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News Redaktion Krypto-Magazin · Stand

Bitcoin zwischen Erholung, Kaufsignalen und geopolitischen Risiken

Inhalt 8 Abschnitte

Bitcoin steht zwischen Erholungshoffnungen und neuen Risiken: Während Peter Brandt langfristig Kurse bis 600.000 US-Dollar erwartet und technische Signale auf eine Trendwende hindeuten, belasten Geopolitik, Zinsen und die Gefahr eines Quantenangriffs den Markt. Zugleich baut Strategy seine Bitcoin-Reserven weiter aus – doch die entscheidende Frage bleibt, ob die aktuelle Erholung den Beginn eines neuen Aufwärtszyklus markiert.

Bitcoin zwischen Erholung, geopolitischen Risiken und neuen Kaufsignalen

Peter Brandt sieht langfristig bis zu 600.000 US-Dollar, warnt aber vor Quantenangriff

Peter Brandt bleibt laut Wallstreet Online langfristig extrem bullish für Bitcoin. In einem Interview mit Cointelegraph erklärte der Trader, Bitcoin könne bis Anfang 2029 auf rund 250.000 US-Dollar steigen und im weiteren Jahresverlauf einen Zyklushöhepunkt zwischen 300.000 und 600.000 US-Dollar erreichen.

Seine Einschätzung verbindet Brandt mit dem nächsten Bitcoin-Halving, das für April 2028 erwartet wird. Prognosen, Bitcoin könne bereits bis Ende dieses Jahres auf 100.000 US-Dollar steigen, misst er dagegen wenig Bedeutung bei; zugleich betonte er, kein „1-Millionen-Dollar-Bulle“ zu sein.

Kurzfristig hält Brandt einen Rücksetzer für möglich und hofft Anfang Oktober auf ein „handelbares Tief“ bei etwa 65.000 bis 66.000 US-Dollar. Ein solcher Rückgang könne Anleger aus dem Markt drängen, die aggressiv auf weiter steigende Kurse gesetzt haben, und den „Walen“ Gelegenheit geben, ihre Positionen auszubauen.

Als entscheidendes Risiko nennt Brandt einen erfolgreichen Angriff auf die Bitcoin-Architektur mithilfe von Quantencomputern. Sollte Bitcoin dadurch hackbar werden, würde dies nach seiner Aussage seine langfristig bullishe These zerstören.

„Aber … wenn es hackbar ist, ist das ein Angriff auf seine Grundprämisse.“

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Bitcoin laut Wallstreet Online mit einem Plus von +0,47 % und einem Kurs von 83.862USD auf dem CryptoCompare Index gehandelt. Die Angabe bezog sich auf den 29. September 2026, 16:44 Uhr.

Infobox: Brandt nennt langfristig rund 250.000 US-Dollar bis Anfang 2029 sowie einen möglichen Zyklushöhepunkt zwischen 300.000 und 600.000 US-Dollar. Kurzfristig hält er 65.000 bis 66.000 US-Dollar für möglich; ein erfolgreicher Quantenangriff wäre für ihn das zentrale Gegenrisiko.

Iran-Konflikt belastet Bitcoin und risikoreiche Anlagen

n-tv.de berichtet über fallende Bitcoin-Kurse im Zusammenhang mit der Sorge vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Anleger seien bei risikoreichen Anlagen vorsichtig geworden.

Der Bitcoin notierte laut dem Bericht 1,2 Prozent niedriger bei 83.571,80 Dollar. Hintergrund war auch, dass US-Präsident Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt hatte.

Joseph Dahrieh von Tickmill erklärte, ein deutlicherer Rückgang der Ölpreise könne die Inflationssorgen lindern und die Erwartungen an höhere Zinsen dämpfen. Das würde Bitcoin nach seiner Einschätzung mehr Raum für eine Erholung geben.

Infobox: Bitcoin reagierte laut n-tv.de mit einem Rückgang von 1,2 Prozent auf 83.571,80 Dollar. Als mögliche Entlastung gelten sinkende Ölpreise, geringere Inflationssorgen und gedämpfte Zinserwartungen.

Binance Research untersucht die Aussagekraft des „Golden Cross“

Nach Angaben von Yahoo Finanzen Deutschland bildete Bitcoin am 8. September ein sogenanntes „Golden Cross“. Zuvor lag der Kurs 293 Tage lang unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Ein Golden Cross entsteht, wenn der 50-Tage-Durchschnitt über den 200-Tage-Durchschnitt steigt. Binance Research verglich die aktuelle Entwicklung mit 12 früheren Golden-Cross-Episoden und teilte diese in „kurze Erholung“ und „tiefe Eiszeit“ ein.

Sechs Golden Crosses nach mindestens 150 Tagen unter dem Trend führten innerhalb eines Jahres zu Höchstgewinnen von etwa 100 % bis 600 %. Bei Golden Crosses nach einer kurzen Erholungsphase erreichten vier Episoden weniger als 100 % Kursgewinn.

Die längere Erholungsphase führte laut Binance jedoch nicht automatisch zu größeren Gewinnen. Die stärksten Kursanstiege gab es im Februar und Mai 2020, jeweils nach etwas mehr als 150 Tagen unter dem Trend.

AngabeWert
Tage unter dem 200-Tage-Durchschnitt293
Frühere Golden-Cross-Episoden12
Gewinne ausgewählter Episoden innerhalb eines Jahresetwa 100% bis 600%
Bitcoin-Wochenabschluss am 20. September81.159 USD
Zufluss in US-Spot-Bitcoin-ETFs am 21. September998,95 Millionen USD

Als am ehesten vergleichbar gilt laut dem Bericht der Oktober 2015. Damals bildete Bitcoin nach etwa 297 Tagen unter dem Durchschnitt ein Golden Cross; der Höchstgewinn innerhalb eines Jahres lag bei etwa 150 %.

