Bitcoin Big Bang - Hintergründe

Bitcoin Big Bang - Hintergründe

Autor: Alexander Weipprecht

Veröffentlicht:

Aktualisiert:

Kategorie: Allgemeines

Zusammenfassung: Die ZDF Reportage Bitcoin Big Bang erzählt den Skandal rund um den Verlust von 850.000 Bitcoin auf der weltgrößten Bitcoin-Börse Mt.Gox. Mark Karpelès spricht über den Aufstieg und Fall seiner Börse, sowie über den Diebstahl von Bitcoin, den Hack und andere Themen rund um die Blockchain.

Bitcoin Big Bang - ZDF Reportage

Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden, so lautet die neuste ZDF Reportage rund um den Mt.Gox Skandal. Es geht um den Verlust / Diebstahl von 850.000 Bitcoin (BTC) aus der zu diesem Zeitpunkt größten Bitcoin Börse der Welt. Es geht um die Verstrickung des Inhabers Mark Karpelès und Hintermännern.

Viele Fragen sind seit dem großen Hack noch immer unbeantwortet. In der Reportage spricht Mark Karpelès über den Aufstieg und Fall von Mt.Gox. Bis heute konnten viele Opfer noch immer nicht entschädigt werden.

In der Reportage sprechen Experten und Wegbegleiter von Karpelès über die Zeit vor und nach dem Hack und geben extrem spannende Einblicke in seine Psyche.

Wie können Bitcoin gestohlen werden?

Bitcoin sind keine physischen Gegenstände oder gar Dateien, bei Bitcoin geht es ausschließlich um das Recht, Einträge in die Bitcoin-Blockchain zu schreiben. Auf Basis von Kryptografie wird ein digitaler Schlüssel erzeugt, dieser hat den Namen "Private Key". Mit diesem digitalen Schlüssel findet eine sogenannte "Signatur" statt. Im Grunde genommen wie die Unterschrift auf einem Überweisungsbeleg, nur mathematisch unknackbar und unfälschbar. Auf Basis dieser Technologie basiert das komplette System der Blockchain und ermöglich so eine Zahlungssystem ohne Mittelsmänner wie Banken oder Regierungen.

Das Problem, hat jemand den "Private Key" kann dieser ohne weitere "Pin", "Tan" oder sonstige Abfragen alle Bitcoins weg transferieren. Einmal "verloren", können Sie den Weg Ihrer Bitcoin zwar in der Blockchain verfolgen, können diese jedoch nicht zurückholen.

Vor- und Nachteile des Bitcoin Big Bang

Pro Bitcoin Big Bang Contra Bitcoin Big Bang
Möglicherweise hohe Rendite Risiko eines totalen Verlustes
Freiheit von Banken und Regierungen Legale Unsicherheit
Transparente und vor manipulativen Eingriffen geschützte Transaktionen Gefahr von digitalen Diebstählen
Geringe Transaktionskosten Der hohe Energieverbrauch der Bitcoin-Netzwerke
Einfache und schnelle internationale Transaktionen Schwierige Einordnung in bestehende Regulierungssysteme und eventuelle rechtliche Konsequenzen

Das Dilemma des Bitcoin

Das Dilemma des Bitcoin

Nach dem Hack (Bitcoin Big Bang) von Mt.Gox. brach der Bitcoin Kurs massiv ein, viele Anleger verloren das Vertrauen in das System. Das System jedoch hatte überhaupt keine Schuld am Hack, es war der schlampige Umgang mit dem Thema Sicherheit der Börse. Grundsätzlich kann man das über fast alle vergangenen großen Hacks im Bitcoin Bereich sagen.

Hätte man die Bitcoin zurückholen können?

Um diese Fragen kann man einen großen Streit vom Zaun brechen. Technisch gesehen wäre das Zurückholen der Bitcoin möglich gewesen. Die Lösung: Die das Bitcoin Core Team hätten den Transfer (im Block) im Code als Ausnahme rückabwickeln können. Hätten mehr als 50% der Miner dieses Softwareupdate ausgeführt, hätte der Bitcoin einen sogenannten Fork durchgeführt und die Anleger wären entschädigt.

Die Wahrscheinlichkeit das die Miner das Update akzeptieren, geht jedoch gegen Null. Eine Stärke des Bitcoin ist die Unantastbarkeit der Vergangenheit der Blockchain. Sind meine Bitcoin einmal bei mit auf dem Wallet mehrfach bestätigt, gibt es keinen Weg zurück. Ein Eingriff in dieses Konzept der mathematischen Verbindung von Daten und Zeit, würde den kompletten Bitcoin wertlos machen.

