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Strategy verkauft 1.690 Bitcoin und kauft STRC-Aktien zurück
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Strategy setzt seine Bitcoin-Reserve zunehmend als Finanzierungsinstrument ein: Nach weiteren Verkäufen flossen die Erlöse in den Rückkauf von STRC-Vorzugsaktien und den Ausbau der USD-Reserven. Welche Folgen diese Strategie für Bitcoin-Bestand, Aktienkurs und Anleger hat, zeigen die aktuellen Zahlen.
Strategy verkauft weitere Bitcoin und kauft STRC-Vorzugsaktien zurück
Strategy, früher MicroStrategy, hat laut BeInCrypto im Zeitraum vom 3. bis 9. August 1.690 BTC für 108,6 Millionen USD verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 64.262 USD pro Coin. Den Nettoerlös setzte das Unternehmen vollständig für den Rückkauf eigener STRC-Vorzugsaktien ein.
Nach der Transaktion hält Strategy weiterhin 840.447 BTC und damit laut BeInCrypto die größte Bitcoin-Treasury eines Unternehmens. Der verbliebene Bestand kostete insgesamt 63,36 Milliarden USD, was einem durchschnittlichen Einstandspreis von 75.385 USD pro Coin entspricht. Verkäufe zu den genannten Kursen liegen damit unter dem durchschnittlichen Kaufpreis.
Mit dem Nettoerlös kaufte Strategy 1.152.020 STRC-Aktien zurück. Die Vorzugsaktie mit variablem Zinssatz wurde ausgegeben, um die Bitcoin-Akkumulation zu finanzieren. Die monatlich angepasste Dividende beträgt aktuell 12% pro Jahr und soll den Kurs nahe dem Nennwert von 100 USD halten.
Dieses Ziel wurde laut BeInCrypto bislang nicht erreicht: STRC schloss am Freitag bei 95,01 USD, ein Plus von 1,16%. Im vergangenen Jahr war der Kurs zwischenzeitlich bis auf 71,25 USD gefallen; am Montag vor Börsenstart stieg er auf 95,55 USD.
„Strategy hat die USD-Reserve um 650 Millionen USD erhöht und STRC für 109 Millionen USD zurückgekauft. Dadurch stieg die USD Duration um 143 Tage auf 2,7 Jahre und STRCs Bitcoin-Kredit wurde um 10 Basispunkte verringert. Stand 9.8.26 halten wir ₿840.447 in unserer Bitcoin-Reserve und 4,65 Milliarden USD in unserer USD-Reserve“, schrieb Michael Saylor auf X.
Der jüngste Verkauf folgt auf eine Transaktion in der Vorwoche, bei der Strategy 1.638 BTC veräußerte. Damit war das Unternehmen zwei Wochen in Folge Nettoverkäufer; neue Bitcoin-Käufe wurden für den genannten Zeitraum nicht ausgewiesen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Verkaufte Bitcoin | 1.690 BTC |
| Verkaufserlös | 108,6 Millionen USD |
| Durchschnittlicher Verkaufspreis | 64.262 USD pro Coin |
| Verbleibender Bitcoin-Bestand | 840.447 BTC |
| Durchschnittlicher Einstandspreis | 75.385 USD pro Coin |
| STRC-Rückkäufe | 1.152.020 Aktien |
| Aktuelle STRC-Dividende | 12% pro Jahr |
| STRC-Schlusskurs | 95,01 USD |
Zusammenfassung: Strategy veräußerte 1.690 BTC für 108,6 Millionen USD und verwendete den Erlös für den Rückkauf von 1.152.020 STRC-Aktien. Der STRC-Kurs blieb mit 95,01 USD unter dem angestrebten Nennwert von 100 USD.
MSTR-Aktienverkäufe erhöhen die USD-Reserve
Zusätzlich zum Bitcoin-Verkauf veräußerte Strategy 6.585.682 MSTR-Aktien über das „at-the-market“-Aktienprogramm. Dadurch nahm das Unternehmen 653,1 Millionen USD ein. 650 Millionen USD davon flossen in die USD-Reserve, die nun 4,65 Milliarden USD beträgt.