Weitere Belastungsfaktoren waren laut Binance steigende Anleiherenditen, ein Brent-Ölpreis von über 103 USD, Konjunkturdaten auf einem 62-Monats-Hoch und eine Treasury-Auktion mit geringer Nachfrage. Die US-10-Jahres-Rendite stieg am 25. September auf 5,17 % und damit auf den höchsten Stand seit 2007.

Binance zufolge erhöhte sich dadurch auch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober auf 70 %. Der Bitcoin-Kurs fiel von seinem jüngsten Hoch über 86.000 USD auf 83.175 USD zum Redaktionsschluss laut BeInCrypto Markets.

Die Nachfrage am Spotmarkt blieb trotz des Ausverkaufs bei Anleihen stabil. Für eine stärkere Bestätigung des Signals wäre laut Binance entscheidend, dass Bitcoin auch nach den erwarteten Inflations- und Arbeitsmarktdaten über seinem 50-Wochen-Durchschnitt bleibt.

Infobox: Binance Research sieht historische Hinweise auf starke Erholungen nach längeren Schwächephasen, betont aber die kleine und sich überschneidende Stichprobe. Der aktuelle Markt wird zugleich von Renditen, Ölpreis, Zinserwartungen sowie anstehenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten beeinflusst.

Bitcoin-Erholung nach Rückgang auf rund 75.000 US-Dollar

Eine am 29.09.2026 veröffentlichte Mitteilung auf Presseportal beschreibt eine schnelle Erholung des Bitcoin-Kurses nach einer Schwächephase. Mitte September war die Kryptowährung zeitweise bis auf rund 75.000 US-Dollar gefallen.

Am 21. September stieg Bitcoin innerhalb eines Tages um mehr als sechs Prozent und erreichte zeitweise mehr als 87.000 Dollar. Die Entwicklung zeigt laut der Mitteilung, wie schwierig kurzfristige Kursbewegungen einzuordnen sind.

Geopolitische Spannungen, geldpolitische Entscheidungen und Nachrichten aus dem Kryptomarkt können demnach innerhalb kurzer Zeit deutliche Bewegungen auslösen. Einzelne negative Meldungen würden jedoch nicht zwangsläufig die Richtung für die kommenden Wochen oder Monate bestimmen.

Die Mitteilung warnt insbesondere vor Panikverkäufen. Wer während einer Phase großer Nervosität verkauft, realisiert den entstandenen Verlust endgültig und kann an einer anschließenden Erholung nicht mehr teilnehmen.

Als Orientierung empfiehlt der Beitrag einen klaren Plan mit vorher festgelegten Zielen und Bedingungen für einen Verkauf. Langfristig orientierte Investoren bewerten kurzfristige Rückgänge demnach anders als aktive Händler, die auf schnelle Kursbewegungen setzen.

  • Bitcoin fiel Mitte September zeitweise auf rund 75.000 US-Dollar.
  • Am 21. September stieg der Kurs innerhalb eines Tages um mehr als sechs Prozent.
  • Bitcoin erreichte zeitweise mehr als 87.000 Dollar.
  • Ein Verkauf sollte laut Mitteilung nicht aus Angst, sondern auf Grundlage einer zuvor festgelegten Strategie erfolgen.

Infobox: Die Quelle stellt der kurzfristigen Schwäche eine schnelle Erholung gegenüber. Im Mittelpunkt stehen die Risiken emotionaler Entscheidungen und die Bedeutung eines vorab festgelegten Anlageplans.

Strategy erreicht mit 847.666 BTC einen neuen Höchststand

Strategy hat laut Blocktrainer in der vergangenen Woche weitere 1.665 Bitcoin für 142,7 Millionen US-Dollar gekauft. Damit erreichte der Bitcoin-Bestand des Unternehmens nach mehreren Verkäufen zu niedrigeren Kursen einen neuen Höchststand.

Der jüngste Kauf erfolgte zu 85.681 US-Dollar je BTC und wurde erneut durch die Ausgabe von MSTR-Stammaktien finanziert. Zuvor hatte Strategy am 31. August 4.603 BTC zu 80.318 US-Dollar je BTC gekauft und Mitte September weitere 950 Bitcoin zu 79.670 US-Dollar je BTC erworben.

Nach dem jüngsten Kauf hält Strategy 847.666 BTC. Der vorherige Höchststand lag laut Blocktrainer bei 847.363 BTC und war Mitte Juni erreicht worden.

AngabeWert
Jüngster Kauf1.665 Bitcoin
Preis des jüngsten Kaufs85.681 US-Dollar je BTC
Wert des jüngsten Kaufs142,7 Millionen US-Dollar
Aktueller Bitcoin-Bestand847.666 BTC
Vorheriger Höchststand847.363 BTC
Kauf am 31. August4.603 BTC zu 80.318 US-Dollar je BTC
Kauf Mitte September950 Bitcoin zu 79.670 US-Dollar je BTC

Dem neuen Höchststand gingen mehrere Verkäufe voraus. Zum Monatswechsel von Juni auf Juli veräußerte Strategy 3.588 Bitcoin für 216 Millionen US-Dollar zu einem durchschnittlichen Kurs von circa 60.200 US-Dollar je BTC. Am 3. August wurden zudem 1.638 BTC verkauft, in der darauffolgenden Woche weitere 1.690 BTC.

Alle diese Verkäufe erfolgten laut Blocktrainer zu einem durchschnittlichen Kurs von circa 62.000 US-Dollar. Der Bericht hebt hervor, dass die Verkäufe nahe des Jahrestiefs von rund 57.700 US-Dollar lagen, während frühere Käufe nahe des Bitcoin-Allzeithochs erfolgt waren.

Für die Aktionäre bleibt die Entwicklung gemischt. Die BTC Yield liegt auf Quartalssicht bei –11,9 %, und eine MSTR-Aktie entsprach Ende Mai noch 220.900 Satoshis, während es jetzt nur noch 187.712 Satoshis sind.

