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Krypto-News: Steuerreform, Inflationsdaten und Bitcoin-Ausbruch im Fokus
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Inhalt 5 Abschnitte
Zwischen geplanter Steuerreform, überraschend kühlen US-Inflationsdaten und wichtigen charttechnischen Marken steht der Kryptomarkt vor richtungsweisenden Wochen. Der Pressespiegel zeigt, welche politischen Entscheidungen, Fed-Signale und Kurszonen jetzt Bitcoin, Ethereum und den Gesamtmarkt bewegen.
Bitcoin-Haltefrist, Inflationsdaten und Quartalsbilanz: Das bewegt den Kryptomarkt
Deutschland konkretisiert Reform der Krypto-Besteuerung
Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Reform der Besteuerung bestimmter Kryptowerte im Privatvermögen“ an Verbände und Interessenvertretungen verschickt. Stellungnahmen sollen bis zum 6. Oktober 2026 eingereicht werden, bevor sich das Bundeskabinett am 14. Oktober 2026 mit dem Vorhaben befassen soll, berichtet Blocktrainer.
Geplant ist weiterhin, Bitcoin und andere sogenannte Tauschkryptowerte künftig grundsätzlich den Einkünften aus Kapitalvermögen nach § 20 EStG zuzuordnen. Für neu angeschaffte Bestände soll die einjährige Haltefrist entfallen, sodass Gewinne unabhängig von der Haltedauer besteuert würden. Die Regelung soll nach dem aktuellen Entwurf für Kryptowerte gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft oder zugeflossen sind.
Für bereits vorhandene Bestände ist weiterhin ein Bestandsschutz vorgesehen. Wer Bitcoin noch unter der bisherigen Rechtslage erworben hat, soll grundsätzlich auch nach Inkrafttreten der Reform von der bisherigen Haltefrist profitieren können. Ebenfalls vorgesehen ist ein Kapitalertragsteuerabzug ab dem 1. Januar 2028, bei dem entsprechende Anbieter die Steuer prinzipiell direkt bei der Transaktion berücksichtigen.
Die Kabinettbefassung am 14. Oktober 2026 wäre allerdings noch kein endgültiger Beschluss. Das Bundeskabinett kann dem Entwurf zustimmen, Änderungen vornehmen oder die Entscheidung vertagen. Danach würde das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren mit Beratungen in Bundestag und Bundesrat folgen.
Nach Angaben von Blocktrainer ist außerdem noch offen, ob der Entwurf innerhalb der Bundesregierung vollständig abgestimmt ist. Insbesondere sei unklar, ob die CDU-geführten Ministerien dem Vorhaben bereits zugestimmt haben. Bis zur geplanten Kabinettbefassung könnten sich daher weitere Änderungen ergeben.
„Für so wenig Geld wird der Standort Deutschland für Bitcoin beschädigt und Vertrauen zerstört“, kritisiert der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler laut Blocktrainer.
Bei den finanziellen Auswirkungen rechnet das Bundesfinanzministerium langfristig mit Steuermehreinnahmen von 350 Millionen Euro pro Jahr. Der Erfüllungsaufwand für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung ist im aktuellen Entwurf dagegen weiterhin mit „folgt“ angegeben und damit noch nicht beziffert.
Besondere praktische Schwierigkeiten könnten entstehen, wenn Anleger Bitcoin selbst verwahren und später an eine Börse übertragen. Sind ursprünglicher Kaufpreis oder Anschaffungszeitpunkt nicht bekannt oder werden die Angaben nicht anerkannt, soll zunächst angenommen werden, dass die Bitcoin erst nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft wurden. Für den Steuerabzug sollen anschließend pauschal 50 % des Verkaufserlöses als Grundlage dienen.
Blocktrainer verweist darauf, dass diese Regelung zunächst den Steuerabzug durch den Anbieter betrifft und nicht automatisch bedeutet, dass am Ende die Hälfte des gesamten Verkaufserlöses versteuert werden muss. Eine lückenlose Dokumentation von Kaufzeitpunkten und Anschaffungskosten werde dadurch jedoch wichtiger.
