Solana: ETF-Rückenwind trifft auf Netzwerkrekorde und neue Gebührenlogik

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Solana erhält Rückenwind durch ETF-Zulassung, Rekordnutzung und das geplante Alpenglow-Upgrade, während SOL bei rund 74 bis 75 Dollar bleibt. SIMD-0553 könnte Gebühren und Token-Burn verändern, birgt aber noch Umsetzungsrisiken.

Solana steht vor einer entscheidenden Phase: Ein neuer Spot-ETF, Rekordwerte bei der Netzwerknutzung und das geplante Alpenglow-Upgrade liefern fundamentale Rückenwinde, während der SOL-Kurs deutlich unter seinem Allzeithoch bleibt. Gleichzeitig könnte SIMD-0553 die Gebührenlogik und den Token-Burn grundlegend verändern. Der Pressespiegel zeigt, welche Chancen, Risiken und Kursmarken jetzt im Fokus stehen.

Solana zwischen ETF-Rückenwind, Netzwerkrekorden und neuer Gebührenlogik

Institutionelles Signal durch Morgan-Stanley-ETF

Solana steht nach Berichten von Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de im Mittelpunkt, nachdem Morgan Stanley am 24. Juli die Genehmigung der NYSE Arca für einen Spot-Solana-ETF erhalten hat. Der Fonds soll unter dem Ticker MSOL starten, seine SOL-Bestände vollständig einsetzen und die Erträge an die Investoren weitergeben.

Mit einer Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent zählt das Produkt laut den Quellen zu den günstigsten Krypto-Fonds in den USA. Bloomberg-Analyst James Seyffart bestätigte demnach, dass der Start bevorstehen dürfte. Für Solana stellt die ETF-Zulassung ein institutionelles Signal dar, auch wenn der Kurs bislang nur begrenzt darauf reagiert hat.

AngabeWert
ETF-TickerMSOL
Verwaltungsgebühr0,14 Prozent
Genehmigung24. Juli

Infobox: Morgan Stanley erhielt die NYSE-Arca-Genehmigung für einen Spot-Solana-ETF. Die Quellen sehen darin einen wichtigen institutionellen Impuls für SOL.

Netzwerkaktivität erreicht neue Höchststände

Die Netzwerkdaten liefern laut Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de zusätzliche Argumente für Solana. Im zweiten Quartal 2026 erreichten tokenisierte Vermögenswerte auf Solana 5,77 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 114 Prozent entspricht.

Tokenisierte Aktien stellten mit 4,8 Milliarden Dollar den größten Anteil. FinanzNachrichten.de nennt für tokenisierte Aktien ein Volumen von 3,32 Milliarden Dollar und berichtet zugleich, dass die wöchentlichen Transaktionen am 24. Juli erstmals die Marke von einer Milliarde überschritten hätten.

Nach Angaben von Wallstreet Online kontrolliert Solana 97 Prozent des Volumens bei tokenisierten Wertpapieren. Die Stablecoin-Versorgung lag bei 16,3 Milliarden Dollar. Außerdem nutzen sieben systemrelevante Banken und SBI Holdings Solana inzwischen als Settlement-Infrastruktur.

KennzahlWert
Tokenisierte Vermögenswerte im zweiten Quartal 20265,77 Milliarden Dollar
Anstieg114 Prozent
Tokenisierte Aktien4,8 Milliarden Dollar
Anteil am Volumen tokenisierter Wertpapiere97 Prozent
Stablecoin-Versorgung16,3 Milliarden Dollar

Infobox: Solanas Netzwerk verzeichnet Rekordwerte bei Transaktionen und tokenisierten Vermögenswerten. Die Quellen heben außerdem die Nutzung als Settlement-Infrastruktur hervor.

Kurs bleibt deutlich unter dem Allzeithoch

Trotz der positiven Netzwerkdaten bleibt SOL laut Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de deutlich unter seinem bisherigen Höchststand. Wallstreet Online nennt einen Kurs von 75 Dollar und eine Marktkapitalisierung von 43 Milliarden Dollar. Der Token liege damit 75 Prozent unter dem Allzeithoch von 293 Dollar.

FinanzNachrichten.de berichtet, dass SOL am 26. Juli bei etwa 74,19 Dollar gehandelt wurde und auf Tagessicht rund zwei Prozent nachgab. Die 20-Tage- und 50-Tage-Durchschnitte lagen bei 76,80 Dollar und wirkten als Widerstand.

Analysten beobachten laut FinanzNachrichten.de eine Spanne zwischen 74 und 82 Dollar. Ein Ausbruch nach oben könnte den Weg Richtung 110 Dollar öffnen, während bei einer Abwärtsbewegung 67 Dollar drohen. Als Juliziel nennt CoinDCX 80,50 Dollar; der 200-Tage-Durchschnitt lag bei 94,82 Dollar.