Gleichzeitig verfügt Strategy inzwischen über 6 Milliarden US-Dollar an Barmitteln. Im Mai waren es nach der Tilgung der Wandelanleihen nur 871 Millionen US-Dollar. Für die Dividenden der Vorzugsaktien müssen derzeit aufs Jahr gerechnet rund 1,6 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet werden.

Seit Beginn der Bitcoin-Strategie ist die MSTR-Aktie laut Quelle knapp 1.200 % im Plus, während Bitcoin 600 % gestiegen ist.

Infobox: Strategy hält nach dem jüngsten Kauf 847.666 BTC und übertraf damit den bisherigen Höchststand von 847.363 BTC. Der Bitcoin-Bestand wächst, während die BTC Yield auf Quartalssicht bei –11,9 % liegt und die Bitcoin-Menge pro MSTR-Aktie zurückgegangen ist.

Technische Struktur laut sharedeals.de konstruktiver

sharedeals.de sieht bei Bitcoin mehrere Signale, die für den Beginn eines neuen Aufwärtszyklus sprechen könnten. Dazu zählen ein höheres Hoch auf Wochenbasis sowie ein Wochenschluss oberhalb der Marke von 83.000 US-Dollar.

Zwischen Februar und Juni 2026 fiel der Bitcoin-Kurs auf ein neues Tief, während der Relative-Stärke-Index ein höheres Tief ausbildete. Diese bullische Divergenz wird laut Quelle häufig als Hinweis auf eine mögliche Trendwende interpretiert.

Auch die Momentumindikatoren hätten sich verbessert. Der RSI stieg über die Marke von 50, während die blaue MACD-Linie die rote Signallinie überschritt; zunehmende grüne Histogrammbalken deuteten auf eine Verstärkung des positiven Momentums hin.

Zusätzliche Unterstützung liefere das MVRV-Verhältnis. Den vorliegenden Daten zufolge begann der neue Aufwärtszyklus bei einem Bitcoin-Kurs von rund 80.600 US-Dollar, als der kurzfristige MVRV-Durchschnitt über den Jahresdurchschnitt stieg und ein Verhältnis von 1,0 erreichte.

Solange das MVRV-Verhältnis bei mindestens 1,0 bleibt, sieht sharedeals.de die positive Marktstruktur als intakt an. Gleichzeitig bleibt ein erneutes Unterschreiten des bisherigen Tiefs ein Risiko.

  • Höheres Hoch auf Wochenbasis
  • Wochenschluss oberhalb von 83.000 US-Dollar
  • RSI über 50
  • Blaue MACD-Linie oberhalb der roten Signallinie
  • MVRV-Verhältnis von 1,0 als wichtige Schwelle

Als weitere Belastung nennt die Quelle eine mögliche größere Korrektur des S&P 500. Eine solche Schwäche am Aktienmarkt könnte auch andere risikoreiche Anlageklassen und damit Bitcoin unter Druck setzen.

Infobox: Höheres Wochenhoch, ein Ausbruch über 83.000 US-Dollar und verbesserte Momentum- sowie On-Chain-Daten sprechen laut sharedeals.de für eine konstruktivere Marktstruktur. Ein erneutes Unterschreiten des bisherigen Tiefs oder eine größere S&P-500-Korrektur könnte diese Einschätzung gefährden.

Einschätzung der Redaktion

Die aktuelle Bitcoin-Lage ist eher als fragile Stabilisierung denn als belastbarer neuer Aufwärtstrend zu bewerten. Technische Kaufsignale und institutionelle Nachfrage verbessern zwar das Sentiment, ihre Aussagekraft bleibt angesichts geopolitischer Risiken, hoher Renditen und möglicher Zinsschritte begrenzt.

Besonders relevant ist die wachsende Abhängigkeit von makroökonomischen Entwicklungen. Langfristige Kursziele bis 600.000 US-Dollar sind deshalb hochgradig voraussetzungsreich und sollten nicht als realistische Basiserwartung verstanden werden. Die aggressive Akkumulation von Strategy erhöht zudem das systemische Risiko: Eine anhaltende Schwächephase könnte den Druck auf Finanzierung, Aktionäre und den gesamten Markt verstärken.

Zusammenfassung: Bitcoin besitzt Erholungspotenzial, aber noch keine ausreichende Bestätigung für einen nachhaltigen Bullenmarkt. Anleger sollten Volatilität, Makrorisiken und die hohe Unsicherheit langfristiger Prognosen klar einkalkulieren.

Quellen:

  • Peter Brandt sagt, wann er "alles in der Welt von Bitcoin shorten" würde
  • Der Börsen-Tag: Eskalation im Iran-Konflikt? Bitcoin reagiert
  • Binance Research: Diese Kennzahl trennt starke von schwachen Bitcoin-Rallyes
  • Bitcoin dreht plötzlich nach oben: Warum Panikverkäufe Anleger teuer zu stehen kommen können
  • Nach neuem Kauf: Strategys Bitcoin-Bestände erreichen neues Allzeithoch
  • Bitcoin: Aktuelle Prognose – Bullenzyklus in vollem Gange?

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Kommentare (18)

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  1. Anonymous

    Das Golden Cross klingt zwar nett, aber bei Kriegsnachrichten, Zinsen und Quantenpanik ist mir das irgendwie noch zu wackelig für „Bullenzyklus läuft“ lol.

  2. Anonymous

    Ich finde, der spannendste Punkt ist gar nicht das Golden Cross allein, sondern wie viele Faktoren hier gleichzeitig zusammenkommen. Ein technisches Signal kann sauber aussehen und trotzdem von Zinsen, Ölpreis oder einer politischen Eskalation komplett überrollt werden. Gerade bei Bitcoin hat man ja schon oft gesehen, dass Chartmuster im Rückblick wunderbar logisch wirken, während sie live eher wie ein Würfelspiel aussehen. Die 293 Tage unter dem 200-Tage-Durchschnitt sind zwar interessant, aber die historische Vergleichsgruppe ist wirklich klein. Aus zwölf Fällen gleich eine Gesetzmäßigkeit abzuleiten, wäre mir zu gewagt. Dazu kommt, dass sich die Marktbedingungen seit 2015 und auch seit 2020 deutlich verändert haben. Spot-ETFs, institutionelle Käufer, die starke Verzahnung mit Aktien und die enorme Bedeutung der US-Geldpolitik machen direkte Vergleiche nicht gerade einfacher. Bei Strategy bin ich ebenfalls zwiegespalten. Einerseits ist es natürlich ein starkes Signal, wenn ein Unternehmen trotz Rücksetzern weiter Bitcoin kauft und inzwischen 847.666 BTC hält. Andererseits darf man nicht vergessen, dass diese Strategie über Aktien und andere Finanzierungen getragen wird. Solange der Markt steigt, sieht das clever aus. In einer längeren Schwächephase können sich Finanzierungskosten, Dividenden und fallende Kurse aber schnell gegenseitig verstärken. Dass der Bitcoin-Bestand pro Aktie gesunken ist, zeigt außerdem, dass ein größerer Unternehmensbestand nicht automatisch bedeutet, dass jeder Aktionär proportional profitiert. Die geopolitischen Risiken werden meiner Meinung nach oft unterschätzt. Bitcoin wird gern als unabhängiger Wertspeicher beschrieben, reagiert kurzfristig aber doch sehr deutlich wie ein Risikoasset. Wenn Anleger wegen Krieg, hoher Renditen oder einer möglichen Zinserhöhung aus Aktien und Krypto rausgehen, hilft auch die schönste langfristige Theorie erstmal wenig. Sinkende Ölpreise wären natürlich eine Entlastung, aber darauf würde ich keine Anlagestrategie aufbauen. Auch das Quantencomputer-Thema klingt für viele vielleicht nach Science-Fiction, ist aber zumindest als langfristige technische Herausforderung nicht völlig aus der Luft gegriffen. Das heißt nicht, dass morgen plötzlich alle Bitcoins gehackt werden. Trotzdem müsste das Netzwerk irgendwann auf neue kryptografische Verfahren reagieren, falls die Entwicklung tatsächlich schneller voranschreitet als erwartet. Bei einem System, dessen Vertrauen stark auf Sicherheit und Unveränderbarkeit beruht, wäre das keine Kleinigkeit. Die Kursziele von 250.000 bis 600.000 Dollar sehe ich deshalb eher als Szenarien und nicht als Prognosen, mit denen man sein Haushaltsbudget planen sollte. Möglich ist im Kryptomarkt vieles, aber zwischen möglich und wahrscheinlich liegen bekanntlich ein paar Welten. Für mich wäre entscheidender, ob Bitcoin die wichtigen Durchschnitte und die Marke um 83.000 Dollar nicht nur kurz überschreitet, sondern auch über mehrere Wochen verteidigt. Erst dann würde ich von einer stabileren Erholung sprechen. Am vernünftigsten wirkt auf mich daher weiterhin ein fester Plan mit begrenztem Risiko. Wer bei jedem Rücksetzer panisch verkauft, macht sich das Leben unnötig schwer. Wer aber bei jedem Kaufsignal blind nachlegt, kann genauso schnell in Schwierigkeiten kommen. Ein Golden Cross ist ein Hinweis, kein Freifahrtschein. Und bei einem Markt, der innerhalb weniger Tage mehrere tausend Dollar bewegt, sollte man sich diese Unterscheidung wirklich merken.

  3. ChartKeks

    Ja genau, das Golden Cross klingt erstmal super, aber gegen Krieg, Zinsen und diese Quanten sache wirkt das Signal doch eher wie ein halbes Kaufsignal. Ich würd mich da nicht auf 600k festlegen, am ende macht der Markt eh wieder was ganz anderes lol.