BeInCrypto berichtet, dass sich durch die Maßnahmen die USD Duration um 143 Tage auf 2,7 Jahre erhöhte. Gleichzeitig wurde der STRC-Bitcoin-Kredit um 10 Basispunkte reduziert. Saylor bezeichnete die Woche als Kreditmaßnahme und nicht als Rückzug von Bitcoin.
Der für weitere STRC-Rückkäufe verfügbare Rahmen wurde durch die Transaktion weitgehend ausgeschöpft. Laut BeInCrypto verbleiben noch 785,2 Millionen USD. Demgegenüber sind von der MSTR-Ausgabekapazität rund 22 Milliarden USD unangetastet.
Die MSTR-Aktie schloss am Freitag bei 100,01 USD und gewann 3,26%. Im vorbörslichen Handel am Montag gab sie um 0,21% nach.
- Über das MSTR-Aktienprogramm wurden 653,1 Millionen USD eingenommen.
- 650 Millionen USD wurden der USD-Reserve zugeführt.
- Die USD-Reserve beträgt 4,65 Milliarden USD.
- Für weitere STRC-Rückkäufe bleiben 785,2 Millionen USD verfügbar.
- Von der MSTR-Ausgabekapazität sind rund 22 Milliarden USD unangetastet.
Zusammenfassung: Strategy stärkte seine Liquiditätsposition durch MSTR-Aktienverkäufe und erhöhte die USD-Reserve auf 4,65 Milliarden USD. Der verbleibende Rahmen für STRC-Rückkäufe beträgt 785,2 Millionen USD.
Digital Credit Capital Framework erlaubt begrenzte Bitcoin-Verkäufe
BeInCrypto ordnet die Verkäufe dem Ende Juni beschlossenen Digital Credit Capital Framework zu. Der Plan erlaubt in begrenztem Umfang Bitcoin-Verkäufe, um Dividenden für Vorzugsaktien, Rückkäufe und Barreserven zu finanzieren, wenn die Ausgabe neuer Aktien weniger attraktiv erscheint.
Seit der Einführung des Konzepts hat Strategy keine weiteren Bitcoin gekauft, erhöht jedoch laut BeInCrypto nahezu wöchentlich die Barreserven. Das Unternehmen erklärt, dass die Reserve die Dividendenverpflichtungen der kommenden Jahre für die Vorzugsaktien abdecke.
Die Maßnahmen zeigten bei STRC teilweise Wirkung. Die Aktie konnte sich laut BeInCrypto etwa um 33% von ihrem Tief erholen. Trotz einer Dividende von 12% und Rückkäufen im Wert von 109 Millionen USD blieb der Kurs jedoch unter dem Nennwert von 100 USD.
Die Entwicklung verändert zugleich das Profil der MSTR-Aktie. BeInCrypto beschreibt Strategy nicht mehr nur als Bitcoin-Proxy, sondern als Treasury, die ihre Bestände aktiv nach den eigenen Kapitalbedürfnissen verwaltet.
Zusammenfassung: Das Digital Credit Capital Framework bildet den Rahmen für begrenzte Bitcoin-Verkäufe zur Finanzierung von Rückkäufen, Dividenden und Barreserven. STRC erholte sich etwa um 33% vom Tief, blieb aber unter 100 USD.
Bitcoin-Kurs liegt unter dem durchschnittlichen Strategy-Einstandspreis
Bitcoin wurde am Montag laut BeInCrypto bei etwa 65.019 USD gehandelt. Das entsprach einem Plus von 1,5% innerhalb von 24 Stunden. Der Kurs lag damit rund 13% unter dem durchschnittlichen Einstandspreis von Strategy in Höhe von 75.385 USD pro Coin.
Die kommenden Berichte sollen zeigen, ob Strategy die wöchentlichen Verkäufe fortsetzt oder wieder mit einer Akkumulation beginnt. Für die Aktionäre entsteht laut BeInCrypto ein Kompromiss: Die Bitcoin-Position bleibt umfangreich, wird jedoch aktiv zur Deckung des Kapitalbedarfs des Unternehmens verwaltet.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs am Montag | etwa 65.019 USD |
| Veränderung innerhalb von 24 Stunden | 1,5% |
| Abstand zum durchschnittlichen Einstandspreis | rund 13% |
| Durchschnittlicher Strategy-Einstandspreis | 75.385 USD pro Coin |
Zusammenfassung: Bitcoin notierte bei etwa 65.019 USD und damit rund 13% unter dem durchschnittlichen Einstandspreis von Strategy. Die nächsten Unternehmensberichte werden zeigen, ob die Verkäufe weitergehen oder eine neue Akkumulationsphase beginnt.
Strategy-Aktie gerät im NASDAQ-Handel unter Druck
Die Strategy-Aktie gehörte am Montagnachmittag laut finanzen.ch zu den Verlustbringern des Tages. Um 16:28 Uhr fiel das Papier im NASDAQ-Handel um 2,2% auf 97,79 USD.
Im Tagestief erreichte die Aktie 97,11 USD, nachdem sie zur Startglocke bei 99,53 USD notiert hatte. Im bisherigen Handelsverlauf wurden 804'864 Strategy-Aktien umgesetzt. Der NASDAQ Composite Index lag zu diesem Zeitpunkt bei 26'698 Punkten.
Das 52-Wochen-Hoch der Aktie wurde am 12.08.2025 bei 414,19 USD erreicht. Der aktuelle Kurs lag laut finanzen.ch 76,39% darunter. Das 52-Wochen-Tief betrug 81,81 USD und lag damit 16,34% unter dem genannten aktuellen Kursniveau.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktienkurs um 16:28 Uhr | 97,79 USD |
| Veränderung | -2,2% |
| Tagestief | 97,11 USD |
| Kurs zur Startglocke | 99,53 USD |
| Gehandeltes Volumen | 804'864 Aktien |
| NASDAQ Composite Index | 26'698 Punkte |
| 52-Wochen-Hoch | 414,19 USD |
| Abstand zum 52-Wochen-Hoch | 76,39% |
| 52-Wochen-Tief | 81,81 USD |
Zusammenfassung: Die Strategy-Aktie verlor im NASDAQ-Handel 2,2% und fiel auf 97,79 USD. Zwischen dem 52-Wochen-Hoch von 414,19 USD und dem 52-Wochen-Tief von 81,81 USD blieb die Aktie stark schwankungsanfällig.
Quartalsverlust und erwartete Bilanztermine
finanzen.ch berichtet, dass Strategy am 30.07.2026 die Geschäftsergebnisse des jüngsten Jahresviertels vorlegte. Das Unternehmen meldete einen Verlust je Aktie von -24,45 USD, nachdem im Vorjahresquartal 32,60 USD ausgewiesen worden waren.
Der Umsatz belief sich im vergangenen Quartal auf 122.37 Mio. USD. Gegenüber dem Vorjahresviertel mit 114.49 Mio. USD entsprach dies einer Umsatzsteigerung von 6,88 Prozent.
Für das laufende Jahr rechnen Experten laut finanzen.ch mit einer Dividendenausschüttung von 0,000 USD, nach 0,000 USD im Jahr 2025. Die nächste Bilanzvorlage dürfte am 04.11.2026 erfolgen. Für die Bilanz 2026 wird Experten zufolge ein Verlust von -19,894 USD je Strategy-Aktie erwartet.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Verlust je Aktie im jüngsten Quartal | -24,45 USD |
| Gewinn je Aktie im Vorjahresquartal | 32,60 USD |
| Umsatz im vergangenen Quartal | 122.37 Mio. USD |
| Umsatz im Vorjahresviertel | 114.49 Mio. USD |
| Umsatzsteigerung | 6,88 Prozent |
| Erwartete Dividendenausschüttung | 0,000 USD |
| Dividendenausschüttung 2025 | 0,000 USD |
| Voraussichtliche nächste Bilanzvorlage | 04.11.2026 |
| Erwarteter Verlust je Aktie für 2026 | -19,894 USD |
Zusammenfassung: Strategy meldete einen Quartalsverlust je Aktie von -24,45 USD bei einem Umsatz von 122.37 Mio. USD. Für 2026 wird ein Verlust von -19,894 USD je Aktie erwartet; die nächste Bilanzvorlage dürfte am 04.11.2026 erfolgen.
Finanzen.net führt AI-Analysen zur Strategy-Aktie
finanzen.net führt Strategy als Aktie mit dem Symbol MSTR und der ISIN US5949724083. Die Plattform stellt dafür unter anderem Kurse, Realtimekurse, historische Kurse, Charts, Unternehmensdaten, Bilanz- und Gewinn-und-Verlust-Daten, Schätzungen, Kursziele sowie Analysen bereit.
Der Bereich umfasst zudem Angaben zu Dividenden, Terminen, Insidertrades und Derivaten. Die auf der Seite ausgewiesene Marktkapitalisierung beträgt 33,30 Mrd. EUR; als WKN wird 722713 genannt.
Zusammenfassung: finanzen.net bündelt zur Strategy-Aktie Kurs-, Unternehmens- und Analysefunktionen. Genannt werden unter anderem das Symbol MSTR, die ISIN US5949724083, die WKN 722713 und eine Marktkapitalisierung von 33,30 Mrd. EUR.
Einschätzung der Redaktion
Strategy verschiebt sein Risikoprofil sichtbar: Bitcoin dient nicht mehr ausschließlich als langfristiger Vermögenswert, sondern zunehmend als flexibel einsetzbare Finanzierungsreserve. Das stärkt kurzfristig die Liquidität und kann die Kapitalstruktur stabilisieren, setzt jedoch die ursprüngliche Akkumulationsstrategie unter Druck.
Besonders kritisch ist der Verkauf unter dem durchschnittlichen Einstandspreis. Wiederholte Veräußerungen in einer solchen Phase würden den Bitcoin-Hebel der Aktie reduzieren und könnten das Vertrauen jener Anleger belasten, die Strategy primär als börsennotierten Bitcoin-Ersatz halten.
Die Rückkäufe der STRC-Aktien sind strategisch nachvollziehbar, lösen das zentrale Problem aber nur teilweise: Eine Dividende von 12% pro Jahr signalisiert weiterhin hohe Finanzierungskosten. Solange STRC unter 100 USD notiert, bleibt das Ziel der Kursstabilisierung unerreicht.
Für Aktionäre wird damit nicht nur die Bitcoin-Preisentwicklung entscheidend, sondern auch die Fähigkeit des Managements, Liquidität, Vorzugsaktien und Verwässerung ausgewogen zu steuern. Die kommenden Quartale dürften zeigen, ob es sich um eine vorsichtige Übergangsmaßnahme oder um eine dauerhafte Abkehr von der aggressiven Akkumulation handelt.
Infobox: Kurzfristig verbessert sich die finanzielle Flexibilität; langfristig steigen jedoch die Komplexität, Finanzierungskosten und Abhängigkeit von einer erfolgreichen Kapitalallokation.
Quellen:
- MicroStrategy verkauft weitere Bitcoin, um STRC-Aktie zu stabilisieren: Hat das Erfolg?
