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    Bitcoin und Altcoins im Plus: US-Krypto-Politik bleibt im Fokus

    KI-generiert
    17.09.2026 82 mal gelesen 2 KommentareGoogle-News
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    Der Kryptomarkt zeigt sich überwiegend freundlich: Bitcoin notiert bei rund 76.307 US-Dollar und verteidigt damit die wichtige Zone um 75.000 US-Dollar. Auch Ethereum, Solana, Litecoin und Bitcoin Cash legen zu, wobei Bitcoin Cash mit 5,46 Prozent den stärksten genannten Gewinn verzeichnet.
    Trotz der Kursstabilisierung bleibt die politische Unsicherheit in den USA ein entscheidender Faktor. Der Clarity Act scheiterte zunächst im Senat, wodurch die erhoffte regulatorische Klarheit für die Branche weiter auf sich warten lässt.
    Gleichzeitig treiben Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses Pläne für eine strategische Bitcoin-Reserve und einen neuen steuerlichen Rahmen voran. Beschlagnahmte Bitcoin könnten mindestens 20 Jahre gehalten werden, während künftig auch Wash-Sale-Regeln für digitale Vermögenswerte gelten sollen.
    Rückenwind kommt von der Deutschen Bank, die noch 2026 einen regulierten Verwahrungsdienst für Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins starten will. Das könnte institutionellen Anlegern den Markteintritt erleichtern, sofern die regulatorische Freigabe erfolgt.
    Doch die Risiken bleiben hoch: Das Bitcoin-Unternehmen Nakamoto hat einen Großteil seiner Bestände verpfändet, und politische Vorhaben sind noch nicht beschlossen. Langfristige Kursziele von über 100.000 US-Dollar oder sogar 1,3 Millionen US-Dollar bis 2035 sind daher Szenarien, keine sicheren Prognosen.

    Der Kryptomarkt zeigt sich überwiegend stabil, doch hinter den moderaten Kursgewinnen zeichnen sich wichtige Weichenstellungen ab: von der verteidigten 75.000-Dollar-Marke über neue institutionelle Angebote bis hin zu US-Plänen für Bitcoin-Reserven und strengeren Steuerregeln. Der Pressespiegel beleuchtet die Chancen, Risiken und möglichen nächsten Bewegungen bei Bitcoin und Altcoins.

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    Bitcoin und Altcoins: Kurse am Nachmittag überwiegend im Plus

    Finanzen.net berichtet von einem insgesamt stabilen Kryptomarkt. Um 17:10 Uhr wurde Bitcoin mit 76.306,90 US-Dollar bewertet und lag damit 0,22 Prozent höher als am Vortag.

    Auch mehrere große Altcoins legten zu. Litecoin stieg um 2,30 Prozent auf 52,87 US-Dollar, Ethereum gewann 1,28 Prozent auf 2.449,08 US-Dollar und Bitcoin Cash erhöhte sich um 5,46 Prozent auf 232,82 US-Dollar.

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    Bei Monero ging es um 2,30 Prozent auf 507,14 US-Dollar nach oben. Cardano wurde mit 0,2010 US-Dollar festgestellt, während Stellar bei 0,1839 US-Dollar lag.

    Solana stieg um 1,95 Prozent auf 100,55 US-Dollar. Avalanche gewann 1,13 Prozent auf 7,546 US-Dollar, Chainlink legte 1,72 Prozent auf 11,24 US-Dollar zu und Sui erhöhte sich um 1,50 Prozent auf 0,7248 US-Dollar.

    Weniger Bewegung gab es bei Ripple und Dogecoin. Ripple wurde mit 1,297 US-Dollar bewertet, Dogecoin mit 0,0813 US-Dollar. Tron sank um 0,38 Prozent auf 0,3341 US-Dollar, während der Binancecoin 724,80 US-Dollar kostete und damit 0,07 Prozent verlor.

