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Bitcoin steht an einem entscheidenden Wendepunkt: Während US-Regulierung, ETF-Flüsse und die bevorstehende Fed-Sitzung neue Impulse liefern könnten, lasten anhaltender Verkaufsdruck und die Schwäche vieler Altcoins auf dem Markt. On-Chain-Daten deuten zwar auf eine mögliche Bodenbildung hin, doch die entscheidende Frage bleibt offen: Beginnt jetzt die Stabilisierung – oder droht Bitcoin ein weiterer Rücksetzer?
Bitcoin zwischen Regulierung, Bodenbildung und anhaltendem Verkaufsdruck
US-Regulierung rückt in den Mittelpunkt
Bitcoin geriet vor einem richtungsweisenden Treffen im Weißen Haus unter Druck. Laut Wallstreet Online verlor die Leitwährung am Donnerstagnachmittag 1,1 Prozent und notierte bei 64.034 US-Dollar. Das Wochenplus verringerte sich dadurch auf rund 1,85 Prozent.
Im Mittelpunkt des Treffens von Präsident Donald Trump mit Senatoren und hochrangigen Beratern steht der Clarity Act. Die Gespräche sollen um etwa 20:30 Uhr MEZ stattfinden und könnten nach Einschätzung des Berichts den Weg für eine wichtige US-Kryptoregelung ebnen oder die Blockade im Kongress vertiefen.
Eine zentrale Streitfrage ist eine Ethikklausel, die persönliche Krypto-Transaktionen hochrangiger Regierungsmitglieder beschränken soll. Demokraten fordern strenge Regeln mit Blick auf mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Trumps Geschäftsbeziehungen und den Krypto-Aktivitäten seiner Familie.
Zu den erwarteten Teilnehmern zählen Cynthia Lummis, Bernie Moreno, Patrick Witt und Susie Wiles. Eine Einigung könnte regulatorische Unsicherheit reduzieren und positive Signale für Bitcoin und andere Krypto-Assets liefern. Ein Scheitern würde dagegen die Volatilität erhöhen und das Markt-Sentiment belasten.
Der Zeitplan erhöht den Druck auf die Verhandlungspartner. Der Senat geht nach der ersten Augustwoche in die Sommerpause, während Mehrheitsführer John Thune noch vor der Pause eine Abstimmung anstrebt. Senator Thom Tillis hofft laut Wallstreet Online auf eine Einigung bis Ende der Woche.
Infobox: Der Clarity Act steht im Zentrum der politischen Debatte. Eine Einigung könnte regulatorische Unsicherheit verringern, während ein Scheitern weitere Verzögerungen befürchten lässt.
Bitcoin-Prognosen zwischen Erholung und Fed-Entscheidung
Eine weitere Analyse von Wallstreet Online beschreibt Bitcoin Mitte Juli bei rund 63.400 Dollar. Zuvor war der Kurs am 1. Juli 2026 auf 57.950 Dollar gefallen, den tiefsten Stand seit 21 Monaten.
Der Juni endete mit einem Minus von mehr als 20 Prozent und laut dem Bericht mit dem stärksten Monatseinbruch seit Juni 2022. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden Dollar. BlackRocks IBIT stand dabei mit 3,55 Milliarden Dollar für fast vier Fünftel der gesamten Belastung.
Am 3. Juli flossen 221 Millionen Dollar in die Fonds zurück. In der Woche bis zum 16. Juli zogen die Spot-Bitcoin-ETFs netto 197 Millionen Dollar an frischem Kapital an und beendeten damit eine achtwöchige Verlustserie.
Zusätzliche Unterstützung lieferten schwache US-Arbeitsmarktdaten. Es wurden nur 57.000 neue Stellen gemeldet, während 115.000 erwartet worden waren. Die US-Inflation fiel im Juni auf 3,5 Prozent und lag damit unter den erwarteten 3,8 Prozent.
