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    Bitcoin stabil, CLARITY Act unter Zeitdruck – Kryptomarkt vor wichtigen Terminen

    KI-generiert
    04.08.2026 565 mal gelesen 9 Kommentare Google-News
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    Bitcoin bleibt am 4. August 2026 nahe 63.800 US-Dollar und profitiert vom freundlichen Börsenumfeld. Doch politisch steigt der Druck: Für den CLARITY Act bleiben vor der US-Sommerpause am 7. August nur wenige Arbeitstage. Eine Verabschiedung gilt wegen fehlender Mehrheiten als zunehmend unsicher.
    Der CLARITY Act könnte die regulatorische Zukunft der US-Kryptoindustrie entscheidend prägen. Scheitert das Gesetz, droht laut Experten mindestens ein weiteres Halbjahr regulatorischer Unsicherheit. Gleichzeitig richten sich die Blicke auf den 7. August und die US-Inflationsdaten am 12. August.
    Auch bei Krypto-ETFs und institutionellen Anlegern bewegt sich viel. Die SEC könnte ab dem 9. August ein Fenster für Cardano-Spot-ETFs öffnen, während Intesa Sanpaolo ihre Bitcoin-ETF-Position stark reduzierte und ihr Engagement in Ethereum-Produkten deutlich ausbaute. Ein möglicher Grund ist die zusätzliche Staking-Rendite von Ethereum.
    Für Bitcoin bleibt der August eine Belastungsprobe. ETF-Abflüsse, ein Angriff auf Cold-Wallet-Infrastruktur und die historische Schwäche des Monats erhöhen den Druck, während 60.965 US-Dollar als kritische Marke gelten. Zugleich zeigen hohe Abflüsse aus Selbstverwahrungslösungen, wie wichtig sichere Aufbewahrung bleibt.
    In Deutschland besitzen inzwischen rund neun Millionen Erwachsene Kryptowährungen, doch die Mehrheit bleibt skeptisch. Bitcoin führt mit 74,6 Prozent der aktiven Anleger, während geplante Änderungen bei der Kryptobesteuerung die bisherige Steuerfreiheit nach mehr als einem Jahr Haltezeit infrage stellen könnten. Der Markt professionalisiert sich, bleibt aber stark von Regulierung, Sicherheit und Steuerpolitik abhängig.

    Bitcoin behauptet sich nahe 63.800 US-Dollar, während der US-CLARITY Act vor der Sommerpause unter erheblichen Zeitdruck gerät. Zugleich verschieben institutionelle Anleger ihre Schwerpunkte in Richtung Ethereum, Cardano erhält eine neue ETF-Perspektive und in Deutschland wächst trotz anhaltender Skepsis die Zahl der Krypto-Besitzer. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Markt-, Regulierungs- und Steuerentwicklungen.

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    Bitcoin hält sich bei 63.800 US-Dollar – CLARITY Act vor der Sommerpause unter Zeitdruck

    Der Kryptomarkt zeigte sich am Nachmittag des 4. August 2026 in einem freundlichen Makroumfeld. Laut Finanzen.net notierte Bitcoin um 17:11 Uhr bei 63.755 US-Dollar und damit rund 0,5 Prozent höher als am Vortag. Das Morgenhoch lag laut Yahoo Finance bei 63.819 US-Dollar.

    Im Mittelpunkt steht weiterhin der CLARITY Act. Vor der Sommerpause des US-Senats am 7. August verbleiben rechnerisch fünf Arbeitstage, wobei Zweifel an einer rechtzeitigen Verabschiedung wachsen. Für eine Passage wären 60 Stimmen erforderlich, um ein mögliches Filibuster zu überwinden. Zudem ist die Ethik-Klausel im Zusammenhang mit den persönlichen Krypto-Einnahmen von Trump weiterhin ungeklärt.

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    Der Mehrheitsführer habe bereits eingeräumt, keine sichere Mehrheit zu haben. Prediction Markets bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung noch im Jahr 2026 aktuell mit unter 35 Prozent. Kavita Gupta, Gründerin des Delta-Blockchain-Funds, bezeichnete den CLARITY Act in einem Yahoo-Finance-Interview als fundamental für die gesamte Krypto-Industrie. Ein Ausbleiben würde laut ihrer Einschätzung für mindestens ein weiteres Halbjahr regulatorische Schwebe schaffen.

    Rückenwind erhielt der Kryptomarkt vom klassischen Finanzmarkt. Der DAX schloss erstmals über 26.000 Punkten, während Nasdaq-100-Futures rund 2,1 Prozent zulegten. Als Auslöser für die gestiegene Risikobereitschaft werden unter anderem Signale von US-Präsident Trump zu einer möglichen Verhandlungsbereitschaft mit dem Iran und die dadurch gedämpften Ölpreise genannt.

    WertAngabe
    Bitcoin63.755 US-Dollar um 17:11 Uhr
    Bitcoin-Morgenhoch63.819 US-Dollar
    Ethereumrund 1.874 US-Dollar
    Solanarund 73,50 US-Dollar, plus rund 1,5 Prozent
    Globale Krypto-Marktkapitalisierung2,27 Billionen US-Dollar, plus rund 1,1 Prozent in 24 Stunden
    Fear-and-Greed-Index25 Punkte

    Der Fear-and-Greed-Index fiel auf 25 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit einer Woche. Er blieb dadurch tief im Bereich „Extreme Fear“. Der unmittelbare Marktausblick richtet sich laut Finanzen.net auf den 7. August sowie auf den US-Verbraucherpreisindex für Juli am 12. August 2026.

    Zusammenfassung: Bitcoin hält sich im Bereich von 63.800 US-Dollar, während die politische Unsicherheit um den CLARITY Act zunimmt. Rückenwind kommt vom DAX und den Nasdaq-100-Futures; als nächste wichtige Termine gelten der 7. August und der 12. August 2026.