    KryptowährungKursVeränderung
    Bitcoin76.306,90 US-Dollar0,22 Prozent
    Litecoin52,87 US-Dollar2,30 Prozent
    Ethereum2.449,08 US-Dollar1,28 Prozent
    Bitcoin Cash232,82 US-Dollar5,46 Prozent
    Monero507,14 US-Dollar2,30 Prozent
    Solana100,55 US-Dollar1,95 Prozent
    Chainlink11,24 US-Dollar1,72 Prozent
    Sui0,7248 US-Dollar1,50 Prozent
    Tron0,3341 US-Dollar-0,38 Prozent
    Binancecoin724,80 US-Dollar-0,07 Prozent

    Infobox: Bitcoin notierte um 17:10 Uhr bei 76.306,90 US-Dollar. Die stärkste genannte Bewegung verzeichnete Bitcoin Cash mit einem Plus von 5,46 Prozent.

    Bitcoin vor möglicher Bewegung

    Wallstreet Online stellt in der Meldung „Bitcoin - Bewegung voraus!“ die Frage, wo sich die Wahrscheinlichkeiten im Chart verschieben. Der Beitrag verweist dabei auf eine technische Betrachtung des Bitcoin-Kurses und auf ein Video, in dem diese Entwicklung näher analysiert wird.

    Konkrete Kursmarken oder weitere Zahlen nennt der übermittelte Inhalt von Wallstreet Online nicht. Im Mittelpunkt steht damit die Erwartung einer möglichen bevorstehenden Bewegung, ohne dass im Beitrag ein bestimmtes Kursziel ausgewiesen wird.

    Infobox: Wallstreet Online sieht bei Bitcoin eine mögliche Bewegung voraus. Der übermittelte Beitrag nennt jedoch keine konkreten Kursziele oder weiteren Kursdaten.

    75.000-Dollar-Zone verteidigt, regulatorische Unsicherheit bleibt

    Der Aktionär berichtet, dass Bitcoin den Rückschlag nach dem Scheitern des US-Clarity Act zunächst abgefedert und die Zone um 75.000 Dollar verteidigt habe. Der Senat brachte das Gesetz bei einer Verfahrensabstimmung mit 49 zu 50 Stimmen nicht voran.

    Der Clarity Act sollte unter anderem festlegen, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere und welche als Rohstoffe gelten. Nach Darstellung von Der Aktionär hätte dies der Krypto-Branche in den USA mehr Rechtssicherheit verschafft.

    Bitcoin war infolge der Nachricht zeitweise unter 75.000 Dollar gefallen, stabilisierte sich laut dem Bericht jedoch wieder. Der Aktionär wertet die Verteidigung dieser Zone als positives Signal, betont aber zugleich, dass damit noch kein neuer Aufwärtstrend bestätigt sei.

    Zusätzlichen Rückenwind könnte die Deutsche Bank liefern. Das Institut plant laut Der Aktionär, noch 2026 einen regulierten Verwahrungsdienst für institutionelle und gewerbliche Kunden in Deutschland zu starten.

    Vorgesehen sind zunächst Bitcoin, Ether sowie ausgewählte Stablecoins wie USDC, EURC und EURAU. Voraussetzung bleibt die regulatorische Freigabe. Die Deutsche Bank soll dabei die Wallets und Private Keys verwalten.

    Für Vermögensverwalter, Hedgefonds, Unternehmen und weitere institutionelle Anleger könnte dadurch die technische und organisatorische Hürde für einen Einstieg sinken. Kurzfristig werde der Dienst die Geschäftszahlen der Deutschen Bank voraussichtlich kaum beeinflussen; für Bitcoin sei zunächst der Signalwert entscheidend.

    Bitwise-CIO Matt Hougan hält laut Der Aktionär eine Rückkehr von Bitcoin über 100.000 Dollar noch 2026 für realistisch. Bis 2035 sieht er den Kurs bei 1,3 Millionen Dollar.

    Hougan begründet seine Einschätzung mit möglichen institutionellen Kapitalströmen. Pensionsfonds, Versicherer, Stiftungen und Staatsfonds verwalten laut dem Bericht zusammen 100 bis 200 Billionen Dollar. Bereits eine Bitcoin-Allokation von einem Prozent könnte erhebliche Mittel mobilisieren.