Die größten Wallets kauften laut dem Bericht rund 270.000 BTC im Wert von 16,7 Milliarden Dollar nahe der 59.000-Dollar-Marke. Gleichzeitig verkaufte Strategy 3.588 Bitcoin für etwa 216 Millionen Dollar.
Als mögliche Kursmarken nennt der Bericht ein Basisziel von 65.600 Dollar und ein bullisches Szenario nahe 70.000 Dollar. Das Allzeithoch von 126.198 Dollar aus dem Oktober 2025 liegt demnach rund 50 Prozent über dem damaligen Niveau.
Die Fed-Sitzung am 28. Juli gilt als wichtiger Katalysator für die weitere Entwicklung. Der Bericht bezeichnet das Treffen am 28. und 29. Juli als binäres Ereignis für die Bitcoin-Prognose.
Infobox: Bitcoin erholte sich vom Tief bei 57.950 Dollar. ETF-Zuflüsse, Inflationsdaten und die Fed-Sitzung am 28. Juli gelten als zentrale Einflussfaktoren.
BTC kämpft um 64.000 US-Dollar
BTC-ECHO berichtet von einer anhaltenden Zitterpartie um die Marke von 64.000 US-Dollar. Obwohl Bitcoin auf Tagessicht 1,8 Prozent im Plus lag, gelang kein nachhaltiger Ausbruch. Am Samstagvormittag rutschte die Kryptowährung erneut knapp unter 64.000 US-Dollar.
Ethereum hielt sich bei 1.840 US-Dollar, XRP notierte bei 1,08 US-Dollar und Solana näherte sich 75 US-Dollar. Keinem der genannten Top-Altcoins gelang es laut BTC-ECHO, sich von der Bitcoin-Kursentwicklung abzukoppeln.
Das Allzeithoch von Bitcoin lag im Oktober 2025 bei 126.000 US-Dollar. Seitdem hat sich der Preis halbiert. Der Fear and Greed Index zeigte 25 Punkte und stand damit seit Wochen auf „extremer Angst“.
Hoffnung lieferten vier Handelstage mit positiven Nettozuflüssen bei den US-Bitcoin-Spot-ETFs. Die Fonds nahmen rund 500 Millionen US-Dollar auf. Nach Angaben von SoSoValue verwalteten die Indexfonds von BlackRock, Fidelity und anderen Anbietern 6,04 Prozent aller zirkulierenden BTC im Gesamtwert von 77,7 Milliarden US-Dollar.
Der Juni war dennoch der schlechteste Monat seit dem Handelsstart der Produkte. Die Nettoabflüsse beliefen sich auf 4,5 Milliarden US-Dollar.
Unter Krypto-Profis wächst laut BTC-ECHO zugleich der Optimismus. Florian Döhnert-Breyer, Managing Director beim Krypto-Fonds F5 Crypto Capital, erwartet eine Kapitalrotation in fundamental starke Kryptowährungen mit echten Cashflows. Als mögliches nächstes Fokusthema nennt er „Agentic Payments über die Blockchain“.
„Ich erwarte eine Kapitalrotation in fundamental starke Kryptowährungen mit echten Cashflows. Das nächste Fokusthema: Agentic Payments über die Blockchain.“
BTC-ECHO verweist außerdem darauf, dass Strategy in den vergangenen drei Wochen keine BTC erworben, sondern ihre Cashreserve zur Erfüllung künftiger Dividendenverpflichtungen ausgebaut habe.
Infobox: Trotz positiver ETF-Zuflüsse bleibt die Marktstimmung von Angst geprägt. Bitcoin kämpft um 64.000 US-Dollar, während die wichtigsten Altcoins keine eigenständige Stärke zeigen.
On-Chain-Daten liefern mögliches Signal für eine Bodenbildung
Börse Online berichtet über eine Analyse von Glassnode, nach der der Verkaufsdruck bei Anlegern nachlassen könnte, die Bitcoin nahe dem Zyklushoch erworben haben. Eine bestätigte Trendwende sei daraus jedoch noch nicht abzuleiten.
