Veröffentlicht: 03.11.2017

Ethereum Mining

Ethereum Mining

Was ist Ethereum?

Ethereum wird von der breiten Masse der Nutzer als reine Kryptowährung interpretiert, welche wie Bitcoin gehandelt werden kann. Die Plattform basiert dabei zwar auf ähnlichen Technologien, allerdings verfolgt Ethereum ein anderes Ziel, als andere Kryptowährungen.

Ethereum konzentriert sich auf den Datenschutz. Daten werden heutzutage von jeden großen IT-Unternehmen wie beispielsweise Apple, Google, Amazon, Facebook oder Microsoft gesammelt und in Servern gespeichert. Die Sammlung dieser Daten wird von diesen Unternehmen gemeinhin als Cloud vermarktet.

Für die Kunden ergeben sich Nachteile beim im Aspekt des Datenschutzes sowie eine höhere Transparenz, allerdings wird durch dieses Vorgehen eine bessere Benutzbarkeit der Dienstleistung gewährleistet. Zudem ermöglicht das Nutzen der Cloud auch kleinen Unternehmen das Bereitstellen von qualitativ hochwertigen Inhalten. Im Gegenzug droht jedoch ein Kontrollverlust über die eigenen Daten sowie ein unberechtigter Zugriff durch Dritte auf die persönlichen Daten. Zudem kann es zur ungenehmigten Weitergabe der Daten durch den Anbieter kommen. Insgesamt wird dieser Prozess als Zentralisierung des Internets bezeichnet.

Neue Technologien wie die Blockchain sollen dabei helfen, das Internet dezentraler zu gestalten. Auf diesem Ansatz fußt das Konzept hinter Ethereum. Während insbesondere Bitcoin zur disruptiven Veränderung des Finanzsystems beitragen soll, wurde Ethereum entwickelt, um Mittelsmänner im Rahmen der Internetnutzung zu eliminieren. Die grundlegende Vision der Entwickler sieht vor, dass keine zentralen Clouddienste den Markt bestimmen, sondern Kunden ihre Daten dezentral und sicher lagern können.

Dabei versucht Ethereum als eine Art dezentraler Computer zu agieren und das vorherrschende Client-Server-Modell des Hostings zu ersetzen. Die klassischen Server werden hierbei durch die sogenannten Nodes – private Nutzer, die ihre Rechenkapazität dem Netzwerk zur Verfügung stellen – ersetzt. Dabei fungieren die Nodes als Kontrollinstanz zur Verifizierung von Transaktionen der Ether-Kryptowährung. Um die Performance des eigenen Netzwerks zu erhöhen, haben die Entwickler die sogenannten Smart Contracts in der Blockchain verankert.

Bei diesen handelt es sich um kleine Programme, die kleinere Aufgaben wie die Transaktionskonditionen regeln. Zudem stellen die Smart Contracts auch den Grundstein für die Entwicklung der DApps dar. Eine DApp ist eine sogenannte „dezentralized Application“ und bedeutet im Deutschen „dezentralisierte Anwendung“. Diese Programme können während ihrer gesamten Laufzeit auf eine richtige Funktionalität überprüft werden, wodurch eine maximale Transparenz der Programme in der Blockchain garantiert wird.

Durch die vollständige Abwicklung von Transaktionen innerhalb des Netzwerkes entfallen hohe Gebühren, welche ansonsten von den Plattformbetreibern erhoben werden. Zudem können alle Nutzer im Netzwerk als Node agieren und somit eigene Dienstleistungen anbeiten. Die geleisteten Zahlungen werden über die Blockchain abgeschlossen und durch die Nutzer verifiziert.

Hierdurch wird die Datenerhebung durch Dritte verhindert und die komplette Gewalt über die Daten liegt beim Konsumenten. Diese Funktionalität wurde in den Code manifestiert, sodass jede kleine Veränderung eine Anpassung des Programmcodes erfordert und an die Nutzer kommuniziert wird.

Wie hoch ist die Marktkapitalisierung von Ethereum?

Marktkapitalisierung von Ethereum

Marktkapitalisierung von Ethereum

Ethereum wird am Markt unter der Bezeichnung ETH gehandelt. Dabei erfolgte das Initial Coin Offering der Währung bereits am 8. August 2015, sodass eine Marktkapitalisierung von 80 Millionen USD realisiert wurde.