  4. CoinKeks

    Anonymous bringt es schon ganz gut auf den Punkt, dieses Golden Cross klingt erstmal nach Raketenstart, aber am Ende ist es halt auch nur eine Linie die eine andere Linie überholt hat und kein Orakel aus dem All. Die historischen Vergleiche sind schon interessant, nur sind 12 Fälle jetzt auch nicht gerade eine riesige Datenmenge, vorallem wenn sich die Zeiträume teilweise überschneiden und Bitcoin heute viel stärker mit Zinsen, ETFs und Aktienmarkt zusammen hängt als früher. Was mich bei den ganzen Kurszielen etwas stört, ist dieses sehr genaue rechnen mit 250.000 oder sogar 600.000 Dollar. Kann natürlich passieren, aber bis 2029 kann noch soviel passieren, da kann man auch gleich das Wetter für einen bestimmten Dienstag vorhersagen. Der Iran Konflikt, Ölpreis und die Renditen sind ja keine Nebensachen, sondern drücken Bitcoin offenbar sofort mit runter sobald irgendwo die Stimmung kippt. Ein Golden Cross kann halt nicht verhindern das Anleger bei steigenden Zinsen lieber in sichere Sachen gehen, oder zumindest denken sie wären sicher. Das Quantencomputer Thema finde ich ehrlich gesagt noch ziemlich schwer einzuschätzen. Einerseits klingt es nach Science-Fiction Panikmache, andererseits wäre ein echter Angriff natürlich nicht einfach nur ein kleiner Kursrücksetzer sondern ein riesen Vertrauensproblem. Ich weiss aber nicht ob Bitcoin dann wirklich sofort komplett kaputt wäre, weil sich ein Netzwerk vermutlich irgendwie upgraden lässt. Ob das dann schnell genug und ohne Streit funktioniert ist wieder eine andere Frage, bei Bitcoin sind sich die Leute ja schon bei kleineren Änderungen uneinig wie im Familienchat an Weihnachten. Strategy ist für mich auch so ein zweischneidiges Ding. Einerseits kaufen sie weiter und senden damit natürlich ein bullish Signal. Andererseits macht die ganze Konstruktion mit Aktien, Schulden, Dividenden und Bitcoin Kursen das Unternehmen ziemlich empfindlich. Wenn Bitcoin lange seitwärts läuft oder nochmal deutlich fällt, ist das nicht einfach nur Hodln, dann laufen ja trotzdem Kosten und Verpflichtungen weiter. 847.666 BTC hört sich gewaltig an, aber die Aktionäre besitzen dadurch nicht automatisch mehr Bitcoin pro Aktie, wenn ständig neue Aktien ausgegeben werden. Das wird in den Überschriften gerne etwas gefeiert und der andere Teil steht dann eher im Kleingedruckten. Auch die Panikverkäufe sind so eine Sache. Klar verkauft man nicht unbedingt am Tiefpunkt wenn man einen Plan hat, aber ein Plan kann auch sein Verluste zu begrenzen und nicht stur zu hoffen das es irgendwann wieder hoch geht. Langfristig denken ist wichtig, aber langfristig ist kein Zauberwort das jeden schlechten Einstieg rettet. Wer bei 85.000 kauft und bei 60.000 kein Geld und keine Nerven mehr hat, hat von der theoretischen Erholung vielleicht nicht viel. Unterm Strich sehe ich auch eher eine wackelige Erholung als einen schon bestätigten Bullenmarkt. RSI über 50 und MACD sehen hübsch aus, aber ich würde deswegen noch nicht gleich die Wohnung beleihen. Wenn die 50-Wochen-Linie hält, die Renditen wieder runter kommen und die geopolitische Lage nicht weiter eskaliert, dann kann sich das ganze natürlich deutlich verbessern. Bis dahin bleibt es ein Markt mit Kaufsignalen, aber auch mit sehr vielen Fragezeichen und ziemlich teuren Überraschungen.

  5. Anonymous

    Sehe ich ähnlich: Das Golden Cross ist ein interessantes Signal, aber eben kein Freifahrtschein nach oben. Gerade bei hohen Renditen und der angespannten geopolitischen Lage würde ich erst abwarten, ob Bitcoin sich nachhaltig über den wichtigen Durchschnitten hält, statt schon den nächsten Bullenmarkt auszurufen.

  6. Anonymous

    Ja genau, ein Golden Cross is halt kein Freifahrtschein wenn Zinsen und Kriegsnews dauernd dazwischenfunken, darum bleib ich bei 600k erstmal vorsichtig statt gleich den Bullenzyklus auszurufen.

  7. Anonymous

    Ja genau, das Golden Cross wirkt eher wie ein kleines Kaufsignal mit wackligen Beinen, solange Krieg, Zinsen und Quantenkram noch dazwischenfunken.

  8. Anonymous

    Bei den ganzen Signalen merkt man wieder, wie leicht man sich die eigene Wunschrichtung zusammenbauen kann. Golden Cross, RSI über 50, MACD dreht hoch, Strategy kauft nach – alles für sich genommen interessant, aber eben kein Freifahrtschein nach oben. Gerade beim Bitcoin können solche technischen Verbesserungen schnell von einer einzigen Zinsentscheidung oder einer geopolitischen Meldung überrollt werden. Was mir an dem Artikel gefällt, ist der Hinweis auf die kleine historische Stichprobe. Zwölf Golden-Cross-Episoden sind nun wirklich nicht genug, um daraus ein Naturgesetz abzuleiten. Rückblickend sehen die Beispiele mit 100 oder sogar 600 Prozent Gewinn natürlich beeindruckend aus, aber man darf dabei nicht vergessen, dass die Rahmenbedingungen 2020 oder 2015 völlig andere waren. Heute hängen die Kurse viel stärker an ETF-Zuflüssen, Anleiherenditen, der US-Geldpolitik und dem allgemeinen Risikoappetit der Börsen. Auch bei Strategy bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits ist es natürlich ein starkes Signal, wenn ein Unternehmen trotz Rücksetzern weiter Bitcoin akkumuliert und inzwischen so einen riesigen Bestand hält. Andererseits wird der Kauf offenbar immer wieder über die Ausgabe von Aktien finanziert. Damit wächst zwar die Zahl der Bitcoins, aber für die einzelnen Aktionäre ist entscheidend, wie viel Bitcoin ihnen pro Aktie tatsächlich zugerechnet werden kann. Genau da sieht die Entwicklung laut Artikel ja deutlich weniger glänzend aus. Ein neuer Rekord beim BTC-Bestand klingt gut, sagt aber allein noch nicht, dass die Aktionäre automatisch profitieren. Die 600.000 Dollar von Brandt würde ich deshalb eher als langfristiges Szenario und nicht als Prognose im engeren Sinn betrachten. Möglich ist im Kryptomarkt vieles, aber dafür müssten mehrere Dinge gleichzeitig passen: sinkende oder zumindest stabile Zinsen, weiter hohe Nachfrage, keine größere Rezession und keine technischen Überraschungen. Das Quantenrisiko wirkt heute vielleicht noch theoretisch, ist aber immerhin ein gutes Beispiel dafür, dass selbst eine sehr bullishe These immer eine Sollbruchstelle hat. Wenn die kryptografischen Grundlagen irgendwann ernsthaft gefährdet wären, helfen auch ein Golden Cross und ein schönes Wochenhoch nicht weiter. Was mir aktuell am meisten Sorgen macht, ist die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und hohen Renditen. Bitcoin wird gerne als unabhängiges alternatives Geldsystem beschrieben, verhält sich in Stressphasen aber oft wie ein besonders volatiler Risiko-Asset. Wenn Anleger wegen Ölpreis, Inflation oder möglichen Zinserhöhungen aus Aktien und Anleihen rausgehen, wird Bitcoin nicht automatisch zum sicheren Hafen. Viele verkaufen dann offenbar einfach alles, was ihnen zu riskant erscheint. Panikverkäufe sind sicher keine gute Strategie, aber das Gegenstück dazu ist auch nicht immer sinnvoll: blindes Nachkaufen, nur weil ein Indikator grün blinkt. Ein vorher festgelegter Plan klingt langweilig, ist wahrscheinlich aber deutlich hilfreicher als ständig Kursziele von 100.000, 250.000 oder 600.000 Dollar zu verfolgen. Ich würde jedenfalls nicht auf Kredit investieren und auch nicht so tun, als wäre ein Rückgang auf 65.000 Dollar ausgeschlossen, nur weil der Kurs gerade wieder über 83.000 steht. Unterm Strich sehe ich ebenfalls eine konstruktivere Struktur als noch vor einigen Wochen, aber einen bestätigten Bullenmarkt würde ich daraus noch nicht machen. Dafür müsste Bitcoin die wichtigen Durchschnitte halten, die Nachfrage über längere Zeit stabil bleiben und das Umfeld bei Zinsen und Geopolitik etwas ruhiger werden. Bis dahin bleibt es eine Erholung mit Chancen und ziemlich vielen Stolpersteinen.

