Cryptopia insolvent
Autor: Alexander Weipprecht
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Aktualisiert:
Kategorie: Allgemeines
Zusammenfassung: Cryptopia, ein bekannter Handelsplatz für Kryptowährungen, ist insolvent gegangen, nachdem er im Januar 2019 gehackt wurde. Im Artikel wird erklärt, was nun mit den bestehenden Guthaben der Nutzer passiert und ob es Hoffnung auf eine Entschädigung gibt.
Cryptopia insolvent - Was ist passiert?
Sie haben nach Cryptopia insolvent gesucht? Dann sind Sie vielleicht auch einer der betroffenen User bzw. Nutzer des Handelsplatzes Cryptopia. In diesem Beitrag geht es um die Geschichte und um die Zukunft von Cryptopia. Sind nun alle Coins verloren? Haben Sie als Anleger noch eine Chance auf einen Ausgleich? Gab es in der Vergangenheit ähnliche Fälle? Wir hoffen, mit diesem Artikel erhalten Sie ein wenig Orientierung.
Der Cryptopia Hack
Am 15.01.2019 wurde die beliebte Krypto Börse Cryptopia gehackt. Auf der Börse wurden besonders viele sogenannte Alt-Coins und insbesondere Staking und Masternode Coins gehandelt. Über die höhe des Schaden wurde in den ersten Stunden noch spekuliert. Laut Meldung wurden 19.390 ETH (Ethereum) geklaut. Stand heute sprechen wir also von einem Schaden von rund 4.484.094,14 Euro.
Zunächst wurde die Börse von den Betreibern offline genommen und entsprechende Untersuchungen eingeleitet. Laut Betreiber schalteten sich auch sehr schnell die Behörden bei diesem Hack ein. Aus externer Sicht ist es kaum vorstellbar, wie eine so große Börse kein ausreichendes Sicherheitssystem hat. Das jüngste Beispiel von Binance zeigt, selbst den ganz großen kann das mal passieren.
Das Bangen der User um ihre Guthaben begann. Am 24.01. titelt bereits BTC Echo: „Cryptopia-Hack: Schaden deutlich größer als angenommen“. Scheinbar betrug der Schaden doch weit über 16 Millionen und nicht nur knapp 4 Millionen Euro. Die Hacker mussten wohl Zugang zu mehreren tauend Private Keys gehabt haben und konnte sich so auch nach der Abschaltung weiter in Ruhe bedienen.
Vor- und Nachteile der Cryptopia Insolvenz
| Pros | Contras |
|---|---|
| Bietet Gelegenheit für neuere und sicherere Plattformen | Verlust von Investitionen für Nutzer |
| Anstoß für strengere Regulierungen für Kryptowährungsbörsen | Vertrauensverlust in Kryptowährungsplattformen |
| Highlight der Bedeutung von sicherer und verantwortungsbewusster Investition | Finanzielle und rechtliche Komplikationen für Nutzer |
Was bedeutet eine Insolvenz?

Der reguläre Betrieb der Plattform wird vorerst wohl nicht weiter aufgenommen. Bei einer Insolvenz wird zunächst ein sogenannter Insolvenzverwalter bestimmt, welcher die Aufgabe hat, den Restwert zu sichten und die Gläubiger und damit die Nutzer zu entschädigen. Natürlich kann er das entweder tun, indem er alle Coins verkauft und auszahlt oder er versucht die Plattform neu zu starten. Im Fall von Mt. Gox dauerte die Aufarbeitung und Entschädigung mehrere Jahre und ist bis jetzt nicht abgeschlossen. Die Kosten für die Liquidation und den Verwalter werden natürlich vom restlichen Vermögen abgezogen.
Die Frage ist nun, welche Gläubiger gibt es neben den Endkunden noch und welche müssen vorrangig bedient werden.
Wie kann ich meinen Schaden beweisen?
Je nachdem, wie genau die Plattform arbeitet, gibt es Aufzeichnungen über die Kontostände vor dem Hack. Sollten Sie nochmal Zugang bekommen haben, schadet ein Screenshot auf jeden Fall nicht. Verfolgen Sie von nun an genau, was auf der Webseite von Cryptopia passiert und bleiben Sie wachsam. Auch wenn es vielleicht mehrere Jahre dauern kann, ggf. gibt es noch eine Entschädigung für die User.
Cryptopia insolvent - Fazit

Eine solche Tragödie wünscht man wirklich niemandem. Wenn Sie Nutzer von Cryptopia waren, schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Ihre Geschichte in den Kommentare. Welcher Börse würden Sie heute noch vertrauen? Ist für Sie dieser Hack ein klares Signal gegen den Krypto-Markt? Uns interessieren Ihre Geschichten und Meinungen.
Nützliche Links zum Thema
- Cryptopia: 7 Millionen US-Dollar für Gläubiger gesichert
- Neuigkeiten zur Cryptopia-Insolvenz - es gibt tatsächlich Hoffnung!
- Bitcoin-Börse Cryptopia: Insolvenzverwalter stellen Kundendaten ...
Erfahrungen und Meinungen
Der Hack von Cryptopia
Am 15. Januar 2019 wurde die Krypto-Börse Cryptopia gehackt. Dabei wurden 19.390 ETH (Ethereum) entwendet. Der genaue Schaden war zunächst unklar, aber die Börse handelte viele Alt-Coins, einschließlich Staking- und Masternode-Coins. Nach dem Vorfall meldete Cryptopia Insolvenz an und stellte den Betrieb ein (Binance).Erfahrungen der Nutzer
Nutzer berichteten von unterschiedlichen Erfahrungen mit Cryptopia. Einige hatten positive Erlebnisse und beschrieben die Plattform als vertrauenswürdig. Ein Nutzer äußerte, dass er über ein Jahr ohne Probleme gehandelt habe. Ein anderer Nutzer empfahl, nur kleine Beträge auf der Börse zu halten, da größere Mengen besser woanders aufgehoben seien (Bitcoin Forum).Allerdings gab es auch negative Rückmeldungen. Einige Nutzer klagten über lange Wartezeiten bei Auszahlungen und hohe Gebühren für Bitcoin und Ether. Ein Nutzer empfahl, zu anderen Plattformen wie Kucoin oder Binance zu wechseln, da diese effizienter seien (Bitcoin Forum).
Rückzahlungen und Ausgleich
Nach der Insolvenz begannen die Liquidatoren von Cryptopia, Rückzahlungen an die Opfer des Hacks zu organisieren. Es wurde berichtet, dass insgesamt 225 Millionen US-Dollar an betroffene Nutzer zurückgezahlt wurden. Die Möglichkeit, verlorene Coins zurückzuerhalten, bleibt jedoch ungewiss für viele Anleger, die nicht rechtzeitig ihre Coins abgezogen hatten (Binance).Einige Nutzer im Forum berichteten von Schwierigkeiten, ihre Coins zurückzubekommen. Sie diskutierten über den Verlust von Coins und fragten nach Lösungen für ihre Probleme (Blocktrainer Forum).