    Langfristig müsse Bitcoin zudem rund ein Viertel des globalen Marktes für Wertaufbewahrung erobern, der bislang von Gold und Staatsanleihen dominiert werde. Der Aktionär nennt neben Hougan auch Cathie Wood und Binance-Mitgründer Changpeng Zhao als Marktbeobachter, die Bitcoin über der Millionenschwelle sehen.

    „Die Verteidigung der 75.000-Dollar-Marke ist ein positives Signal. Der Clarity-Rückschlag ist damit aber nicht erledigt.“

    Infobox: Bitcoin verteidigte laut Der Aktionär die Zone um 75.000 Dollar. Matt Hougan hält 1,3 Millionen Dollar bis 2035 für erreichbar und erwartet Bitcoin noch 2026 wieder über 100.000 Dollar.

    Finanzierungsrisiko bei Nakamoto

    BTC-ECHO berichtet über das börsennotierte Bitcoin-Unternehmen Nakamoto, das von David Bailey geführt wird. Das Unternehmen besitzt Bitcoin im Wert von 343 Millionen US-Dollar, während es an der Börse mit 147 Millionen bewertet wird.

    Nach Darstellung von BTC-ECHO hat Nakamoto 85 Prozent seiner Bitcoin an Kraken verpfändet. Sollte der Bitcoin-Kurs erneut deutlich fallen, könnte es für das Unternehmen im Dezember eng werden.

    Der deutliche Abschlag zwischen dem Bitcoin-Bestand und der Börsenbewertung wird im Bericht mit einem Blick auf die Bilanz erklärt. BTC-ECHO bezeichnet Nakamoto als das Unternehmen im Sektor, das derzeit am weitesten unter dem eigenen Bestand gehandelt werde.

    Infobox: Nakamoto hält Bitcoin im Wert von 343 Millionen US-Dollar, wird an der Börse jedoch mit 147 Millionen bewertet. 85 Prozent der Bitcoin sind laut BTC-ECHO an Kraken verpfändet.

    US-Repräsentantenhaus treibt Bitcoin-Reserve und Krypto-Steuerregeln voran

    Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass zwei Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses am Mittwoch zwei Krypto-Gesetze vorangebracht haben. Eines der Vorhaben betrifft die Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve, das andere einen steuerlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte.

    Der Finanzausschuss beschloss H.R. 8957, den American Reserve Modernization Act, mit 28 zu 21 Stimmen. Der von Abgeordnetem Nick Begich im Mai eingebrachte Gesetzentwurf sieht vor, dass vom Bund eingezogener Bitcoin mindestens 20 Jahre lang in einer Treasury-Reserve gehalten wird.

    Für andere digitale Vermögenswerte soll ein separater Bestand eingerichtet werden. Laut einer Aussage von Abgeordnetem Bryan Steil soll das Finanzministerium die Verwahrung aller durch endgültige straf- und zivilrechtliche Einziehung beschlagnahmten Bitcoin und digitalen Vermögenswerte zentralisieren.

    Yahoo Finanzen Deutschland verweist außerdem auf eine Schätzung von Arkham Intelligence. Demnach hält die US-Regierung 324.527 Bitcoin im Wert von 24,8 Milliarden USD. Die Angabe bezieht sich auf den Zeitpunkt des Artikels.

    Der für Steuern zuständige Ausschuss verabschiedete H.R. 10357, den Digital Asset Tax Certainty Act, mit 38 zu 5 Stimmen. Der am 14. September von Ausschussvorsitzendem Jason Smith eingebrachte Entwurf soll einen klaren steuerlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen.

    Außerdem sollen die Wash-Sale-Regeln künftig auch für digitale Vermögenswerte gelten. Laut Jason Smith würde das Gesetz einen konkreten bundesrechtlichen Rahmen für die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten schaffen.

    Beide Gesetzentwürfe benötigen nun eine Abstimmung im Repräsentantenhaus, die Zustimmung des Senats und die Unterschrift des Präsidenten. Die 119. Sitzungsperiode endet im Januar.