Im Mittelpunkt steht das Volumen der realisierten Verluste. Diese Kennzahl misst, wie hoch die Verluste beim Transfer von Bitcoin ausfallen, indem der aktuelle Transferpreis mit dem Preis beim vorherigen Transfer verglichen wird.
Glassnode betrachtet Bitcoin, das zwischen Juli 2024 und Juli 2025 zuletzt bewegt wurde. In diesem Zeitraum stieg der Bitcoin-Kurs laut Glassnode von rund 62.800 auf 107.000 Dollar. Anleger aus dieser Gruppe dürften ihre Coins überwiegend in der zweiten Hälfte der Aufwärtsphase erworben haben.
Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt der realisierten Verluste hatte zuletzt mehr als 75 Millionen Dollar erreicht und begann anschließend nach unten zu drehen. Der Glassnode-Analyst Cryptovizart bezeichnete ein Abkühlen und Nachlassen dieses Verkaufsdrucks als häufig frühes Signal dafür, dass die stärkste Verkaufsphase hinter dem Markt liegen könnte.
„Historisch gesehen haben Bärenmärkte keinen nachhaltigen Boden gefunden, bevor diese spezielle Gruppe ihren Verkaufsdruck nicht erschöpft hatte.“
Als wichtiges Kursniveau nennt Glassnode rund 69.000 Dollar. Dort liegt die durchschnittliche Kostenbasis kurzfristiger Halter. Das Niveau entspricht außerdem dem früheren Rekordhoch aus dem Bullenmarkt von 2021.
Eine überzeugende Rückeroberung von 69.000 Dollar könnte laut Börse Online Raum für weitere Kursgewinne schaffen. Eine Zurückweisung an diesem Widerstand würde dagegen dafür sprechen, dass die bisherige Handelsspanne intakt bleibt.
- Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt der realisierten Verluste lag zuletzt bei mehr als 75 Millionen Dollar.
- Die durchschnittliche Kostenbasis kurzfristiger Halter liegt bei rund 69.000 Dollar.
- Die Daten gelten nicht als verlässliches Kaufsignal.
Infobox: Nachlassende realisierte Verluste könnten auf eine Abschwächung des Verkaufsdrucks hindeuten. Für eine stärkere Bestätigung wären laut Bericht zusätzlich stabile Nachfrage und eine nachhaltige Rückeroberung von 69.000 Dollar erforderlich.
Der Aktionär sieht strukturellen Nachfrageverlust
Der Aktionär beschreibt Bitcoin bei rund 63.000 Dollar und verweist auf einen Wertverlust von mehr als 50 Prozent seit dem Hoch im Oktober. Damals hatte Bitcoin über 126.000 Dollar erreicht. Der Fear-&-Greed-Index stand bei 31 und damit tief im Bereich „Angst“.
Anders als bei früheren Krypto-Wintern sieht der Bericht diesmal keinen einzelnen spektakulären Auslöser. Nach dem Terra/Luna-Kollaps und der FTX-Pleite 2022 war Bitcoin um bis zu 80 Prozent gefallen. Der aktuelle Rückgang werde dagegen von einem stetigen Verlust des Anlegerinteresses geprägt.
Als wichtigen Belastungsfaktor nennt Der Aktionär die ETF-Abflüsse. Nach den Rekordzuflüssen Ende 2024 und Anfang 2025 seien die Bitcoin-ETFs in einen anhaltenden Abflussmodus gewechselt. Dadurch habe sich ein Angebotsüberhang von 4,4 Milliarden Dollar aufgebaut.
Auch mit Bitcoin verbundene Aktien gerieten unter Druck. Strategy verlor 2026 mehr als 20 Prozent, während die Coinbase-Aktie rund ein Drittel einbüßte. Im selben Zeitraum legte der S&P 500 um rund acht Prozent zu.
Der Bericht stellt außerdem die Frage, ob der historische Vier-Jahres-Zyklus weiterhin gilt. Nach dem Halving im April 2024 folgte das Hoch, anschließend die Korrektur. Bei einer Wiederholung der historischen Entwicklung könnte der Boden erst Ende 2026 oder Anfang 2027 erreicht werden. Als mögliche Kursziele werden 50.000 bis 55.000 Dollar genannt.
Analysten von Bernstein vertreten eine andere Einschätzung. Ihrer Ansicht nach könnte der klassische Vier-Jahres-Zyklus ausgedient haben, weil inzwischen Institutionen und nicht mehr Kleinanleger den Markt treiben. Bernstein sieht ein mögliches Zyklushoch nahe 200.000 Dollar im Jahr 2027.
Auch Cathie Wood von Ark Invest geht laut Der Aktionär davon aus, dass Bitcoin seinen Boden bereits gefunden haben könnte. Der Bericht bleibt kurzfristig zurückhaltend und verweist auf ETF-Abflüsse sowie fehlendes Momentum, während die langfristige Einschätzung weiterhin bullish bleibt.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Hoch im Oktober 2025 | über 126.000 Dollar |
| Bitcoin-Kurs im Bericht | rund 63.000 Dollar |
| Bitcoin-Rückgang | mehr als 50 Prozent |
| Fear-&-Greed-Index | 31 |
| Möglicher Boden bei Wiederholung des Zyklus | Ende 2026 oder Anfang 2027 |
| Mögliche Kursziele | 50.000 bis 55.000 Dollar |
| Mögliches Zyklushoch im Bernstein-Szenario | nahe 200.000 Dollar im Jahr 2027 |
Infobox: Der Aktionär sieht den aktuellen Rückgang als schleichenden Verlust des Anlegerinteresses. Kurzfristig werden ETF-Abflüsse und fehlendes Momentum als Belastung genannt, während langfristig weiterhin eine positive Einschätzung besteht.
Blocktrainer: Bitcoin und Stablecoins als verbleibende Kernbereiche
Blocktrainer beschreibt einen strukturellen Wandel im Krypto-Markt. Obwohl alternative Kryptowährungen in Schwächephasen üblicherweise deutlich schlechter als Bitcoin abschneiden, sei die sogenannte Altcoin-Season in diesem Zyklus nahezu vollständig ausgeblieben.
Bitcoin handelt laut Blocktrainer circa 50 Prozent unter dem Allzeithoch, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Ethereum, die Nummer zwei nach Marktkapitalisierung, fiel deutlich mehr als 60 Prozent vom Höchststand. Seit Ende 2021 verlor ETH gegenüber Bitcoin fast 70 Prozent.
Cardano und Polkadot, die im vergangenen Zyklus noch zu den Top 10 gehörten, verloren seitdem in US-Dollar gemessen weit mehr als 90 Prozent. Gleichzeitig gab es im breiteren Krypto-Markt kaum neue Hypes, obwohl ein nachhaltig steigender Bitcoin-Kurs in früheren Zyklen die Spekulation mit Altcoins verstärkt hatte.
Auch der politische Rückenwind führte laut Blocktrainer nicht zu einem nachhaltigen Altcoin-Aufschwung. Donald Trump ist der erste selbsternannte „Krypto-Präsident“ und engagiert sich auch im Altcoin-Sektor. Seine Familie betreibt das Krypto-Projekt World Liberty Financial mit dem Token WLFI. Kurz vor seiner Amtseinführung launchte Trump außerdem den Memecoin $TRUMP.
Bei WLFI und TRUMP erlitten Käufer erhebliche Verluste. Der Memecoin-Hype habe Krypto stärker mit Selbstbereicherung, nutzlosen Token und reiner Spekulation verbunden. Gleichzeitig verlagerte sich ein Teil des Gamblings auf Prediction Markets wie Polymarket und Kalshi sowie auf Wetten bei Krypto-Börsen.
Die Zulassung mehrerer Altcoin-Spot-ETFs für ETH, XRP, SOL und DOGE verlieh den Coins laut Blocktrainer kaum zusätzliche Legitimität. Auch Treasury-Unternehmen für ETH und SOL konnten keinen nachhaltigen Bullenmarkt auslösen. Bitmine kaufte innerhalb eines Jahres knapp 5 Prozent aller ETH, was laut dem Bericht zugleich das Zentralisierungsproblem des Proof-of-Stake-Netzwerks verdeutlichte.
Unzählige DeFi-Hacks belasteten den Sektor zusätzlich. Bei Zcash wurde vor wenigen Monaten mithilfe von KI ein Fehler entdeckt, der seit 2022 bestanden habe und Angreifern ermöglicht hätte, unbegrenzt viele Token zu erzeugen. Ob die Schwachstelle ausgenutzt wurde, ließ sich laut Blocktrainer nicht eindeutig feststellen.
Blocktrainer sieht Bitcoin dagegen als einzige wirklich dezentrale Kryptowährung mit verifizierbar begrenzter Gesamtmenge, Zensurresistenz und dem stärksten Netzwerkeffekt. Als „digitales Gold“ löse Bitcoin Probleme in der Realwelt. Offizielle Meldungen aus Russland verwiesen demnach auf die Nutzung von BTC im internationalen Handel. Der Iran akzeptiere offenbar Bitcoin-Zahlungen für Mautgebühren in der Straße von Hormus.
Als zweiten relevanten Bereich nennt Blocktrainer Stablecoins. Mit der Verabschiedung des GENIUS Act in den USA seien US-Dollar-Äquivalente weiter legitimiert worden. In Industrieländern könnten Stablecoins ein überlegenes Zahlungsmittel darstellen, während sie Menschen in Schwellenländern Zugang zu einer wertstabileren Fiatwährung ermöglichen.
Die Umlaufmengen von Tethers USDT und Circles USDC stiegen. Im aktuellen Bärenmarkt hatte USDT zeitweise eine größere Marktkapitalisierung als ETH. Ethereum, dem im vergangenen Zyklus von vermeintlichen Experten eine mögliche Überholung von Bitcoin vorausgesagt worden war, kämpfe nun eher um den dritten Platz.
Beim Thema Tokenisierung betont Blocktrainer, dass nicht zwingend die Coins der verwendeten Blockchain profitieren müssen. Finanzkonzerne könnten eigene Blockchains starten, weil Dezentralität bei der Tokenisierung nicht im Mittelpunkt stehe. Als eine der wenigen Erfolgsgeschichten dieses Zyklus wird Hyperliquid genannt, bei dem Teile der Gebühren in den Rückkauf und das Verbrennen des HYPE-Tokens fließen.
Infobox: Blocktrainer sieht Bitcoin und Stablecoins als die Bereiche mit der größten verbleibenden Substanz. Viele Altcoin-Narrative, DeFi-Projekte, Memecoins und andere spekulative Konstruktionen hätten dagegen an Bedeutung verloren.
Bitcoin-Dominanz und die Folgen des Altcoin-Rückgangs
Der Rückgang des breiteren Krypto-Marktes könnte Bitcoin langfristig stärken, kurzfristig aber auch belasten. Blocktrainer verweist darauf, dass die Bitcoin-Dominanz seit 2022 stetig gestiegen sei. Der wachsende Stablecoin-Markt verzerrt dabei laut dem Bericht das tatsächliche Bild zulasten von BTC.
Lyn Alden argumentiert, dass viele Krypto-Investoren neben Altcoins auch Bitcoin hielten und durch fallende Kurse zum Verkauf ihrer BTC gedrängt worden sein könnten. Außerdem könnten Außenstehende den Markt wegen der fehlenden Substanz vieler Projekte grundsätzlich meiden.
„Beim überwiegenden Teil des restlichen Krypto-Marktes gibt es meiner Meinung nach keine strukturelle Nachfrage.“
Nach Einschätzung von Lyn Alden könnten tokenisierte reale Vermögenswerte weiterhin einen Markt besitzen. Bei stark zirkulären und spekulativen Konstruktionen fehle dagegen nachhaltige Nachfrage. Diese Projekte durchliefen nach ihrer Einführung zunächst einen Hype-Zyklus und stagnierten anschließend.
Der zerfallende Krypto-Markt könne Bitcoin teilweise belasten, weil sich die Eigentümer überschneiden. Anleger, die neben Bitcoin auch Krypto-Assets hielten, die inzwischen um 90 Prozent oder mehr gefallen seien, müssten ihre Bitcoin aus unterschiedlichen Gründen verkaufen.
Gleichzeitig sehe bislang nicht investiertes Kapital vor allem Memecoins. Nach ICOs, DeFi, NFTs und dezentraler Rechenleistung habe sich der jüngste Zyklus nahezu ausschließlich um Memes gedreht. Der Markt sei damit in eine Phase eingetreten, in der kaum noch ein tatsächlicher Wert behauptet worden sei.
Langfristig sei das Ende vieler Krypto-Narrative laut Lyn Alden positiv, auch wenn es der Außenwahrnehmung von Bitcoin kurzfristig schaden könne. Da Bitcoin häufig mit anderen Kryptowährungen in einen Topf geworfen werde, könne die Abgrenzung Zeit benötigen.
Infobox: Der Altcoin-Rückgang kann Kapital in Richtung Bitcoin lenken, gleichzeitig aber durch gemeinsame Eigentümer und ein schwächeres Anlegerinteresse kurzfristig zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist die zunehmende Trennung zwischen Bitcoin und dem übrigen Kryptomarkt. Während viele Altcoin- und DeFi-Narrative an Glaubwürdigkeit verlieren, bleiben bei Bitcoin vor allem regulatorische Akzeptanz, institutionelle Nachfrage und die begrenzte Geldmenge als tragende Argumente bestehen.
Kurzfristig überwiegen jedoch die Risiken: Solange 64.000 US-Dollar nicht nachhaltig überwunden werden und die Marke von 69.000 US-Dollar als Widerstand bestehen bleibt, ist die Erholung nicht bestätigt. ETF-Zuflüsse und nachlassende realisierte Verluste sprechen für eine mögliche Stabilisierung, reichen aber noch nicht für eine belastbare Trendwende.
Die US-Regulierung und die Fed-Entscheidung am 28. Juli 2026 können den Markt kurzfristig stark bewegen. Inhaltlich wichtiger ist jedoch, ob daraus dauerhaft neue Nachfrage entsteht. Gelingt dies nicht, bleibt Bitcoin trotz langfristiger struktureller Vorteile anfällig für weitere Rücksetzer.
Infobox: Bitcoin zeigt Ansätze einer Bodenbildung, befindet sich aber weiterhin in einer fragilen Übergangsphase. Eine nachhaltige Stabilisierung erfordert neue Nachfrage, klare Regulierung und die Rückeroberung zentraler Widerstandsniveaus.
Quellen:
- Krypto ist tot – nur Bitcoin und Stablecoins bleiben
- Trump berät Clarity Act: Bitcoin fällt - Markt entscheidet in Washington
- Bitcoin Prognose im Juli 2026 nach CPI-Daten und der Fed-Entscheidung am 28. Juli
- Bitcoin fällt unter 64.000 Dollar – steht das Schlimmste noch bevor?
- Ist das endlich der Bitcoin-Boden? Erstes Signal lässt aufhorchen
- Bitcoin bei 63.000 Dollar: Jetzt einsteigen – oder Finger weg?