Zusammenfassung: Die Reform sieht den Wegfall der einjährigen Haltefrist für neu angeschaffte Kryptowerte vor. Stellungnahmen sind bis zum 6. Oktober 2026 möglich, die Kabinettbefassung ist für den 14. Oktober 2026 vorgesehen; die geplanten Steuermehreinnahmen werden mit 350 Millionen Euro pro Jahr angegeben.
Kühlerer PCE-Index gibt Bitcoin zum Quartalsabschluss Rückenwind
Der Core-PCE-Index für August ist mit 3,0 Prozent im Jahresvergleich unter der Prognose von 3,3 Prozent geblieben. Nach der Veröffentlichung um 14:30 Uhr MESZ sprang Bitcoin laut finanzen.net um rund 1 Prozent auf etwa 84.750 US-Dollar.
Der Core-PCE stieg im Monatsvergleich um 0,2 Prozent, während eine Zunahme von 0,3 Prozent erwartet worden war. Der Headline-PCE lag im Jahresvergleich bei 3,4 Prozent und damit unter der erwarteten Zahl von 3,7 Prozent.
| Kennzahl | Wert | Prognose |
|---|---|---|
| Core-PCE im Monatsvergleich | 0,2 Prozent | 0,3 Prozent |
| Core-PCE im Jahresvergleich | 3,0 Prozent | 3,3 Prozent |
| Headline-PCE im Jahresvergleich | 3,4 Prozent | 3,7 Prozent |
| Bitcoin nach Veröffentlichung | etwa 84.750 US-Dollar |
Finanzen.net ordnet die Daten als Entlastung für die US-Notenbank ein. Ein Core-PCE von 3,0 Prozent im Jahresvergleich, der unter der Erwartung von 3,3 Prozent liegt, setzt demnach den Konsens für einen weiteren Zinsschritt im Dezember unter Druck.
Der Dot Plot vom 16. September hatte 16 von 18 FOMC-Mitgliedern als Befürworter eines weiteren Zinsschritts ausgewiesen. Zusätzlich verweist der Bericht auf Job Openings für August von 7,079 Millionen und eine Consumer Confidence im September von 81,9, jeweils unter der Prognose. Die nächsten genannten Fed-Termine sind der 27. und 28. Oktober sowie der 8. und 9. Dezember.
Eine weitere wichtige Zahl folgt laut finanzen.net am Freitag, dem 2. Oktober, um 14:30 Uhr MESZ mit den Non-Farm Payrolls für September. Schwache Payrolls könnten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember weiter senken, während starke Zahlen das Dilemma der Federal Reserve vergrößern würden.
Zum Ende des dritten Quartals 2026 hebt finanzen.net außerdem die Entwicklung von Ethereum und Bitcoin hervor. Ethereum beendet Q3 mit einem Gewinn von rund 71 Prozent und damit laut Bericht mit dem besten dritten Quartal seiner Geschichte. Bitcoin steht bei rund 43,5 Prozent Quartalsgewinn.
Die bisherige Ethereum-Bestmarke für ein drittes Quartal lag laut Quelle bei 66,5 Prozent aus dem Jahr 2025. Solana notierte zum Quartalsabschluss im Bereich von rund 119 US-Dollar und beendet Q3 mit einem Gewinn von rund 40 Prozent.
Zusammenfassung: Der Core-PCE lag mit 3,0 Prozent unter der Prognose von 3,3 Prozent, Bitcoin stieg auf etwa 84.750 US-Dollar. Ethereum beendet Q3 mit rund 71 Prozent Gewinn, Bitcoin mit rund 43,5 Prozent und Solana mit rund 40 Prozent.
Onvista sieht Bitcoin nach Ausbruch über 80.000 US-Dollar im Aufwärtstrend
Bitcoin notiert laut Onvista bei rund 83.700 US-Dollar und hat nach einer Konsolidierung die Zwischenhochs aus dem Mai überwunden. Der Kurs liegt außerdem über dem durchschnittlichen Einstiegspreis der Anleger in US-amerikanischen Bitcoin-ETFs, was Onvista als Unterstützung für einen neuen Aufwärtstrend einordnet.
Dem Bericht zufolge hatte Bitcoin zuvor einen Rückgang von rund 54 Prozent verzeichnet. Das Tief wurde nach ungefähr 250 Tagen und kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar erreicht. Frühere Bärenmärkte dauerten vom Hoch bis zum Tief meist 350 bis 400 Tage und brachten Rückgänge von mindestens 80 Prozent.
