Krypto-News: Steuerpläne, Liquid-Hack und wachsende Vermögen im Fokus
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Deutschland plant ab 2028 neue Steuern auf Krypto-Gewinne, während Diebstahl, Cybererpressung und Standortkonkurrenz die Branche belasten.
Die Krypto-Welt steht vor weitreichenden Veränderungen: Deutschland plant neue Steuerregeln, während ein Sicherheitsvorfall Milliardenwerte erschüttert. Zugleich sorgen Bitcoin-Politik, Cybererpressung, wachsender Krypto-Reichtum und globale Standortkonkurrenz für neue Schlagzeilen. Der Pressespiegel zeigt, welche Entwicklungen Anleger und die Branche jetzt besonders beschäftigen.
Geplante Krypto-Steuer in Deutschland: Neue Gewinne könnten ab 2028 besteuert werden
Die Bundesregierung plant laut WELT eine Steuer auf neue Krypto-Gewinne ab 2028. Bitcoin und Ethereum sollen demnach ähnlich wie Aktien besteuert werden, während Altbestände umfassend geschützt bleiben sollen.
Der Bericht stellt die geplante Neuregelung als mögliches Ende der bisherigen Steuerfreiheit für bestimmte Krypto-Gewinne dar. Weitere Details zu den konkreten Regelungen nennt die vorliegende Quelle nicht.
„Ende der Steuerfreiheit“ – WELT
Infobox: Nach Darstellung von WELT soll ab 2028 eine Besteuerung neuer Krypto-Gewinne geplant sein. Bitcoin und Ethereum sollen wie Aktien behandelt werden; Altbestände sollen geschützt bleiben.
Sicherheitsvorfall bei Liquid Network: Rund 4.000 Bitcoin entwendet
Bei dem mit Bitcoin verbundenen Zahlungs- und Abwicklungsnetzwerk Liquid Network hat es laut heise online einen Sicherheitsvorfall gegeben. Ein „angeblicher White-Hat-Hacker“ soll rund 4.000 der 4.200 in der Liquid-Federation-Wallet verwahrten Bitcoins abgezogen haben.
Der geschätzte Schaden wird mit 320 Millionen US-Dollar angegeben. Liquid Network wurde 2018 vom Blockchain-Technologieunternehmen Blockstream gegründet und wird von Kryptobörsen für schnellere Bitcoin-Transaktionen genutzt.
Das Netzwerk gibt Liquid Bitcoin, kurz L-BTC, gegen tatsächliche Bitcoin, kurz BTC, aus. Die dafür verwendeten BTC werden auf der Haupt-Blockchain gesperrt. Nach Angaben des Unternehmens hat sich der mutmaßliche Angreifer bereits gemeldet.
Auch Golem.de berichtet über den Vorfall und nennt ebenfalls 4.000 entwendete Bitcoin. Nach der Überschrift der Meldung sollen 3.400 Bitcoin wieder zurückgegeben worden sein.
| Angabe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Bitcoin in der Liquid-Federation-Wallet | 4.200 | heise online |
| Mutmaßlich abgezogene Bitcoin | rund 4.000 | heise online |
| Geschätzter Schaden | 320 Millionen US-Dollar | heise online |
| Im Titel genannte Rückgabe | 3.400 Bitcoin | Golem.de |
Infobox: Liquid Network meldete einen Vorfall mit rund 4.000 Bitcoin und einem geschätzten Schaden von 320 Millionen US-Dollar. Golem.de berichtet zusätzlich, dass 3.400 Bitcoin zurückgegeben worden sein sollen.
El Salvador: Präsident Bukele dementiert Übertragung der Bitcoin-Reserve
El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat laut heise online einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach die staatliche Bitcoin-Reserve des Landes im Zuge einer Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds an einen privaten Betreiber übertragen worden sei.
Bukele reagierte dem Bericht zufolge verärgert und dementierte, dass die Kontrolle über die staatliche Bitcoin-Reserve in private Hände übergeben wurde. El Salvador hatte Bitcoin vor fünf Jahren als erstes Land der Welt zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.
Die Regierung versprach damals einen besseren Zugang zu Zahlungssystemen für arme Menschen, leichtere Geldüberweisungen und mehr ausländische Investitionen. Laut heise online sei jedoch nichts davon eingetreten. Unter dem Druck des Internationalen Währungsfonds habe das Land Anfang 2025 Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel wieder aufgegeben.
Infobox: Bukele bestreitet eine Übertragung der staatlichen Bitcoin-Reserve an einen privaten Betreiber. Bitcoin wurde in El Salvador Anfang 2025 als offizielles Zahlungsmittel wieder aufgegeben.
Berliner Cyberangriff: Erpresser forderten 30 Bitcoin
Der Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz entwickelt sich laut heise online zu einem umfassenden Sicherheitsdebakel. Die mutmaßlich russischsprachige Ransomware-Gruppe Rhysida habe das Land um 30 Bitcoin im Wert von rund zwei Millionen Euro erpresst.