    GesetzentwurfAbstimmungInhalt
    H.R. 8957, American Reserve Modernization Act28 zu 21 StimmenBitcoin-Reserve und mindestens 20 Jahre Aufbewahrung
    H.R. 10357, Digital Asset Tax Certainty Act38 zu 5 StimmenSteuerlicher Rahmen für digitale Vermögenswerte

    Infobox: Zwei Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses verabschiedeten Krypto-Gesetzentwürfe. Die Bitcoin-Reserve soll beschlagnahmte Bitcoin mindestens 20 Jahre halten, während das zweite Gesetz steuerliche Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen soll.

    SpaceX-Boom und Krypto-Steuern im WiWo-Podcast

    Die WirtschaftsWoche widmet sich in ihrem Podcast „Bitcoin & Beyond“ zunächst dem Börsengang der Weltraumfirma SpaceX, der 2026 laut WiWo das große Ding an den Börsen war. Anleger können demnach nicht nur direkt auf SpaceX setzen, sondern auch über ETFs am Boom der Weltraum-Wirtschaft partizipieren.

    Im ersten Teil analysiert der Podcast, wie Anleger von Weltraum-ETFs profitieren können oder auch nicht. Der zweite Teil befasst sich mit den Plänen der Bundesregierung, Investments in Kryptowährungen strenger zu besteuern.

    Die Steuerberaterin und Kryptoexpertin Marie Rinke erklärt laut WiWo, was sich ändern könnte und wie sich Anleger auf die anstehende Reform vorbereiten können. Außerdem geht es um bislang übersehene Details der Regierungspläne, die Fans von Bitcoin und Co. verärgern könnten.

    Infobox: Der WiWo-Podcast verbindet die Themen Weltraum-ETFs und geplante strengere Besteuerung von Krypto-Investments. Als Expertin wird Marie Rinke genannt.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Nachrichtenlage signalisiert vor allem eines: Der Kryptomarkt gewinnt institutionell und regulatorisch an Bedeutung, bleibt aber strukturell fragil. Politische Verzögerungen, gehebelte Unternehmensbilanzen und weiterhin ausstehende Gesetzesentscheidungen begrenzen die Aussagekraft kurzfristiger Kursgewinne.

    Besonders relevant ist die zunehmende Einbindung etablierter Finanzinstitute und staatlicher Akteure. Sie kann langfristig zusätzliches Kapital und mehr Marktinfrastruktur schaffen, erhöht jedoch zugleich die Abhängigkeit des Sektors von politischen Entscheidungen, regulatorischen Freigaben und der Stabilität einzelner Marktteilnehmer.

    Die optimistischen Langfristprognosen sind daher als Szenarien, nicht als belastbare Erwartungen zu bewerten. Für Anleger bleibt entscheidend, ob aus politischen Vorhaben tatsächlich geltendes Recht, aus angekündigten Dienstleistungen reale Nachfrage und aus der technischen Stabilisierung ein nachhaltiger Trend wird.

    Zusammenfassung: Die strategische Bedeutung von Kryptowährungen wächst, doch kurzfristige Kursstärke reicht nicht als Trendbestätigung. Regulierung, institutionelle Nachfrage und Finanzierungsrisiken bleiben die entscheidenden Einflussfaktoren.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Was mir bei den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Unterschied zwischen einem politischen Signal und einem tatsächlich beschlossenen Gesetz. Eine Bitcoin-Reserve klingt natürlich erstmal gewaltig, aber bis so ein Entwurf durch Repräsentantenhaus, Senat und am Ende noch die Unterschrift des Präsidenten bekommt, kann noch einiges passieren. Gerade in den USA werden solche Vorhaben ja gerne als großer Durchbruch verkauft, obwohl sie zunächst nur einen weiteren Schritt im Gesetzgebungsverfahren darstellen.

    Trotzdem finde ich den Ansatz interessant. Wenn beschlagnahmte Bitcoin nicht sofort verkauft, sondern über viele Jahre gehalten werden sollen, verändert das zumindest die Wahrnehmung der USA als staatlichen Marktteilnehmer. Es ist zwar keine direkte Kaufstrategie, aber der Staat würde damit zeigen, dass Bitcoin nicht mehr nur als kurzfristig einzuziehendes Vermögensgut betrachtet wird. Ob das für den Kurs wirklich viel ausmacht, hängt dann vermutlich stärker davon ab, ob später auch regulär gekauft wird oder ob es bei den beschlagnahmten Beständen bleibt.

