Veröffentlicht: 18.07.2019

Mimblewimble – Was ist das?

Mimblewimble

Mimblewimble erklärt

Mimblewimle (MW) ist seit geraumer Zeit ein großes Gesprächsthema in der Kryptobranche. Doch was steckt dahinter? MW ist ein Protokoll, womit ein zensurfreies Geldsystem kreiert werden soll. Dabei steht vor allem die Privatsphäre des Users im Vordergrund. Des Weiteren wird das Protokoll als enormes Upgrade in puncto Datenspeicherung gefeiert. Wir werfen einen Blick auf die Technologie.

Wie das Protokoll funktioniert

Das Mimblewimble Protokoll beruht auf starken Eigenschaften aus dem Bereich der Kryptographie. Dadurch setzt MW in erster Linie auf eine hohe Skalierbarkeit, eine geschützte Privatsphäre und ein einzigartiges Framework. Um die Funktionsweise von MW zu veranschaulichen, eignet sich ein Vergleich zu dem Bitcoin System. Damit man Transaktionen im Bitcoin System ausgeführt werden, benötigt man mehrere Informationen. Man braucht hierfür eine eigene Wallet Adresse mit Zugang (z.B. Privat Key), eine Empfängeradresse (Public Adress) und muss eine bestimmte Anzahl (UTXO – Unspent Transaction Outpout) angeben.

Das UTXO System

Um MW zu verstehen, sollte man zuerst eine genaueren Blick auf Bitcoin´s UTXO-Modell werfen. Dabei lassen sich Unterschiede zum FIAT-System erkennen. Ein Beispiel: Wenn Person A Person B einen Euro gibt, sieht das wie folgt aus: Person A: -1 Euro, Person B: +1 Euro. Im Bitcoin System geht diese Rechnung jedoch nicht auf. Bei BTC Transaktionen gehen verschiedenen Inputs und Outputs vom Sender zu dem Empfänger. Möchte Person A Person B nun 1 BTC senden, wird dieser BTC nicht direkt von der Wallet (von Person B) abgezogen. Das BTC Netzwerk bündelt nämlich mehrere Inputs aus vorherigen Transaktionen und sendet diese an Person B. Eine Transaktion könnte dementsprechend wie folgt aussehen: Person A: – (0,25 + 0,40 + 0,15 + 0,20) BTC, Person B: + 1 BTC.

Teilweise über 100 Inputs pro Transaktion

In dem Beispiel setzt sich der gesendete Bitcoin aus vier verschieden Inputs zusammen. In der Realität gibt es jedoch Fälle, in denen mehr als 100 Inputs für eine einzige Transaktion verwendet werden. Dadurch muss das Netzwerk Unmengen an Daten verarbeiten. Der Prozess ist also alles andere als effizient.

Mimblewimbles Lösungsansatz

An dieser Stelle betritt MW die Spielfläche. Das Ziel hinter dem MW Protokoll besteht darin, sämtlich In- und Outputs zu eliminieren. Anstelle des UTXO Modells setzt MW dabei auf ein Multisignature-Verfahren. Dadurch entstehen sogenannte „Confidential Transactions“. Wenn die Person A der Person B nun einen BTC senden will, kreieren beide einen „Multisignature Key“, mit dem die Transaktion bestätigt werden kann.

Weniger Verifizierungen benötigt

Einfach gesagt, wird im MW Protokoll nur noch eine einzige Verifizierung benötigt. Dabei muss geprüft werden, dass keine neuen Coins kreiert wurden und das die Besitzansprüche von Sender und Empfänger vorhanden sind. Neben dieser Erleichterung ist MW in der Lage, die Größe der Blöcke zu komprimieren. Dadurch wird die Datenspeicherung enorm erleichtert.

Welche Coins setzen auf Mimblewimble?

Aktuell gibt es zwei Coins, die MW in ihrem Mainnet integriert haben. Dabei handelt es sich um GRIN und BEAM. Die beiden Coins nutzen zwar das selbe Protokoll, dennoch unterschieden sie sich deutlich hinsichtlich der Struktur und Technologie.

Die Geschichte von Mimblewimble

Das Whitepaper zu MW wurde im August 2016 von einen User namens Tom Elvis Jedusor gepostet. Der Name entspringt aus der französische Übersetzung von Harry Potter und ist darin der richtige Name von Voldemort. Der Projektname „Mimblewimble“ dürfte vielen Harry Potter Fans ebenfalls bekannt erscheinen. In dem Film kommt der Name von einem Zauberspruch, welcher als „Zungenverdreher“ bekannt ist.

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