Vor dem Anstieg hätten mehrere Entwicklungen auf eine fortgeschrittene Bodenbildung hingedeutet. Dazu zählten eine Bewertung beim Verhältnis von Marktwert zu ursprünglichen Kaufpreisen aller Bitcoin in einem Bereich früherer Bärenmärkte sowie eine zunehmend schwächere Reaktion des Kurses auf negative Nachrichten.
Für verschiedene Anlegergruppen nennt Onvista unterschiedliche durchschnittliche Kostenbasen. Die durchschnittliche Kostenbasis kurzfristiger Anleger lag bei etwa 67.000 US-Dollar, ein breiterer durchschnittlicher Einstiegspreis bei rund 76.000 US-Dollar. Die Kostenbasis der Anleger in US-amerikanischen Bitcoin-ETFs lag zwischen 81.000 und 83.000 US-Dollar.
| Bezugspunkt | Angabe |
|---|---|
| Aktueller Bitcoin-Kurs im Bericht | rund 83.700 US-Dollar |
| Früherer Rückgang | rund 54 Prozent |
| Tief | kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar |
| Kostenbasis kurzfristiger Anleger | etwa 67.000 US-Dollar |
| Breiterer durchschnittlicher Einstiegspreis | rund 76.000 US-Dollar |
| Kostenbasis US-amerikanischer Bitcoin-ETFs | zwischen 81.000 und 83.000 US-Dollar |
Onvista zufolge können Rücksetzer bei Kursen oberhalb der ETF-Kostenbasis zusätzliche Käufe auslösen. Als technisch besonders relevanter Bereich wird die Zone von 81.000 bis 83.000 US-Dollar genannt. Entscheidend sei, ob Bitcoin diesen Bereich bei Rücksetzern behaupten kann.
Auch der breitere Kryptomarkt habe Stärke gezeigt. Ethereum legte gegenüber Bitcoin zu, während zuletzt mehr als 75 Prozent der übrigen Kryptowährungen besser abschnitten als Bitcoin. Damit habe sich der Kursanstieg auf weitere Teile des Marktes verteilt.
Trotz der positiven charttechnischen Signale weist Onvista auf die weiterhin hohen Schwankungen hin. Der Rückgang um rund 54 Prozent zeige, dass Bitcoin trotz der Rückkehr über wichtige Kursmarken ein erhebliches Risiko aufweise.
Zusammenfassung: Bitcoin notiert laut Onvista bei rund 83.700 US-Dollar und über der Marke von 80.000 US-Dollar. Die Zone von 81.000 bis 83.000 US-Dollar gilt als wichtige Unterstützung, während die Schwankungsrisiken trotz des Ausbruchs hoch bleiben.
Einschätzung der Redaktion
Die größte strukturelle Bedeutung hat die geplante deutsche Steuerreform: Sie könnte private Anleger zu deutlich genauerer Dokumentation zwingen und den Standort Deutschland für langfristige Kryptoinvestments unattraktiver machen. Der vorgesehene Bestandsschutz begrenzt den unmittelbaren Schaden, beseitigt aber nicht die Unsicherheit bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens.
Die schwächeren Inflationsdaten sind kurzfristig ein klarer liquiditätsfreundlicher Impuls für Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen. Für eine nachhaltige Rally bleiben jedoch die kommenden Arbeitsmarktdaten und die Zinsentscheidungserwartungen entscheidend. Die starke Quartalsentwicklung spricht für zunehmende Marktbreite, ersetzt aber keine Risikokontrolle.
Charttechnisch ist die Zone von 81.000 bis 83.000 US-Dollar der zentrale Prüfstein. Hält sie bei Rücksetzern, würde das den Aufwärtstrend bestätigen; fällt sie, könnte sich der jüngste Ausbruch als Fehlsignal erweisen. Trotz der positiven Dynamik bleibt die hohe Schwankungsanfälligkeit das wesentliche Gegenargument gegen übermäßigen Optimismus.
Infobox: Wichtigste Erkenntnis
Kurzfristig überwiegen die positiven Marktsignale, während die deutsche Steuerreform langfristig ein relevantes Belastungsrisiko für Anleger und den Standort darstellt.
Quellen:
- Ende der Bitcoin-Haltefrist rückt näher: Kabinettstermin steht!
- PCE kühler als erwartet: Bitcoin springt auf 84.750 Dollar — Dezember-FOMC-Odds sinken zum Q3-Abschluss
- Bitcoin: Der Ausbruch über 80.000 Dollar stützt den Aufwärtstrend
- Bitcoinkurs & Co. aktuell: So steht es am Mittwochnachmittag um die Kurse der Digitalwährungen
- Der Börsen-Tag: Bitcoin hält die Unterstützung
- Bitcoin-Gewinne stapeln sich – wird jetzt Kasse gemacht?
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Kommentare (12)
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Anonymous
Also die Steuerreform klingt für mich nach dem eigentlichen Hammer, nicht der Bitcoin ausbruch. Das mit dem Bestandsschutz ist zwar erstmal beruigend, aber wie soll man denn bei alten Coins nach jahren noch jeden Kaufzeitpunkt nachweisen, vorallem wenn die Börse von damals schon dicht ist oder die Daten irgendwie weg sind. Und 50% vom Verkauf als Grundlage klingt schon ziemlich brutal, auch wenn es angeblich nur erstmal für den Steuerabzug gilt. Am ende muss man dann vermutlich selber beweisen das man kein Steuerhinterzieher ist, obwohl man einfach nur seine eigenen Coins verschiebt. Die 350 millionen Mehreinnahmen pro Jahr hören sich auch so an als hätte jemand die Zahl einfach in eine Excel tabelle eingetragen und fertig. Der Aufwand steht dagegen noch bei „folgt“, was eigentlich alles sagt. Erstmal neue regeln machen und später gucken wer das ganze überhaupt umsetzen soll. Besonders bei self custody wird es bestimmt lustig, wenn man Bitcoin von einer eigenen Wallet auf eine Börse schickt und die Börse dann denkt die Coins wären nagelneu gekauft. Da wird der normale Nutzer dann wieder zum halben Buchhalter gemacht. Bei den Inflationsdaten bin ich ehrlich gesagt noch nicht ganz durchgestiegen. Wenn der PCE niedriger ist als erwartet, freuen sich die Märkte weil die Fed vieleicht weniger Zinsen macht, aber gleichzeitig war der Wert ja immernoch 3 Prozent und damit nicht gerade super niedrig. Trotzdem reicht an der Börse offenbar schon „nicht ganz so schlimm wie befürchtet“ und alle kaufen sofort. Die 1 Prozent bei Bitcoin nach den Zahlen zeigt ja auch wie nervös der Markt auf jedes Komma reagiert. Mal sehen was die Arbeitsmarktdaten machen, starke Zahlen können gut für die Wirtschaft sein aber schlecht für Bitcoin, schwache Zahlen genau andersrum, irgendwie kann man es also immer falsch machen. Die 81 bis 83 tausend Dollar als Unterstützung finde ich interessant, wobei solche Marken natürlich auch nur so lange halten bis genug Leute gleichzeitig verkaufen. Wenn die ETF Anleger dort ihre Kostenbasis haben, kaufen die vielleicht wirklich nach, oder sie bekommen kalte Füße und schmeissen alles raus. Charttechnik ist für mich sowieso manchmal wie Kaffeesatz lesen, nur mit mehr Linien und englischen Begriffen. Der Rückgang von 54 Prozent war jedenfalls kein kleiner Rücksetzer, da haben bestimmt einige ganz andere Nerven bewiesen als ich hätte. Ethereum mit 71 Prozent im Quartal ist schon ziemlich heftig. Das zeigt aber auch, dass nicht nur Bitcoin läuft und vielleicht kommt die Altcoinphase diesmal wirklich, wobei man das ja gefühlt jedes Quartal behauptet. Solana bei 40 Prozent ist auch nicht schlecht, aber bei den ganzen Coins weis man nie ob das nachhaltig ist oder nur weil gerade alle hinterher rennen. Am Ende ist die wichtigste Nachricht für mich: nicht alles auf einmal kaufen und nicht bei jedem grünen Balken denken man wird jetzt reich. Und bei der Steuer bitte wirklich alle Unterlagen sichern, Screenshots, CSVs und am besten noch ausdrucken, sonst steht man 2028 da und keiner glaubt einem mehr was.
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Anonymous
Die Diskussion über die ETF-Kostenbasis finde ich spannend, weil sie Bitcoin erstmals etwas stärker wie einen normalen Markt mit echten Unterstützungszonen wirken lässt. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass ein Bereich zwischen 81.000 und 83.000 Dollar keine Garantie ist – wenn die Stimmung kippt, sind solche Marken schnell Geschichte. Ethereum zeigt mit den 71 Prozent zwar ordentlich Stärke, aber gerade bei Altcoins würde ich nach so einem Lauf nicht mehr blind hinterherkaufen.
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Blockchainguido
Die geplanten Regeln für Wallet-Übertragungen machen deutlich, dass Self-Custody künftig nicht nur technische Eigenverantwortung, sondern auch steuerliche Nachweispflichten bedeutet.
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Anonymous
Die eigentliche Überraschung ist für mich, das der Aufwand immernoch mit „folgt“ angegeben wird. 350 Mio Mehreinnahmen klingen schön in der Tabelle, aber wenn dafür jeder Anleger zum Steuerdetektiv werden muss wirds wohl eher teuer und chaotisch. Und bei den 81–83k bin ich gespannt ob die ETF Leute wirklich nachkaufen oder beim ersten größeren Rücksetzer doch kalte Füße kriegen.
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Anonymous
Bei der Steuerreform bleibt für mich vor allem hängen, dass bis zum endgültigen Gesetz noch einiges passieren kann und Stellungnahmen bis zum 6. Oktober tatsächlich eine Chance zur Einflussnahme bieten. Beim Markt bin ich gespannt auf die Arbeitsmarktdaten: Die Zone um 81.000 bis 83.000 Dollar ist spannend, aber bei Bitcoin kann aus einer Unterstützung bekanntlich ziemlich schnell ein Rutschbrett werden.
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Anonymous
Bei self custody wird der Nachweis wohl echt zum hauptproblem, weil man seine alten coins sonst plötzlich wie frisch gekauft behandeln lassen muss und das kann richtig teuer werden.
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Anonymous
Bei der Steuerreform sehe ich neben der Dokumentation noch ein anderes Problem: Wenn Anbieter ab 2028 direkt abziehen sollen, braucht es endlich einheitliche Schnittstellen und klare Regeln für Übertragungen zwischen eigenen Wallets. Sonst hängt am Ende viel davon ab, wie die einzelne Börse eine Transaktion interpretiert, und genau das dürfte für normale Anleger ziemlich nervig werden.
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Anonymous
Bei der Steuerreform sehe ich den größten Knackpunkt tatsächlich bei alten Self-Custody-Beständen, gerade wenn die ursprüngliche Börse nicht mehr existiert. Die Marktreaktion auf die Inflationsdaten finde ich dagegen ziemlich logisch: Nicht „alles gut“, aber eben weniger schlimm als erwartet – und das reicht in so einem nervösen Umfeld schon für Bewegung. Ethereum und Solana zeigen außerdem, dass die Rally inzwischen breiter wird, trotzdem sollte man bei den Kursgewinnen nicht gleich die Bodenhaftung verlieren.
