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Ein fehlerhafter Zufallszahlengenerator, Multisig als Schutz gegen einzelne Hardware-Wallets, das Bitcoin-Halving 2028 und ein umstrittenes Kursziel von 100.000 US-Dollar: Der Pressespiegel zeigt, wie eng technische Sicherheit, Selbstverantwortung, Angebotsknappheit und Marktvertrauen bei Bitcoin miteinander verbunden sind.
Bitcoin-Selbstverwahrung: Multisig soll Risiken einzelner Hardware-Wallets begrenzen
Der Vorfall rund um die Coldcard-Wallet hat nach Darstellung von Blocktrainer gezeigt, welche Risiken entstehen können, wenn Bitcoin-Bestände vollständig von einem Gerät oder einem Hersteller abhängen. Wegen eines Fehlers bei der Erzeugung der Seedphrase erreichten betroffene Mk2- und Mk3-Modelle laut Hersteller nur einen effektiven Suchraum von rund 40 Bit, bei Mk4, Mk5 und Q waren es etwa 72 statt der vorgesehenen 128 Bit.
Die mangelnde Zufälligkeit ermöglichte es Angreifern laut Blocktrainer, selbstverwahrte Wallets durch Ausprobieren leerzuräumen. Circa 1.600 BTC im Wert von über 100 Millionen US-Dollar konnten so gestohlen werden. Nutzer, die eine sichere Passphrase, zusätzliche Entropie oder ein diversifiziertes Multisig-Setup verwendet hatten, blieben dem Bericht zufolge unversehrt.
Bei einer 2-von-3-Multisig-Wallet sind drei unabhängige Schlüssel beteiligt, von denen zwei für eine Transaktion benötigt werden. Ein kompromittierter Seed reicht damit nicht aus, um die Wallet allein zu leeren, sofern die Schlüssel von unterschiedlichen Herstellern stammen.
Blocktrainer beschreibt Multisig als Verfahren mit mehreren Signaturen. Bei einer gewöhnlichen Bitcoin-Wallet genügt eine Signatur, während bei einer m-von-n-Multisig-Wallet n für die Gesamtzahl der Cosigner und m für die erforderliche Zahl der Signaturen steht. Bei 2 von 3 kann ein Schlüssel ausfallen; bei 3 von 5 können zwei Schlüssel verloren gehen, während weiterhin drei Signaturen benötigt werden.
Mehr Cosigner erhöhen laut Quelle nicht automatisch die Sicherheit. Mit jedem weiteren Schlüssel steigen Aufwand, Transaktionsgröße, Gebühren und die Gefahr eines Fehlers beim Backup. Für private Cold-Storage-Bestände gilt 2 von 3 deshalb häufig als Kompromiss zwischen Sicherheit, Redundanz und Bedienbarkeit.
| Setup | Erforderliche Signaturen | Beschreibung |
|---|---|---|
| 2 von 2 | 2 | Beide Cosigner müssen zustimmen, es gibt keine Redundanz. |
| 2 von 3 | 2 | Ein Schlüssel darf ausfallen. |
| 3 von 5 | 3 | Der Verlust von zwei Schlüsseln wird verkraftet. |
| 1 von 3 | 1 | Redundanz, aber kein zusätzlicher Diebstahlschutz. |
Die Bitcoin liegen dabei nicht auf drei Geräten. Die Hardware-Wallets verwalten unabhängige Schlüssel, während Sparrow oder ein anderes Multisig-fähiges Wallet-Interface als Coordinator Wallets zusammenstellt, Adressen erzeugt und Partially Signed Bitcoin Transactions erstellt.
- Der Verlust eines einzelnen Schlüssels führt bei 2 von 3 nicht direkt zum Verlust der Bitcoin.
- Für die Wiederherstellung reichen die Seed-Wörter allein nicht aus.
- Die vollständige Wallet-Konfiguration mit den öffentlichen Schlüsseln aller Cosigner muss gesichert werden.
- Vor größeren Einzahlungen sollten Empfang, Ausgabe und Wiederherstellung mit einem kleinen Betrag getestet werden.
Infobox – Blocktrainer: Multisig kann den Ausfall oder die Kompromittierung eines einzelnen Signers abfangen, erhöht aber die technische Komplexität. Der Sicherheitsgewinn hängt von unabhängigen Geräten, getrennten Lagerorten und einem getesteten Wiederherstellungsplan ab.
Sparrow-Anleitung: 2-von-3-Multisig mit drei Hardware-Wallets
Blocktrainer beschreibt eine 2-von-3-Multisig mit Native SegWit (P2WSH) und drei bereits eingerichteten Hardware-Wallets: BitBox02, Blockstream Jade und Foundation Passport. Alle Seeds sollen unabhängig voneinander erzeugt worden sein.
Benötigt werden drei mit Sparrow und P2WSH-Multisig kompatible Hardware-Wallets, drei geprüfte Seed-Backups sowie die aktuelle Version von Sparrow Wallet. Die Software soll laut Quelle ausschließlich von der offiziellen Website geladen und ihre Signatur geprüft werden.
- Wallet erstellen: In Sparrow wird unter „File“ und „New Wallet“ eine neue Wallet angelegt und eindeutig benannt.
- Policy einstellen: Unter „Policy Type“ wird „Multi Signature“ ausgewählt. Als Script Type wird für eine neue Wallet „Native SegWit (P2WSH)“ eingestellt, anschließend werden 2 benötigte Signaturen bei insgesamt 3 Cosignern ausgewählt. Der standardmäßige BIP-48-Ableitungspfad lautet m/48'/0'/0'/2'.
- Cosigner importieren: Für jedes Gerät werden xpub, Master-Fingerprint und Ableitungspfad importiert. Sparrow soll anschließend drei unterschiedliche Master-Fingerprints und xpubs sowie die korrekten Ableitungspfade anzeigen.
- Descriptor sichern: Nach dem Erstellen der Wallet wird der Output Descriptor als PDF und zusätzlich über „Settings“, „Export“ und „Output Descriptor“ gesichert. Auch eine Kopie der Sparrow-Wallet-Datei soll gespeichert und mit einem Passwort geschützt werden.
- Wallet-Policy registrieren: Die Wallet-Policy wird im passenden Geräteformat oder über BIP 129 exportiert und auf den Hardware-Wallets registriert. Die Policy soll auf dem Display der Geräte geprüft werden.
- Empfangsadresse prüfen: Eine neue Adresse wird in Sparrow erzeugt und mit dem Display der Hardware-Wallet verglichen. Die erste Adresse soll möglichst auf allen drei Geräten geprüft werden, bevor ein kleiner Testbetrag überwiesen wird.
- Testtransaktion signieren: Nach der Erstellung einer PSBT signieren zunächst Cosigner A und anschließend Cosigner B. Bei einer 2-von-3-Wallet genügen zwei der drei Hardware-Wallets. Nach zwei gültigen Signaturen kann die Transaktion mit „Broadcast Transaction“ an das Bitcoin-Netzwerk gesendet werden.
Blocktrainer weist ausdrücklich darauf hin, dass die Seed-Wörter niemals in Sparrow eingegeben werden sollen. Bei Air-Gap-Geräten werden die öffentlichen Daten und PSBTs je nach Gerät per QR-Code oder Speicherkarte übertragen.
Nach dem ersten Test soll laut Quelle auch eine andere Kombination, etwa A und C, getestet werden. Die Geräte müssen weder gleichzeitig angeschlossen sein noch am selben Ort liegen; die Cosigner können eine Transaktion zeitlich versetzt signieren.
Infobox – Einrichtung: Die Anleitung setzt drei unabhängige Hardware-Wallets, geprüfte Backups und eine vollständige Dokumentation der Wallet-Konfiguration voraus. Ein kleiner Testbetrag soll Fehler bei Adressen, Signaturen und Wiederherstellung sichtbar machen.
Backup und Wiederherstellung bleiben zentrale Schwachstellen
Die Seeds und der Descriptor erfüllen bei einer Multisig-Wallet unterschiedliche Aufgaben. Aus den Seeds werden die privaten Schlüssel abgeleitet, während der Output Descriptor beschreibt, welche öffentlichen Schlüssel nach welchen Regeln die Wallet bilden.
