Bitcoin-Funding-Rate erreicht 20-Monats-Hoch vor Krypto-Gipfel im Weißen Haus

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin zeigt vor dem Weißen-Haus-Gipfel starke Derivatesignale, während der Gesamtmarkt uneinheitlich bleibt und die Bitcoin-Skalierungsdebatte erneut aufflammt.

Bitcoin sendet vor dem Krypto-Gipfel im Weißen Haus ein bemerkenswertes Signal: Eine Funding-Rate auf dem höchsten Stand seit 20 Monaten trifft auf steigende Kurse, massive Short-Liquidationen und eine enge Handelsspanne. Gleichzeitig bleibt der Gesamtmarkt uneinheitlich, während in der Bitcoin-Skalierungsdebatte alte Aussagen von Satoshi Nakamoto erneut für Streit sorgen. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Markt-, Regulierungs- und Branchensignale des 18. August 2026.

Bitcoin-Funding-Rate erreicht 20-Monats-Hoch vor Krypto-Gipfel im Weißen Haus

Bitcoin hat am 18. August 2026 am Kryptomarkt ein deutlich verbessertes Derivate-Signal geliefert. Laut finanzen.net stieg die Funding-Rate von Bitcoin auf Binance auf den höchsten Stand seit 20 Monaten. Der letzte vergleichbare Wert datiert demnach aus dem Dezember 2024.

Bitcoin handelte am Nachmittag laut CoinGape bei rund 64.200 US-Dollar und lag damit 2,2 Prozent im Plus innerhalb von 24 Stunden. Die Intraday-Range reichte laut sundayguardianlive und CoinMarketCap am 18. August 2026 von 62.649 bis 64.548 US-Dollar.

Die Entwicklung der Funding-Rate deutet laut dem Bericht darauf hin, dass mehr Trader Long-Positionen eröffnen. Gleichzeitig kehrten die ETF-Zuflüsse für Bitcoin und Ethereum nach wochenlangen Abflüssen erstmals wieder mit positiven Tageszuflüssen zurück.

Unterdessen standen Short-Positionen stark unter Druck. Die Liquidationen stiegen um 53 Prozent auf 213 Millionen US-Dollar, wobei 125 Millionen US-Dollar auf Short-Positionen und 87 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen entfielen. finanzen.net wertet das Übergewicht bei den Short-Liquidationen als Hinweis darauf, dass der Kursanstieg vor allem bearische Positionierungen aufräumt und nicht ausschließlich von neuem Kaufkapital getragen wird.

KennzahlAngabe
Bitcoin-Kurs am Nachmittagrund 64.200 bis 64.500 US-Dollar
Bitcoin-Intraday-Range62.649 bis 64.548 US-Dollar
Veränderung in 24 Stunden2,2 Prozent
Liquidationen insgesamt213 Millionen US-Dollar
Short-Liquidationen125 Millionen US-Dollar
Long-Liquidationen87 Millionen US-Dollar
Relevanter Widerstandsbereich64.500 bis 66.000 US-Dollar
Wochentief62.700 US-Dollar
Jüngste Einmonatsrange62.000 bis 66.000 US-Dollar
Juni-Range58.000 bis 66.000 US-Dollar

Technisch liegt der nächste relevante Widerstandsbereich laut finanzen.net zwischen 64.500 und 66.000 US-Dollar. Das Wochentief wurde mit 62.700 US-Dollar angegeben. Die jüngste Einmonatsrange von 62.000 bis 66.000 US-Dollar ist enger als die Juni-Range von 58.000 bis 66.000 US-Dollar. Laut Bericht geht eine solche Kompressionsphase typischerweise einer größeren Bewegung voraus, sobald eine der Grenzen entschieden durchbrochen wird.

Zusätzliche Aufmerksamkeit richtet sich auf den 19. August 2026. Dann treffen sich laut finanzen.net die CEOs von Coinbase, Ripple, Gemini, Robinhood, Polymarket und Kalshi mit Präsident Trump sowie den Vorsitzenden von CFTC und SEC im Weißen Haus.