    SEC öffnet regulatorisches Fenster für Cardano-Spot-ETFs

    Die US-Börsenaufsicht SEC öffnet laut Finanzen.net zum 9. August 2026 das regulatorische Fenster für Cardano-Spot-ETFs. Damit könnte sich die US-amerikanische Krypto-ETF-Landschaft weiter über Bitcoin, Ethereum und Solana hinaus ausweiten.

    Die Entwicklung wird als schrittweiser Ausbau des ETF-Angebots eingeordnet, der 2024 mit Bitcoin begonnen habe. Cardano-Wale kauften in der vergangenen Woche rund 30 Millionen ADA, wie der Bericht weiter ausführt.

    Parallel bleibt die Sicherheit von Selbstverwahrungslösungen ein Thema. Aus Cold Wallets im Zusammenhang mit dem anhaltenden Coldcard-Sweep-Komplex wurden zuletzt 89 Millionen US-Dollar abgezogen. Der Bericht stellt diesen Vorgang in den Zusammenhang mit den Risiken von Hardware-Wallets und der Selbstverwahrung.

    Zusammenfassung: Das Cardano-ETF-Fenster soll am 9. August 2026 öffnen. Gleichzeitig lenken Abzüge aus Cold Wallets die Aufmerksamkeit erneut auf Sicherheitsrisiken bei der Selbstverwahrung.

    Intesa Sanpaolo reduziert BlackRock-Bitcoin-ETF-Position um 93,7 Prozent

    Die größte Bankengruppe Italiens hat ihre Position im BlackRock iShares Bitcoin Trust, kurz IBIT, im vergangenen Quartal deutlich reduziert. Wie Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, verringerte Intesa Sanpaolo ihre IBIT-Beteiligung um 93,7 Prozent.

    Zum 30. Juni meldete die Bank 40.723 IBIT-Anteile im Wert von 1,36 Millionen USD. Drei Monate zuvor waren es noch 646.809 Anteile. Die gemeldete Call-Position sank außerdem um 99,3 Prozent von ursprünglich 2,5 Millionen Anteilen auf 18.000.

    Neu hinzu kam eine Put-Position, die 500.000 IBIT-Anteile abdeckt. Puts gewinnen in der Regel an Wert, wenn der zugrunde liegende Vermögenswert fällt. Dies wird im Bericht als Hinweis auf eine defensive Haltung gegenüber Bitcoin eingeordnet.

    Gleichzeitig baute Intesa Sanpaolo ihre Beteiligung am iShares Staked Ethereum Trust aus. Die Zahl der Anteile stieg von 116.200 auf 349.600, der Wert der Position belief sich auf 7,1 Millionen USD.

    PositionFrühere AngabeNeue Angabe
    BlackRock iShares Bitcoin Trust646.809 Anteile40.723 Anteile im Wert von 1,36 Millionen USD
    IBIT-Call-Position2,5 Millionen Anteile18.000 Anteile
    iShares Staked Ethereum Trust116.200 Anteile349.600 Anteile im Wert von 7,1 Millionen USD
    Bitwise Solana Staking ETF2.817 Anteile7 Anteile

    Die Bank hat Bitcoin allerdings nicht vollständig aufgegeben. Sie hält weiterhin 3,47 Millionen Anteile am ARK 21Shares Bitcoin ETF im Wert von 67,6 Millionen USD. Diese Position blieb laut Bericht die größte Krypto-ETF-Position der Bank.

    Auch die Beteiligung am Grayscale XRP Trust in Höhe von 14,4 Millionen USD blieb unverändert. Zusätzlich baute Intesa Sanpaolo eine kleine Position im Morgan Stanley Bitcoin Trust in Höhe von 293.190 USD neu auf.

    Die Aussagekraft der Form-13F-Mitteilungen ist laut Yahoo Finanzen Deutschland begrenzt. Sie erfassen nur Long-Positionen in US-gelisteten Wertpapieren, während Short-Positionen und vollständige Optionsstrukturen nicht enthalten sind. Die Netto-Position der Bank bleibt daher unklar.

    Zusammenfassung: Intesa Sanpaolo reduzierte ihre IBIT-Anteile auf 40.723 und erhöhte zugleich ihre Beteiligung am iShares Staked Ethereum Trust auf 349.600 Anteile. Die Bank bleibt jedoch über den ARK 21Shares Bitcoin ETF weiterhin umfangreich in Bitcoin-Produkten investiert.

    Institutionelle Anleger nehmen Ethereum-Produkte stärker in den Blick

    Intesa Sanpaolo steht laut Yahoo Finanzen Deutschland mit der Umschichtung nicht allein. Der Handelsspezialist Jane Street verringerte im ersten Quartal seine IBIT-Aktienposition um 71 Prozent.

    Im gleichen Zeitraum verdoppelte Jane Street nahezu die Beteiligung am iShares Ethereum Trust. Diese Position umfasste 11,1 Millionen Anteile. Darüber hinaus erhöhte das Unternehmen die Position im Fidelity Ethereum Fund von 3,1 Millionen USD auf 43,6 Millionen USD.

    Der Bericht weist allerdings darauf hin, dass Jane Street als Market Maker teilweise Bestände für Kunden hält. Die Positionen müssen deshalb nicht ausschließlich einen gerichteten Handel des Unternehmens widerspiegeln.

    Als möglicher Faktor für die stärkere Nachfrage nach Ethereum-Produkten wird die Staking-Rendite genannt. Das gestakte Ethereum-Produkt von BlackRock ist darauf ausgelegt, durch Netzwerkprämien Renditen zu erzielen, die Bitcoin-Fonds nicht bieten können.