Nach dem Ablauf des Ultimatums veröffentlichte die Gruppe ein erstes großes Datenpaket im Darknet. Nun sei ein zweites Datenpaket veröffentlicht worden. Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, besonders brisante Daten aus der Veröffentlichung zu identifizieren.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt laut dem Bericht vor einer neuen Angriffskampagne. Außerdem erläutere das BSI den ersten Angriffsvektor auf Berliner Behörden.
Infobox: Rhysida soll 30 Bitcoin im Wert von rund zwei Millionen Euro gefordert haben. Nach dem Ablauf des Ultimatums wurden laut heise online zwei Datenpakete im Darknet veröffentlicht.
135.694 Kryptomillionäre weltweit
Weltweit gibt es laut dem Manager Magazin 135.694 Kryptomillionäre. Gemeint sind Personen, die digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar halten.
290 Personen sollen über Kryptovermögen im dreistelligen Millionenbereich verfügen. 23 weitere dürften Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr besitzen. Die Zahlen stammen aus dem „Crypto Wealth Report 2026“ des Beratungsunternehmens Henley & Partners.
Die Angaben sind Schätzungen, weil Blockchain-Adressen zwar öffentlich nachverfolgbar sind, aber in den meisten Fällen keiner bestimmten Person zugeordnet werden können. Einzelne Personen können mehrere Wallets besitzen, während andere Adressen Unternehmen zuzuordnen sind. Außerdem können Vermögenswerte über Fonds gehalten werden.
Henley & Partners berechnete die Daten zum Stichtag 31. August auf Basis der weltweit sichtbaren Wallets. Für die Zahl der Kryptomilliardäre ergibt sich demnach eine mögliche Spanne von 17 bis 34. Bei den einfachen Millionären liegt der statistische Korridor zwischen 132.000 und 154.000.
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Kryptomillionäre | 135.694 |
| Vermögen im dreistelligen Millionenbereich | 290 Personen |
| Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr | 23 Personen |
| Mögliche Spanne bei Kryptomilliardären | 17 bis 34 |
| Statistischer Korridor bei Kryptomillionären | 132.000 bis 154.000 |
Zu den wenigen namentlich bekannten Kryptomilliardären zählen laut Manager Magazin die US-Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss, der Strategy-Chef Michael Saylor und der Wagniskapitalinvestor Tim Draper. Viele wohlhabende Kryptoeigentümer schätzten dagegen die Anonymität der Anlageklasse.
Der gesamte Wert der verfügbaren Kryptoassets wird im Bericht mit 2,6 Milliarden Dollar angegeben. 60 Prozent davon entfallen allein auf Bitcoin. Unter den einfachen Kryptomillionären halten 68 Prozent Bitcoin, während der Bitcoin-Anteil bei den Kryptomilliardären 40 Prozent beträgt.
Insgesamt besitzen laut Report rund 742 Millionen Menschen weltweit digitale Vermögenswerte. Die vermögenden Krypto-Kunden von Henley & Partners seien jünger und mobiler als die übliche Klientel.
Infobox: Der „Crypto Wealth Report 2026“ zählt 135.694 Kryptomillionäre und 23 Personen mit Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr. Rund 742 Millionen Menschen weltweit besitzen dem Report zufolge digitale Vermögenswerte.
Singapur führt Vergleich der kryptofreundlichen Standorte an
Henley & Partners führt laut Manager Magazin zudem einen Vergleich der kryptofreundlichsten Länder. Bewertet wurden unter anderem Steuerfreundlichkeit, Infrastruktur und öffentliche Akzeptanz.
Singapur belegt den ersten Platz. Danach folgen die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong, die USA, die Schweiz, Malta und Thailand. Deutschland taucht unter den Top 36 Ländern des Reports nicht auf.
Auch Business Insider Deutschland berichtet über den internationalen Wettbewerb um wohlhabende Krypto-Besitzer. Nach den Angaben der Quelle gibt es weltweit 135.694 Krypto-Millionäre, davon besitzen 92.272 Bitcoin im Wert von mindestens einer Million US-Dollar.
Deutschland locke bislang mit steuerfreien Kursgewinnen nach zwölf Monaten. Das Bundesfinanzministerium prüfe jedoch eine Abschaffung dieser Regelung.
| Rang | Land oder Region |
|---|---|
| 1 | Singapur |
| 2 | Vereinigte Arabische Emirate |
| 3 | Hongkong |
| 4 | USA |
| 5 | Schweiz |
| 6 | Malta |
| 7 | Thailand |
Infobox: Singapur führt den Standortvergleich von Henley & Partners an. Deutschland erscheint laut Manager Magazin nicht unter den Top 36; Business Insider Deutschland verweist zugleich auf die Prüfung einer Abschaffung der steuerfreien Kursgewinne nach zwölf Monaten.