Eine unmittelbare gesetzliche Entscheidung wird am Markt laut Bericht nicht erwartet. Der CLARITY Act steht frühestens am 15. September im Senat zur Prozedurabstimmung, während die Passage-Wahrscheinlichkeit für 2026 je nach Quelle zwischen 10 und 20 Prozent liegt. Im Mittelpunkt stehen daher mögliche Signale zum administrativen Weg und konkrete Richtlinien der SEC und CFTC, die ohne Kongresszustimmung kurzfristig Klarheit schaffen könnten.

Der Gipfel folgt auf regulatorische Rückschläge. Die SEC hatte am 14. August ein geplantes Innovations-Meeting abgesagt und die Token-Ausnahmeregel verzögert. Als weiterer übergeordneter Makrokatalysator wird im Bericht Jackson Hole vom 27. bis 29. August 2026 genannt.

Auch Ethereum und Solana wurden im Bericht berücksichtigt. Ethereum notierte am Nachmittag laut Yahoo Finance bei rund 1.898 US-Dollar und wies eine Funding-Rate von 0,0024 Prozent auf. Für Ether kehrten die ETF-Zuflüsse erstmals seit mehreren Tagen zurück. Solana hielt sich im Bereich von rund 74 bis 76 US-Dollar stabil.

Darüber hinaus planen Bank Leumi und Galaxy Digital nach Angaben von CoinStats Bitcoin-, Ethereum- und Solana-Tradingdienste für israelische Kunden. Diese Dienste sind für früh 2027 geplant und benötigen noch eine behördliche Genehmigung.

„Das bullischste Derivate-Signal seit fast zwei Jahren“

Infobox: Die Funding-Rate von Bitcoin auf Binance erreichte den höchsten Stand seit 20 Monaten. Gleichzeitig wurden 125 Millionen US-Dollar an Short-Positionen liquidiert, während Bitcoin am Nachmittag bei rund 64.200 bis 64.500 US-Dollar lag. Der Weiße-Haus-Krypto-Gipfel findet am 19. August 2026 statt.

Kryptokurse am Dienstagnachmittag: Bitcoin legt zu, Ethereum und mehrere Altcoins geben nach

Der Kryptomarkt zeigte sich am Dienstagnachmittag insgesamt uneinheitlich. Wie finanzen.net berichtet, stieg der Bitcoin-Kurs um 0,24 Prozent auf 64.605,27 US-Dollar. Am Vortag hatte Bitcoin bei 64.451,58 US-Dollar gestanden.

Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 wies eine leichte Tagesveränderung von 0,6 Prozent auf und notierte bei 8,36 EUR. Während Bitcoin und Solana zulegten, verzeichneten unter anderem Litecoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Monero, Stellar, Binancecoin, Chainlink und Sui Kursverluste.

Kryptowährung beziehungsweise ProduktAktueller WertVeränderungVortageswert
Bitcoin64.605,27 US-Dollarplus 0,24 Prozent64.451,58 US-Dollar
finanzen.net Top 10 Crypto-ETP18,36 EUR0,6 Prozent
Litecoin44,29 US-Dollarminus 0,48 Prozent44,51 US-Dollar
Ethereum1.908,95 US-Dollarminus 0,19 Prozent1.912,50 US-Dollar
Bitcoin Cash203,76 US-Dollarminus 0,66 Prozent205,11 US-Dollar
Ripple1,001 US-Dollar1,003 US-Dollar
Monero414,21 US-Dollarminus 0,33 Prozent415,59 US-Dollar
Cardano0,1753 US-Dollarplus 0,76 Prozent0,1740 US-Dollar
Stellar0,1544 US-Dollarminus 2,08 Prozent0,1577 US-Dollar
Tron0,3323 US-Dollar0,3312 US-Dollar
Binancecoin602,54 US-Dollarminus 0,47 Prozent605,36 US-Dollar
Dogecoin0,0700 US-Dollar0,0704 US-Dollar
Solana76,78 US-Dollarplus 1,11 Prozent75,94 US-Dollar
Avalanche6,352 US-Dollar6,352 US-Dollar
Chainlink9,476 US-Dollarminus 0,60 Prozent9,534 US-Dollar
Sui0,6530 US-Dollarminus 3,35 Prozent0,6756 US-Dollar

Ethereum wurde bei 1.908,95 US-Dollar gehandelt und lag damit 0,19 Prozent unter dem Vortageswert von 1.912,50 US-Dollar. Bitcoin Cash fiel um 0,66 Prozent auf 203,76 US-Dollar, nachdem am Vortag 205,11 US-Dollar ausgewiesen worden waren.