    Die Mittelzuflüsse in US-Bitcoin-Spot-ETFs bestätigten die Verkaufswelle. Laut SoSoValue flossen allein im Juni 4,5 Milliarden USD ab. Damit war der Juni der schlechteste Monat seit Bestehen dieser Produkte.

    Weitere Hinweise könnten die Offenlegungen zum zweiten Quartal liefern. Die meisten Q2-Berichte erscheinen laut Bericht bis zur Frist am 14. August.

    Zusammenfassung: Neben Intesa Sanpaolo verlagerte auch Jane Street Teile seiner gemeldeten Positionen aus Bitcoin-Produkten in Ethereum-Fonds. Die Staking-Rendite wird als ein möglicher Grund für das institutionelle Interesse an Ethereum genannt.

    Bitcoin-Prognose: August gilt als entscheidende Belastungsprobe

    Der August könnte für Bitcoin ein schwieriger Monat werden. Wallstreet Online berichtet, dass Bitcoin am 3. August bei rund 62.700 Dollar notierte und eine dreiwöchige Serie von ETF-Zuflüssen mit einem Abfluss von 61,53 Millionen Dollar endete.

    Seit 2022 schloss jeder August rot, im Mittel mit knapp acht Prozent Verlust. Der Bericht bezeichnet den August deshalb als historisch schwächsten Monat im Kryptojahr.

    Am Montagmorgen lag Bitcoin laut Fortune bei 62.706 Dollar und damit rund 394 Dollar unter dem Vortag. Der Kurs war bei 63.497 Dollar eröffnet und drehte im frühen Handel nach unten. Als Auslöser wird ein Angriff auf die Hardware-Wallet Coldcard genannt, bei dem rund 1.300 Bitcoin gestohlen worden seien.

    Die Marktkapitalisierung von Bitcoin lag laut Bericht bei etwa 1,33 Billionen Dollar. Der gesamte Kryptomarkt verlor an einem Tag fast ein Prozent.

    KennzahlAngabe
    Bitcoin am Montagmorgen62.706 Dollar
    Bitcoin-Eröffnung63.497 Dollar
    Marktkapitalisierung von Bitcoinetwa 1,33 Billionen Dollar
    Abfluss aus US-Spot-Produkten61,53 Millionen Dollar
    Bitcoin-50-Tage-Durchschnitt64.676 Dollar
    Bitcoin-100-Tage-Durchschnitt67.205 Dollar
    Basisziel für August67.400 Dollar
    Marke, unter der der Monat kippen würde60.965 Dollar

    Technisch lag Bitcoin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 64.676 Dollar und unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 67.205 Dollar. Als Basisziel für August werden 67.400 Dollar genannt. Ein Rückgang unter 60.965 Dollar würde den Monat laut Wallstreet Online kippen.

    Von Mai bis Juni waren bereits über acht Milliarden Dollar abgeflossen, allein im Juni rund 4,5 Milliarden. Im Juli verbesserte sich die Lage vorübergehend mit Zuflüssen von 273 Millionen Dollar und anschließend 727 Millionen in fünf Sitzungen.

    Der Bericht stellt außerdem einen Vorverkauf des Projekts Pepeto in den Mittelpunkt. Der Token wird mit 0,000000188 Dollar und einem eingesammelten Kapital von 10,38 Millionen Dollar angegeben. SolidProof habe den gesamten Programmcode geprüft und freigegeben. Diese Angaben stammen aus dem werblichen Teil des Wallstreet-Online-Beitrags.

    Zusammenfassung: Bitcoin steht laut Wallstreet Online zwischen dem technischen Widerstand bei 64.676 Dollar und der kritischen Marke von 60.965 Dollar. ETF-Abflüsse, der Coldcard-Angriff und die historische August-Schwäche erhöhen den Druck auf den Markt.

    Jeder achte Erwachsene in Deutschland besitzt Kryptowährungen

    Knapp neun Millionen Menschen ab 18 Jahren besitzen in Deutschland derzeit Kryptowährungen. Das entspricht 12,8 Prozent der volljährigen Bevölkerung, wie Goslarsche.de unter Berufung auf eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von BearingPoint berichtet.

    Weitere 4,9 Prozent haben Bitcoin oder andere Kryptowährungen früher besessen, sind aber wieder aus dem Markt ausgestiegen. Ein zusätzliches Potenzial von 11,4 Prozent beziehungsweise rund 7,9 Millionen Menschen kann sich den Kauf von Digitalwährungen vorstellen.

    Die Mehrheit bleibt den Angaben zufolge distanziert. 67,4 Prozent besitzen keine Kryptowährungen und schließen einen Kauf auch für die Zukunft kategorisch aus.

    Gruppe oder EinschätzungAnteil
    Erwachsene mit Kryptowährungen12,8 Prozent
    Frühere Besitzer, die ausgestiegen sind4,9 Prozent
    Potenzielle künftige Käufer11,4 Prozent, rund 7,9 Millionen Menschen
    Besitzen keine Kryptowährungen und lehnen Kauf ab67,4 Prozent
    Männer mit digitalen Coins18,8 Prozent
    Frauen mit digitalen Coins7,2 Prozent
    Besitzquote bei den 25- bis 34-Jährigen28,4 Prozent

    Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen sind deutlich. Während 18,8 Prozent der Männer digitale Coins halten, liegt der Anteil bei Frauen bei 7,2 Prozent. Unter den 25- bis 34-Jährigen besitzt fast ein Drittel, konkret 28,4 Prozent, Kryptowährungen; bei der Generation ab 55 Jahren spielt die Anlageklasse kaum eine Rolle.

    Bitcoin ist unter den aktiven Krypto-Anlegern der klare Marktführer. 74,6 Prozent halten die ursprüngliche Kryptowährung. Ethereum folgt mit 33,1 Prozent, Solana mit 22,7 Prozent. XRP kommt auf 18,1 Prozent, Cardano auf 13,6 Prozent und Dogecoin auf 13,0 Prozent.

    Das Risikobewusstsein ist in der Gesamtbevölkerung ausgeprägt. 32,7 Prozent stufen Kryptowährungen vor allem als hochspekulatives Produkt ein.

    Zusammenfassung: 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland besitzen Kryptowährungen, wobei junge Männer die wichtigste Anlegergruppe bilden. Bitcoin bleibt mit 74,6 Prozent der Besitzer die meistgehaltene Kryptowährung.

    ZDFheute: Mehrheit bleibt skeptisch gegenüber Kryptowährungen

    Auch ZDFheute berichtet, dass 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Kryptowährungen besitzen. Die Erhebung kommt auf knapp neun Millionen Menschen ab 18 Jahren mit digitalen Coins.

    Weitere 4,9 Prozent haben den Markt bereits verlassen. 11,4 Prozent, rund 7,9 Millionen Menschen, können sich einen Kauf vorstellen, während 67,4 Prozent Kryptowährungen weder besitzen noch dies künftig planen.

    Nur eine kleine Minderheit von rund 5 Prozent sieht Kryptowährungen als verlässlichen Wertspeicher in Krisenzeiten. Für 32,7 Prozent der Gesamtbevölkerung stehen dagegen hochspekulative Eigenschaften im Vordergrund. Selbst unter den aktiven Krypto-Anlegern bewerten rund 38 Prozent ihr Engagement primär als reine Spekulation.

    ZDFheute verweist zudem auf die Kursentwicklung von Bitcoin. Nach dem Rekordstand des vergangenen Herbstes sei der Kurs um rund die Hälfte eingebrochen und bewege sich seit Monaten im Bereich von 60.000 bis 65.000 US-Dollar.

    Unter den aktiven Anlegern bleibt Bitcoin mit 74,6 Prozent die am häufigsten gehaltene Kryptowährung. Die Erhebung bestätigt damit die von Goslarsche.de berichtete Rangfolge der beliebtesten Coins.

    Zusammenfassung: Die ZDFheute-Auswertung zeigt eine breite gesellschaftliche Skepsis trotz einer Besitzquote von 12,8 Prozent. Kryptowährungen werden überwiegend als spekulative Anlageklasse wahrgenommen, nicht als verlässlicher Wertspeicher.

    Geplante Änderungen bei der Kryptobesteuerung in Deutschland

    In Deutschland könnten sich die steuerlichen Rahmenbedingungen für Bitcoin und andere Kryptowährungen verändern. ZDFheute berichtet über Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, die einjährige Haltefrist für Digitalwährungen abzuschaffen.

    Derzeit gelten Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und Co. im Privatvermögen nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr als steuerfrei. Bei einer kürzeren Haltedauer greift der persönliche Einkommensteuersatz. Diese Regelung gilt laut ZDFheute auch für Gold, Luxusuhren, Oldtimer, Kunstgegenstände und andere Wertsachen.

    Nach den Plänen Klingbeils sollen Krypto-Gewinne künftig wie Aktienerlöse besteuert werden. Gewinne aus Dividendenzahlungen und dem Verkauf von Aktien unterliegen einer pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

    Viele Einzelheiten sind noch offen. Dazu zählen mögliche Übergangsregelungen sowie die Frage, ob der Koalitionspartner CDU/CSU die Pläne der SPD im Parlament unterstützt.

    Zusammenfassung: Vorgesehen ist eine Besteuerung von Krypto-Gewinnen nach dem Vorbild von Aktienerlösen. Die Abschaffung der einjährigen Haltefrist und mögliche Übergangsregelungen sind laut ZDFheute noch nicht abschließend geklärt.

    Einschätzung der Redaktion

    Die entscheidende Entwicklung ist weniger die kurzfristige Bitcoin-Preisentwicklung als die wachsende institutionelle und regulatorische Neuordnung des Kryptomarkts. Eine Verzögerung des CLARITY Act würde die notwendige Rechtssicherheit weiter hinausschieben, während ETF-Zulassungen und die Verschiebung institutioneller Nachfrage zu Ethereum die Marktstruktur zugleich verbreitern.

    Für Anleger steigt damit die Bedeutung von Regulierung, Produktstruktur und Verwahrungsrisiken. Die deutsche Besitzquote zeigt zwar eine relevante gesellschaftliche Verbreitung, die hohe Skepsis begrenzt jedoch den Übergang von spekulativer Nutzung zu breiter Akzeptanz. Zusätzlicher steuerlicher Druck könnte diese Zurückhaltung verstärken und langfristige Anlageentscheidungen unattraktiver machen.

    Kernaussage: Der Kryptomarkt professionalisiert sich, bleibt aber politisch, sicherheitstechnisch und steuerlich stark abhängig von Rahmenbedingungen außerhalb der reinen Kursentwicklung.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Gerade die geplante Abschaffung der einjährigen Haltefrist könnte viele deutsche Kleinanleger wieder abschrecken. Bei den institutionellen Umschichtungen wäre ich trotzdem vorsichtig, denn 13F-Meldungen zeigen eben nur einen Teil der tatsächlichen Positionen. Dass Ethereum wegen Staking interessanter wird, klingt plausibel, aber am Ende bleiben Verwahrung und Regulierung die großen Baustellen.
    Bei den ETF-Zahlen bin ich ehrlich gesagt etwas vorsichtig, weil man aus weniger IBIT-Anteilen gleich einen grossen Strategiewechsel rauszulesen vieleicht zu einfach ist. Wenn eine Bank gleichzeitig noch diese riesige ARK-Position hält, ist Bitcoin ja offensichtlich nicht einfach komplett abgeschrieben worden. Das mit den Puts macht die Sache auch nicht automatisch bearish, kann ja genauso gut nur absicherung sein, oder irgendwas für Kunden, blickt man bei diesen ganzen Produkten sowieso kaum noch durch.

    Ethereum mit Staking klingt erstmal attraktiv, weil eine Rendite natürlich besser aussieht als nur auf steigende Kurse zu hoffen. Aber die Rendite kommt ja nicht gratis, da hängen Netzwerk, Gebühren, Anbieter und am Ende auch Verwahrung drann. Wenn der Etherkurs stark fällt helfen ein paar Prozent Staking vermutlich auch nicht besonders viel. Und bei ETF-Anteilen weis man als normaler Anleger wahrscheinlich garnicht genau, wie das im Hintergrund geregelt ist.

    Die 13F Meldungen finde ich deshalb eher wie ein kleines Fenster als ein komplettes Bild. Shorts fehlen, Optionen sind nur teilweise sichtbar und Market Maker haben sowieso oft Positionen die nicht ihre eigene Meinung darstellen. Trotzdem interessant, besonders wenn mehrere grosse Firmen Richtung Ethereum gehen. Vielleicht ist es auch einfach der nächste Hype weil Staking gerade gut vermarktbar ist und nicht weil Ethereum plötzlich alle Probleme gelöst hätte.

    Beim Cardano ETF bin ich ebenfalls gespannt, aber ein geöffnetes regulatorisches Fenster ist noch kein sicherer Erfolg. Es müssen ja auch Käufer da sein und nicht nur ein neues Produkt im Regal liegen. Die 30 Millionen ADA von Walen können alles mögliche bedeuten, vielleicht vorfreude, vielleicht auch nur normales hin und her. Wale kaufen ist jedenfalls kein Beweis das der Kurs danach steigt, das wurde bei anderen Coins auch schon oft genug falsch verstanden.

    Was ich wirklich beunruhigend finde, sind die Cold-Wallet Geschichten. Selbstverwahrung wird immer als die sicherste Lösung empfohlen, aber wenn irgendwo 89 Millionen verschwinden, klingt das für Einsteiger natürlich wie ein schlechter Scherz. Wobei eine Hardware-Wallet selber ja nicht unbedingt gehackt sein muss, vielleicht war es ein Seed, eine manipulierte Software oder ein Bedienfehler. Genau diese unterschiede werden in solchen Meldungen oft garnicht richtig erklärt. Am Ende bleibt beim Nutzer hängen: Krypto ist kompliziert und ein falscher klick kann teuer werden.

    Die deutschen Zahlen sind dabei schon erstaunlich. Fast neun Millionen Besitzer klingt nach breiter Akzeptanz, aber wenn nur rund fünf Prozent Krypto als Krisen-Wertspeicher sehen, ist das doch eher spekulieren mit Hoffnung. Auch die vielen ehemaligen Besitzer sollte man beachten. Besitzerzahlen alleine sagen nicht ob die Menschen langfristig dabei bleiben oder beim nächsten Rückgang wieder verkaufen.

    Und die geplante Steueränderung könnte genau diese langfristigen Anleger abschrecken. Die einjährige Haltefrist war wenigstens einigermasen verständlich, auch wenn die Dokumentation bei mehreren Wallets und Tauschvorgängen schon jetzt ein nerviges Chaos ist. Eine pauschale Aktiensteuer klingt erstmal einfacher, aber Krypto ist halt nicht immer wie eine Aktie. Staking, Lending, Airdrops und Tauschvorgänge machen das ganze viel komplizierter als 25 Prozent drauf und fertig.

    Wenn dann noch neue Meldepflichten kommen, werden manche Leute vermutlich lieber garnichts mehr machen oder auf ausländische Plattformen ausweichen, was die kontrolle sicher nicht leichter macht. Gleichzeitig verstehe ich das Finanzamt auch, bei anonymen oder schwer nachvollziehbaren Transaktionen soll natürlich nicht jeder Gewinne verstecken können. Es braucht aber klare Regeln und Übergänge, sonst bestraft man vorallem die, die ehrlich sein wollen aber nicht wissen wie.

    Der CLARITY Act wäre deshalb schon wichtig, aber fünf Arbeitstage und 60 Stimmen klingt nicht gerade nach planbarer Gesetzgebung. Wenn der wieder verschoben wird, kommen die Märkte vermutlich trotzdem irgendwie weiter, nur eben mit noch mehr Gerüchten und Rechtsanwälten. Bitcoin bei 63.800 Dollar ist da fast nebensächlich, weil ein einzelner Tageskurs nichts über die regulatorische Richtung sagt. Und der Fear-and-Greed-Index bei 25 zeigt ja auch, dass die Leute trotz steigender Kurse noch lange nicht entspannt sind.

    Den August als automatisch roten Monat würde ich aber nicht überbewerten. Statistik ist interessant, aber kein Naturgesetz. Wenn alle wissen das August oft schlecht läuft, kann der Markt auch genau anders reagieren, oder die Gründe von früher sind heute garnicht mehr relevant wegen ETFs und institutionellen Anlegern. Die 60.965 Dollar als Marke klingt schön präzise, in echt drehen Kurse aber selten exakt an solchen zahlen.

    Unterm Strich wird der Markt wohl professioneller, aber dadurch nicht automatisch sicherer oder einfacher. Mehr ETFs bringen Zugang, aber auch mehr Produkte die man falsch einschätzen kann. Ethereum bekommt Aufmerksamkeit, Cardano vielleicht ein neues Fenster und Bitcoin bleibt der grosse Anker, trotzdem hängt alles an Regulierung, Verwahrung, Steuern und der allgemeinen Risikostimmung. Für Kleinanleger ist abwarten und selber nachlesen wahrscheinlich immernoch besser als jeder Prognose hinterher zu rennen die verspricht den nächsten Ausbruch schon genau zu kennen.
    Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Blick auf die breite Akzeptanz in Deutschland. Knapp neun Millionen Erwachsene mit Kryptowährungen klingt erstmal nach viel, gleichzeitig lehnt eine deutliche Mehrheit das Thema komplett ab. Das zeigt ganz gut, dass Krypto zwar längst kein Nischenhobby mehr ist, aber eben auch noch lange nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Besonders auffällig finde ich den Unterschied zwischen den Altersgruppen: Bei den 25- bis 34-Jährigen ist der Besitz relativ verbreitet, während ältere Menschen kaum erreicht werden. Das dürfte nicht nur am Interesse liegen, sondern auch daran, dass vielen die technische Seite und die Risiken schlicht zu kompliziert sind.

    Die geplante Steueränderung könnte diese Entwicklung zusätzlich bremsen. Wenn die einjährige Haltefrist tatsächlich wegfällt, wird aus dem langfristigen Halten schnell ein steuerlich deutlich unübersichtlicheres Investment. Gerade bei vielen kleinen Käufen, Verkäufen oder Umschichtungen möchte ich nicht jedes einzelne Geschäft mühsam dokumentieren müssen, nur um später keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen. Eine pauschale Besteuerung wie bei Aktien klingt zunächst einfach, aber bei Kryptowährungen gibt es eben Staking, Lending, Airdrops und unterschiedliche Wallets. Da braucht es unbedingt klare Regeln und eine vernünftige Übergangsfrist, sonst werden viele Privatanleger eher die Finger davon lassen.

    Auch der Cardano-ETF ist interessant, wobei eine mögliche Zulassung allein natürlich noch keinen dauerhaften Erfolg garantiert. Bei ETFs zählt am Ende, ob wirklich nachhaltig Geld hineinfließt oder ob nur kurzfristig auf ein neues Produkt spekuliert wird. Der Markt bekommt dadurch zwar mehr Zugänge, aber auch mehr Möglichkeiten für Anleger, sehr schnell zwischen verschiedenen Trends hin und her zu springen. Das kann die Professionaliserung fördern, muss aber nicht automatisch für weniger Risiko sorgen.

    Die Meldungen zu den Cold Wallets finde ich persönlich mindestens so wichtig wie die ETF-Nachrichten. Viele glauben immer noch, eine Hardware-Wallet sei automatisch vollkommen sicher. Das stimmt so offensichtlich nicht. Selbstverwahrung bedeutet eben auch, dass man selbst für Updates, Backup, Seed und die Echtheit der verwendeten Software verantwortlich ist. Wer damit überfordert ist, fährt unter Umständen mit einem regulierten Anbieter besser, auch wenn dort wieder andere Risiken bestehen. Am Ende gibt es leider keine Lösung ohne Kompromisse.

    Beim CLARITY Act wäre eine Verschiebung ebenfalls kein Weltuntergang, aber sie würde die Unsicherheit weiter verlängern. Unternehmen können nur schwer langfristig planen, wenn ständig offen ist, welcher Token wie eingestuft wird und welche Behörde zuständig ist. Für den Markt wäre ein klares Regelwerk vermutlich wichtiger als noch ein paar Prozent Kursgewinn bei Bitcoin. Solange die Politik hier keine verlässlichen Leitplanken setzt, bleibt vieles vom allgemeinen Börsenklima und von einzelnen Schlagzeilen abhängig. Genau deshalb wirkt der Kryptomarkt trotz wachsender Größe noch immer erstaunlich fragil.
    Die geplante Steueränderung dürfte vor allem diejenigen treffen, die Krypto bisher bewusst langfristig gehalten haben, während die ETF-Zahlen ohne vollständige Short- und Optionsdaten ohnehin nur ein halbes Bild liefern.
    Die ETF-Perspektive für Cardano finde ich spannend, aber nach dem Coldcard-Sweep zeigt sich mal wieder, dass ein neues Finanzprodukt wenig bringt, wenn Anleger bei der Verwahrung schludern.
    Bei dem ganzen durcheinander sieht man mal wieder das der Bitcoinpreis fast schon nebensache ist. Erst CLARITY Act, dann ETF fenster, Steuerpläne und irgendwo dazwischen noch ein Coldcard hack, da soll einer als normaler Anleger noch den überblick behalten. Ob Cardano jetzt wirklich gleich ein ETF bekommt weis ich auch nicht, aber allein die ankündigung macht natürlich wieder viel hype und die Wale kaufen dann angeblich passend vorher, zufall bestimmt

    Was ich bei den institutionellen Zahlen noch verwirrend finde: Wenn 13F nur die Longs zeigt und keine Shorts und optionen komplett darstellt, kann man aus den Tabellen ja eigendlich garnicht sicher sagen das jemand von Bitcoin nach Ethereum umschichtet. Bei Market Makern wie Jane Street schon garnicht, die halten ja vielleicht nur zeug für kunden und nicht weil sie selber plötzlich Ethereum fan geworden sind. Stakingrendite klingt zwar nett, aber die ist ja auch nicht kostenlos und ETH kann trotzdem stark fallen. Ein paar prozent rendite bringen wenig wenn der Kurs 30 prozent runter geht, glaub ich zumindest.