Für die Wiederherstellung werden laut Blocktrainer mindestens zwei Seeds oder zwei funktionierende Signer sowie der vollständige Descriptor benötigt. Der Descriptor enthält keine privaten Schlüssel, ist aber dennoch sensibel: Wer ihn besitzt, kann sämtliche Adressen des Accounts ableiten und Transaktionen sowie den Bestand nachvollziehen, jedoch keine Bitcoin ausgeben.
Zu einem vollständigen Backup gehören drei getrennte Seed-Backups, mehrere Kopien des vollständigen Output Descriptors, die Master-Fingerprints und der verwendete Account. Der Descriptor soll an unabhängigen Orten liegen, am besten zusammen mit jedem Seed-Backup.
Blocktrainer empfiehlt, den Descriptor auf einem zweiten Rechner oder in einem getrennten Sparrow-Profil zu importieren. Wenn dieselben Adressen und der Testbetrag erscheinen, ist der öffentliche Teil wiederhergestellt. Anschließend soll eine kleine Transaktion mit zwei Hardware-Wallets vorgenommen werden.
Die Quelle empfiehlt außerdem, die Backups, eine Empfangsadresse und eine kleine Testtransaktion mit wechselnden Signierkombinationen periodisch, zum Beispiel einmal im Jahr, zu prüfen. Fehler bei Einrichtung, Backup oder Wiederherstellung können trotz zusätzlicher Sicherheit zum Verlust des Zugriffs auf die Bitcoin führen.
Infobox – Backup: Drei Seeds allein stellen keinen sauber dokumentierten Wiederherstellungsplan dar. Ohne Descriptor fehlen unter anderem die xpubs, der Skripttyp, die Ableitungspfade und die 2-von-3-Regel.
FAZ: Selbstverwahrung verlangt Zeit, Kompetenz oder Geld
Die FAZ ordnet den Coldcard-Vorfall nicht als klassischen Hackerangriff ein. Dem Bericht zufolge wurde kein Server angegriffen, keine Phishing-Mail verschickt und kein Computer mit Viren kompromittiert; stattdessen lag das Problem tiefer in der technischen Grundlage der Wallet.
Die Zeitung beschreibt Bitcoin-Selbstverwahrung als Verbindung von vollständiger Kontrolle und vollständiger Verantwortung. Wer sein eigenes Geld verwahren möchte, müsse in der Praxis Firmware-Versionen verstehen, Zufallsgeneratoren bewerten, Angriffswege kennen und Sicherheitshinweise über Jahre verfolgen.
„Sicherheit kostet entweder Zeit und Kompetenz oder Geld.“
Nach Darstellung der FAZ müssen Nutzer, die sich wirklich keine Sorgen machen möchten, für professionelle Unterstützung bezahlen. Wer weder Zeit und Kompetenz noch Geld investieren wolle, gehe das Risiko ein, alles zu verlieren.
Der Wert der Coldcard habe laut FAZ nicht allein in der Hardware gelegen, sondern im Versprechen, das Verwahrungsproblem zu lösen. Der Vorfall habe die Illusion offengelegt, dass der Kauf eines als sicher geltenden Geräts automatisch vollständige Sicherheit garantiere.
Die FAZ stellt außerdem die Frage, ob betroffene Nutzer zu regulierten Plattformen, Verwahrern oder einem Bitcoin-ETF zurückkehren könnten. Für Bitcoin-Puristen wäre das keine Lösung, doch die Alternative der vollständigen Selbstverwaltung setze Vertrauen in Code voraus, den die meisten Nutzer nicht lesen könnten.
Infobox – FAZ: Der Bericht rückt die organisatorische und technische Verantwortung der Selbstverwahrung in den Mittelpunkt. Sicherheit wird dabei als Ressource beschrieben, die entweder Zeit und Kompetenz oder Geld erfordert.
Bitcoin-Halving 2028: Reward soll auf 1,5625 BTC sinken
Die WirtschaftsWoche richtet den Blick auf das nächste Bitcoin-Halving, das voraussichtlich im Frühjahr 2028 stattfinden soll. Das fünfte Halving seit der Entstehung von Bitcoin wird bei der Block-Höhe 1.050.000 erwartet und soll die Block-Reward von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin pro validiertem Block reduzieren.
