Veröffentlicht: 15.07.2019

AntPool mit Betrugsversuch?

AntPool mined falschen Block

Laut einem Tweet von BitMex Research, der Forschungsteam der Bitmex Exchange lies sich der Full-Node-Betreiber Antpool am 10.Juli Transaktionsgebühren für den Block 584802 auszahlen, welche es in dem Block nicht hätte geben dürfen. Das heißt, dass AntPool sich nicht vorhandene Gebühren im Wert 15000 USD ausgezahlt hatte.

Betrug oder Software-Fehler

Aufgrund der kleineren Summe von 15000 USD ist ein Software-Bug die plausibelste Erklärung für die Vorkommnisse. Der ungültige Block (58402) wurde demnach lediglich 21 Sekunden nach Block 584801. In diesem kurzen Zeitraum hatte die Software die Transaktionsgebühren aus dem Reward offensichtlich noch nicht bereinigt. Zudem hat jeder Miner das Recht, leere Blöcke zu propagieren. Durch die Meldung rückt die Funktionsweise des Bitcoin Systems in den Vordergrund.

Das Bitcoin Netzwerk

Das Bitcoin Netzwerk zeichnet sich durch seine Dezentralität aus. Es umfasst alle Teilnehmer und deren Connections und dient dabei als primärer Kommunikationsweg für die Konsensfindung und den Informationsfluss.

Transaktionskonsens

Da das Bitcoin Netzwerk auf dem Grundpfeiler der Dezentralität beruht, kommt es in dem Ökosystem immer wieder zu Situationen, in denen sich die Miner mit widersprüchlichen Transaktionen auseinandersetzen müssen. Die Herangehensweise unterschiedet sich von zentralen Systemen. Wenn eine Person beispielsweise zur gleichen Zeit zwei Transaktionsaufträge einleitet und dabei dieselben Bitcoin Einheiten an unterschiedliche Netzwerkteilnehmer übertragt, entsteht ein Problem. Dafür gibt es verschiedene Lösungsansätze.

Zentral vs. Dezentral

In einem zentralen System wäre bei einem solchen Problem diejenige Überweisung gültig, welche als erste Transaktion bei der Bank eintrifft. Im dezentralen Bitcoin System ist dies jedoch anders. Es könnte dazu kommen, dass ein Teil der Netzwerkteilnehmer zuerst von der „Transaktion A“ erfährt, während der andere Teil der Netzwerkteilnehmer zunächst die Nachricht von „Transaktion B“ erhält. Dieses Problem wird als „Double Spend“ bezeichnet.

„Double Spend“-Problem

Für das Netzwerk ist es in der Regel egal, welche der beiden Transaktionen sich durchsetzt. Es muss allerdings eine Regel gefunden werden, die einen Konsens der Netzwerkteilnehmer ermöglicht und eindeutig die gültige Transaktion bestimmt. Aus diesem Grund produzieren die Miner die sogenannten Blöcke, die Informationssammlungen.

Was muss ein Block enthalten?

Ein Block ist ein Informationspaket, das mindestens eine Transaktion enthalten muss. Zum Erstellen der Blöcke müssen die Bitcoin Miner Rechenleistung aufbringen. Ein Miner kann darüber hinaus verschiedene Transaktionen aus einer Gesamtmenge auswählen, um einen Block zu füllen. Dabei müssen zwei Bedingungen erfüllt werden. Einerseits darf der Block nur legitime Transaktionen enthalten, andererseits darf die Transaktion nicht mit anderen Überweisungen aus dem Block in Konkurrenz stehen. Wenn der Miner eine der beiden Regeln missachtet, wird der Block von dem Netzwerk abgelehnt.

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