Der anfängliche Preis je Token lag zudem bei 1,33 USD. Seit dem 11. März 2017 befindet sich die Kryptowährung in einer starken Aufwärtsbewegung, sodass sich zum aktuellen Zeitpunkt der Tokenpreis auf 290,35 USD beläuft und die Marktkapitalisierung bei 27,7 Milliarden USD liegt. Zudem liegt das tägliche Handelsvolumen der Währung bei rund 880 Millionen USD, welches primär durch den Handel zwischen Bitcoin und Ethereum sowie US Dollar und Ethereum realisiert wird.

Hierbei sind 400 Handelsplätze für die Erhebung dieser Zahlen aufgelistet, sodass Ethereum eine gute Handelbarkeit am Markt besitzt. Des Weiteren befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt 95,479 Millionen Ethereum-Token im Umlauf.

Welche Wallet wird für den Handel von Ethereum benötigt?

Wallet wird für den Handel von Ethereum

Wallet wird für den Handel von Ethereum

Um Ethereum zu besitzen wird ein kompatibles Wallet benötigt. Hierbei handelt es sich um eine digitale Brieftasche, die das Senden und Empfangen von Ethereum ermöglicht. Die bekannteste Brieftasche ist hierbei „MyEtherWallet“, welches eine schnelle Einrichtung ermöglicht. Zudem müssen anschließend entsprechende Token über einen Broker gekauft werden.

Hierbei kann der Kauf der Token mittels Sofortüberweisung oder Giropay abgeschlossen werden, sodass die Tokens schnellstmöglich auf dem Wallet sind. Anschließend können die Nutzer den Dienst nutzen und profitieren von der Wertentwicklung. Grundsätzlich ist die Funktionalität aller Wallets ähnlich und insbesondere die Bedienung und Performance unterscheiden sich. Im Rahmen von Ethereum gibt es eine Vielzahl von kompatiblen Geldbörsen, sodass die Auswahl schlussendlich den individuellen Anforderungen genügen sollte.

Was versteht man unter dem sogenannten Ethereum Mining?

Ethereum Mining

Ethereum Mining

Auch die Ethereum-Kryptowährung bietet neben anderen bekannten Kryptowährungen, etwa Bitcoin, eine Mining-Funktionalität. Das Mining von Ethereum gewinnt insbesondere an Relevanz, da Ethereum neben Bitcoin die am stärksten wachsende Kryptowährung ist. Zudem erwarten Experten für die Zukunft, dass insbesondere aufgrund der Smart Contract mehr Nutzer Ethereum einsetzen werden.

Für das Mining wird die grundlegende Funktionalität einer Blochchain genutzt, dass Verifizieren von abgeschlossenen Transaktionen. Diese Transaktionen werden in den sogenannten Blöcken zusammengefasst und anschließend an die Blockchain gehangen, sodass diese Blockchain eine immer längere Aneinanderreihung dieser Blöcke darstellt. Dieser Prozess des Verifizierens wird in der Fachsprache als „Proof of Work“ bezeichnet und hat zum aktuellen Zeitpunkt einen Umfang von circa fünf Sekunden.

Das bedeutet, dass die Nutzer binnen fünf Sekunden einen Block mitsamt der dazugehörigen Hashfunktion, welche zudem den Rahmen des Blocks bildet, abschließen. Des Weiteren muss der Miner im Ethereum-Netzwerk die Smart Contracts prozessieren. Das bedeutet, dass der Miner die Metadaten mittels einer Nonce zu einem Hash zusammenfügt. Bei der Nonce handelt es sich um eine Zahl, welcher der Schwierigkeit des Zielwertes entspricht und zudem iterativ eingesetzt wird.

Um einen reibungslosen Ablauf des Minings zu garantieren, wird Rechenleistung benötigt. Diese wird mithilfe spezieller Hardware bereitgestellt. Zudem wird vom Miner ein Arbeitseinsatz erwartet, welcher zudem entlohnt wird. Als Belohnung sieht das Ethereum-Netzwerk fünf Ether-Tokens vor. Die Voraussetzung dabei ist jedoch, dass der Block den Anforderungen der Blockchain genügt und der valide Block als erster dem ausgesprochenen Ziel entspricht.

Zum aktuellen Zeitpunkt (November 2017) entsprechen diese fünf Tokens einem Wert von rund 1.450 Euro. Neben der Belohnung für das erfolgreiche abschließen eines validen Blocks und dem anschließenden Anreihen an die Blockchain haben die Entwickler auch eine Belohnung für das abschließen eines Blocks implementiert, wenn dieser nicht an die Blockchain angereiht wird.

Diese Funktion wurde entwickelt, da die Verifikationszeiten bei Ethereum sehr niedrig sind und es daher möglich ist, dass zwei Mitglieder zeitgleich einen Block verifizieren. Die Belohnung wurde auf zwei bis drei Tokens festgesetzt, sodass keine Demotivation in der Community entsteht.

Kann man Ethereum selbst minen?

Aktuell ist der Mining-Prozess von Ethereum identisch zu dem Bitcoin-Mining-Prozess, sodass Nutzer eine Vielzahl von Möglichkeiten nutzen können, um eigenständiges Mining zu betreiben. Allerdings planen die Entwickler eine Änderung des Verifikationsprozesses, sodass ein Wechsel vom „Proof-of-Work-Ansatz“ zum „Proof-of-Stake-Ansatz“ vollzogen wird. Hierdurch wird der klassische Mining-Prozess entfallen. Allerdings ist diese Umstellung nicht für Ethereum-Classic vorgesehen, sodass Miner auch zukünftig neue Tokens minen können.

Ethereum Mining Hardware

Ethereum Mining Hardware

Ethereum Mining Hardware

Im Gegensatz zum Bitcoin-Mining findet bei Ethereum der eHash Anwendung, welcher einen höheren Bedarf an den Systemarbeitsspeicher hat. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Mining nicht zentralisiert über sogenannte ASICs (Spezialchips) abläuft. Um ausreichend Rechenleistung zu erhalten, ist die Mining-Hardware deshalb sehr GPU-lastig ausgerichtet.

Bei Ethereum finden sogenannte Mining-Rigs Anwendung. Diese Geräte bestehen grundsätzlich aus einem Mainboard, Arbeitsspeicher, einer CPU, einem Netzteil und mehreren Grafikkarten, welche die Rechenarbeit beim Mining übernehmen. Insbesondere die Topmodelle von Nvidia (GTX 1080) und AMD (R9 295×2) sind für das Mining besonders beliebt, da diese besonders hohe Hashrates garantieren. Zudem muss auf eine gute Kühlung geachtet werden, da die Grafikkarten eine hohe thermische Entwicklung haben.

Für weniger technikversierte Anwendung kann auch der Kauf eines fertigen Mining-Rigs eine Alternative darstellen. Jedoch sollten hier die höheren Kosten beachtet werden, welche anschließend durch das Mining egalisiert werden müssen.

Ethereum Mining Software

Ethereum Mining Software

Ethereum Mining Software

Neben der Hardware spielt auch die Software eine wichtige Rolle, da diese die Hardwarekomponenten verbindet und das Ausnutzen des vollen Leistungspotenziales ermöglicht. Das Betriebssystem stellt für jeden Rechner die Softwarebasis dar, doch insbesondere für Mining-Rigs sollte eine aktuelle Windows-Version oder eine Linux-Distribution verwendet werden. Hier empfehlen sich Ubuntu oder das kostenpflichtige EthOS, welches aber eine leichtere Konfiguration mit sich bringt und speziell für das Mining ausgelegt ist.

Unabhängig von der Wahl des Betriebssystems und des Rechners wird die Software Geth benötigt, welche direkt auf der Ethereum-Homepage zur Verfügung gestellt wird. Diese ermöglicht die Kommunikation mit dem Netzwerk. Anschließend wird der Eth-Miner benötigt. In diesem Programm muss anschließend mit der Kommandozeile gearbeitet werden, welche insbesondere für Linux-Nutzer keine Neuerung darstellt. Des Weiteren erfordert Geth einen Account, welche über den Befehl „geth account new“ erstellt werden kann. Spezielle Anleitungen für die Erstellung eines Accounts gibt es auf einschlägigen Websites.

Ethereum-Mining-Pools

Ethereum Mining Pools

Ethereum Mining Pools

Für Miner, die keine teuren Mining-Rigs kaufen möchten, kann das Mining unrentabel sein, da die geringe Rechenleistung zu einem eklatanten Nachteil gegenüber der Konkurrenz führt. Um diesen Nachteil zu egalisieren, bieten sich sogenannte Mining-Pools an, bei denen der Nutzer eintreten kann, um durch einen Hardwareverbund erfolgreiches Mining zu betreiben.

Auf der Website Etherchain werden die aktuell größten Mining-Pools kommuniziert. Um Teil dieses Mining-Pools zu werden, muss diesem über die Kommandozeile des Betreibssysteme die Adresse des eigenen Wallets mitgeteilt sowie die eigene Rechenleistung per Befehl zur Verfügung gestellt werden.

Ethereum Cloudmining?

Ethereum Cloudmining

Ethereum Cloudmining

Das Cloudmining funktioniert im Prinzip ähnlich wie das Mining per lokaler Hardware, wobei hier auf die Anschaffung teurer Hardware verzichtet wird und stattdessen entsprechende Hardware im Netz gemietet wird. Hierbei ist die gemietete Rechenleistung entscheiden, welche im Rahmen von Ethereum als Mega Hash (MH) bezeichnet wird, also die Anzahl an Hashes (in Millionen), welche pro Sekunden berechnet werden können.

Teure Grafikkarten bieten hier meist 30 MH und mehr, wobei diese mit hohen Kosten verbunden sind. Um diese einmalige Kosten zu umgehen können die Ressourcen bei Cloudanbietern gemietet werden. Insbesondere die Anbieter Hashflare, Omnia und Genesis Mining sind hier zu erwähnen. Hashflare bietet einen günstigen Preis von 22 Euro pro MH. Im Vergleich zum reinen Hardwarekauf mag dies teuer erscheinen, allerdings umfasst das Angebot die entsprechende Software, anfallende Stromkosten und die aufwendige Wartung.

Zudem ist die Rechenleistung nach dem individuellen Bedarf skalierbar. Doch insbesondere beim Cloud-Mining sollte auf seriöse Anbieter geachtet werden, da die Anmietung von Rechenkapazitäten oftmals mit langfristen Verträgen verbunden ist. Insbesondere bei unseriösen Anbietern kann es zu Leistungsschwankungen oder schlechtem Service kommen.

Ist Ethereum Mining sinnvoll?

Ist Ethereum Mining sinnvoll?

Ist Ethereum Mining sinnvoll?

Nachdem geklärt wurde, wie das Ethereum-Mining funktioniert, stellt sich ebenfalls die Frage, ob das Mining lohnenswert ist. Hierbei sollte auf die Rentabilität geschaut werden, welche sich aus den Erträgen und den Kosten ergibt. Zudem sollte beachtet werden, dass das Proof-of-Work-Konzept zukünftig abgelöst wird. Bei den Kosten müssen insbesondere die Kosten für die Hardware sowie laufende Kosten für Strom und Wartung berücksichtigt werden.

Um eine passende Rechnung zu erstellen, können Dienste wie „Crypto Wizzard“ genutzt werden, welche die zu erwartenden Gewinne mit den laufen Kosten verrechnen. Zudem können auch die Gebühren für Mining-Pools berücksichtigt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Mining grundsätzlich noch rentabel, allerdings müssen ebenfalls steigende Stromkosten sowie eine steigende Difficulty beim Abschluss neuer Blöcke berücksichtigt werden, sodass dieser Vorgang zukünftig auch unprofitabel werden kann.

Auch sollte in der persönlichen Berechnung der Einsatz der persönlichen Arbeit berücksichtigt werden, da das Mining sehr zeitaufwändig ist. Sind die Margen nach Abzug der Kosten nur sehr gering, dann sollte grundsätzlich vom Mining abgesehen werden, sofern es alternative Prozesse gibt, welche eine höhere Vergütung der eigenen Arbeitsleistung zur Folge haben.

Fazit

Das Ethereum Mining ist zum aktuellen Zeitpunkt rentabel. Hierdurch sollte interessierte Nutzer entscheiden, welche Art des Minings sie betreiben wollen. Steht die Anschaffung eines Mining-Rigs außer Frage, dann stellen Cloudmining und Mining-Pools die bessere Alternative dar. Insbesondere auf den Kostenfaktor sollte beim Mining ein Auge geworfen werden, da diese nicht statisch sind, sondern abhängig von den aktuellen Rahmenbedingungen. Zudem spielt der Kurs des Ethereum-Tokens eine wichtige Rolle. Da dieses derzeitig jedoch sehr hoch notiert und die Kosten relative konstant sind, stellt das Mining eine profitable Tätigkeit dar. Insbesondere die vielen Tutorials versprechen zudem einen einfachen Einstieg.

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