AngabeWert
Kurs bei Wallstreet Online75 Dollar
Kurs am 26. Julietwa 74,19 Dollar
Marktkapitalisierung43 Milliarden Dollar
Allzeithoch293 Dollar
20-Tage- und 50-Tage-Durchschnitte76,80 Dollar
Juliziel laut CoinDCX80,50 Dollar
200-Tage-Durchschnitt94,82 Dollar
Beobachtete Spanne74 bis 82 Dollar
Mögliches Aufwärtsziel110 Dollar
Mögliches Abwärtsziel67 Dollar

Infobox: Der SOL-Kurs bewegt sich laut den Quellen um 74 bis 75 Dollar und bleibt damit 75 Prozent unter dem Allzeithoch von 293 Dollar. Als zentrale Kursmarken werden 74, 82, 110 und 67 Dollar genannt.

Alpenglow soll Finalität auf 150 Millisekunden senken

Ein weiterer Faktor für die Solana-Prognose ist das Alpenglow-Upgrade. Nach Angaben von Wallstreet Online befindet sich die Aktualisierung in der Testphase und soll die Finalität auf 150 Millisekunden senken.

Die Entwickler erwarten den Mainnet-Start zwischen August und Oktober 2026. Das Upgrade wird damit als technischer Katalysator für das Netzwerk eingeordnet, befindet sich jedoch zum Zeitpunkt der Berichte noch nicht im aktiven Mainnet.

Infobox: Alpenglow befindet sich in der Testphase. Der erwartete Mainnet-Start liegt zwischen August und Oktober 2026, die geplante Finalität bei 150 Millisekunden.

ETF-Zuflüsse und Erholungsszenarien

Die ETF-Zuflüsse blieben im Juli laut Wallstreet Online positiv und erreichten rund 12 Millionen Dollar an neuen Mitteln. Zudem nahm ARK Invest erstmals Solana in seine ETF-Positionen auf.

Wallstreet Online verweist darauf, dass eine Erholung auf 100 Dollar 33 Prozent über mehrere Monate bedeuten würde. Gleichzeitig wird betont, dass der Weg zurück zum alten Hoch Jahre dauern könne und anhaltendes institutionelles Interesse voraussetze.

FinanzNachrichten.de sieht selbst im freundlichen Szenario zwischen dem aktuellen Kursbereich und 110 Dollar einen Zeitraum von Monaten. Bei einer Marktkapitalisierung von 43 Milliarden Dollar seien die Größenordnungen früherer Marktphasen rechnerisch ausgeschlossen.

Infobox: Im Juli flossen laut Wallstreet Online rund 12 Millionen Dollar in Solana-ETFs. Eine Bewegung auf 100 Dollar wird mit 33 Prozent über mehrere Monate beschrieben.

Pepeto als Vergleich im Presale

Die Artikel von Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de stellen Solana einem Projekt namens Pepeto gegenüber. Laut den Quellen betreibt PepetoSwap gebührenfreies Handeln und verfügt über eine Cross-Chain-Bridge, die Token ohne Kosten zwischen Netzwerken transferieren soll.

Die Smart Contracts seien vor dem Presale-Start vom unabhängigen Sicherheitsunternehmen SolidProof geprüft worden. Die Berichte nennen außerdem eine bevorstehende Börsennotierung und einen Presale, in dem bereits mehr als 10 Millionen Dollar eingesammelt worden seien.

FinanzNachrichten.de nennt einen Einstiegspreis von 0,000000188 Dollar. Der Bericht führt zudem 420 Billionen Token an und schreibt, dass der vergünstigte Presale-Einstieg mit dem Start des Börsenhandels verschwinden solle.

Die Quellen beschreiben Pepeto als spekulativen Vergleich zu SOL: Während bei Solana ETF-Zuflüsse und Upgrade-Zyklen als Katalysatoren genannt werden, wird bei Pepeto das Listing-Ereignis als möglicher Zeitpunkt für eine Kursbewegung dargestellt. Die Berichte stellen dabei keine garantierte Rendite fest.

Infobox: Pepeto wird in den Quellen als Presale-Projekt mit geprüften Smart Contracts, gebührenfreiem Swap und bevorstehender Börsennotierung dargestellt. Die Berichte nennen mehr als 10 Millionen Dollar Presale-Einnahmen und einen Einstiegspreis von 0,000000188 Dollar.

SIMD-0553 soll Solanas Gebührenmodell verändern

Nach Angaben von Yellow.com könnte der Vorschlag SIMD-0553 die Gebührenlogik von Solana grundlegend verändern. Ein Teil der bislang pauschalen Transaktionsgebühr soll durch ein ressourcenbasiertes Modell ersetzt werden, bei dem rechenintensive Aktivitäten stärker belastet werden.

Aktuell beträgt die Signaturgebühr 5.000 Lamports. Die Hälfte wird verbrannt, während die andere Hälfte an Validatoren ausgeschüttet wird. Prioritätsgebühren sind davon getrennt und fließen gemäß SIMD-0096 vollständig an die Validatoren.