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Anonymous
Was in den bisherigen Kommentaren noch etwas untergeht ist die Frage, wie das ganze eigendlich mit mehreren Wallets, DeFi und alten Tauschvorgängen funktionieren soll. Ein Kauf auf Börse A, dann transfer auf eine eigene Wallet, später vielleicht ein Swap auf einer anderen Plattform und irgendwann landet alles wieder bei Börse B. Für den Nutzer ist das ein zusammenhängender Vorgang, für die Steuerlogik sieht es warscheinlich aus wie fünf völlig neue Transaktionen von denen jede ihre eigene Geschichte braucht. Und wenn dann noch Netzwerkgebühren, kleine Testüberweisungen oder versehentliche falsche Adressen dazukommen wird die Dokumentation schnell zum Nebenjob. Auch die Frist bis zum 6. Oktober 2026 wirkt ziemlich knapp, wenn Verbände und Interessenvertretungen wirklich vernünftige Stellungnahmen abgeben sollen. Bis zum 14. Oktober ist dann kaum Zeit, die ganzen Einwände ernsthaft auszuwerten. Natürlich kann ein Gesetz später noch geändert werden, aber viele Leute lesen „Kabinett befasst sich damit“ und denken direkt, es sei schon beschlossene Sache. Diese Kommunikation ist irgendwie auch ein Problem, weil dadurch noch mehr Unsicherheit entsteht als ohnehin schon. Was ich bei der ganzen Diskussion vermisse, ist eine klare Aussage dazu, wie Anbieter mit Daten umgehen sollen, die zwar vorhanden sind, aber nicht in ein bestimmtes Format passen. Wenn ich eine alte CSV Datei habe, dazu Kontoauszüge als PDF und vielleicht noch Screenshots aus einer App, reicht das dann? Oder muss das alles von der Börse bestätigt werden? Ein Screenshot ist ja leicht zu machen, aber deshalb nicht automatisch falsch. Andersrum können auch offizielle Plattformdaten Fehler enthalten. Am Ende sollte es nicht so sein, dass nur perfekt sortierte Daten akzeptiert werden und normale Kleinanleger deswegen automatisch schlechter behandelt werden. Bei den 50 Prozent vom Verkaufserlös habe ich erst gedacht, das wäre eine Art neue pauschale Steuer und war dann etwas erleichtert, dass es laut Artikel erstmal um den Abzug beim Anbieter geht. Trotzdem kann auch ein vorläufiger Abzug schon richtig weh tun. Wenn jemand beispielsweise einen großen Betrag verkauft, um eine Wohnung zu finanzieren, und der Anbieter vorsichtshalber einen hohen Betrag einbehält, fehlt dieses Geld erstmal. Selbst wenn man es später zurück bekommt, ist das nicht gerade angenehm und kann praktische Probleme machen. „Am Ende wird schon korrekt abgerechnet“ ist für Menschen mit normalen Rechnungen und laufenden Kosten halt nicht immer eine beruhigende Antwort. Vielleicht wäre ein Verfahren sinnvoll, bei dem man fehlende Anschaffungskosten nachträglich durch verschiedene Belege glaubhaft machen kann, statt sofort pauschal von einem neuen Kauf nach 2026 auszugehen. Sonst werden besonders die bestraft, die nicht absichtlich etwas verschleiert haben, sondern einfach vor Jahren gekauft und sich damals noch nicht vorgestellt haben, dass sie irgendwann eine komplette Beweiskette brauchen. Niemand hebt bei jedem kleinen Kauf für zehn Jahre alle Mails auf, zumindest bisher nicht. Bei Aktien gibt es ja auch Abrechnungen und Depotunterlagen, bei Krypto war das ganze lange viel uneinheitlicher. Interessant finde ich auch den Unterschied zwischen dem politischen Risiko und dem Marktrisiko. Beim Kurs kann man wenigstens sehen, dass Bitcoin stark schwankt und seine Entscheidung danach ausrichten. Bei einem Gesetz ist das schwieriger, weil der genaue Text noch nicht endgültig feststeht und sich die Wirkung erst später zeigt. Bestandsschutz klingt erstmal vernünftig, aber wenn gleichzeitig der Steuerabzug technisch nicht sauber funktioniert, kann die Belastung trotzdem bei den Anlegern ankommen. Vielleicht wird am Ende noch vieles verändert, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Die Inflationsdaten zeigen für mich vorallem, wie stark die Erwartungen inzwischen den Markt bewegen. 