Keine Anlageberatung. Kryptowerte schwanken stark, ein Totalverlust ist möglich. Informieren Sie sich vor jeder Anlage selbst.

Kommentare (5)

Archiv, neue Kommentare sind geschlossen.

  1. CoinKuddel

    Also ich finde die 80.000er Marke wird hier etwas zu sehr zum Drama gemacht, Bitcoin war ja schon fast drann und ist dann halt wieder zurück gerutscht. 0,19 Prozent minus klingt für mich jetzt nicht nach einem crash sondern eher nach ganz normalen Krypto gezappel, wobei ich ehrlich gesagt nie weis was bei diesen Kursen noch normal ist. Ethereum sieht deutlich schwächer aus, Litecoin macht ein kleines plus und der rest steht irgendwo dazwischen, daraus kann man wahrscheinlich alles und garnichts ablesen. Spannender finde ich die ETF-Abflüsse, auch wenn 13,29 Millionen Dollar bei dem ganzen Bitcoin-Markt vielleicht garnicht so riesig sind. Trotzdem zeigt es wohl, dass die großen Anleger gerade nicht blind hinterher kaufen. Wenn die Institutionen warten, fehlt natürlich der Schub für die 80.000, aber anderseits können solche Abflüsse auch schnell wieder drehen wenn die Zinsangst nachlässt. Die Fed sache verstehe ich allerdings nicht ganz, im Text steht Zinserhöhung und gleichzeitig wird von Zinserwartungen geredet, ich dachte eigentlich höhere Zinsen wären für Bitcoin eher schlecht weil dann sichere Anlagen mehr bringen. Oder war das jetzt eine Senkung, die mit 87 Prozent gemeint ist? Jedenfalls merkt man mal wieder, dass ein paar Inflationszahlen reichen um den ganzen Markt nervös zu machen. Das Golden Cross klingt immer schön nach Kaufsignal, aber wenn Bitcoin danach oft seitwärts läuft, ist es vieleicht eher ein goldenes warten. Chartbegriffe machen die Sache auch nicht automatisch sicherer. Vier mal an 80.000 gescheitert ist schon auffällig, wobei 79.890 ja praktisch fast 80.000 sind, nur die runde Zahl macht psychologisch offenbar mehr her als die 110 Dollar Abstand. Wenn der Kurs diese Marke wirklich mit hohem Volumen knackt, könnte es schnell Richtung 82.000 gehen. Aber genauso kann er wieder auf 77.000 oder noch tiefer fallen, und dann sagen hinterher alle sie hätten es vorher gewusst. Das Ziel von 100.000 im Jahr 2026 finde ich nicht unmöglich, aber im Moment eher wie eine Überschrift als eine Prognose. Von 77.000 auf 100.000 sind immerhin ungefähr 30 Prozent, das ist bei Bitcoin zwar schon mal an einem guten Dienstag passiert, aber eben nicht ohne ordentliche Rücksetzer. Das Allzeithoch von 128.198 Dollar zeigt zwar das es grundsätzlich geht, sagt aber nicht das es diesmal genauso läuft. Vergangene Kurse sind schlieslich keine Garantie, auch wenn sie in jedem zweiten Artikel als Beweis herhalten müssen. Bei dem Pepeto Presale bin ich dann ausgestiegen. Erst wird Bitcoin analysiert und plötzlich kommt ein neuer Coin mit Scanner, Teamprüfung und irgendwelchen Kauf-Verkaufsimulationen. Das wirkt auf mich eher wie Werbung als wie eine neutrale Marktanalyse. Ein Sicherheitsscanner der einen Honeypot entdeckt ist ja gut, aber wenn ein Beispiel schon kritisch bewertet wird, frage ich mich warum man das Projekt überhaupt so ausführlich vorstellt. SolidProof und ein ehemaliger Binance-Mitarbeiter klingen beeindruckend, sind aber für mich kein Grund irgendwas zu kaufen. Gerade bei Presales wird viel versprochen und am Ende weis man nie wer wirklich dahinter steckt. 10,38 Millionen eingesammelt hört sich auch nicht automatisch positiv an, vielleicht wurden einfach 10 Millionen eingesammelt weil genug Leute FOMO hatten. Unterm Strich scheint mir der Markt gerade weder richtig bullish noch klar bearish sondern einfach unentschlossen. Bitcoin hält sich über 77.000, aber die Käufer schaffen den Schritt über 80.000 nicht dauerhaft. Ethereum schwächelt, während Litecoin ein bischen glänzt, was schon zeigt wie zufällig die Tagesgewinner manchmal sind. Ich würde jedenfalls nicht wegen einem einzelnen Golden Cross oder einem kurzen Anstieg auf 79.890 all in gehen. Erstmal abwarten ob die ETF-Flüsse wieder positiv werden und was die Fed wirklich beschliest, dann sieht man vieleicht klarer. Bis dahin bleibt die 100.000 eher möglich als wahrscheinlich, und das ist bei Krypto vermutlich schon eine ziemlich genaue Prognose.

