Die vielversprechendsten Coins für den Sommer 2020!

Die vielversprechendsten Coins für den Sommer 2020!

Autor: Alexander Weipprecht

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Kategorie: Allgemeines

Zusammenfassung: Der Bitcoin konsolidiert knapp über der 9000 USD Marke, während sich einige Altcoins durch Abkapselung einschließlich Cardano, Chainlink und BAT erfolgreich von der Nr. 1 Kryptowährung abkoppeln konnten.

Wem gelingt die Abkapselung?

Der Bitcoin zieht einsam seine Kreise und konsolidiert knapp über der 9000 USD-Marke. Der Fokus der Anleger richtet sich vermehrt auf die traditionellen Märkte, an denen die Panik vor einer zweiten Coronavirus-Welle deutlich zu spüren ist. In der Konsequenz fällt das 24 Stunden-Handelsvolumen der Nr.1-Kryptowährung auf knappe 15 Mrd. USD. Im Hintergrund können sich jedoch einigen Altcoins aus den Fängen des First Movers befreien. Wir werfen einen Blick auf die ambitioniertesten Abkapselungen.

Cardano nutzt Aufwind

Die Blockchain der dritten Generation nimmt den Schwung aus dem 2. Quartal mit in den Sommer und sorgt weiter für Furore im Krypto-Space. Während viele Altcoins im Juni Verluste verzeichnen mussten, zündete Cardano mit einem Bull-Run in Höhe von 16 % den Turbo. Charles Hoskinson präsentiert sich aktuell auf dem „Cardano Virtual Summit 2020“ als brillanter Visionär mit klaren Zielen. Am gestrigen Donnerstag, dem ersten Tag des „Cardano Virtual Summit 2020“ verkündet das Cardano-Team direkt 4 große Ankündigungen.

Vergleichstabelle der Vor- und Nachteile bekannter Kryptowährungen

Coin Pro Contra
Bitcoin (BTC) Die Mutter aller Coins, sehr zuverlässig und stabil Risiko aufgrund der hohen Marktwertvolatilität
Ethereum (ETH) Unterstützt Smart Contracts, breite Anwendungsmöglichkeiten Hat mit Skalierbarkeitsproblemen zu kämpfen
Cardano (ADA) Wissenschaftlich begleitete Entwicklung, hohe Sicherheit Entwicklung braucht Zeit, noch nicht voll funktionsfähig
Chainlink (LINK) Verbindet Blockchain mit realen Daten, hohes Potenzial Noch im Frühstadium, hohe Risiken
Tezos (XTZ) Unterstützt Smart Contracts, gute Governance-Struktur Kleinere Community, weniger Unterstützung

Keine leeren Versprechungen

Keine leeren Versprechungen

Das sogenannte „Announcement of the Announcement“ ist im Krypto-Space ein gängiger Ausdruck. Immer wieder konnte man in den vergangenen Jahren Projekte beobachten, die in erster Linie mit leeren Versprechungen auf sich aufmerksam machten. Durch die Ankündigung einer großen Ankündigung soll ein Hype kreiert werden, dem nur wenige Kryptowährungen gerecht werden. Bei Cardano ist dies nicht der Fall. Die Implementierung eines neuen Identitätssystems namens Atala PRISM dürfte die Dezentralität weiter vorantreiben. Mit Atala PRISM können Millionen von Menschen ohne Bankdepot Zugang zu einem neuen Finanz-Ökosystem erhalten. Im Mittelpunkt steht dabei die wirtschaftliche Identität.

Hoskinson mit großen Zielen

In einer Rede sprach CEO Charles Hoskinson über den beeindruckenden Fortschritt der Blockchain-Technologie. Innerhalb einer Dekade hat der Sektor die Entwicklung vom Zahlungsmittel Bitcoin, über Smart Contracts mit Ethereum, bis hin zur Blockchain der dritten Generation (Cardano) gemeistert. Neben dem Shelley-Update und PRISM stehen weitere Updates wie „Catalyst“ und „Voltaire“ in den Startlöchern. Der Kurs von Cardano registriert die neuen Ankündigungen mit einem Sprung auf Position 8 in den Krypto-Charts.

