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Krypto-Magazin

XRP Ledger (XRPL)

Was ist der XRP Ledger?

Der XRP Ledger (kurz XRPL) ist eine dezentrale Blockchain. Er verarbeitet und verbucht Finanztransaktionen und hat mit XRP eine eigene digitale Währung. Das Netz steht jedem offen: Wer will, betreibt die Server-Software xrpld selbst und verbindet sich mit dem Netzwerk.

XRP Ledger, XRP und Ripple: drei verschiedene Dinge

Der XRP Ledger ist das Netzwerk, XRP ist die Währung darin, und Ripple ist ein Unternehmen. Den Ledger entwickelten ab 2011 David Schwartz, Jed McCaleb und Arthur Britto; er startete im Juni 2012. Erst danach gründeten sie zusammen mit Chris Larsen das Unternehmen, das heute Ripple heißt. Die Gründer überließen ihm 80 Milliarden XRP, den Großteil davon hat Ripple in Treuhand (Escrow) gelegt.

Wie bestätigt der XRP Ledger Transaktionen?

Über einen Konsens der Validatoren. Ein Teil der Server arbeitet als Validatoren: Sie sammeln neue Transaktionen, tauschen ihre Listen aus und gleichen sie ab. Stimmen 80 Prozent der Validatoren demselben Satz Transaktionen zu, entsteht eine neue Version des Ledgers. Das dauert wenige Sekunden; die Dokumentation nennt je nach Seite 3 bis 5 oder 4 bis 6 Sekunden.

Was kostet eine Transaktion?

Eine normale Transaktion vernichtet einen kleinen Betrag XRP. Diese Transaktionskosten steigen mit der Last im Netzwerk und schützen es so vor Spam und Überlastung. Das XRP geht an niemanden, es wird zerstört. Einige Transaktionsarten kosten mehr, etwa das Löschen eines Kontos.

Reserve: warum ein Konto ein Mindestguthaben braucht

Jedes Konto auf dem XRP Ledger muss eine Mindestmenge XRP halten, die Reserve. Sie soll verhindern, dass das gemeinsame Hauptbuch durch Spam unkontrolliert wächst. Im Hauptnetz gelten laut Dokumentation (abgerufen am 27.10.2026) 1 XRP Basisreserve je Konto und 0,2 XRP für jedes weitere Objekt, das dem Konto gehört, etwa ein offenes Angebot oder eine Trustline; für die ersten zwei Trustlines gilt unter bestimmten Bedingungen eine Ausnahme. Die Validatoren können diese Werte per Abstimmung ändern. Reservierte XRP lassen sich nicht an andere senden, wohl aber für Transaktionskosten verwenden. Einen Teil bekommt man beim Löschen des Kontos zurück, das Löschen selbst kostet jedoch eine deutlich höhere Gebühr als eine normale Transaktion.

Eine eingebaute Börse

Seit dem Start 2012 hat der XRP Ledger eine dezentrale Börse (DEX) eingebaut. Darauf lassen sich Token gegen XRP oder gegen andere Token tauschen. Wichtig: Jeder kann auf dem XRP Ledger einen Token mit beliebigem Kürzel ausgeben. Die Dokumentation rät deshalb, vor dem Kauf eines Tokens genau zu prüfen, wer ihn ausgibt; sonst tauscht man womöglich etwas Wertvolles gegen wertlose Token.

Ausprobieren ohne echtes Geld

Neben dem Hauptnetz (Mainnet) gibt es die Entwicklungsnetze Testnet und Devnet. Dort lassen sich Konten mit 1.000 Test-XRP anlegen, die kein echtes Geld sind, um die Funktionen auszuprobieren, ohne eigenes Geld einzusetzen.