Bitcoin über 70.000 Dollar: US-Anleiherückkäufe treiben Kryptomarkt an

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin überschreitet 70.000 US-Dollar, gestützt durch US-Anleiherückkäufe, politischen Rückenwind und Short-Liquidationen, während Experten zwischen Bullrun und weiterer Korrektur uneins sind.

Bitcoin ist zurück über 70.000 US-Dollar – getragen von US-Anleiherückkäufen, politischem Rückenwind und massiven Short-Liquidationen. Doch während einige Marktbeobachter bereits den nächsten Bullrun erwarten, warnen andere vor einer erneuten Korrektur. Der Pressespiegel zeigt, welche Kräfte den Kryptomarkt derzeit bewegen und wie Experten die weitere Entwicklung einschätzen.

Bitcoin über 70.000 US-Dollar: Krypto-Markt reagiert auf US-Anleiherückkäufe und politischen Rückenwind

Der Bitcoin hat laut mehreren Medienberichten nach einer schwächeren Phase deutlich zugelegt und die Marke von 70.000 US-Dollar wieder überschritten. Als zentrale Auslöser werden die angekündigte Ausweitung der Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen, politische Signale aus Washington und umfangreiche Liquidationen von Short-Positionen genannt.

Bitcoin-Rally und starke Bewegungen bei Ethereum

Wallstreet Online berichtet, Bitcoin sei um mehr als 11 Prozent auf bis zu 71.900 US-Dollar gestiegen. Damit habe die Kryptowährung den höchsten Stand seit Ende Mai erreicht. Ethereum legte zeitweise knapp 20 Prozent zu und notierte bei rund 2.280 US-Dollar.

Auch bei einzelnen Altcoins wurden deutliche Kursbewegungen beobachtet. Hyperliquid stach laut Wallstreet Online mit einem Plus von 24 Prozent auf 72 US-Dollar hervor. Als zusätzlichen Faktor nennt der Bericht die Liquidierung von Leerverkaufspositionen: Innerhalb von 24 Stunden beliefen sich diese laut Coinglass auf rund drei Milliarden US-Dollar, davon über 1,4 Milliarden auf Bitcoin und 1,13 Milliarden auf Ethereum.

AssetGenannter Kurs oder WertBewegung
Bitcoin71.900 US-Dollarmehr als 11 Prozent
Ethereumrund 2.280 US-Dollarknapp 20 Prozent
Hyperliquid72 US-Dollar24 Prozent

Zusammenfassung: Bitcoin erreichte laut Wallstreet Online bis zu 71.900 US-Dollar. Ethereum und Hyperliquid verzeichneten ebenfalls starke Zuwächse, während Short-Liquidationen zusätzlichen Kaufdruck erzeugten.

US-Finanzministerium weitet Rückkäufe langlaufender Anleihen aus

Nach Darstellung von Wallstreet Online kam der entscheidende Impuls aus Washington. Das US-Finanzministerium kündigte an, die Rückkaufoperationen für langlaufende Staatsanleihen deutlich auszuweiten. Statt bisher maximal zwei Milliarden US-Dollar sollen pro Transaktion künftig mindestens vier Milliarden möglich sein.

Der Hintergrund ist laut Bericht der Anstieg der Rendite 30-jähriger US-Anleihen auf den höchsten Stand seit 2007. Dass die US-Regierung dabei offenbar eine höhere Inflation in Kauf nimmt, wertete der Markt als Signal für lockerer werdende Finanzbedingungen.

Manager Magazin ordnet die Anleiherückkäufe ebenfalls als wichtigen Treiber ein. Die verstärkten Käufe hätten die Renditen am Bondmarkt gedrückt und dadurch Gold und Bitcoin zu Kursgewinnen verholfen. Der Goldpreis stieg am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Anfang Juni und kostete zuletzt 4.489 US-Dollar je Feinunze.

Nach Angaben des Manager Magazins reagierte der US-Anleihemarkt mit steigenden Kursen auf die Ankündigung des Finanzministeriums. Die Maßnahme sei vor dem Hintergrund des jüngsten Kursverfalls bei US-Staatsanleihen erfolgt. Niedrigere Renditen machten Gold für Anleger attraktiver, da das Edelmetall keine Zinsen abwirft. Zudem gab der Dollar zu allen wichtigen Währungen nach, wodurch Gold für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger wurde.

Zusammenfassung: Die Medien sehen in den US-Anleiherückkäufen einen wesentlichen Auslöser für sinkende Renditen, einen schwächeren Dollar und die Nachfrage nach alternativen Anlagen wie Gold und Bitcoin.

Politischer Rückenwind durch Treffen im Weißen Haus

Wallstreet Online berichtet außerdem von einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Führungskräften der Krypto-Industrie. Vertreter von Coinbase, Ripple, Gemini und weiteren Plattformen kamen demnach am Mittwochabend ins Weiße Haus.