SIMD-0553 sieht eine feste Inklusionsgebühr von 2.500 Lamports für Validatoren vor. Zusätzlich soll eine separate Ressourcen-Gebühr eingeführt werden, die vollständig verbrannt wird.

GebührenbestandteilAktuelles ModellVorschlag SIMD-0553
Signaturgebühr5.000 Lamports
Feste Inklusionsgebühr für Validatoren2.500 Lamports
Verbrannter AnteilHälfte der SignaturgebührRessourcen-Gebühr vollständig

Infobox: SIMD-0553 ist laut Yellow.com noch nicht aktiviert. Der Vorschlag sieht eine feste Inklusionsgebühr von 2.500 Lamports und eine vollständig verbrannte Ressourcen-Gebühr vor.

Geplante Cost-Unit-Preise und mögliche Auswirkungen

Der Entwurf soll die Gebühren an angeforderter Rechenleistung, Account-Daten, Schreibsperren und weiteren Scheduler-Kosten ausrichten. In drei geplanten Stufen sollen die Kosten pro „Cost Unit“ mit 0,1, 0,25 und 0,5 Lamports bepreist werden.

Die Autoren des Vorschlags argumentieren laut Yellow.com, dass eine einfache Operation und ein rechenintensiver Swap derzeit denselben Grundbetrag zahlen. Dadurch würden aufwendige Transaktionen im Verhältnis zu ihrem Ressourcenverbrauch zu günstig erscheinen.

Eine optimierte Vote-Transaktion könnte dem Entwurf zufolge um etwa 12,3 Prozent günstiger werden. Ein untersuchter Swap ohne Prioritätsgebühr könnte dagegen um 3.150 Prozent teurer ausfallen.

Geplante beziehungsweise genannte KennzahlWert
Stufe 1 pro Cost Unit0,1 Lamports
Stufe 2 pro Cost Unit0,25 Lamports
Stufe 3 pro Cost Unit0,5 Lamports
Mögliche Änderung bei einer optimierten Vote-Transaktionum etwa 12,3 Prozent günstiger
Mögliche Änderung bei einem untersuchten Swap ohne Prioritätsgebührum 3.150 Prozent teurer

Infobox: Das geplante Modell könnte leichte Transaktionen verbilligen und ressourcenintensive Vorgänge deutlich verteuern. Yellow.com betont, dass SIMD-0553 noch nicht aktiviert ist.

Auswirkungen auf den SOL-Burn

Yellow.com berichtet, dass eine Netzwerkanalyse vom Mai für die gestaffelten Ressourcen-Gebühren eine Verbrennung zwischen rund 1.500 und 9.000 SOL pro Tag schätzt. Das aktuelle Modell mit Signaturgebühr-Burn komme dagegen auf etwa 648 SOL täglich.

Die tatsächlichen Werte würden laut dem Bericht von der Netzwerkaktivität, den angeforderten Ressourcen und dem letztlich gewählten Tarifniveau abhängen. SIMD-0553 soll damit einen separaten Burn-Mechanismus schaffen, während die Einnahmen aus den Prioritätsgebühren bei den Validatoren bleiben.

GebührenmodellGeschätzter täglicher Burn
Gestaffelte Ressourcen-Gebührenrund 1.500 bis 9.000 SOL
Aktuelles Modell mit Signaturgebühr-Burnetwa 648 SOL

Infobox: Die im Bericht genannten Schätzungen reichen beim geplanten Ressourcenmodell von rund 1.500 bis 9.000 SOL pro Tag. Das aktuelle Modell wird mit etwa 648 SOL täglich angegeben.

Einschätzung der Redaktion

Solanas entscheidender Test ist nicht die Kombination einzelner Rekordmeldungen, sondern deren nachhaltige Übersetzung in reale Nutzung, stabile Nachfrage und belastbare Wertschöpfung. Der ETF kann institutionellen Zugang erleichtern, ersetzt aber keine dauerhafte Kapitalbindung.

Besonders relevant ist die geplante Gebührenreform: Eine stärkere Belastung ressourcenintensiver Transaktionen könnte die ökonomische Effizienz des Netzwerks verbessern und den SOL-Burn erhöhen. Gleichzeitig drohen höhere Kosten für bestimmte Anwendungen, was Nutzer und Entwickler zu alternativen Netzwerken bewegen könnte.

Alpenglow und die wachsende Nutzung stärken die technologische Position. Der deutliche Abstand zum Allzeithoch zeigt jedoch, dass Marktvertrauen und Kursdynamik den fundamentalen Fortschritten bislang nicht folgen. Insgesamt ist Solana strategisch gut positioniert, bleibt aber ein chancenreiches und zugleich stark ausführungspflichtiges Investment.

Kernaussage: Der langfristige Wert hängt davon ab, ob Solana institutionelles Kapital, hohe Netzwerkauslastung und eine tragfähige Gebührenökonomie gleichzeitig stabilisieren kann.

Quellen: