Bei Krypto geht es längst nicht mehr nur um Coins, sondern darum, wem Menschen ihr Vertrauen schenken
Von Joe Wilson, Chief Evangelist bei bunq
Seit Bitcoin 2009 erstmals auftauchte, hat Krypto genug Höhen und Tiefen erlebt, um eines zu zeigen: Krypto ist gekommen, um zu bleiben. In den darauffolgenden zehn Jahren drehte sich die Diskussion vor allem um Kursschwankungen und eine kleine Gruppe früher Nutzer:innen. Inzwischen verschiebt sich der Fokus jedoch. Digitale Vermögenswerte sind längst mehr als ein kurzfristiger Trend. Die entscheidende Frage ist jetzt, wer die nächste Welle von Nutzer:innen begleitet. Klassische Banken, Neobanken und Handelsplattformen für digitale Assets kämpfen dabei alle um dasselbe: Vertrauen.
Die bunq-Studie „The Crypto Trust Index“ zeigt: 62 Prozent der befragten Deutschen sind der Meinung, dass es angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds wichtiger wird, alternative Geldanlagen wie Krypto zu erkunden. Jede dritte befragte Person hat bereits investiert. Das bedeutet, dass es keine kleine Nische von enthusiastischen Investoren:innen mehr ist, sondern tatsächlich eine breite Reaktion auf finanzielle Unsicherheit. 71 Prozent sagen, dass sie aktiv daran arbeiten, ihr Geld zu vermehren. Und wenn es darum geht, welcher Plattform sie bei Investitionen in digitale Vermögenswerte am ehesten vertrauen würden, entscheiden sich die Befragten eher für ihre Bank als für Börsen oder Trading-Apps.
Auch andere Banken haben diese Vorliebe erkannt. Seit die EU-Verordnung ‘Markets in Crypto-Assets’, kurz MiCA, am 30. Dezember 2024 vollständig in Kraft getreten ist, kommt Bewegung in die Branche. Kurz gesagt: Menschen in Deutschland suchen einen Partner, dem sie vertrauen können, wenn sie digitale Assets zum ersten Mal ausprobieren. Wer gewinnt also? Am Ende entscheidet nicht nur der Tech-Stack. Entscheidend sind Vertrauen und Einfachheit.
Schaut man genauer hin, was Menschen noch zurückhält, zeigt sich: Bei den befragten Deutschen, die bislang nicht investiert haben, sind die Hürden nicht ideologischer Natur, sondern ganz praktisch. 30 Prozent nennen Volatilität, 28 Prozent fehlendes Wissen und 26 Prozent sagen, dass sie den schon bestehenden Krypto-Plattformen nicht genug vertrauen, um loszulegen. Jede fünfte Person wüsste nicht einmal, wo sie anfangen soll. Genau dieses Problem muss die Branche für Nutzer:innen lösen. Menschen wünschen sich nicht noch mehr Funktionen oder Handelspaare. Sie wollen die Sicherheit, ihre ersten Schritte an einem Ort zu machen, den sie kennen und der sich einfach nutzen lässt.
Krypto-native Plattformen bieten Tiefe, wurden aber oft von Insidern für Insider entwickelt und können Neueinsteiger:innen deswegen abschrecken. Klassische Banken wiederum bringen viele gewachsene Systeme und Prozesse mit, die es schwer machen, Begeisterung in eine einfache, gut gestaltete erste Erfahrung zu übersetzen. Genau in dieser Lücke sitzen Neobanken wie bunq: lizenziert und reguliert, also mit echter Vertrauensbasis, aber ohne jahrzehntealte technologische Altlasten. Dadurch können sie sich in dem Tempo bewegen, das Menschen heute von einer App erwarten, die ihr Leben einfacher macht.

Unsere eigene Geschichte zeigt, warum genau das wichtig ist. bunq wurde nach der Finanzkrise gegründet, um Banking konsequent aus Sicht der Nutzer:innen neu zu erdenken, und war das erste Unternehmen seit 35 Jahren, das eine europäische Banklizenz erhielt. Genau dieser Ansatz, auf Nutzerfeedback aufzubauen und transparent zu bleiben, macht aus Krypto keinen großen Sprung ins Ungewisse, sondern einen überschaubaren ersten Schritt: innerhalb einer lizenzierten App, vielleicht zunächst mit nur 10€, und im eigenen Schritttempo, anstatt sich erst durch eine lange Funktionsliste arbeiten zu müssen.
Am Ende wird im Bereich digitaler Assets nicht gewinnen, wer die größte Bilanz hat. Ganz klar im Vorteil sind die Anbieter, die es Menschen am einfachsten machen, ohne dass sie ihr Sicherheitsgefühl aufgeben müssen. Der Einstieg in Krypto gehört also denen, die den ersten Schritt einfach und sicher machen – in einer Umgebung, die sich vertraut anfühlt.