Bei Ripple fiel die Bewegung gering aus. Der Kurs lag am Dienstagnachmittag bei 1,001 US-Dollar gegenüber 1,003 US-Dollar am Vortag. Auch Tron bewegte sich laut finanzen.net nur wenig und notierte bei 0,3323 US-Dollar nach 0,3312 US-Dollar am Vortag.

Unter den Verlierern zeigte Sui die stärkste Bewegung. Der Kurs sank um 3,35 Prozent auf 0,6530 US-Dollar, während am Vortag 0,6756 US-Dollar notiert worden waren. Stellar gab um 2,08 Prozent auf 0,1544 US-Dollar nach, verglichen mit 0,1577 US-Dollar am Vortag.

Solana entwickelte sich dagegen positiv. Um 17:11 notierte der Kurs 1,11 Prozent stärker bei 76,78 US-Dollar, nachdem am Vortag 75,94 US-Dollar verzeichnet worden waren. Avalanche blieb bei 6,352 US-Dollar und entsprach damit dem Kurs des Vortages.

Auch Cardano legte zu und stieg um 0,76 Prozent auf 0,1753 US-Dollar. Der Vortageswert lag bei 0,1740 US-Dollar. Litecoin, Binancecoin, Chainlink und Monero verzeichneten dagegen Rückgänge.

finanzen.net weist beim finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 darauf hin, dass die finanzen.net GmbH für die Vermarktung des Finanzprodukts von dritter Seite vergütet wird. Die Vergütung steigt laut Hinweis mit dem Volumen der in das Finanzprodukt investierten Gelder.

Infobox: Bitcoin stieg am Dienstagnachmittag um 0,24 Prozent auf 64.605,27 US-Dollar. Die stärksten im Bericht genannten Rückgänge verzeichneten Sui mit minus 3,35 Prozent und Stellar mit minus 2,08 Prozent, während Solana um 1,11 Prozent zulegte.

Adam Back stellt Berufung auf Satoshi Nakamoto in der Bitcoin-Skalierungsdebatte infrage

Die historische Bedeutung alter Aussagen von Satoshi Nakamoto ist erneut Gegenstand einer Bitcoin-Debatte. Laut Yahoo Finanzen Deutschland widerspricht Adam Back der Auffassung, Zitate des pseudonymen Bitcoin-Erfinders könnten eine eindeutige Vorgabe für die weitere Entwicklung des Netzwerks liefern.

Back, der als CEO von Blockstream bezeichnet wird, reagierte auf einen viral verbreiteten Thread. Darin wurden alte Forenbeiträge als Beleg dafür angeführt, dass Satoshi Nakamoto grundsätzlich größere Blöcke befürwortet habe.

Im Zentrum stehen unter anderem zwei Aussagen aus dem BitcoinTalk-Forum. Eine davon lautet: „Wir können eine Änderung zu einem späteren Zeitpunkt einführen, wenn wir näher an einen Bedarf dafür kommen.“ Yahoo Finanzen Deutschland weist jedoch darauf hin, dass Satoshi diese Aussage in einem Zusammenhang schrieb, in dem Nutzer aufgefordert wurden, einen Patch zur Erhöhung des Blockgrößenlimits abzulehnen.

Ein Beitrag aus dem Dezember 2009 verwies außerdem auf das sogenannte Moore'sche Gesetz. Diese Faustregel besagt, dass sich die Rechenleistung etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Befürworter größerer Blöcke leiten daraus laut Bericht ab, dass das Bitcoin-Design grundsätzlich von einer wachsenden Kapazität ausgehe.

Adam Back antwortete zunächst mit „nein“ und erklärte anschließend, dass sich das Archiv in beide Richtungen zitieren lasse. Er führte die Zitate auf einen sachlichen Austausch mit James A. Donald zurück, der bereits 2008 argumentiert hatte, das Design könne niemals skalieren.