- Strategy (ex MicroStrategy) Aktie News: Anleger schicken Strategy (ex MicroStrategy) am Montagnachmittag auf rotes Terrain
- STRATEGY (EX MICROSTRATEGY) AKTIE: AI-Analysen, Prognose & Kursziel
- Der Markt Liebt Die Verkäufe Von Strategy #MSTR Und Der Boden In Bitcoin #BTC Ozempic (YZIy9qmD2G)
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Kommentare (5)
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KryptoKeks
Also ich blick bei dem ganzen hin und her nur halb durch, aber Bitcoin verkaufen um diese STRC dinger zuruckzukaufen klingt schon irgendwie wie linke tasche rechte tasche. Klar, 4,65 Milliarden Dollar reserve hört sich erstmal mega viel an, aber wenn gleichzeitig 12 prozent dividende gezahlt werden muss ist das ja auch kein gratis geld sondern eher ein ziemlich teurer staubsauger für cash. Was ich komisch finde ist der verkauf unter dem durchschnittlichen einkaufspreis. Wenn man immer sagt Bitcoin sei langfristig die reserve und dann ausgerechnet bei 64.262 Dollar verkauft obwohl der schnitt bei 75.385 liegt, macht man doch erstmal verlust, oder zumindest sieht es so aus. Vielleicht ist das bilanziell alles schlauer wegen steuern und kreditlinien, aber für normale aktionäre wirkt es eher wie Feuerwehr löschen mit Benzin. Die rückkäufe von STRC können den kurs natürlich stützen, nur ist die aktie trotzdem bei 95 Dollar und nicht bei 100. Dann kauft man also viele aktien zurück damit der preis steigt, während man gleichzeitig Bitcoin verkauft um das zu bezahlen. Das ist schon eine ziemlich komplizierte maschiene. Und MSTR aktien werden auch noch ausgegeben, wodurch wieder neue anteile auf den markt kommen. Ich vermute mal, dass dadurch der einzelne aktionär am ende nicht automatisch mehr vom kuchen hat, auch wenn die firma insgesamt mehr dollar besitzt. Ein anderer Gedanke: Wenn Strategy jetzt immer mehr eine Treasury mit verschiedenen schulden, vorzugsaktien, dollarreserven und Bitcoin ist, dann ist MSTR vielleicht irgendwann gar kein einfacher Bitcoin ersatz mehr. Viele kaufen die aktie ja gerade weil sie Bitcoin gehebelter haben wollen. Wenn aber immer mehr verkauft, abgesichert und umgeschichtet wird, bekommt man vielleicht eher eine Art Finanzprodukt mit eingebautem Saylor faktor. Das kann gut gehen, solange der markt alles mitmacht, aber bei fallenden kursen werden solche Konstruktionen bestimmt schnell ungemütlich. Der quartalsverlust von 24,45 Dollar je aktie sieht auch nicht gerade beruhigend aus, selbst wenn der Umsatz etwas gestiegen ist. Ich weiss allerdings nicht wieviel davon buchverluste durch Bitcoin sind und wieviel echter betrieblicher verlust. Bei diesen Firmen wird ja jeder Kursausschlag gleich zur riesigen bilanzzahl, deswegen kann man die normalen gewinne vermutlich garnicht so einfach vergleichen. Trotzdem sollte man nicht nur auf die Bitcoin menge schauen sondern auch auf die kosten, zinsen und verwässerung. Vielleicht ist die große USD reserve genau dafür da, dass nicht bei jedem kleinen Bitcoin rückgang sofort verkauft werden muss. Dann wären die zwei verkäufe eher eine Übergangsphase und kein kompletter Strategiewechsel. Andererseits wurde ja schon in der vorwoche verkauft und neue käufe sind nicht gemeldet worden. Zwei wochen hintereinander ist noch keine panik, aber ein muster wird daraus schneller als man denkt. Ich würde bei MSTR jedenfalls nicht nur den Bitcoin kurs anschauen. Wichtig wären für mich auch wieviele aktien neu ausgegeben werden, wie teuer die STRC finanzierung wirklich ist und ob die reserve lange genug für die dividenden reicht. 12 Prozent klingt für Anleger super, aber irgendwo muss diese rendite ja herkommen. Geld wächst schliesslich nicht einfach auf dem Bitcoinbaum, auch wenn manche Finanz Twitter leute das manchmal so erklären. Unterm strich wirkt es auf mich wie eine Firma die versucht gleichzeitig Bitcoin maximal gross zu halten und trotzdem ihre Rechnungen zu bezahlen. Das kann clever sein, aber auch schnell zu kompliziert werden. Wenn Bitcoin wieder stark steigt sieht alles vermutlich genial aus, wenn Bitcoin weiter unter dem Einstand bleibt fragt man sich irgendwann warum man nicht einfach die coins behalten hat. Abwarten ist wohl die langweiligste aber hier auch die vernünftigste strategie.