Chainlink

Chainlink

Chainlink nähert sich dem eigenen Allzeithoch (4,95 USD) aktuell mit großen Schritten. Zudem winkt ein Sprung in die begehrten Top 10. Die Gründe dafür liegen vorwiegend in der einzigartigen Technologie hinter dem Projekt. Der dezentralisierter Oracle Service Chainlink, verfolgt das Ziel, Smart Contracts auf der Blockchain mit der Realwelt kompatibel zu machen. Dabei greift das Projekt auf sogenannte Oracle Contracts zurück. Durch „Oracles“ ist es möglich, externe Datensätze in die Blockchain einzuspeisen. Die Währung zur Umsetzung dieser Datentransaktionen heißt LINK. Chainlink möchte, neben Ethereum, weitere Smart-Contract Dienstleister unterstützen und setzt dabei auf Cross-Chain Transaktionen.

BAT greift an

Mit einem Kurszuwachs von ca. 17 % konnte der Basic Attention Token (BAT) im Juni ein Ausrufezeichen setzen. Die Marschrichtung für die kommenden Monate ist klar. Die Idee hinter dem Brave Browser stammt von niemand geringerem als Brendan Eich, seinerseits Erfinder von JavaScript und Co-Founder von Mozilla und Firefox. Immer wieder sehen User den datenschutzfreundlichen Browser als wertvolle Alternative zum „broken web“. Steigende Nutzerzahlen implizieren, dass sich BAT auf einem guten Weg befindet – mit einem echten Use Case!

Nützliche Links zum Thema

Erfahrungen und Meinungen

Marktentwicklung und Anlegerverhalten

Der Bitcoin konsolidiert über der 9000 USD-Marke, während das Handelsvolumen auf etwa 15 Milliarden USD sinkt. Viele Anleger richten ihren Fokus auf traditionelle Märkte, was durch die Unsicherheit bezüglich einer zweiten Coronavirus-Welle verstärkt wird. In diesem Kontext zeigen einige Altcoins Potenzial zur Abkapselung vom Bitcoin (MDR.DE).

Cardano und DeFi

Cardano wird als vielversprechender Altcoin hervorgehoben, der den Aufwind aus dem zweiten Quartal in den Sommer mitnimmt. Im Gegensatz zu vielen anderen Altcoins, die im Juni Verluste erlitten, zeigt Cardano positive Entwicklungen im Krypto-Space. Der Hype um DeFi wird als treibende Kraft für das Interesse an verschiedenen Coins identifiziert, wobei einige Anleger jedoch als Glücksritter beschrieben werden, die von Angst und Gier getrieben sind (Finanztip).

Risiken und Betrugsfälle

Im Sommer 2020 kam es zu einem komplexen Betrugsfall, bei dem Tausende Anleger durch mutmaßliche Betrüger geschädigt wurden. Die Angeklagten sollen über 127 Millionen Euro eingesammelt haben, wobei ein Teil der Gelder in Aktiengeschäfte investiert wurde. Die Ermittlungen zeigen, dass viele Anleger in Produkte investierten, die es nicht oder nur in geringem Umfang gab. Dies wirft Fragen zur Sicherheit und Transparenz im Krypto-Markt auf (MDR.DE).

Langfristige Perspektiven von Bitcoin

Bitcoin wird als potenziell überlegenes Wertspeichermedium betrachtet. Die begrenzte Gesamtmenge von 21 Millionen Coins könnte dazu führen, dass Bitcoin als ernstzunehmender Konkurrent zu anderen Anlageklassen wie Gold wahrgenommen wird. Analysten argumentieren, dass der Netzwerkeffekt von Bitcoin, der durch eine steigende Nutzerbasis verstärkt wird, zu einem Anstieg des Wertes führen könnte. Diese Überlegungen basieren auf der Annahme, dass Bitcoin weiterhin als Wertspeicher identifiziert wird und somit eine relevante Problemlösung bietet (Blocktrainer).

Kritik an der Krypto-Industrie

Einige Experten warnen davor, dass die aktuelle Begeisterung für Kryptowährungen mit früheren Spekulationsblasen vergleichbar ist. Sie verweisen auf die Risiken für Kleinanleger und vergleichen die Situation mit der Beanie-Baby-Hysterie oder der Dotcom-Blase. Diese Vergleiche sollen verdeutlichen, dass viele Anleger möglicherweise nicht ausreichend über die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle informiert sind und von kurzfristigen Trends getrieben werden (Kleine Finanzzeitung).