    Die deutsche Besitzquote von 12,8 Prozent klingt erstmal riesig, aber gleichzeitig lehnen 67,4 Prozent Krypto komplett ab. Das ist schon ein ziemlicher wiederspruch. Und bei den 4,9 Prozent ehemaligen Besitzern würde mich mal interessieren warum die ausgestiegen sind, wegen verlusten, sicherheit oder einfach weil die Steuererklärung zu nervig war. Gerade die geplante Steueränderung könnte viele abschrecken, weil man dann dauernd nachrechnen muss und nicht mehr einfach ein Jahr wartet. Bei Aktien ist das alles viel einfacher über den Broker, bei Coins hat man wallets, verschiedene Börsen und manchmal noch Staking oder Airdrops, das wird bestimmt ein papierkrieg.

    Der Coldcard fall macht mir mehr sorgen als die ganzen Kursziele. Selbstverwahrung wird immer als sicherer verkauft, aber wenn irgendwo ein fehler in der Hardware oder Firmware ist hilft einem die schönste Cold Wallet auch nicht. Andererseits sind Börsen auch nicht gerade heilige Einrichtungen. Man muss sich also aussuchen ob man selber den schlüssel verlieren kann oder jemand anders den zugang sperrt, tolle auswahl.

    Und dieser Fear and Greed Wert bei 25 obwohl die Kurse halbwegs stabil sind zeigt vielleicht das viele schon mit dem nächsten Rückgang rechnen. August ist historisch schlecht, aber wenn alle wissen das August schlecht ist, handeln ja auch alle danach und dann wird es vielleicht genau deshalb nicht schlecht. Oder natürlich doch, bei Krypto ist alles möglich. Die 60.965 Dollar als wichtige Marke klingt sehr präzise, in echt wird der Markt aber wohl nicht bei genau einem dollar sagen jetzt drehen wir um. Insgesamt bleibt bei mir der eindruck das der Markt professioneller wird, aber dadurch nicht automatisch weniger riskant. Mehr ETFs und Banken machen das ganze seriöser, können aber auch dafür sorgen das bei schlechten Nachrichten viel schneller und gleichzeitig verkauft wird. solang Regulierung und Verwahrung nicht klarer sind bleib ich da eher zuschauer mit popcorn.
    Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Blick auf die ganz normalen deutschen Anleger. Knapp neun Millionen Besitzer klingt erstmal nach einer breiten Akzeptanz, aber wenn zwei Drittel Kryptowährungen weiterhin komplett ablehnen, ist das eben noch lange kein Massenmarkt. Viele dürften außerdem nicht wegen der Technik kaufen, sondern weil sie hoffen, schnell etwas Geld zu verdienen. Das erklärt vielleicht auch, warum Kursverluste und schlechte Schlagzeilen so stark auf die Stimmung drücken.

    Beim CLARITY Act zeigt sich wieder, wie abhängig der Markt von politischen Fristen ist. Fünf Arbeitstage und 60 benötigte Stimmen sind schon eine ziemlich enge Kiste. Selbst wenn das Gesetz noch durchkommt, wird damit ja nicht automatisch jede offene Frage gelöst. Gerade die Ethik-Klausel und die Abgrenzung, welche Token rechtlich als Wertpapier oder als Ware gelten, könnten noch lange für Streit sorgen. Für Unternehmen ist diese Unsicherheit wahrscheinlich schlimmer als eine klare, aber strengere Regel.

    Die möglichen Cardano-ETFs sehe ich dagegen mit gemischten Gefühlen. Ein ETF macht den Zugang einfacher, aber er nimmt einem die Risiken des zugrunde liegenden Projekts nicht ab. Wenn Anleger nur auf das ETF-Label schauen, kann schnell der Eindruck entstehen, das sei ungefähr so solide wie ein klassischer Indexfonds. Das ist bei einzelnen Kryptowährungen natürlich nicht der Fall. Auch die Frage, wie stark solche Produkte tatsächlich nachgefragt werden, bleibt offen.

    Der Coldcard-Vorfall ist für mich fast wichtiger als die nächste ETF-Meldung. Selbstverwahrung wird oft als Königsweg dargestellt, aber sie bedeutet eben auch, dass man bei einem Fehler oder Angriff nicht einfach den Kundenservice anrufen kann. Und bei regulierten Produkten muss man sich zumindest genauer anschauen, wer verwahrt, wie die Assets abgesichert sind und welche Ansprüche im Ernstfall bestehen. Bequemlichkeit kostet Gebühren, völlige Eigenverantwortung kann aber ebenfalls sehr teuer werden.

    Die institutionellen Umschichtungen würde ich nicht überbewerten. Dass Ethereum wegen Staking-Renditen interessanter wird, leuchtet zwar ein, aber ein großer Teil des Handels kann aus Absicherung, Kundenbeständen oder Market-Making stammen. Eine steigende ETF-Position bedeutet daher nicht automatisch, dass Jane Street oder eine Bank langfristig bullish auf Ethereum ist. Trotzdem zeigt es, dass Investoren inzwischen stärker auf die Eigenschaften einzelner Netzwerke achten und nicht mehr nur Bitcoin als einziges institutionelles Produkt sehen.

    Für mich bleibt am Ende die Steuerfrage der größte Bremsklotz in Deutschland. Die einjährige Haltefrist war zumindest ein einfacher Anreiz für langfristiges Halten und hat die komplizierte Abgrenzung vieler kleiner Transaktionen vermieden. Wenn künftig jeder Verkauf ähnlich wie ein Aktiengeschäft behandelt wird, steigt der Dokumentationsaufwand vermutlich deutlich. Gerade Leute, die nur kleine Sparraten investieren, könnten dann irgendwann sagen: Das ist mir zu viel Papierkram für ein ohnehin schwankendes Anlageprodukt.