  2. Anonymous

    Was mir in den bisherigen Einschätzungen noch fehlt, ist der Blick auf die Qualität der Daten selbst. Bei solchen Tagesständen wird gern eine Genauigkeit vorgetäuscht, die der Markt überhaupt nicht hergibt. Ob Bitcoin nun bei 77.098,95 oder 77.242 Dollar steht, macht für eine langfristige Entscheidung kaum einen Unterschied. Selbst das genannte Handelsvolumen von 6,01 Milliarden Dollar sagt allein wenig aus, solange man nicht weiß, wie es sich auf Börsen, Regionen und Spot- beziehungsweise Derivatemärkte verteilt. Ein Kurs kann bei hohem Volumen steigen, weil tatsächlich gekauft wird, oder genauso gut, weil hektisch Positionen geschlossen werden. Interessant finde ich außerdem den Unterschied zwischen dem breiten Markt und dem genannten Top-10-ETP. Wenn dieser am Berichtstag 1,8 Prozent zulegt, obwohl viele Einzelwerte leicht im Minus liegen, kann das an der Zusammensetzung, an unterschiedlichen Zeitpunkten oder an einer verzögerten Preisfeststellung liegen. Das ist nicht automatisch ein Widerspruch, aber man sollte daraus auch keinen Beweis für eine plötzlich zurückkehrende Risikobereitschaft machen. Gerade bei solchen gebündelten Produkten schauen Anleger oft weniger auf den Tageskurs und mehr darauf, ob sie bequem diversifiziert in den Markt kommen. Für mich wäre deshalb die längerfristige Entwicklung seit der Auflage wichtiger als dieser einzelne Plus-Tag. Auch die Zahlen zur Marktkapitalisierung und zum früheren Allzeithoch werfen Fragen auf. Wenn seit dem Hoch rund 40 Prozent fehlen, klingt das dramatisch, aber prozentuale Rückgänge wirken je nach Ausgangspunkt ganz unterschiedlich. Ein Rückgang von 40 Prozent ist für Bitcoin natürlich erheblich, gleichzeitig sind solche Bewegungen in diesem Markt leider nichts völlig Unbekanntes. Das frühere Hoch von 128.198 Dollar zeigt eher, wie groß die Schwankungsbreite ist, als dass daraus automatisch ein neues Kursziel folgt. Zwischen „der Kurs war dort schon einmal“ und „der Kurs kommt sicher wieder dorthin“ liegt eben ein ziemlich großer Unterschied. Bei der Prognose für 100.000 Dollar würde ich gern genauer wissen, wie belastbar die Begründung mit den Rückkäufen des US-Finanzministeriums ist. Anleger interpretieren politische und finanzielle Maßnahmen oft sehr schnell als Signal für Inflation oder zusätzliche Liquidität, aber solche Deutungen können sich ebenso schnell wieder ändern. Außerdem ist nicht jede Nachfrage nach Staatsanleihen gleichbedeutend mit Geld, das anschließend in Bitcoin fließt. Dafür gibt es zu viele Zwischenschritte: Renditen, Dollarstärke, Kreditbedingungen und die allgemeine Stimmung an den Aktienmärkten spielen ebenfalls eine Rolle. Die Erklärung ist also interessant, wirkt mir aber etwas geradlinig für einen Markt, der normalerweise von mehreren widersprüchlichen Erwartungen gleichzeitig bewegt wird. Was ich ebenfalls bemerkenswert finde: Der August soll mit rund 23 Prozent der stärkste Monat seit 2017 gewesen sein, und trotzdem wird im selben Umfeld über einen möglichen weiteren Anstieg gesprochen. Nach einem solchen Lauf wäre eine Pause eigentlich nicht überraschend. Viele Anleger unterschätzen, wie wichtig Konsolidierungen nach starken Anstiegen sind. Wenn der Kurs nicht sofort weiterläuft, muss das nicht zwangsläufig Schwäche bedeuten. Manchmal wechseln einfach kurzfristige Käufer zu den Verkäufern, während langfristige Investoren abwarten. Erst wenn wichtige Unterstützungen mehrfach brechen und die Erholung ausbleibt, würde ich daraus ein klareres Warnsignal ableiten. Die Pepeto-Passage sehe ich ebenfalls kritisch, allerdings weniger wegen einzelner Teamangaben als wegen des gesamten Zusammenhangs. Ein Scanner mit 42 Detektoren klingt technisch beeindruckend, sagt einem normalen Käufer aber nur dann etwas, wenn transparent erklärt wird, welche Tests wirklich durchgeführt wurden und wie oft Fehlalarme vorkommen. Dass ein Beispielprojekt als kritisch eingestuft und der Verkauf blockiert wurde, ist grundsätzlich ein gutes Zeichen für den Scanner. Es beweist aber noch lange nicht, dass das beworbene Projekt selbst sicher oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Codeprüfung, Teamverifizierung und ein bekannter Name sind verschiedene Dinge und sollten nicht in einen Topf geworfen werden. Gerade bei Presales wäre für mich entscheidend, wie die Token später verteilt werden, welche Sperrfristen gelten und wie viel Angebot bereits bei frühen Investoren liegt. Auch die Liquidität nach dem Start ist wichtiger als eine hohe Summe im Presale. Zehn Millionen Dollar eingesammelt klingt zunächst groß, kann aber bei einer entsprechend hohen Tokenmenge und wenig echter Handelsliquidität schnell anders aussehen. Dazu kommt das typische Problem, dass ein Presale durch Marketing, Boni und Zeitdruck eine Nachfrage erzeugen kann, die mit einer dauerhaften Nutzung des Projekts wenig zu tun hat. Da wäre eine nüchterne Aufstellung der Risiken hilfreicher als weitere prominente Namen. Unterm Strich überzeugt mich die Konsolidierungs-These mehr als die großen Kursziele. Bitcoin ist nicht weit genug vom Bereich um 77.000 Dollar entfernt, um von einem stabilen Trend zu sprechen, aber auch nicht automatisch in einer gefährlichen Abwärtsspirale. Für einen Ausbruch über 80.000 Dollar müsste meiner Meinung nach nicht nur ein kurzer Ausschlag kommen, sondern der Kurs müsste die Marke halten und idealerweise bei Rücksetzern als Unterstützung bestätigen. Erst dann wäre ein Anlauf auf 82.000 oder später 100.000 für mich charttechnisch glaubwürdiger. Bis dahin bleibt der Markt vor allem ein Spiel aus Erwartungen, Liquidität und sehr viel Geduld.

  3. Anonymous

    Mir fehlt hier vor allem der Hinweis, dass der als „Sonntag“ bezeichnete Handelstag und die Fed-Entscheidung am 16. September zeitlich etwas fragwürdig wirken, denn solche Datumsfehler können die ganze Analyse unnötig irreführend machen.

  4. Anonymous

    Die eigentliche offene Frage bleibt für mich, ob die vier gescheiterten Anläufe an 80.000 Dollar wirklich ein starkes Verkaufssignal sind oder ob dort einfach viele Anleger auf ihren Einstiegspreis warten und deshalb Gewinne mitnehmen.

  5. Anonymous

    Interessant finde ich noch den ETP mit den zehn großen Coins, weil man damit nicht gleich auf einen einzelnen Token setzen muss. 1,8 Prozent Tagesplus klingt zwar gut, sagt nach so einem kurzen Zeitraum aber auch nicht sooo viel aus. Und die Fed-Angabe wirkt im Artikel wirklich wiedersprüchlich, eine Zinserhöhung wäre für Risikoanlagen ja eher zusätzlicher Gegenwind.

Mehr aus News