    Der steuerliche Teil ist für mich sogar fast wichtiger. Eine klare Regelung wäre grundsätzlich zu begrüßen, auch wenn die Wash-Sale-Regeln für viele Anleger vermutlich erstmal zusätzlicher Aufwand bedeuten. Im Moment ist die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen für normale Anleger schon kompliziert genug. Wenn die Regeln strenger werden, sollte wenigstens eindeutig feststehen, was wann wie dokumentiert werden muss. Sonst profitieren am Ende wieder hauptsächlich diejenigen, die sich teure Beratung leisten können.

    Bei der Deutschen Bank sehe ich ebenfalls zwei Seiten. Ein regulierter Verwahrungsdienst kann institutionellen Kunden den Einstieg deutlich erleichtern, weil viele Fonds und Unternehmen nicht einfach selbst irgendwelche Wallets verwalten wollen. Andererseits sollte man nicht so tun, als würde allein die Ankündigung eines solchen Angebots sofort Milliarden in Bitcoin spülen. Erstmal muss der Dienst genehmigt werden, dann müssen Kunden ihn auch nutzen, und außerdem bleibt das Kursrisiko bestehen. Eine sichere Verwahrung schützt schließlich nicht vor fallenden Preisen.

    Die Geschichte um Nakamoto finde ich dagegen deutlich bedenklicher als die tägliche Kursliste. Wenn 85 Prozent der Bitcoin verpfändet sind, kann ein Kursrutsch schnell aus einer scheinbar günstigen Bilanz ein echtes Problem machen. Dass der Bitcoin-Bestand höher ist als die Börsenbewertung, klingt auf den ersten Blick nach einem Schnäppchen, aber solche Abschläge haben meist einen Grund. Verpfändung, mögliche Liquidationen und die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs sollte man dabei nicht einfach ausblenden. Ein niedriger Preis allein macht eine Aktie eben noch nicht automatisch attraktiv.

    Bei den Prognosen von 100.000 Dollar oder sogar 1,3 Millionen bis 2035 bin ich ziemlich vorsichtig. Möglich ist im Kryptomarkt vieles, aber solche Zahlen wirken schnell präziser, als sie eigentlich sind. Entscheidend ist doch, wie viel neues Kapital tatsächlich in den Markt fließt und ob Bitcoin langfristig wirklich einen größeren Teil der klassischen Wertaufbewahrung übernimmt. Gold und Staatsanleihen verschwinden ja nicht einfach, nur weil Bitcoin populärer wird. Für mich sind das eher Szenarien als Kursziele, nach denen ich meine Entscheidungen richten würde.

    Die aktuellen Pluszeichen bei Litecoin, Ethereum oder Bitcoin Cash würde ich deshalb auch nicht überbewerten. Ein paar Prozent an einem Nachmittag sagen wenig über den nächsten Monat aus. Wichtiger ist, ob Bitcoin die 75.000-Dollar-Zone nachhaltig hält und ob sich die institutionelle Nachfrage tatsächlich in Handelsvolumen und langfristigen Zuflüssen zeigt. Der Markt wirkt zwar stabiler als nach früheren Rückschlägen, aber fragil bleibt er trotzdem. Ich würde jedenfalls nicht wegen eines grünen Tages gleich wieder FOMO bekommen.cuntegn期六合
    Was in der Diskussion bisher noch etwas untergeht, ist die internationale Ebene. Die USA können mit einer Bitcoin-Reserve oder neuen Steuerregeln zwar wichtige Signale setzen, aber sie handeln ja nicht im luftleeren Raum. Wenn ein großer Finanzplatz klare Regeln schafft, werden andere Länder vermutlich nachziehen müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Umgekehrt kann ein politischer Kurswechsel in Washington auch schnell wieder für Unsicherheit sorgen. Für Unternehmen, die langfristig planen wollen, ist dieses Hin und Her wahrscheinlich schlimmer als eine strenge, aber verlässliche Regel.