  9. ChartKakao

    Genau das ist der Punkt: Ein Golden Cross liefert ein interessantes Signal, aber solange geopolitische Risiken, Zinsen und die Quantenfrage im Raum stehen, würde ich daraus auch noch keinen sicheren Bullenzyklus ableiten.

  10. Chartfuchs

    Genau das ist der Punkt: Ein Golden Cross kann ein gutes Signal sein, aber gegen geopolitische Eskalation, hohe Renditen und mögliche Zinsschritte kommt die Technik allein nicht an. Ich würde deshalb eher von einer interessanten Erholung sprechen und nicht schon den nächsten Bullenmarkt ausrufen. Und bei Strategy bleibt für mich die Frage, wie lange die aggressive Finanzierung bei fallenden Kursen gutgeht.

  11. Anonymous

    Ich sehe das Golden Cross auch eher als Hinweisgeber und nicht als Freifahrtschein. Bei den hohen Renditen, dem Iran-Konflikt und der Abhängigkeit von neuen Strategy-Käufen kann so ein Signal schnell wieder entäuscht werden. Wer hier einsteigt, sollte deshalb wohl besser mit Rücksetzern rechnen als direkt den nächsten großen Bullenlauf einzuplanen.

  12. Anonymous

    Ich finde, die bisherige Diskussion greift mir zu kurz, wenn sie sich nur an einzelnen Kursmarken oder dem Golden Cross festbeißt. Viel spannender ist doch, wie widersprüchlich das Gesamtbild gerade ist: Auf der einen Seite stehen bessere technische Signale, ETF-Zuflüsse und Strategy mit inzwischen 847.666 Bitcoin. Auf der anderen Seite reichen ein paar schlechte Nachrichten zu Öl, Zinsen oder dem Iran-Konflikt, und der Kurs wird wieder ordentlich durchgeschüttelt. Bei Strategy bin ich ehrlich gesagt zwiegespalten. Einerseits ist es beeindruckend, wie konsequent das Unternehmen Bitcoin akkumuliert und damit offenbar langfristig auf steigende Kurse setzt. Andererseits ist das Ganze eben nicht mit einem privaten Anleger vergleichbar, der einfach monatlich einen kleinen Betrag investiert. Wenn für die Finanzierung Aktien ausgegeben werden und gleichzeitig hohe Verpflichtungen aus den Vorzugsaktien bestehen, kann eine längere Schwächephase schnell unangenehm werden. Dass der Bitcoin-Bestand steigt, heißt ja nicht automatisch, dass der Wert pro Aktie ebenfalls steigt. Genau diesen Unterschied sollte man sich immer anschauen. Auch die historischen Vergleiche bei den Golden Crosses sind interessant, aber zwölf Fälle sind nun wirklich keine riesige Datengrundlage. Dazu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen inzwischen verändert haben. Bitcoin hängt stärker an den klassischen Märkten, institutionelle Anleger reagieren auf Renditen und Zentralbankpolitik, und geopolitische Nachrichten wirken sofort. Ein Signal, das 2015 oder 2020 gut funktioniert hat, lässt sich deshalb nicht einfach eins zu eins auf 2026 übertragen. Die Quantencomputer-Geschichte klingt für viele vielleicht erstmal nach Science-Fiction, aber komplett ignorieren würde ich sie nicht. Das ist vermutlich kein Risiko für morgen früh, aber Bitcoin lebt nun einmal vom Vertrauen in seine technischen Grundlagen. Wenn irgendwann tatsächlich alte Adressen oder bestimmte kryptografische Verfahren gefährdet wären, wäre das ein viel größeres Problem als ein normaler Kursrückgang. Gleichzeitig darf man daraus auch keinen Grund machen, bei jeder Erwähnung von Quantencomputern sofort den Weltuntergang auszurufen. Bis dahin dürfte es hoffentlich Zeit für technische Anpassungen geben. Bei den Kurszielen von 250.000 bis 600.000 Dollar bin ich deshalb vorsichtig. Möglich ist im Kryptomarkt vieles, aber eine Prognose ist keine Eintrittskarte für sichere Gewinne. Gerade wer solche Zahlen liest, sollte sich fragen, welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssten: sinkende Zinsen, ausreichend Liquidität, anhaltende Nachfrage und keine größere Vertrauenskrise. Das ist ein ziemlich langer Wunschzettel. Für mich spricht aktuell einiges für eine Erholung, aber noch nicht zwingend für einen stabilen Bullenmarkt. Ein paar gute Wochenkerzen und ein RSI über 50 reichen dafür nicht aus. Entscheidend wäre, ob Bitcoin auch bei schlechten Nachrichten oberhalb wichtiger Durchschnittslinien bleibt und ob die Nachfrage am Spotmarkt tatsächlich nachhaltig ist. Bis dahin würde ich weder in Panik verkaufen noch blind hinterherlaufen. Ein fester Plan und eine Positionsgröße, bei der man auch einen Rückgang aushält, sind wahrscheinlich sinnvoller als jede spektakuläre Kursprognose.

  13. MünzMops

    Anonymous hat schon ganz gut gesagt das einem Golden Cross bei all den Kriegsnachrichten und Zinsängsten nicht direkt die Freude macht. Ich seh das ähnlich, wobei ich bei dem Quanten-Thema noch garnicht weis wie realistisch das kurzfristig überhaupt ist. Quantencomputer klingt halt immer nach morgen wird alles gehackt, aber vermutlich ist das technisch doch komplizierter als ein Laptop anschalten und Bitcoin klauen. Trotzdem ist es schon ein komischer Gedanke, das eine Sache die heute als fast unknackbar gilt irgendwann durch neue Rechner in frage gestellt werden könnte. Die ganzen Chart-Signale wirken auf mich auch eher wie ein Wetterbericht mit vielen Pfeilen. Golden Cross, RSI über 50, MACD dreht und MVRV bei 1,0, das klingt alles schön, aber am Ende reicht eine neue Meldung aus dem Iran oder ein überraschender Zinsschritt und der Kurs macht wieder was komplett anderes. Besonders lustig beziehungsweise eher tragisch finde ich, dass die historischen Vergleiche mit 2015 oder 2020 immer erst im nachhinein so eindeutig aussehen. Damals wusste ja auch keiner ob jetzt die grosse Rally kommt oder ob es nochmal 40 Prozent runtergeht. Bei Strategy bin ich ebenfalls zwiegespalten. Einerseits kauft die Firma weiter als gäbe es Bitcoin im Sonderangebot und das stärkt natürlich das Vertrauen von manchen Anlegern. Andererseits werden die Käufe über Aktien und andere Finanzierungen bezahlt, also ist das nicht einfach magisches gratis Geld. Wenn der Kurs längere Zeit fällt, kann aus dem cleveren Hebel auch schnell ein ziemlich teurer Klotz am Bein werden. 847.666 BTC ist eine enorme Menge, aber genau deshalb hängt da auch viel Risiko an einer einzigen Strategie. Wenn die Aktionäre irgendwann keine Lust mehr auf Verwässerung oder Dividendenkosten haben, kann sich die Stimmung wohl sehr schnell drehen. Die 600.000 Dollar von Brandt nehme ich eher als mögliches Szenario und nicht als Fahrplan. Bis 2029 ist zwar noch etwas Zeit, aber in der Welt passieren ständig Dinge mit denen keiner gerechnet hat. Ölpreise, Anleihen, Wahlen, Krieg und jetzt auch noch Quantencomputer, irgendwann fehlt eigentlich nur noch ein Bitcoin Asteroid. Für mich sieht es deshalb momentan wirklich nach Erholung aus, aber noch nicht nach einem sicher laufenden Bullenzyklus. Wer langfristig dabei ist und einen Plan hat kann solche Rücksetzer vielleicht aushalten. Wer aber bei jedem roten Tagesbalken nervös wird, sollte vielleicht nicht seine komplette Miete in Coins stecken, auch wenn im Internet alle immer von der nächsten Rakete reden.

  14. Chartfuchs

    Das Golden Cross is schon intressant aber bei Iran, Zinsen und dem Quanten ding bleibt mir „Bullenzyklus läuft“ doch etwas zu früh gesagt lol

  15. Anonymous

    Ja genau, das Golden Cross klingt erstmal super, aber 12 Beispiele sind jetzt auch nicht grad die Bibel der Börse. Bei Iran, Zinsen und diesen Quanten-computer sachen kann so ein Signal bestimmt schneller alt aussehen als man denkt, deshalb bleib ich lieber vorsichtig und kauf nicht gleich die ganze Milchstraße.

  16. Anonymous

    Der Anonymous kommentar trifft es eigendlich ganz gut, dieses Golden Cross klingt erstmal super und dann kommen direkt Krieg, Zinsen, Ölpreis und Quantencomputer um die Ecke, da vergeht einem schon bissel die bullishe Laune. Ich versteh von den ganzen Durchschnitten auch nur die hälfte, aber ein 50 Tage Durchschnitt der über 200 Tage steigt heist ja nicht automatisch das alle jetzt reich werden. Sonst müsste man ja nur auf ein Kreuz im Chart warten und könnte den rest vom Wirtschaftsstudium weglassen lol Interessant finde ich eher das mehrere sachen gleichzeitig in die gleiche richtung zeigen, also höheres Wochenhoch, RSI über 50 und dieses MVRV ding. Ob das wirklich ein neuer Bullenzyklus ist oder nur eine Erholung mit hübscher Verpackung, wird man warscheinlich erst später wissen. Charts sehen im nachhinein immer total logisch aus, vorher sind sie meistens eher wie Kaffeesatz lesen mit bunten Linien. Die 600.000 Dollar von Brandt sind natürlich eine Ansage. Bis 2029 ist noch etwas Zeit, aber solche Prognosen hängen an ungefähr tausend Bedingungen, Halving, Zinsen, ETF nachfrage, keine Kriege und bitte auch kein Quantencomputer der plötzlich die ganze Kryptographie zum Frühstück verspeist. Ich wusste garnicht das Quantencomputer als Bitcoin Risiko schon so konkret auf dem Tisch liegen, dachte die sind noch in irgendwelchen Laboren und machen dort nur sehr komplizierte Sachen mit Atomen. Trotzdem ist der Punkt nicht ganz dumm, weil Bitcoin ja davon lebt das die Verschlüsselung nicht einfach geknackt werden kann. Was Strategy macht, finde ich persönlich noch verwirrender. Einerseits kaufen sie wieder riesige Mengen und alle sagen institutionelles Vertrauen, andererseits wurden vorher Bitcoins nahe am Tief verkauft und jetzt wieder teurer gekauft. Das wirkt ein bisschen wie an der Supermarktkasse erst die Pizza wegwerfen und dann beim nächsten Einkauf doppelt teuer zurückholen. 847.666 BTC ist zwar eine beeindruckende Zahl, aber es ist halt auch eine sehr grosse Wette auf nur ein Asset. Wenn der Kurs länger runter geht, wird aus der tollen Firmenstory schnell eine Finanzierungsstory mit Kopfschmerzen. Auch die –11,9 Prozent BTC Yield auf Quartalssicht sollte man nicht einfach mit Konfetti bewerfen. Die Aktie kann steigen und trotzdem weniger Bitcoin pro Aktie darstellen, was irgendwie paradox ist aber wohl mit den ganzen Aktien und Vorzugsaktien zusammenhängt. Ich hab das nicht komplett verstanden, nur das 6 Milliarden Cash beruhigen und 1,6 Milliarden Dividenden pro Jahr eher weniger beruhigen. Cash ist gut, aber Cash mit laufenden Verpflichtungen ist nicht das selbe wie Urlaubsgeld. Am Ende bleibt für mich: Ein Golden Cross ist ein Signal, aber kein Freifahrtschein. Wenn der Iran Konflikt eskaliert oder die Renditen weiter hoch gehen, interessiert sich der Markt vermutlich nicht dafür ob die blaue MACD Linie über der roten liegt. Andererseits sind Panikverkäufe natürlich auch selten eine geniale Strategie, besonders wenn zwei Tage später wieder sechs Prozent hoch geht. Ich würde bei solchen Kursen jedenfalls nicht nur wegen einem Artikel all in gehen, sondern eher einen Plan machen und dann versuchen nicht alle 20 minuten den Chart anzuschreien.

  17. Anonymous

    Beim Quantenrisiko bin ich noch nicht ganz überzeugt, dass das kurzfristig der große Kurstreiber ist. Technisch ist das natürlich ein ernstes Thema, aber bis Quantencomputer tatsächlich einen relevanten Angriff ermöglichen, dürfte noch einiges an Entwicklung nötig sein. Viel unmittelbarer wirken auf mich aktuell Zinsen, Ölpreis, geopolitische Nachrichten und die Stimmung an den Aktienmärkten. Wenn die Renditen weiter steigen und Anleger Risiko abbauen, helfen auch ein Golden Cross und ein paar positive MACD-Balken nur begrenzt. Interessant finde ich eher die Mischung aus den verschiedenen Signalen. Ein höheres Wochenhoch, RSI über 50 und ein MVRV um 1,0 sind sicher keine Garantie, aber zumindest Anzeichen dafür, dass der Markt nicht mehr ganz so schwach ist wie noch beim Rückgang Richtung 75.000 Dollar. Gleichzeitig zeigt gerade die Geschichte des Golden Cross, dass solche Muster im Nachhinein immer überzeugender aussehen als während der eigentlichen Phase. Zwölf Vergleichsfälle sind außerdem nicht gerade eine riesige Datengrundlage, und wenn sich die Zeiträume überschneiden, wird die Aussagekraft nochmal kleiner. Bei Strategy bin ich ebenfalls zwiegespalten. Einerseits ist es beeindruckend, wie konsequent das Unternehmen weiter Bitcoin kauft und inzwischen 847.666 BTC hält. Andererseits sollte man nicht vergessen, dass diese Strategie über Aktienausgaben und andere Finanzierungen läuft. Wenn der Kurs länger fällt, kann aus dem vermeintlichen Vorteil schnell ein Problem werden. Dass die BTC-Menge pro Aktie zurückgegangen ist und die BTC Yield auf Quartalssicht negativ ist, zeigt ja, dass ein größerer Bitcoin-Bestand allein noch nicht automatisch gut für jeden Aktionär ist. Die sechs Milliarden Dollar an Barmitteln geben zwar etwas Luft, aber die jährlichen Zahlungen für die Vorzugsaktien sind auch kein kleiner Posten. Die Prognosen von 250.000 bis vielleicht sogar 600.000 Dollar bis 2029 klingen natürlich attraktiv, hängen aber an sehr vielen Annahmen. Halving, ETF-Nachfrage, Liquidität und eine freundlichere Geldpolitik müssten schon zusammenspielen. Ich würde deshalb weder den nächsten Absturz herbeireden noch jetzt blind von einem neuen Bullenmarkt ausgehen. Für mich sieht es eher nach einer Erholungsphase aus, in der sich erst noch zeigen muss, ob Bitcoin dauerhaft über wichtigen Durchschnitten bleibt. Was ich aus dem Artikel am ehesten mitnehme: Nicht jedes Kaufsignal muss sofort gehandelt werden und nicht jede schlechte Nachricht bedeutet den Beginn eines langen Bärenmarkts. Wer einen festen Plan hat und seine Positionsgröße im Griff behält, schläft wahrscheinlich besser als jemand, der bei jedem Tweet alles umschichtet. Gerade in so einem Umfeld ist etwas weniger Hebel vermutlich die beste technische Analyse.

  18. Chartfuchs

    Genau das ist der Punkt: Ein Golden Cross ist höchstens ein Puzzleteil, gegen Geopolitik, Zinsen und Quantenrisiken liefert es nunmal keine Garantie für einen Bullenzyklus.

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