Ergo, hätte man die Bitcoin zurückgeholt, wären sie nach dem Transfer nichts mehr wert gewesen. Vielleicht gäbe es den Bitcoin wie wir ihn heute kennen bereits gar nicht mehr.

Einen solchen Angriff wird es demnach immer wieder geben, so lange Menschen entgegen des Konzepts von Bitcoin, ihre Coins auf zentralen Börsen ablegen.

Wie schütze ich meine Bitcoin richtig?

Es gibt auch hier unterschiedliche Meinungen in der Branche. Manche Börsen wie Coinbase bietet mittlerweile sogar Ausfallversicherungen für die Bestände an. Börsen wie Binance erstatteten nach einem großen Hack umgehend ihren Kunden deren Verlust. Die großen Spieler am Markt verdienen mittlerweile solch große Summen, da ist eine umgehende Entschädigung der Nutzer oft günstiger als die Abschaltung.

Hardware Wallet

Von vielen Experten wird das Thema Hardware-Wallet als eines der sichersten Aspekte angepriesen. Die bekanntesten sind Ledger oder Trezor. Sie können sich auf Crypto Review einen Vergleich auf Basis von Nutzererfahrungen anschauen.

Paper-Wallet

Als sicherste Variante gilt natürlich das komplett analoge Paper-Wallet. Hier wird Ihr Private Key auf ein Blatt Papier oder auf einen anderen analogen Datenträger hinterlegt. Ein Hacking durch das Internet ist auf diesem Weg zumindest ausgeschlossen.

Fazit - Bitcoin Big Bang vermeiden

Fazit - Bitcoin Big Bang vermeiden

Das Thema Sicherheit im Kryptobereich wurde seit dem Mt.Gox Vorfall in einem neuen Licht gesehen. Mt.Gox gilt noch heute als das Paradebeispiel für jeden Bitcoin-Sicherheits-Maximalist und wird es wohl auch noch lange bleiben. Am Ende stehen auch hinter den aktuellen großen Börsen nur Menschen und diese machen Fehler. Sichern Sie Ihre Bestände wenn möglich nicht auf zentralen Anbietern oder Börsen und verlieren Sie Ihren Private Key nicht! Ein weiterer Bitcoin Big Bang wird es in dieser Form aus unserer Sicht wohl nicht wieder geben, im kleinen Maßstab ist es jedoch unvermeidbar.

Nützliche Links zum Thema

Erfahrungen und Meinungen

Der Fall Mt. Gox

Die ZDF-Dokumentation "Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden" behandelt den Verlust von 850.000 Bitcoin (BTC) bei der Bitcoin-Börse Mt. Gox im Jahr 2014. Diese Börse war zu diesem Zeitpunkt die größte ihrer Art weltweit. Der CEO Mark Karpelès steht im Mittelpunkt der Berichterstattung, da er während des Hacks verhaftet wurde, jedoch später aufgrund mangelnder Beweise freigelassen wurde (Block-Builders.de). Die Dokumentation bietet Einblicke in die Geschehnisse rund um den Hack und die Insolvenz der Börse, die damals 60 bis 70 Prozent des weltweiten Bitcoin-Handels abwickelte (Coinspondent.de).

Mark Karpelès und die Reaktionen

Mark Karpelès äußert sich in der Dokumentation offen über seine Erfahrungen und die Ereignisse, die zur Schließung von Mt. Gox führten. Er spricht über die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert war, und die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben wurden. Während einige glauben, dass Karpelès in die Unterschlagung verwickelt war, wurde er letztendlich nur wegen Manipulation von Firmendaten verurteilt und erhielt eine Bewährungsstrafe (fernsehserien.de). Die Dokumentation zeigt auch die Perspektiven von ehemaligen Angestellten, Kryptowährungs-Experten und Fahndern, die ihre Sicht auf den größten Crash in der Geschichte der virtuellen Währungen teilen (Prime Video).

Ungeklärte Fragen und Vermutungen

Trotz der Aufarbeitung bleiben viele Fragen offen. Die genaue Herkunft der gestohlenen Bitcoin ist unklar. Während 200.000 BTC wieder auftauchten, bleiben 650.000 BTC verschwunden. Experten diskutieren, ob Karpelès selbst in die Machenschaften verwickelt war oder ob andere Hacker hinter dem Diebstahl steckten (Block-Builders.de). Die Dokumentation bietet einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse und deren Auswirkungen auf die Kryptoszene.