    Interessant finde ich auch den Unterschied zwischen den beiden US-Gesetzen. Eine Reserve für beschlagnahmte Bitcoin betrifft zunächst vor allem die Verwaltung bereits vorhandener Bestände. Das ist etwas anderes als ein staatliches Kaufprogramm, bei dem der Staat regelmäßig am Markt auftreten würde. Trotzdem könnte allein die Entscheidung, nicht sofort zu verkaufen, den Umgang mit Bitcoin verändern. Staaten würden damit zumindest zeigen, dass sie den Vermögenswert nicht mehr automatisch als etwas betrachten, das möglichst schnell aus den Büchern verschwinden muss.

    Bei der Steuerreform frage ich mich allerdings, wie praktikabel die geplanten Regeln für normale Nutzer wirklich werden. Die Wash-Sale-Regel klingt auf dem Papier nachvollziehbar, weil dadurch bestimmte Steuergestaltungen eingeschränkt werden sollen. In der Realität handeln viele Anleger aber nicht nur einmal im Jahr Bitcoin, sondern kaufen in kleinen Beträgen nach, tauschen Coins untereinander oder nutzen verschiedene Plattformen. Wenn dann noch Staking, Lending und Übertragungen auf eigene Wallets dazukommen, wird die Dokumentation schnell unübersichtlich. Eine Regel ist nicht automatisch gut, nur weil sie streng ist. Sie muss auch so verständlich sein, dass ein durchschnittlicher Anleger sie ohne Steuerberater halbwegs korrekt anwenden kann.

    Der Podcast-Hinweis zur geplanten strengeren Besteuerung in Deutschland passt deshalb ziemlich gut in das Gesamtbild. Viele Krypto-Anleger haben vermutlich weniger Angst vor Steuern an sich als vor rückwirkenden Änderungen und unklaren Übergangsfristen. Wer über Jahre regelmäßig gekauft hat, möchte nicht plötzlich jede einzelne Transaktion unter völlig neuen Gesichtspunkten nachberechnen müssen. Gerade bei älteren Käufen fehlen teilweise Daten, weil Börsen geschlossen wurden oder die damaligen Kontoauszüge nicht mehr einfach abrufbar sind. Da wäre eine großzügige Übergangsregelung vermutlich wichtiger als noch mehr komplizierte Detailvorschriften.

    Was mir bei den institutionellen Angeboten außerdem auffällt: Verwahrung ist zwar ein zentraler Punkt, aber sie löst nicht alle Probleme. Wenn eine Bank die Private Keys verwaltet, sinkt das technische Risiko für viele Kunden. Gleichzeitig entsteht wieder eine gewisse Abhängigkeit von einem zentralen Dienstleister. Das ist für Fonds und Unternehmen wahrscheinlich genau der Kompromiss, den sie brauchen, aber es entfernt sich natürlich vom ursprünglichen Gedanken, selbst über seine Coins zu verfügen. Für den Markt dürfte trotzdem entscheidend sein, dass institutionelle Anleger überhaupt teilnehmen können, ohne ihre internen Risiko- und Compliance-Regeln komplett umzubauen.

    Die geplanten Stablecoins im Verwahrungsangebot finde ich dabei nicht nebensächlich. Stablecoins könnten für Banken und Unternehmen im Zahlungsverkehr oder bei Abwicklungen interessanter werden als Bitcoin selbst. Vielleicht kommt der größere praktische Nutzen von Kryptowährungen am Ende gar nicht zuerst durch steigende Kurse, sondern durch schnellere Abwicklung, programmierbare Zahlungen und rund um die Uhr verfügbare Transfers. Das ist weniger spektakulär als ein Kursziel von 1,3 Millionen Dollar, könnte für die dauerhafte Akzeptanz aber wichtiger sein.