Das Halving findet laut WirtschaftsWoche nach jeweils 210.000 neu entstandenen Bitcoin-Blöcken statt und wiederholt sich in Abständen von etwa vier Jahren. Wegen der Zufälligkeit des Minings und der variablen Hashrate lassen sich der genaue Zeitpunkt und die Uhrzeit jedoch nur schätzen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Letztes Halving | 20. April 2024 |
| Voraussichtliches nächstes Halving | Frühjahr 2028 |
| Block-Höhe | 1.050.000 |
| Aktuelle Block-Reward | 3,125 Bitcoin |
| Block-Reward nach dem Halving | 1,5625 BTC |
| Maximaler Bestand | 20.999.999,97690000 Bitcoin |
| Voraussichtlicher Zeitpunkt des letzten Bitcoin | um das Jahr 2140 |
Die WirtschaftsWoche erklärt das Halving mit dem Proof-of-Work-Konsensverfahren. Miner stellen Rechenkapazität bereit, fügen Blöcke an die Blockchain an und erhalten dafür eine Reward in Bitcoin. Mit jedem Halving wird diese Belohnung halbiert, sodass immer weniger neue Bitcoin in Umlauf gelangen.
Am 20. April 2024 wurde die Block-Reward laut Quelle von 6,25 Bitcoin auf 3,125 Bitcoin pro geschürftem Block reduziert. Insgesamt wurden am 6. August 2026 rund 20.070.000 Bitcoin geschürft. Bis zum Jahr 2140 sollen durch die wiederkehrenden Halvings und die sinkende Belohnung noch rund 940.000 Bitcoin hinzukommen.
Die Angebotsreduzierung kann bei gleichzeitig steigender Nachfrage zu einem Angebotsmangel und einem höheren Bitcoin-Preis führen. Gleichzeitig kann die geringere Belohnung die Anreize für Miner reduzieren, was laut WirtschaftsWoche die Netzwerkaktivität und die Hash Rate beeinflussen kann. Eine genaue Kursprognose für das Halving im Frühjahr 2028 sei nicht seriös.
Historisch betrachtet nennt die WirtschaftsWoche mehrere Halvings und nachfolgende Kursentwicklungen:
| Halving | Datum | Reward vorher | Reward nachher | Kursangabe |
|---|---|---|---|---|
| Erstes Halving | 28. November 2012 | 50 BTC | 25 BTC | 12,35 Dollar zum Zeitpunkt des Halvings |
| Zweites Halving | 9. Juli 2016 | 25 BTC | 12,5 BTC | 650,63 Dollar zum Zeitpunkt des Halvings |
| Drittes Halving | 11. Mai 2020 | nicht angegeben | nicht angegeben | 69.420 Dollar am 10. November 2021 |
| Viertes Halving | 20. April 2024 | 6,25 Bitcoin | 3,125 Bitcoin | 126.296 Dollar am 5. Oktober 2025 |
Für Miner bedeutet das Halving eine sinkende Vergütung pro Block. Einige Miner könnten aus dem Markt ausscheiden, während andere ihre Effizienz steigern müssen. Nach dem letzten Bitcoin-Halving um das Jahr 2140 sollen Miner weiterhin Transaktionen validieren und als Belohnung ausschließlich Gebühren für Bitcoin-Transaktionen erhalten.
Infobox – WirtschaftsWoche: Das nächste Halving wird für das Frühjahr 2028 erwartet. Die Block-Reward soll von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin sinken, der genaue Zeitpunkt bleibt wegen der variablen Mining-Bedingungen eine Schätzung.
Standard Chartered hält an Bitcoin-Ziel von 100.000 US-Dollar fest
Geoff Kendrick, globaler Leiter der Digital-Assets-Research bei Standard Chartered, hält laut Finanzen.net an einem Bitcoin-Kursziel von 100.000 US-Dollar bis Ende 2026 fest. Die Verkäufe von Strategy bezeichnete Kendrick in einer Investoren-Note als „größtenteils nur Rauschen und kein echtes Signal“, wie der Bericht unter Berufung auf The Motley Fool schreibt.