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SatSofa
Mich würde vor allem interessieren, wie viel der ausgewiesenen Verluste tatsächlich aus der Bitcoin-Bewertung stammt und wie viel aus dem operativen Geschäft – ohne diese Trennung sind die Quartalszahlen kaum sinnvoll einzuordnen.
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Anonymous
Der entscheidende Punkt ist für mich die Verwässerung durch die 6,6 Millionen neuen MSTR-Aktien. Die Reserve klingt zwar beruhigend, aber bei 12 Prozent STRC-Dividende und weiterem Aktienverkauf muss Strategy dauerhaft neues Kapital auftreiben – das ist schon ein ziemlicher Balanceakt.
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Anonymous
Interessant finde ich vor allem, dass die 4,65 Milliarden Dollar Reserve nun für 2,7 Jahre reichen soll. Das nimmt zwar kurzfristig Druck aus dem Kessel, aber bei 12 Prozent Dividende bleibt abzuwarten, wie nachhaltig das wirklich ist – besonders wenn Bitcoin länger schwächelt.
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Anonymous
Ich finde der neue Punkt ist vor allem dieser Digital Credit Capital Framework kram, weil damit die Verkäufe ja nicht mehr wie eine einzelne Notlösung aussehen sondern offiziell in die Finanzplanung eingebaut sind. Das macht einen Unterschied. Wenn ein Unternehmen sagt wir verkaufen notfalls Bitcoin für Dividenden und Rückkäufe, dann ist das praktisch eine Art Regel im Geschäftsmodell und kein einmaliger Unfall. Ob das Anleger vorher wirklich so verstanden haben, ist nochmal eine andere Frage. Auch die 2,7 Jahre USD Duration klingt erstmal sehr technisch und beruhigend, aber ich frage mich wie belastbar diese Zahl ist wenn sich die Zinslandschaft oder der Bitcoinpreis stark verändert. Eine Reserve kann lange reichen, solange keine grossen zusätzlichen Löcher entstehen. Bei 12 Prozent auf STRC ist der Verbrauch aber nicht gerade klein. Und falls noch andere Finanzierungskosten, Gebühren oder Tilgungen dazukommen, kann so eine Laufzeit vermutlich schneller zusammenschrumpfen als man denkt. Interessant finde ich ausserdem, dass der STRC-Bitcoin-Kredit nur um 10 Basispunkte reduziert wurde. Das klingt in der Überschrift nach Schuldenabbau, ist aber wahrscheinlich eher Kosmetik als ein grosser Befreiungsschlag. Bei Milliardenbeträgen sind 0,10 Prozentpunkte halt nicht automatisch viel, besonders wenn gleichzeitig neue Aktien verkauft werden und damit wieder eine andere Form von Finanzierung entsteht. Man verschiebt das Risiko dann vielleicht nur von einer Schublade in die nächste. Der noch verfügbare Rückkaufsrahmen von 785,2 Millionen Dollar ist ebenfalls so eine Zahl, die man nicht isoliert betrachten sollte. Nur weil Geld für Rückkäufe vorgesehen ist, heisst das ja nicht, dass jeder Rückkauf wirtschaftlich sinnvoll ist. Wenn STRC bei 95 Dollar notiert, kann der Kauf unter dem Nennwert für Strategy attraktiv sein, aber die 12 Prozent laufende Dividende verschwinden dadurch nicht einfach. Es wird eher ein teures Wertpapier zurückgekauft, damit die verbleibenden Stücke stabiler aussehen. Und dann sind da noch die 22 Milliarden Dollar ungenutzte MSTR-Ausgabekapazität. Das ist eine riesige mögliche Verwässerungsbombe, auch wenn sie heute noch nicht gezündet wurde. Märkte preisen solche Möglichkeiten oft schon vorher ein, weil alle wissen, dass sie irgendwann