Bitcoin schwächelt angesichts von Zinssorgen und Inflationsdaten
FinanzNachrichten.de thematisiert die Frage, ob die Zinssorgen berechtigt sind, und berichtet über einen schwächelnden Bitcoin-Kurs. Dem Titel zufolge soll nun die Inflation über die weitere Entwicklung entscheiden.
Konkrete Kurs-, Inflations- oder Zinsdaten enthält die vorliegende Meldung nicht. Daher lassen sich aus der Quelle keine weiteren Werte zur Marktbewegung ableiten.
Infobox: FinanzNachrichten.de stellt einen schwächelnden Bitcoin und den Einfluss von Zinssorgen in den Mittelpunkt. Als entscheidender Faktor wird die Inflation genannt; konkrete Zahlen werden nicht angegeben.
Einschätzung der Redaktion
Die geplante deutsche Krypto-Besteuerung wäre ein Wendepunkt: Sie könnte die Standortattraktivität Deutschlands für langfristig orientierte Anleger schwächen und den internationalen Wettbewerb um Kapital verschärfen. Entscheidend sind eine klare Übergangsregelung und der verlässliche Schutz bestehender Positionen.
Kernaussage: Steuerliche Planbarkeit wird zum zentralen Standortfaktor.
Einschätzung der Redaktion
Der Vorfall offenbart ein erhebliches Verwahrungs- und Governance-Risiko bei zentral gebündelten Bitcoin-Beständen. Selbst eine mögliche Rückgabe von Vermögenswerten würde das Vertrauen in die Sicherheitsarchitektur und die Verantwortlichkeiten des Netzwerks nachhaltig belasten.
Kernaussage: Zentralisierte Verwahrung bleibt ein zentraler Schwachpunkt.
Einschätzung der Redaktion
Das Dementi unterstreicht, wie politisch sensibel staatliche Bitcoin-Bestände inzwischen sind. Unabhängig vom Ausgang zeigt der Vorgang, dass die Verbindung von Staatsfinanzen, Kryptowährungen und internationalen Kreditauflagen dauerhaft konfliktträchtig bleibt.
Kernaussage: Bitcoin-Reserven sind in El Salvador zugleich Finanzinstrument und Machtfrage.
Einschätzung der Redaktion
Die Veröffentlichung erpresster Daten dürfte für die betroffenen Behörden schwerwiegender sein als die reine Lösegeldforderung. Der langfristige Schaden entsteht vor allem durch mögliche Identitätsmissbräuche, Vertrauensverluste und die hohe Belastung der staatlichen Krisenbewältigung.
Kernaussage: Der Schutz sensibler Daten ist wichtiger als die isolierte Bewertung der Lösegeldsumme.
Einschätzung der Redaktion
Die wachsende Zahl vermögender Krypto-Besitzer zeigt, dass digitale Vermögenswerte eine relevante private Vermögensklasse geworden sind. Die genannten Schätzungen bleiben jedoch mit erheblicher Unsicherheit behaftet; politische Entscheidungen sollten daher nicht allein auf solchen Vermögenszählungen beruhen.
Kernaussage: Krypto-Vermögen gewinnt wirtschaftlich an Gewicht, ist statistisch aber nur eingeschränkt präzise erfassbar.
Einschätzung der Redaktion
Der Standortvergleich macht deutlich, dass steuerliche Attraktivität, Infrastruktur und regulatorische Akzeptanz gemeinsam über die Ansiedlung von Krypto-Kapital entscheiden. Eine weniger wettbewerbsfähige deutsche Regelung könnte daher nicht nur Anleger, sondern auch Unternehmen und Fachkräfte ins Ausland lenken.
Kernaussage: Deutschland riskiert bei unklarer oder restriktiver Regulierung einen Standortnachteil.
Einschätzung der Redaktion
Die Reaktion des Bitcoin-Kurses auf Zins- und Inflationssorgen bestätigt seine hohe Abhängigkeit vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Eine nachhaltige Erholung dürfte daher weniger von kurzfristiger Marktstimmung als von der Entwicklung der realen Finanzierungskosten und der Inflation abhängen.
Kernaussage: Makroökonomische Erwartungen bleiben ein wesentlicher Treiber der Bitcoin-Bewertung.
Quellen:
- Krypto-Steuer: Ende der Steuerfreiheit – Das plant die Regierung für Anleger in Bitcoin, Ether und Co.
- Dienstag: 320 Millionen Dollar in Bitcoin erbeuet, Präsident Bukele verärgert
- Reichtum: Weltweit gibt es mehr als 135.000 Kryptomillionäre
- Zinssorgen berechtigt?: Bitcoin schwächelt - jetzt entscheidet die Inflation
- Bitcoin-Millionäre: So buhlen diese Länder jetzt um Krypto-Reiche
- Liquid Network: Hacker stehlen 4.000 Bitcoin und geben 3.400 wieder zurück