Bitcoin war Mitte Juni 2026 nach einem Rückgang von rund 53 Prozent gegenüber seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar aus dem Oktober 2025 auf ein Zyklustief von 59.375 US-Dollar gefallen. Standard Chartered habe diesen Punkt als Bodenbildung interpretiert und anschließend am Jahresendziel von 100.000 US-Dollar festgehalten.
Strategy verkaufte am 26. Mai erstmals seit Dezember 2022 Bitcoin und hielt mit über 840.000 BTC weiterhin den mit Abstand größten Unternehmensbestand. MARA Holdings folgte laut Finanzen.net mit weniger als 40.000 BTC auf Platz zwei.
Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, habe erklärt, sein „Never sell“-Ratschlag habe sich an Privatanleger gerichtet und die Verkäufe seien nur in geringem Umfang erfolgt. Der Markt habe diese Einordnung bislang jedoch nicht honoriert.
Die Verkäufe sind für die Analyse deshalb relevant, weil Kendrick selbst eine erneute Akkumulation durch Strategy im Juni als eine von drei Bedingungen für seine Bodenbildungsthese genannt hatte. Die tatsächliche Entwicklung läuft laut Finanzen.net dieser Bedingung entgegen.
Historische Vergleichswerte sprechen dem Bericht zufolge gegen eine schnelle Erholung. Nach einem Hoch von 126.198 US-Dollar im Oktober 2025 habe Bitcoin bis Ende Juni 2026 mehr als die Hälfte seines Werts verloren; vergleichbare Rückgänge hätten in der Vergangenheit meist zwei bis drei Jahre bis zur vollständigen Erholung benötigt.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Kursziel von Standard Chartered bis Ende 2026 | 100.000 US-Dollar |
| Allzeithoch aus Oktober 2025 | 126.000 US-Dollar |
| Rückgang gegenüber dem Allzeithoch | rund 53 Prozent |
| Zyklustief Mitte Juni 2026 | 59.375 US-Dollar |
| Bitcoin-Bestand von Strategy | über 840.000 BTC |
| Bitcoin-Bestand von MARA Holdings | weniger als 40.000 BTC |
Infobox – Finanzen.net: Standard Chartered bestätigt das Ziel von 100.000 US-Dollar für Ende 2026 trotz der Verkäufe von Strategy. Gleichzeitig verweisen historische Vergleichswerte auf Erholungszeiträume von meist zwei bis drei Jahren.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale Lehre ist eindeutig: Selbstverwahrung ist kein einmaliger Kauf, sondern ein dauerhaft zu organisierender Sicherheitsprozess. Multisig kann das Risiko einzelner Geräte oder Hersteller deutlich begrenzen, ersetzt aber weder unabhängige Backups noch getestete Wiederherstellungsabläufe. Für größere Bestände ist 2 von 3 daher ein plausibler Kompromiss – allerdings nur für Nutzer, die die zusätzliche technische Komplexität sicher beherrschen.
Die Kurs- und Halving-Aussichten bleiben dagegen unsicher. Sinkende Neuemissionen schaffen keinen automatischen Preisanstieg; entscheidend bleiben Nachfrage, Marktliquidität und die wirtschaftliche Stabilität des Mining-Sektors. Ein festes Kursziel bis Ende 2026 sollte deshalb als Szenario und nicht als belastbare Erwartung verstanden werden.
Zusammenfassung: Die Nachricht unterstreicht, dass Sicherheitsgewinne bei Bitcoin vor allem durch Redundanz, unabhängige Prozesse und regelmäßige Tests entstehen. Marktprognosen bleiben trotz strukturell sinkenden Angebots spekulativ.
Quellen:
- Bitcoin-Selbstverwahrung noch sicherer: Anleitung für Multisig-Wallet
- Coldcard-Hack bei Bitcoin: Was wirklich sicher ist
- Bitcoin Halving 2028: Live-Countdown, Datum und Prognose
- Standard Chartered hält an 100.000-Dollar-Bitcoin-Ziel fest
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