    Interessant ist auch der Widerspruch zwischen der wachsenden Zahl von Besitzern und der weiterhin hohen Skepsis. Vielleicht ist das gar kein Widerspruch, sondern eher ein Zeichen dafür, dass viele Anleger nur mit einem kleinen Betrag testen, ohne Kryptowährungen wirklich zu vertrauen. Solange Bitcoin unter 60.965 Dollar bleibt oder die ETF-Abflüsse wieder zunehmen, wird sich diese vorsichtige Haltung vermutlich kaum ändern. Ein paar grüne Tage reichen jedenfalls nicht aus, um die grundsätzlichen Sicherheits-, Steuer- und Regulierungsprobleme zu lösen.
    Die geplante Krypto-Besteuerung dürfte viele potenzielle Anleger noch stärker abschrecken, gerade weil die meisten ohnehin keinen verlässlichen Wertspeicher sehen.
    Die geplante Änderung bei der Kryptobesteuerung dürfte für viele Anleger am Ende wichtiger sein als die Frage, ob Bitcoin im August ein paar Prozent steigt oder fällt. Gerade wer langfristig hält, hat bisher zumindest einen klaren Anreiz gehabt, nicht ständig zu handeln. Wenn diese einjährige Haltefrist wegfällt und stattdessen pauschal wie bei Aktien besteuert wird, klingt das zunächst vielleicht einfacher, ist aber nicht automatisch gerechter. Kryptowährungen sind eben keine klassischen Wertpapiere und gerade bei Selbstverwahrung, Staking oder Tauschvorgängen wird die steuerliche Behandlung schnell unübersichtlich.

    Was mich dabei besonders stört: Es wird immer über die zusätzlichen Einnahmen gesprochen, aber kaum darüber, wie kompliziert die praktische Umsetzung für normale Leute werden soll. Wer einmal Coins zwischen mehreren Wallets verschoben oder verschiedene Token getauscht hat, weiß, dass die Dokumentation schon heute nicht gerade nebenbei erledigt ist. Dazu kommen mögliche Übergangsregeln, die wahrscheinlich erst sehr spät eindeutig geklärt werden. Für Kleinanleger ist das keine Kleinigkeit, sondern kann darüber entscheiden, ob man überhaupt noch investiert.

    Die hohe Skepsis in Deutschland überrascht mich deshalb nicht. Zwölf Komma acht Prozent Besitzquote klingt zwar nach einer großen Zahl, gleichzeitig sehen viele Kryptowährungen weiterhin hauptsächlich als Spekulation. Wenn dann noch politische Regeln, unsichere Verwahrung und mögliche Steueränderungen zusammenkommen, bleibt der Schritt vom interessierten Beobachter zum tatsächlichen Anleger für viele ziemlich groß. Und das ist vielleicht auch vernünftig, denn die Kursentwicklung zeigt ja, dass man hier nicht einfach blind auf langfristig steigende Preise vertrauen kann.

    Bei den institutionellen Umschichtungen würde ich ebenfalls nicht zu schnell von einem klaren Abschied von Bitcoin sprechen. Die Zahlen zu Intesa Sanpaolo und Jane Street sind interessant, aber ohne den gesamten Zusammenhang bleibt offen, ob es wirklich eine strategische Ethereum-Wette ist oder nur eine Anpassung von Kundenbeständen, Absicherungen und Produktangeboten. Ethereum hat durch Staking natürlich ein Argument, das Bitcoin nicht bieten kann. Eine Rendite klingt im Prospekt attraktiv, aber dafür gibt es zusätzliche technische und regulatorische Risiken. Staking ist kein kostenloser Bonus, sondern hängt an Netzwerk, Verwahrung und letztlich auch an der Frage, wer bei Problemen haftet.

    Der Cardano-ETF wäre ein weiterer Schritt in Richtung Normalisierung, trotzdem sollte man ETF-Zulassungen nicht mit einer Qualitätsgarantie verwechseln. Ein börsenhandelbares Produkt macht einen Coin leichter zugänglich, nimmt ihm aber nicht die Risiken. Gerade bei kleineren Projekten kann mehr Aufmerksamkeit auch mehr kurzfristige Spekulation bedeuten. Die genannten Käufe von Walen würde ich daher eher als interessantes Signal, nicht als Beweis für einen nachhaltigen Trend sehen.

    Und bei den Cold-Wallet-Vorfällen zeigt sich wieder die unangenehme Seite der Selbstverwahrung. „Nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins“ klingt als Spruch schön einfach, in der Praxis bedeutet es aber auch: Wenn man selbst einen Fehler macht oder eine Sicherheitslücke erwischt, gibt es keinen Kundendienst, der mal eben alles zurücksetzt. Für die breite Akzeptanz braucht es deshalb nicht nur bessere Kurse und klare Gesetze, sondern auch Verwahrungslösungen, die sicher und trotzdem verständlich sind. Sonst bleibt Krypto vor allem etwas für Leute, die sich gern mit Technik und Risiken beschäftigen.

    Unterm Strich wirkt der Markt professioneller, aber dadurch nicht automatisch weniger kompliziert. Bitcoin bleibt der bekannteste Vermögenswert, Ethereum gewinnt durch die Produktstruktur an Bedeutung, und die Politik entscheidet mit, wie schnell sich das Ganze weiterentwickeln kann. Für mich sind die nächsten Wochen deshalb vor allem ein Test dafür, ob Regulierung und Verbraucherschutz mit dem Tempo des Marktes mithalten können.

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    Zusammenfassung des Artikels

    Bitcoin behauptet sich bei rund 63.800 US-Dollar, während der CLARITY Act unter Zeitdruck gerät und Cardano-ETFs vor einer möglichen Öffnung stehen. Institutionelle Anleger setzen verstärkt auf Ethereum, während in Deutschland die Krypto-Adoption wächst.

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