genutzt werden könnten. Für bestehende Aktionäre ist also nicht nur wichtig wieviele Aktien aktuell ausgegeben wurden, sondern auch wie viel theoretischer Nachschub noch bereitsteht. Ein Fass ohne sichtbaren Boden ist das irgendwie. Die Kursentwicklung von MSTR finde ich fast auffälliger als die Tagesbewegung. Von 414 Dollar auf unter 100 Dollar innerhalb eines Jahres ist kein normaler kleiner Rücksetzer mehr, das ist ein komplett anderes Anlegergefühl. Wer oben gekauft hat braucht nicht nur einen steigenden Bitcoinpreis, sondern zusätzlich wieder Vertrauen in die ganze Konstruktion. Selbst wenn Bitcoin steigt, kann MSTR hinterherhinken, wenn der Markt den Abschlag für Schulden, Vorzugsaktien und Verwässerung erhöht. Bei STRC ist die Erholung um ungefähr 33 Prozent vom Tief zwar beachtlich, aber ein Anstieg von 71 auf 95 bedeutet eben trotzdem noch nicht, dass das Papier sein Ziel erreicht hat. Gerade bei einer Aktie, die angeblich nahe 100 Dollar stabilisiert werden soll, sind 5 Prozent darunter schon nicht ganz nebensächlich. Das zeigt möglicherweise, dass die Anleger trotz der hohen Ausschüttung noch ein Risiko sehen. Eine hohe Dividende ist schliesslich oft kein Geschenk, sondern eine Bezahlung dafür, dass man ein Risiko übernimmt. Was mir auch zu denken gibt ist die Aussage, die Woche sei eine Kreditmassnahme und kein Rückzug von Bitcoin. Das kann gleichzeitig stimmen und trotzdem für Aktionäre wie ein Rückzug wirken. Entscheidend ist ja nicht nur die Absicht, sondern was tatsächlich mit dem Bestand passiert. Wenn zwei Wochen hintereinander Coins verkauft werden und keine neuen Käufe gemeldet sind, verändert sich die Richtung zumindest vorübergehend. Worte können die Buchhaltung nicht ersetzen. Der operative Umsatz von gut 122 Millionen Dollar wirkt im Verhältnis zu den ganzen Finanzierungsbewegungen fast winzig. Strategy ist damit meiner Meinung nach viel stärker ein Kapitalmarktunternehmen als eine normale Softwarefirma. Die Softwareumsätze wachsen zwar etwas, aber sie können die riesigen Schwankungen bei Bitcoin und den Finanzierungskosten niemals ausgleichen. Deshalb sollte man MSTR wahrscheinlich nicht mit gewöhnlichen Techaktien vergleichen, auch wenn irgendwo Software im Geschäftsbericht steht. Am Ende müsste man meiner Meinung nach regelmässig drei Dinge nebeneinander legen: Bitcoin pro MSTR-Aktie, alle ausstehenden Vorzugsaktien samt ihren Ausschüttungen und die tatsächliche USD-Reserve nach allen Verpflichtungen. Nur die Zahl von 840.447 BTC zu nennen, ist sonst etwas irreführend. Die Coins gehören zwar der Firma, aber auf ihnen liegen Ansprüche von vielen verschiedenen Kapitalgebern. Was für den einzelnen MSTR-Aktionär übrig bleibt, kann sich deshalb deutlich anders entwickeln als der reine Bitcoinbestand. Ich glaube nicht automatisch, dass die Strategie scheitern muss. Wenn Bitcoin kräftig steigt, kann sich die ganze Konstruktion im Nachhinein wieder genial anhören. Aber bei fallenden Kursen oder länger seitwärts wird die hohe Dividende schnell zur Mühlsteinkette. Dann reicht schon ein bisschen Verkaufsdruck bei MSTR oder STRC und es wird erneut Kapital gebraucht. Das ist ein Kreislauf, der solange gut aussieht wie immer jemand bereit ist die nächste Finanzierung zu kaufen. Genau da liegt für mich das eigentliche Risiko, nicht in den 1.690 Bitcoin alleine.