    Apropos Kursziele: Bei den Prognosen wird oft unterschätzt, wie stark die Verwässerung durch neue Anlageprodukte und die allgemeine Liquidität eine Rolle spielen. Selbst wenn Pensionsfonds oder Versicherer nur ein Prozent investieren, heißt das nicht automatisch, dass dieses Geld vollständig in Bitcoin fließt und dort für immer bleibt. Anlagequoten können angepasst werden, und institutionelle Anleger verkaufen in einer Krise vermutlich nicht weniger konsequent als Privatanleger. Der Zufluss kann also den Markt stützen, aber er macht ihn nicht immun gegen starke Rückgänge.

    Auch der Vergleich mit Gold und Staatsanleihen ist nicht ganz einfach. Gold ist seit Jahrhunderten als Wertspeicher etabliert, und Staatsanleihen erfüllen neben der Wertaufbewahrung noch andere Funktionen in Portfolios. Bitcoin muss also nicht nur Kapital anziehen, sondern langfristig auch beweisen, dass es in unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen funktioniert. In einem Umfeld niedriger Zinsen und hoher Geldmengenausweitung sieht die Geschichte anders aus als bei hohen Realzinsen und einer schweren Rezession. Deshalb finde ich langfristige Szenarien interessant, aber ich würde daraus keine lineare Entwicklung ableiten.

    Beim Fall Nakamoto würde ich noch einen weiteren Punkt ergänzen: Die Bewertung eines Unternehmens mit Bitcoin-Bestand hängt nicht nur vom Wert der Coins ab, sondern auch davon, wie die Finanzierung strukturiert ist. Selbst wenn der Bestand auf dem Papier deutlich mehr wert ist als die Marktkapitalisierung, können Gläubiger, Sicherheiten und Fristen den tatsächlichen Spielraum stark begrenzen. Für Aktionäre ist daher wichtig, ob das Unternehmen die Bitcoin frei halten kann oder ob es bei einem Kursrutsch verkaufen muss. Ein Abschlag kann eine Chance sein, aber eben auch ein Hinweis darauf, dass der Markt die Bilanzrisiken bereits eingepreist hat.

    Die geplante SpaceX-Story im Podcast zeigt außerdem, wie stark sich derzeit verschiedene Anlagehypes überschneiden. Weltraumunternehmen, ETFs, KI und Kryptowährungen werden gerne gemeinsam als große Zukunftsthemen präsentiert. Das kann Anlegern helfen, neue Branchen zu entdecken, führt aber auch dazu, dass sich Erwartungen gegenseitig hochschaukeln. Nicht jedes Zukunftsthema ist automatisch ein gutes Investment, und ein ETF nimmt einem die Auswahl einzelner Unternehmen ab, nicht aber das Risiko eines überteuerten Gesamtmarktes.

    Am Ende bleibt für mich ein gemischtes, aber durchaus interessantes Bild. Die Branche wird erwachsener, weil Banken, Gesetzgeber und große Anleger sich ernsthafter damit beschäftigen. Gleichzeitig wird sie dadurch nicht automatisch stabil oder sicher. Politische Verfahren können scheitern, Verwahrungsmodelle müssen erst genehmigt werden und Unternehmen mit hohen Krypto-Sicherheiten können bei fallenden Kursen schnell unter Druck geraten. Die 75.000 Dollar sind deshalb eher eine wichtige Beobachtungsmarke als ein Beweis, dass der nächste Aufwärtstrend schon feststeht.

    Ich würde bei solchen Nachrichten weniger auf einzelne grüne Tageskerzen schauen und mehr darauf, ob die angekündigte Infrastruktur tatsächlich genutzt wird. Werden aus den Gesetzesentwürfen klare Regeln? Kommen neue Kunden zur Deutschen Bank? Können Unternehmen ihre Bestände auch in schwierigen Marktphasen halten? Und schaffen es die Finanzbehörden, verständliche Regeln zu formulieren, ohne jeden Privatanleger mit Bürokratie zu überfordern? Wenn diese Fragen positiv beantwortet werden, wäre das für Bitcoin wahrscheinlich nachhaltiger als noch eine kurzfristige Kursprognose.

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    Zusammenfassung des Artikels

    Der Kryptomarkt bleibt stabil, während Bitcoin die 75.000-Dollar-Zone verteidigt und institutionelle Angebote sowie US-Pläne für Bitcoin-Reserven vorankommen.

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