Trump bekräftigte laut Bericht den Willen seiner Regierung, den Clarity Act rasch durch den Senat zu bringen. Das Regulierungsgesetz war zuvor mehrfach vertagt worden. Trump betonte zudem, Amerika müsse seine Führungsrolle bei Bitcoin, Krypto und Künstlicher Intelligenz gegenüber China verteidigen.

Auch ingenieur.de stellt den Krypto-Gipfel im Weißen Haus in den Mittelpunkt. Demnach erklärte Trump den „Krieg gegen Krypto“ für beendet und kündigte an, die USA wollten „erhebliche Mengen“ Bitcoin kaufen. Zusätzlich drängte der US-Präsident auf die Verabschiedung des CLARITY Act, der klare Zuständigkeiten bei der Regulierung digitaler Assets schaffen soll.

„Der Krieg gegen Krypto“ ist vorbei.

Als Ziel der US-Regierung nennt ingenieur.de, die Vereinigten Staaten zum weltweit führenden Krypto-Standort zu machen. Der Bericht erwähnt außerdem Trumps Aufforderung an das Team der dezentralen Börse Hyperliquid, in die USA zu kommen.

Zusammenfassung: Die Berichte führen die Rally auch auf politische Unterstützung zurück. Im Zentrum stehen die angekündigten Bitcoin-Käufe der USA, der CLARITY Act und das Ziel, die Vereinigten Staaten als führenden Krypto-Standort zu positionieren.

Bitcoin, Ethereum und weitere Token im Vergleich

ingenieur.de beziffert den Bitcoin-Anstieg auf 10,69 Prozent auf 71.127 Dollar. Ethereum legte demnach 17,17 Prozent auf 2.247 Dollar zu und erreichte ein neues Mehrmonatshoch.

Bei Hyperliquid wird in diesem Bericht ein Anstieg von 23,37 Prozent genannt. Der HYPE-Token kletterte auf 71,86 Dollar. Der Memecoin OFFICIAL TRUMP legte laut ingenieur.de 17,05 Prozent zu und kostete 1,64 Dollar. Zugleich lag der Token damit noch 97,82 Prozent unter seinem Allzeithoch von 75,35 Dollar.

AssetKursVeränderungZusätzliche Angabe
Bitcoin71.127 Dollar10,69 Prozentneues Mehrmonatshoch
Ethereum2.247 Dollar17,17 Prozentneues Mehrmonatshoch
Hyperliquid HYPE71,86 Dollar23,37 Prozent
OFFICIAL TRUMP1,64 Dollar17,05 Prozent97,82 Prozent unter dem Allzeithoch von 75,35 Dollar

Zusammenfassung: Neben Bitcoin und Ethereum verzeichneten insbesondere Hyperliquid und OFFICIAL TRUMP deutliche prozentuale Zuwächse. Die genannten Kurse und Veränderungen unterscheiden sich je nach Bericht und Zeitpunkt der jeweiligen Beobachtung.

Optimistische und vorsichtige Einschätzungen zum weiteren Verlauf

ingenieur.de berichtet, Brian Armstrong, CEO von Coinbase, erwarte ab Oktober den Beginn eines neuen Bullruns. Armstrong habe auf dem Crypto Summit direkt neben Trump gesprochen und anschließend eine entsprechende Prognose veröffentlicht.

Gleichzeitig verweist der Bericht auf skeptische Einschätzungen. Der Chartist und Nuklearingenieur Benjamin Cowen hält es demnach für nicht wahrscheinlich, dass Bitcoin von diesem Niveau aus einfach weiter steigt. Der Rücksetzer auf 58.500 Dollar könnte zwar die Talsohle gewesen sein, bestätigt sei dies laut Cowen jedoch bislang nicht.

Cowen erwartet laut ingenieur.de eher eine baldige Schwäche, eine erneute Korrektur und anschließend den Fall auf das endgültige Tief im vierten Quartal. Der aktuelle Kursanstieg könne demnach lediglich ein Vorgeschmack auf die weitere Entwicklung sein.

  1. Optimistische Einschätzung: Brian Armstrong erwartet laut ingenieur.de ab Oktober den Beginn des nächsten Bullruns.
  2. Vorsichtige Einschätzung: Benjamin Cowen rechnet eher mit einer erneuten Korrektur und einem endgültigen Tief im vierten Quartal.
  3. Regulatorisches Risiko: Die Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 wird laut ingenieur.de von Prediction Markets als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Zusammenfassung: Während Brian Armstrong einen neuen Bullrun ab Oktober erwartet, warnt Benjamin Cowen vor weiterer Schwäche und einem möglichen Tief im vierten Quartal. Auch der regulatorische Zeitplan bleibt laut Bericht unsicher.

Bitcoin steigt laut n-tv.de über die Marke von 70.000 US-Dollar

n-tv.de beschreibt einen spektakulären Ausbruch nach einer sommerlichen Durststrecke. Bitcoin stieg demnach erstmals seit Anfang Juni wieder über 70.000 US-Dollar und erreichte in der Spitze ein Hoch bei rund 72.000 Dollar.

Seit dem vergangenen Freitag verzeichnete die Kryptowährung laut n-tv.de ein Plus von mehr als elf Prozent. Als Gründe nennt der Bericht geldpolitische Signale, politischen Rückenwind und eine massive Liquidierungswelle an den Terminmärkten. Investoren, die auf sinkende Bitcoin-Kurse gesetzt hatten, erlitten dadurch große Verluste.

Als wesentlichen Treiber nennt n-tv.de die Erhöhung des laufenden Anleiherückkaufprogramms durch das US-Finanzministerium. Die Maßnahme habe die Renditen von Staatsanleihen nach unten gedrückt und den US-Dollar auf ein Drei-Monats-Tief geschickt. In der Folge seien Anleger verstärkt in alternative Sachwerte ausgewichen.

Zusammenfassung: n-tv.de führt den Anstieg über 70.000 US-Dollar auf das Zusammenspiel von Anleiherückkäufen, einem schwächeren Dollar, politischen Signalen und Liquidationen an den Terminmärkten zurück.

Deutsche Bank sieht mögliche Bitcoin-Käufe durch Zentralbanken

Börse Online berichtet über eine Studie der Deutschen Bank aus dem Jahr 2025. Darin wird die Möglichkeit beschrieben, dass Zentralbanken bis 2030 neben Gold auch Bitcoin als hartes Asset und möglichen sicheren Hafen in ihre Reserven aufnehmen könnten.

Als Gründe nennt die Deutsche Bank laut Börse Online den wachsenden Investitionsbedarf in Währungsreserven. Hohe Inflation, geopolitische Instabilität, die Unabhängigkeit des Dollars und Fortschritte bei der Krypto-Regulierung könnten Behörden dazu veranlassen, die Zusammensetzung ihrer Reserven zunehmend zu überdenken.

„Bis 2030 besteht die Möglichkeit, dass sowohl Gold als auch Bitcoin in den Bilanzen der Zentralbanken koexistieren.“

Eine solche Aufnahme von Bitcoin in Zentralbankbilanzen wäre laut Börse Online ein bedeutender Vertrauensbeweis. Sie könnte die Nachfrage nach der Kryptowährung erhöhen. Die Deutsche Bank sehe Bitcoin damit nicht zwingend als Ersatz für Gold, sondern als mögliches zusätzliches Reserve-Asset.

ZeitraumPrognose
Bis 2030Gold und Bitcoin könnten laut Deutsche Bank in den Bilanzen der Zentralbanken koexistieren

Zusammenfassung: Die Deutsche Bank hält es laut Börse Online für möglich, dass Zentralbanken bis 2030 neben Gold auch Bitcoin in ihren Währungsreserven berücksichtigen. Als mögliche Treiber werden Inflation, geopolitische Instabilität, die Unabhängigkeit des Dollars und die Krypto-Regulierung genannt.

Bitcoin-Comeback bleibt von makroökonomischen und politischen Faktoren abhängig

Die Berichte von WiWo, Wallstreet Online, Manager Magazin, n-tv.de, ingenieur.de und Börse Online zeichnen ein Bild eines Bitcoin-Comebacks, das von mehreren Faktoren getragen wird. Im Mittelpunkt stehen die US-Anleiherückkäufe, sinkende Renditen, ein schwächerer Dollar, politische Unterstützung und die Erwartung einer klareren Regulierung.

Gleichzeitig verweisen die Quellen auf erhebliche Unsicherheiten. Dazu gehören die hohe Volatilität nach starken Kursanstiegen, mögliche weitere Korrekturen, die unklare Entwicklung des CLARITY Act und unterschiedliche Einschätzungen zum Beginn eines neuen Bullruns.

Gesamtfazit: Der Pressespiegel zeigt einen starken, aber nicht einheitlich bewerteten Anstieg des Kryptomarktes. Bitcoin überschritt erneut die Marke von 70.000 US-Dollar, während die weitere Entwicklung zwischen der Erwartung eines neuen Bullruns und der Warnung vor einer erneuten Korrektur umstritten bleibt.

Einschätzung der Redaktion

Der Anstieg ist vor allem ein Signal für die hohe Sensibilität des Kryptomarktes gegenüber Liquidität, politischen Erwartungen und gehebelten Positionierungen. Nachhaltig wäre die Bewegung jedoch erst, wenn politische Ankündigungen in konkrete Maßnahmen münden und die Nachfrage auch ohne Short-Liquidationen anhält. Bis dahin überwiegt nach dem starken Kurssprung das Rückschlagrisiko.

Kernaussage: Der Markt zeigt Stärke, die Rally ist kurzfristig jedoch fragil und stark von politischen sowie makroökonomischen Erwartungen abhängig.

Quellen: