BitPay stoppt Bitcoin-Handel in Deutschland
Autor: Alexander Weipprecht
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Kategorie: Allgemeines
Zusammenfassung: BitPay zieht sich aufgrund neuer Regulierungen der Bundesregierung zurück und stellt seinen Betrieb in Deutschland ein, was Händler, die Bitcoin akzeptieren, betrifft.
BitPay verabschiedet sich aus Deutschland
Eine Woche nach den angekündigten Regulierungen, seitens der Bundesregierung, zieht der Bitcoin Zahlungdienst BitPay seine Konsequenzen und stellt den Betrieb in Deutschland ein. Der Rückzug könnte vor allem für Händler, die den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, unangenehme Folge haben.
Wer steckt hinter BitPay
Der amerikanische Zahlungsdienstleister hat seinen Hauptsitz in Atlanta, Georgia. Das Unternehmen bietet die Zahlungsmöglichkeit mit den Kryptowährungen Bitcoin und Bitcoin Cash an. Die Idee zu BitPay kam Tony Gallippi bereits im Mai 2011. Die Geschäftsidee entpuppte sich in der Folgezeit als eine Erfolgsstory. Im Dezember 2017 gab BitPay bekannt, dass die Kunden über eine Milliarde USD in Bitcoin verschickt hatten.
Vor- und Nachteile des BitPay Ausstiegs aus Deutschland
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Verminderung des Risikos für Betrug und Geldwäsche | Verlust der Möglichkeit, Bitcoin problemlos in Deutschland zu handeln |
| Erhöhung der finanziellen Compliance und Regulierungssicherheit | Hindernis für die Weiterentwicklung und Akzeptanz von Kryptowährungen in Deutschland |
| Reduzierte Gefahr der Beteiligung an illegalen Aktivitäten | Verlust eines wichtigen Partners für deutsche Bitcoin-Benutzer und Händler |
Stopp ab 2020

Gegenüber dem Cointelegraph äußerte sich der BitPay PR-Chef Jan Jahosky wie folgt: „Deutschland hat öffentlich erklärt, dass Kryptounternehmen ab 2020 eine Lizenz beantragen müssen. Wir haben den Betrieb in Deutschland unterbrochen, während wir die Notwendigkeit einer deutschen Lizenz prüfen.“ Es dauerte nicht lange, bis die ersten deutschen Unternehmen auf die Nachrichten reagierten. So verkündete unter anderem das Unternehmen ComputerBase, dass man zukünftig auf Bitcoin Transaktionen verzichten werde.
Lizenzzwang als Auslöser
Erst vor wenigen Tage berichteten wir über die neuen Auflagen für deutsche Krypto-Unternehmen. Diese benötigen in Deutschland zukünftig eine Lizenz von der BaFin. Die Auflagen sind Teil einer neuen Vorschrift, um die Geldwäsche zu bekämpfen. Der Gesetzentwurf möchte mehrere Berufsgruppen dazu verpflichten, Geldwäsche aktiv zu bekämpfen. Dabei sollen unter anderem Auktionshäuser, Immobilienhändler und Goldhändler stärker in die Pflicht genommen werden, ein aktives Vorsorgesystem zu implementieren und Verdachtsfälle zu übermitteln.
Kritik an Regulierungen

Durch die Entscheidung BitPays könnten auch andere Unternehmen drastisch auf den Gesetzesentwurf der Bundesregierung reagieren. Zwar ist aktuell noch nicht geklärt, ob es sich bei dem BitPay Statement um eine finale Aktion handelt, jedoch stehen alle Zeichen auf dauerhaften Abschied. Viele bekannte Unternehmen wie Microsoft und Lieferando griffen auf BitPay zurück, um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, mit Bitcoin zu bezahlen.
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Erfahrungen und Meinungen
BitPay zieht sich aus Deutschland zurück
BitPay hat angekündigt, den Betrieb in Deutschland einzustellen. Diese Entscheidung folgt auf neue Regulierungen der Bundesregierung. Der Rückzug könnte für Händler, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, problematisch sein.
Hintergrund zu BitPay
BitPay ist ein amerikanischer Zahlungsdienstleister mit Hauptsitz in Atlanta, Georgia. Das Unternehmen bietet Zahlungen mit den Kryptowährungen Bitcoin und Bitcoin Cash an. Die Idee zu BitPay entstand im Mai 2011. Seitdem hat sich das Unternehmen erfolgreich entwickelt. Im Dezember 2017 meldete BitPay, dass Kunden über eine Milliarde USD in Bitcoin verschickt hatten.
Folgen für Händler
Der Rückzug von BitPay könnte negative Auswirkungen auf Händler haben, die auf den Dienst angewiesen sind. Die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel könnte dadurch eingeschränkt werden.