Eine weitere Aussage Satoshis aus dem November beschreibt laut Yahoo Finanzen Deutschland eine Entwicklung hin zu spezialisierten Akteuren. Satoshi schrieb: „Wenn das Netzwerk über einen bestimmten Punkt hinauswächst, wird es mehr und mehr Spezialisten mit Serverfarmen und spezieller Hardware überlassen.“

Der Bericht sieht darin einen Widerspruch zwischen der Vorstellung, die Blockchain könne einfach wachsen, und der Erwartung, dass die Verarbeitung zunehmend von Spezialisten und sogenannten Lightweight-Clients übernommen werde. Auch die Aussage zum Moore'schen Gesetz habe sich nicht bewährt.

Satoshi habe erwartet, dass sich die Downloadzeiten innerhalb von acht Monaten stabilisieren würden. Laut Yahoo Finanzen Deutschland blieb die Blockchain jedoch schneller, als die Hardware wächst, und ihr Umfang liegt inzwischen bei etwa 744 Gigabyte.

Back wertet die späteren Bemerkungen laut Bericht als frühe Argumente für Second-Layer-Lösungen, die Zahlungen außerhalb der Blockchain abwickeln. Der Blockstream-Gründer habe auch 2026 wieder Autoritätsargumente in der Bitcoin-Debatte kritisiert.

Aus dieser Sicht hätten einzelne Personen weniger Gewicht bei der Festlegung der Roadmap. Die Debatte wird laut Bericht dennoch fortgesetzt, weil beide Seiten alte Aussagen von Satoshi Nakamoto als Argumente heranziehen.

Auch die aktuelle Marktlage wird im Beitrag eingeordnet. Bitcoin notierte demnach bei etwa 64.168 USD und damit ungefähr 49% unter dem Rekordwert von 126.080 USD aus Oktober 2025.

Yahoo Finanzen Deutschland verweist zudem auf unterschiedliche Einschätzungen zur Zahlungsvision von Satoshi Nakamoto. Brian Armstrong, CEO von Coinbase, erklärte kürzlich, dass Stablecoins und nicht Bitcoin diese Vision erfüllten. Craig Wright vertrat laut Bericht die umgekehrte Ansicht und beharrte darauf, dass das Basismodell niemals verändert werden dürfe.

„Alte Beiträge von Satoshi Nakamoto können die Diskussion zwar bereichern, sie können sie jedoch nicht entscheiden.“

Infobox: Adam Back stellt infrage, dass historische Aussagen von Satoshi Nakamoto eine verbindliche Bitcoin-Roadmap festlegen. Im Mittelpunkt stehen die Skalierung, größere Blöcke, Second-Layer-Lösungen und die Bedeutung von Grundprinzipien gegenüber Forenbeiträgen von vor über zehn Jahren.

Einschätzung der Redaktion

Die Marktsignale sprechen kurzfristig für eine erhöhte Aufwärtsdynamik, zugleich aber auch für wachsende Überhitzungs- und Rückschlagrisiken. Entscheidend ist, ob Bitcoin den Widerstandsbereich von 64.500 bis 66.000 US-Dollar nachhaltig überwindet; die hohe Funding-Rate allein bestätigt noch keinen stabilen neuen Aufwärtstrend.

Kernaussage: Die Rally gewinnt an Momentum, bleibt wegen des Derivatehebels und der anstehenden politischen Signale jedoch anfällig für starke Schwankungen.

Einschätzung der Redaktion

Die uneinheitliche Entwicklung zeigt, dass der Markt trotz der Bitcoin-Stärke keine breit getragene Aufwärtsbewegung bildet. Solange viele größere Kryptowährungen nachgeben, ist die Entwicklung eher als selektive Stabilisierung denn als überzeugender Gesamtmarkttrend zu bewerten.

Kernaussage: Bitcoin behauptet sich, doch die Marktbreite reicht noch nicht für ein belastbares bullisches Signal.

Einschätzung der Redaktion

Adam Backs Einwand ist für die Governance von Bitcoin zentral: Historische Aussagen können Orientierung geben, ersetzen aber weder aktuelle technische Abwägungen noch einen breiten Konsens. Die Debatte verdeutlicht, dass Bitcoin langfristig weniger durch die vermeintliche Autorität einzelner Personen als durch nachvollziehbare Regeln und dezentrale Entscheidungsprozesse geprägt wird.

Kernaussage: Satoshis Aussagen besitzen historische Bedeutung, sind aber keine verbindliche Entscheidungshilfe für heutige Skalierungsfragen.

Quellen: