Krypto-Börse Coincheck: Opfer des größten Hacks der Kryptogeschichte

Krypto-Börse Coincheck: Opfer des größten Hacks der Kryptogeschichte

Autor: Alexander Weipprecht

Veröffentlicht:

Aktualisiert:

Kategorie: Allgemeines

Zusammenfassung: Bei Coincheck ist am vergangenen Freitag ein Hackerangriff mit einem gestohlenen NEM-Coin-Wert von 400534 Millionen US-Dollar geschehen, wodurch die Sicherheitsvorkehrungen der Börse in Frage gestellt werden. NEM hat entsprechend reagiert, um zu verhindern, dass der Dieb die Coins verkaufen kann.

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag verkündete der Präsident der japanischen Krypto-Börse Coincheck, Wakata Koichi Yoshihiro, eine wichtige Mitteilung. Es seien NEM Coins im Wert von 400-534 Millionen USD aus einem Wallet der Börse gestohlen worden. Nun kommen Bedenken auf, ob ausreichend Sicherheitssysteme auf der Plattform vorhanden sind.

Wie Coincheck einem Hacker zum Opfer fiel

Das gesamte Coincheck Team ist ratlos und verzweifelt. Als bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag jemand den Präsidenten der Krypto-Börse nach den Sicherheitsvorkehrungen fragt, schweigt Wakata Koichi Yoshihiro. Einen Moment später äußert er, wie sehr es ihm für alle betroffenen Nutzer leidtue. Er wolle alle Betroffenen entsprechend entschädigen. Japan hat weltweit die größten Krypto-Börsen in einer regulierten Umgebung. Die japanische Finanzaufsichtsbehörde hatte vor Kurzem noch ein Lob für Coincheck ausgesprochen. Seitens der Börse hieß es, dass sie von der Behörde geprüft wurde. Nun stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Lüge handelte. Es wirft ein schlechtes Bild auf Coincheck. Vier Jahre ist es her, als zum letzten Mal eine japanische Krypto-Börse, einem gewaltigen Hackerangriff zum Opfer fiel. Von der Plattform Mt Gox wurden im Jahre 2014 850.000 Bitcoins im Wert von rund 450 Millionen USD gestohlen. Damals bedeutete dies das Ende der Kryptobörse. Je nach Betrachtung des Zeitpunktes und des dazugehörigen Marktwertes von NEM Coins, toppt dieser Angriff den damaligen um Längen. 500 Millionen Coins verwahrte Coincheck in einem Hot Wallet ohne Multi Signature. Der Hacker raubte alle NEM Coins mit nur einer einzigen Transaktion. So sehr Coincheck sich für diesen Vorfall bei seinen Nutzern entschuldigt, dieser Fehler kann nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch gibt es einen kleinen Lichtblick für die Börse. Nur Stunden nach dem Hacking-Angriff reagierte das Team der Kryptowährung NEM. Es kontaktierte mehrere Krypto-Börsen, um Wallet-Adressen auf eine Blacklist setzen zu lassen. Der Dieb dürfte somit Schwierigkeiten bekommen, die NEM Coins weiter zu vertreiben. Selbst wenn es nicht das Aus für Coincheck bedeuten sollte, die Nutzer werden zukünftig weniger Vertrauen in die Krypto-Börse haben.

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Erfahrungen und Meinungen

Der Hack von Coincheck

Die japanische Krypto-Börse Coincheck wurde Opfer eines Hacks, bei dem NEM Coins im Wert von 400 bis 534 Millionen USD gestohlen wurden. Der Präsident der Börse, Wakata Koichi Yoshihiro, äußerte sich während einer Pressekonferenz und bedauerte den Vorfall. Er versprach, die betroffenen Nutzer zu entschädigen. Der Hack gilt als der größte in der Geschichte der Kryptowährungen und übertrifft frühere Vorfälle wie den von Mt. Gox. Bei diesem Vorfall wurden ausschließlich NEM Coins entwendet, während andere bedeutende Kryptowährungen nicht betroffen waren (BitcoinBlog.de).

Sicherheitsvorkehrungen und Reaktionen

Coincheck hatte die gestohlenen NEM Coins in einem Hot Wallet gespeichert, das mit dem Internet verbunden ist. Im Gegensatz dazu nutzen viele andere Börsen Cold Wallets, die offline sind. Coincheck verfügte weder über Cold Wallets noch über Multisig-Verfahren. Die genauen Umstände des Hacks sind bislang unklar. Die japanische Finanzaufsicht kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen der Börse zu überprüfen und zu fordern, dass Coincheck geeignete Maßnahmen ergreift, um zukünftige Vorfälle zu verhindern (BitcoinBlog.de).

Marktauswirkungen und Entschädigung

Nach dem Hack fiel der Preis von NEM von knapp einem Dollar auf etwa 77 Cent, erholte sich jedoch schnell wieder. Die NEM Foundation arbeitet daran, die gestohlenen Coins zu markieren, um deren Verwendung zu verhindern. Coincheck plant, die Kunden in Yen zu entschädigen, basierend auf dem Wert der NEM Coins zum Zeitpunkt der Ankündigung. Dies könnte für einige Kunden problematisch sein, da der Gesamtwert der gestohlenen Coins zu diesem Zeitpunkt gesunken war (BitcoinBlog.de).