3 Prozent Core-PCE ist ja nicht plötzlich eine niedrige Inflation, nur weil 3,3 Prozent erwartet wurden. Trotzdem reicht die Abweichung und schon wird auf einen lockereren Kurs der Fed spekuliert. Das ist irgendwo logisch, aber auch ziemlich kurzfristig gedacht. Wenn die Preise weiter schneller steigen als gewünscht, kann die Fed vielleicht nicht so schnell nachgeben wie der Markt gerade hofft. Ein einzelner Monatswert ist eben noch keine Trendwende, auch wenn die Schlagzeilen das gerne so verkaufen. Bei den Arbeitsmarktdaten wird es dann wieder kompliziert. Schwache Zahlen sind gut für die Zinshoffnung, aber schlecht für die Wirtschaft. Starke Zahlen sind gut für Jobs und Konsum, können aber die Zinsen länger hoch halten. Für Bitcoin wird aus einem schlechten Wirtschaftstag plötzlich ein gutes Signal, was sich schon etwas verrückt anhört. Eigendlich müsste man mehrere Daten zusammen betrachten und nicht nur auf die erste Reaktion um 14:30 Uhr schauen. Aber vermutlich sind viele Bots schneller als jeder menschliche Anleger überhaupt den Artikel gelesen hat. Die Quartalszahlen von Ethereum und Solana sind natürlich beeindruckend, allerdings machen Prozentangaben ohne Startpunkt manchmal ein falsches Bild. Nach einem starken Einbruch sehen 40 oder 70 Prozent Erholung schnell gigantisch aus, obwohl der Kurs vielleicht noch weit vom früheren Hoch entfernt ist. Das heißt nicht, dass die Bewegung unwichtig ist, nur sollte man Gewinn und Erholung nicht gleichsetzen. Bei Altcoins kommt zusätzlich dazu, dass Liquidität und Stimmung viel schneller kippen können als bei Bitcoin. Was mich bei dem Hinweis auf mehr als 75 Prozent besser laufende Kryptowährungen interessieren würde, ist die Auswahl dieser Coins und der Zeitraum ganz genau. Wenn man viele kleine Token mitzählt, können ein paar extreme Bewegungen den Durchschnitt oder die Quote stark beeinflussen. Für jemanden, der hauptsächlich Bitcoin hält, sagt das dann vielleicht weniger aus als es zunächst klingt. Marktbreite ist positiv, aber nicht jeder grüne Chart ist ein Zeichen für eine gesunde Rally. Manchmal ist es auch einfach nur FOMO mit hübschen Kerzen. Die Zone von 81.000 bis 83.000 Dollar finde ich trotzdem als Beobachtung interessant, gerade weil dort viele ETF-Anleger ihre Kostenbasis haben sollen. Aber eine durchschnittliche Kostenbasis bedeutet ja nicht, dass alle bei jedem Rückgang automatisch nachkaufen. Manche haben schon ihre Position reduziert, andere haben Stop-Loss Marken und wieder andere schauen garnicht auf solche Werte. Chartmarken funktionieren oft auch deshalb, weil genügend Marktteilnehmer daran glauben, nicht weil sie ein Naturgesetz wären. Mein Fazit wäre daher: Bei der Steuerreform noch nichts als endgültig ansehen, aber ab jetzt wirklich alle Daten sichern. Bei den Makrodaten nicht jeden kleinen Ausschlag überbewerten und bei Bitcoin trotz Ausbruch nicht so tun, als wäre Risiko verschwunden. Besonders bei alten Beständen sollte man sich frühzeitig einen Überblick machen, solange man noch Zugang zu den alten Börsen und E-Mail Konten hat. Und vielleicht sollte man nicht erst dann anfangen Ordnung zu schaffen, wenn der Verkauf schon passiert ist und die Börse plötzlich nach Unterlagen fragt.
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Steuer-Maulwurf
Genau das mit der Beweislast bei alten Coins find ich auch am heikelsten, vorallem wenn die Börse längst weg ist und man nur noch irgendwelche CSV dateien von vor 10 Jahren hat. Und diese 50 Prozent pauschal klingt erstmal wie komplette Enteignung, auch wenns rechtlich wohl nur für den Steuerabzug gedacht ist. Hoffentlich wird der Entwurf noch verständlicher, sonst braucht bald jeder Krypto Anleger einen Steuerberater und einen Archivar dazu.
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Anonymous
Der Hinweis auf die unsichere Abstimmung innerhalb der Bundesregierung ist für mich fast genauso wichtig wie der Entwurf selbst, denn solange bis zur Kabinettssitzung noch Änderungen möglich sind, sollte man mit endgültigen Schlüssen lieber vorsichtig sein.
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Krypto-Kalle
Die Steuerreform macht mir ehrlich gesagt noch mehr Sorgen als die Kurse, weil bei alten Coins ohne Börsenunterlagen schnell der falsche Kaufzeitpunkt angenommen wird und man dann erstmal beweisen muss das alles korrekt war, echt kein gutes Gefühl.